WU Keller plus Bitum ???

Diskutiere WU Keller plus Bitum ??? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir bauen zur Zeit. Und ich habe vom Bau und Beton usw. wirklich keine Ahnung!!! Der Keller wurde gerade Fertiggestellt und gegossen. Es...

  1. TimF

    TimF

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    Hallo,
    wir bauen zur Zeit. Und ich habe vom Bau und Beton usw. wirklich keine Ahnung!!!
    Der Keller wurde gerade Fertiggestellt und gegossen.
    Es wurde erst die Bodeplatte gegossen,dann 3 Tage ausgehärtet, und dann wurden die innen hohlen Wandelemente aufgestellt und die Decke auch gleichzeitig aufgebaut. Anschließend wurden alle Hohlräume vergossen (mit B25). Es werden sonst aber keine Abdichtungen oder Verklebungen gemacht.
    In unserem Baugebiet (Lehmboden) ist ab 1m ein erhöhter Wasseranteil und ab 2m Grundwasser. (Erdbaulabor meint leicht Drückendes Wasser)
    Mein Bauträger sagt das da ich einen WU-Keller habe benötige ich keine weitere Abdichtung des Kellers z.B. mit Bitum oder Dickschichten!!!!??
    Ist das richtig ist es nicht besser wenigstens zur Sicherheit Bitum zu streichen ????
    :confused:
    Danke für eure antworten !!!

    Tim
     
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  3. MLiebler

    MLiebler

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    WU-Keller

    Servus,

    Wu-Keller oder weiße Wanne?
    Wenn in 2m "drückendes Wasser" ansteht wird´s interessant.
    Haben Sie Photos von der Bodenplatte vor Aufstellen der Doppelwandelemente?
    Wurde dort ein Arbeitsfugenband eingebaut?
    Wie stark ist die Bodenplatte?
    Was sagt die Statik aus?
     
  4. Lebski

    Lebski Gast

    Selbst bei einer WW sollte man Bitumen streichen, um Wasserdampfdiffusion zu vermeiden. Und Schweißbahnen unter den Estrich, wenn nicht anders Abgesperrt ist.
    Dies zumindest für höherwertig genutzte Keller. Bei reinen Lagerkellern ist es keine Vorschrift, trotzdem zu empfehlen.

    Bilder würd ich auch gerne sehen....
     
  5. #4 bauworsch, 16. April 2004
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Was ist denn

    vertraglich vereinbart?

    Erdlabor. Es wurde dann wohl eine irgendgeartete Baugrunduntersuchung durchgeführt.
    Durch wen?
    Sind die Ergebnisse dem Bauträger bekannt?
     
  6. TimF

    TimF

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    Antwort

    Hallo

    erst mal zu "MLiebler",
    ja es wurde eine Art Band (Metallband) eingebaut.
    Die Bodenplatte ist eine 25cm dicke Stahlbetonplatte auf einer 20cm dicken Schotterschicht (0/56). Statik ???

    zu "Lebski"
    Danke für den Tipp, aber was sind Schweißbahnen unter dem Estrich?

    zu "bauworsch"

    Vertraglich ist ein Wasserundurchlässigererkeller vereinbart mit 5 Jahren Garantie.
    Alles was das Erbaulabor(unabhängiges) empfohlen hat wurde durchgeführt:
    Trennvlies/Schotter/Ringdränage im Schotter(zur Baugruben Entwässerung)...und noch nicht vorhanden aber kommt nächste Woche, Ringdränage (mit rückstufreier Vorflut) unterhalb der Kellerlichtschächte.

    Danke für eure Beiträge

    Bilder versuche ich mit anzuhängen
    (irgendwie ging nur ein Bild???)
    Gruß Tim
     
  7. Lebski

    Lebski Gast

    Es geht immer nur ein Bild alle 120 Sekunden.

    Ihr Beton wird Wasserundurchlässig. Zumindest sieht es mal so aus. Wasserdampf kann aber auch durch den Beton diffundieren, bezogen auf die Fläche kann da einiges zusammen kommen.

