WU-Keller - KMB Beschichtung - Schimmel?

Diskutiere WU-Keller - KMB Beschichtung - Schimmel? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, an unserem Neubau haben wir im Technikraum einen Lichschacht entfernt und die Öffnung zugemauert. Aufgrund des geöffneten...

  1. #1 johnny80, 30.06.2019
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    Hallo zusammen,

    an unserem Neubau haben wir im Technikraum einen Lichschacht entfernt und die Öffnung zugemauert. Aufgrund des geöffneten Bereiches sah man, dass der WU Keller nur den den Stößen der Filigranwände eine KMB Beschichtung inkl. Armierung erhalten hat. Der Rest wurde nur mit einem Grundanstrich versehen.
    Unser aktueller Bauleiter sagte, dass dies nicht in Ordnung sei, und wir den Keller vollflächig mit KMB beschichten und auch die XPS Dämmung vollfkächig verkleben sollten.

    Das wurde nun angegangen. Die Baugrube wurde geöffnet, die XPS Platten entfernt.
    Aufgrund ber Bodensituation (stark lehmhaltig, aufstauendes Sickerwasser) standen auch die untersten XPS Platten im Wasser und dadurch auch die ursprüngliche Beschichtung, die der Rohbauer an den aufgehenden Wänden (Stoß Bodenplatte Wand) aufgebracht hatte.
    Ursprünglich sollten nur lose KMB Teile entfernt und die Beschichtung vollflächig darauf aufgebracht werden. Aber leider war die vorhandene Beschichtung, die im Wasser stand so weich, als wäre es Zahnpasta. Man konnte diese einfach mit den Händen abziehen bzw. mit Spachtel. Dahinter verbarg sich zum einen Wasser, dass die Beschichtung hinterlaufen hatte, zum anderen eine weiße "Masse", die wir nicht näher definieren können.
    Ist das Schimmel? Muss dies besonders behandelt werden? Hat hierzu jemand Rat und Erfahrungen?

    vielen Dank vorab
    Sebastian
     

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  2. #2 Fabian Weber, 30.06.2019
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    Normalerweise muss man bei einer WU-Konstruktion überhaupt nichts weiter abdichten, das übernehmen an den Stößen zum Beispiel die Fugenbänder.

    Die Stöße macht man manchmal, um diese potentielle Schwachstelle auszuräumen.

    Die Dämmung muss aber vollflächig geklebt werden, da hat der Bauleiter recht.

    Ihr betreibt jetzt diesen ganzen Aufwand, obwohl überhaupt keine Feuchtigkeit eingedrungen ist? Warum?
     
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  3. SIL

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    Deswegen du Fabian :winken
    Nein. Kein Schimmel.
    Nein
    Alles ab das Zeug und zwar richtig, ohne Reste.
    Mechanisch abschleifen oder Fräsen und dann reaktive Abdichtung drauf.
    Dabei sollte die Wand aber auch entsprechend trocken sein. :winken
     
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  4. #4 johnny80, 30.06.2019
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    bei uns wurden damals Pentaflex Bänder verwendet, was ich unserer Doku entnehmen kann.


    nein nicht ganz. bei uns sind in der Bauphase damals schon 5 Stellen aufgetaucht, an denen Wasser an den Boden Stößen durchgekommen ist. Das wurde dann verpresst.
    Später wurden dann Schweißbahnen im Keller verlegt. Wir wissen daher aktuell nicht genau, ob sich nicht doch noch irgendwo mal Schwachstellen auftun würden, oder nicht.

    Zudem wurde die Baugrube beim Verfüllen nicht verdichtet, so dass dieser Punkt dann auch gleich miterledigt werden kann.
     
  5. #5 johnny80, 30.06.2019
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    Eine Idee, was es ist? Es ist gummiartig.

    Wir haben alle Batzen ab, die Grundierung in der Fläche angerauht und den gesamten Bitumen des Rohbauers komplett abgeschliffen.
    Siehe Bilder. Jetzt ist es aber so, dass es ein Doppelhaus ist und wir an bestimmte Stellen nicht mehr drankommen.
    Das ist ärgerlich.
     

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  6. #6 Fabian Weber, 30.06.2019
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    Also meiner Meinung nach ist die WU-Konstruktion dicht und Ihr seid erst beim daher komplett unnötigen Ausgraben darauf gestoßen, dass die Verklebung der Dämmung nicht ganz korrekt war, was wiederum aber zu überhaupt keinem feststellbaren Schaden geführt hat.

    Auch, dass die Verfüllung nicht korrekt verdichtet wurde, scheint bisher keine negativen Auswirkungen gehabt zu haben, ist auch logisch so hoch wie da das Wasser steht, da hat sich schon alles von alleine verdichtet.

    Wie wollte Ihr jetzt eigentlich das Grundwasser wegbekommen wenn Ihr saniert? Eine Wasserhaltung ist ja nicht gerade billig.
     