    Legt man nun normals Styropor auf den Beton (zur Wärmedämmung) so wird dieses dauerhaft mit Feuchtigkeit belastet. Dazu ist es jedoch nicht geeignet, Die Dämmwirkung geht verloren, es kann sich Schimmel bilden. Der 2. Punkt ist besonders gemein, weil man es nicht sieht.

    Mittels Schweißbahnen läßt sich dies unterbinden. Zum Beispiel eine Elastomerbitumen-Schweißbahn PYE PV 200 S5
    Umgangssprachlich: Dachpappe. Sollte aber schon dicker sein und eine entsprechende Einlage haben.

    Die Kombination WW mit Drainanlage ist schon seltsam...gab es zuerst den Vertrag mit Keller als WW und dann das Bodengutachten?
     
  8. TimF

    TimF

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    Hallo,
    Danke für die schnelle Antwort !

    für diejenigen die es interessiert sind jetzt noch 4 weitere Bilder gezipt angehängt...

    Der Keller ist laut Kaufvertrag aus Wasserundurchlässigem Beton.
    Erst danach wurde die Erdprobe und das Gutachten durchgeführt.

    Die Dränage soll laut Labor dazu da sein ,Zitat: "damit der maximale Grund- bzw. Stauwasseranstieg auf ein entsprechendes Maß begrenzt wird".

    Weiteres Zitat im Gutachten:
    "Das Kellergeschoss sollte wasserdicht in WU-Beton als "Weiße Wanne" ausgebildet werden und ist gegen Auftrieb zu bemessen.
    Bemessungswiederstand=0,5m unter GOK bzw. in Höhe verlegter Ringdränagen ." :confused:

    Tim
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "die" Bilder gehn ned ???

    im übrigen ne sehr kompetente Ausführung :mad:
    .
    Fugenblech schön mit klaffender Überlappung
    .
    Fugenblech schön verschmiert vom betonieren der Bodenplatte
    .
    statisch "nicht" tragende Schalen "da" Bodenabstand 1 oder 1,5cm ???
    .
    Abdichtungssystem am Plattenstoss ??? keine Abdichtung aussen ... liest sich spannend und noch spannender wir´s wenn man sich dann noch das Wörtchen Weisse Wanne auf der Zunge zergehn lässt :)

    "aber" wenigsten´s hammse Sie ne 30er Aussenwand :o
     
  10. #9 bauworsch, 17. April 2004
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Ich stell se mal rein die Bilder

    1.
     
  11. bauworsch

    bauworsch Gast

    ....

    2.
     
  12. bauworsch

    bauworsch Gast

    ...

    3.
     
  13. bauworsch

    bauworsch Gast

    ...

    4.
     
  14. TimF

    TimF

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    ???

    Hallo Josef,

    erst mal Danke für die Antwort.

    Aber leider verstehe ( totaler Laie) ich nicht so richtig was du geschrieben hast ???
    Anhand der Smilies vermute ich das deine Antwort nicht sehr positiv ist, was meinBauträger da so durchführt !?!
    Aber es wäre nett wenn du mich nochmal ein bischen besser aufklären würdest

    (Zitate:"kompetente Ausführung , schön mit klaffender Überlappung,statisch "nicht" tragende Schalen "da" Bodenabstand 1 oder 1,5cm )


    Wenn das alles wirklich so übel ist.. sollte ich mir dann einen Gutachter zulegen??? Ist mein Bauträger also wirchlich so schlecht???

    .. und nochmal zurückzukommen auf meine anfänglich gestellte frage: Ist es gut auf die Aussenkellerwände (WU-Beton) Bitum zu streichen oder sogar schlecht ??? Oder Egal Hilft nix aber macht auch nix kaputt?? Sollte ich noch etwas anderes zur Sicherheit machen ???

    Danke Gruß
    Tim
     
  15. JEST71

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    Bauen ist schön ! Oder ?
    Hallo Tim!