  7. SIL

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    Ich tendiere zu 2 verschiedenen Beschichtungen die der Rohbauer verarbeitet hat, die erste verbrachte Lage war zudem nicht einwandfrei verarbeitet ( vermutlich die 2 K nicht richtig dosiert oder vermischt) und die 2.te vermutlich zu früh aufgebracht. Diese leicht weissen Verfärbungen und Trennungen habe ich schon öfters gesehen, allerdings nicht in diesem Ausmaß.
    Genaueres kann Ihnen sicher da @Manufact sagen.
     
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  8. #8 Fabian Weber, 30.06.2019
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    Wieso lasst Ihr den vermeintlichen Mangel nicht durch die Baufirma beheben?

    Wieso sind die Poroton-Ziegel noch nicht abgedichtet aber die Fenster schon? Das ist so nicht richtig.

    Außerdem sehe ich nicht verschlossene Ankerlöcher in den Fertigteilen.
     
  9. SIL

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    Das sind nur Dübel in der Aussenschale, du Anker :winken die werden nun mit abgedichtet. ;)
     
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  10. #10 Fabian Weber, 30.06.2019
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    Die gehörten schon ursprünglich verschlossen, naja hier scheint sich ja die Baufirma verabschiedet zu haben.
     
  11. #11 johnny80, 30.06.2019
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    die Verklebung der Platten ist vielleicht nicht korrekt, aber nicht der gravierende Punkt.
    Wenn man schon 5 Stellen hatte, an denen Wasser durchkam, aktuell aber keine weiteren Stellen gesehen hatten waren wir hier eher vorsorglich unterwegs, korrekt.

    genau. bisher trifft es wunderbar. der gesamte Bereich soll später gepflastert und befahren werden. Da möchte man sich ungern auf - "es liegt ja schon 3 Jahre, das hat sich von alleine verdichtet" verlassen.
    Wenn es später Probleme gibt hat man erheblich höhrere Kosten bei der Behebung, als jetzt ohne Pflaster und angelegtem Garten :shades

    das war relativ einfach. Die Baugrube ist bis auf Höhe Dämmung der Bodenplatte ausgehoben, bis zur Sauberkeitsschicht.An 2 Ecken sind kleine Pumpsümpfe - diese halten den gesamten Bereich aktuell fast komplett trocken. Zumindest weit unter Oberkante Dämmung BP, so dass das Wasser hier die BP garnicht berühren kann und tiefer steht.
     
  12. #12 johnny80, 30.06.2019
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    Mit Bitten, Fristen setzen, beheben lassen, korrigieren der Ausbesserung usw. hat es alleine 6 Monate gedauert die Verpressungen vorzunehmen.
    Wir haben für uns in dem Fall entschieden das selbst zu korrigieren - allein die Kosten für 3 Anwaltsbriefe, um den Anlauf zu starten stehen dem Wert der gesamten Abdichtung gegenüber - dabei ist die Zeit noch nicht einkalkuliert, die weitere Kosten mit sich bringt. Miete, Baustromkasten, Bautoilette, Versicherung. Steht alles in keinem Verhältnis.
    Wir haben etliche andere Themen auf der Baustelle gehabt, die bestätigen, dass man im Recht sein kann, und Sachdensersatz/Geld zurückfordern kann - dies aber so viel Geld kostet, dass manchmal zur Seite schieben und weitermachen die schnellere, günstigere Alternative darstellt, als sich das Recht zusprechen zu lassen. kranke Welt...


    müssen sowieso noch einmal raus, da statisch falsch ausgelegt.
     
  13. #13 Fabian Weber, 30.06.2019
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    Ok verstehe, wenn Ihr alles anständig gemahnt (Mangelrüge etc. geht auch ohne Anwalt), dann könnt Ihr ja später auch das Geld zurückfordern, bzw. am Ende einbehalten.
     
  14. #14 johnny80, 14.09.2020
    Zuletzt bearbeitet: 15.09.2020
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    so ging es dann bei uns weiter.

    den gesamten Keller abgeschliffen, Stirnseiten BoPla und 30 cm Wandaufgang blank, die Wandflächen gut angerauht.
    erste Schicht 2K Dickbeschichtung (Weber Superflex 10) inkl. Einarbeitung Armiergewebe (Weber sys 981) vollflächig inkl. BoPla.
    zweite Schicht Dickbeschichtung.
    vollflächiges Verkleben der Styrodurdämmplatten ebenfalls mit superflex 10.
    Stöße mit Dickbeschichtung verschlossen.
    Übergänge Keller zu Sockel und 2 Steinreihen mit Hohlkehlspachtel (weber 933) egalisiert, darauf dann 30cm überlappend auf die Kellerabdichtung bis in den Sockelbereich Abdichtung mit weber d24, auch zweilagig.
    dann Noppenbahn, Vlies, Kies, Drainagerohre, Vlies. alles wieder zu.
     

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  15. BaUT

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    Womit wurde denn verpresst? Könnte sich bei dem weißen gummiartigen Zeug draußen ja durchaus auch um das Verpressgut handeln - oder?
     
  16. #16 johnny80, 15.09.2020
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    Der Rohbauer hat damals die Firma Drytech beauftragt - laut deren Homepage "Acrylharz DRYflex".
    An das Abdichtmaterial haben wir garnicht gedacht - die Möglichkeit besteht tatsächlich.
     
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WU-Keller - KMB Beschichtung - Schimmel?

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