    Achtung - bin selbst auch Baulaie, aber ich versuch mal zumindest das mit der "klaffenden Überlappung" zu erklären. Die Experten werden mich dann ja verbessern.... :Roll

    Das Fugenblech - auf deinem ersten Bild schön zu erkennen - dient ja zur Abdichtung der Übergänge zwischen Bodenplatte und Kelleraußenwände. Jetzt ist es immens wichtig, dass dieses Fugenblech nicht irgendwo löchrig ist. Wäre das so, fände das Wasser - wenn es denn mal "drückt" - auf jeden Fall diesen einfachen Weg ins Innere (Kennst ja das Sprichwort: "Mann, du bist ja wie's Wasser - suchst dir immer nur den einfachsten Weg" ... :D. Heinz Becker und mein Vater lassen grüßen ... ;) ).

    Damit da also kein Wasser durchkommen kann, müssen die Überlappungen des Fugenblechs absolut dicht verbunden werden. Wenn dann schon auf den ersten losen Blick ein deutliches Klaffen erkennbar ist, dann ist das nicht gerade besonders vertrauenserweckend (im Bild klafft's innerhalb der aufgestellten Außenwandelemente). Solche überlappenden Stellen müssen nach Möglichkeit verschweißt werden .... oder irgendwie so ähnlich jedenfalls.

    Ansonsten: Der Gedanke mit dem unabhängigen Bauleiter ist auf jeden Fall nicht verkehrt - dieser vertritt dann nämlich nur DEINE Interessen und muss nicht - wie etwa manche der sogenannten Bauleiter der Bauträger - auch die Interessen seiner Firma verfolgen.

    :winken
     
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  17. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "zwecks"

    Betonschutz und Dampfdiffusionsgeschlossenheit würde ich den Keller streichen ... "ABER" jetzt kommt der erste Knackpunkt ... "was" macht man an den Stössen ??? ... *achselzuck* ich hab keine Ahnung "weil" ich ned weiß ob des "nun" bei Ihnen eine Weisse Wanne werden soll oder nicht ... "was" steht im Vertrag ??? ... "falls" Weisse Wanne wie iss gedacht das man die Plattenstösse abdichtet ... entweder Sohlbruchstellen mit Fugenband(blech) im Kern oder ne Cemperolabdichtung auf dem Plattenstoss ... "keinesfalls" KMB oder sonstige Exotischen Abdichtungen ... "und" wenn wir des wissen dann wissen wir auch wie man den Plattenstoss bzgl. der Bitumen zu bearbeiten haben.
    .
    "zur" Ausführung ... "bis" zur Bodenplatte sieht´s noch ordentlich aus ... "naja" Fugenbänder schweissen glaub ich kennt eh bald keiner mehr ... und daß die Fugenbänder für den nächsten Takt sauber zu halten sind ist mitunter auch ein Fremdwort ... die Schandtaten würden aber "alle" aufkommen wenn so mancher Keller wirklich satt im Grundwasser stehn würde.
     
  18. PeMu

    PeMu

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    ... Damit da also kein Wasser durchkommen kann, müssen die Überlappungen des Fugenblechs absolut dicht verbunden werden. Wenn dann schon auf den ersten losen Blick ein deutliches Klaffen erkennbar ist, dann ist das nicht gerade besonders vertrauenserweckend (im Bild klafft's innerhalb der aufgestellten Außenwandelemente). Solche überlappenden Stellen müssen nach Möglichkeit verschweißt werden .... oder irgendwie so ähnlich jedenfalls ...

    Nein ist nicht erforderlich. Es wird der Weg, den das Wasser nehmen muß verlängert, also nicht geradewegs durch die Fuge. Daher ist bei den Überlappungen, wenn diese nicht verschweißt/verlötet sind, ein ausreichender Spalt notwenig, damit da auch wirklich Beton drin ist. (mind 2cm bei 0-8).
     
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WU Keller plus Bitum ???

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