WU-Stahlbeton-Keller: Haben wir tatsächlich ein Feuchtigkeitsproblem

Diskutiere WU-Stahlbeton-Keller: Haben wir tatsächlich ein Feuchtigkeitsproblem im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Guten Tag zusammen, derzeit sind wir zuhause sehr verunsichert und erhoffen uns durch das Forum einen kleinen Ansatz, wie man sinnvoll weiter...

  1. #1 Fritzdorfer, 12. April 2013
    Fritzdorfer

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    Guten Tag zusammen,

    derzeit sind wir zuhause sehr verunsichert und erhoffen uns durch das Forum einen kleinen Ansatz, wie man sinnvoll weiter vorgehen könnte. Eine Problemlösung erwarten wir nicht, doch wir wissen nicht einmal, ob wir tatsächlich ein Problem haben:

    Ausgangssituation:

    In unserer Doppelhaushälfte aus 2007 (Gewährleistung somit gerade abgelaufen), gemeinsamer Keller aus WU-Stahlbeton für beide Hälften, Kellerinnenwände aus Kalksandstein, nutzen wir die Kellerräume folgendermaßen:

    - Ein Raum Abstellkammer und Gästebett (3 Übernachtungen pro Jahr)
    - der zweite Raum Lebensmittel- und Weinlager mit einem Kühlschrank
    - den dritten Raum als Waschküche und Trockenraum. In diesem Raum ist eine Werkzeugkammer abgetrennt.

    Der Keller ist nicht zu wohnwirtschaftlichen Zwecken ausgerichtet hinsichtlich Dämmung, etc., sondern ein Nutzkeller. Die wenigen Bilder, die wir haben, geben wieder, dass in den Außenwänden eine Bewehrung enthalten ist - in den Innen-KS-Wänden natürlich nicht. Vor kurzem wurden die Stahlgitter-Kellerfenster gegen Isolierfenster getauscht.

    Im Werkzeugraum, in der Nähe des Eingangs von der Zisterne zur Keller-Zisternenpumpe haben wir eine leicht gelbliche Stelle in der Ecke des Raumes festgestellt. Da wir verunsichert waren, haben wir eine Firma hinzugezogen, um etwaige Reparaturen zur Vermeidung von Folgeschäden abzuklären. Wir wollten eine Erstmeinung und dann in die tatsächliche Klärung einsteigen.

    Das Ergebnis:

    Die Firma hat den gesamten Keller begutachtet und mit einem Feuchtigkeitsmessgerät (Gerät mit einer Metallkugel vorne) die Wandfeuchte gemessen. Im Abstellraum hat die Firma Werte zwischen 75 und 80 Digits gemessen, im Lebensmittelraum (ohne Fenster) ca. 85 Digits und im Waschkeller um die 90 Digits. Die Innenwände liegen im Bereich 45 - 55 Digits. Ergebnis war die Empfehlung, eine Komplettsanierung per Injektionsverfahren durchführen zu lassen.

    Unsere Frage:

    --> Sind die gemessenen Digits-Werte wirklich besorgniserregend oder (gerade noch) im normalen Bereich? Bis auf einen kleinen, gelben Schatten nehmen wir subjektiv keine Beeinträchtigung wahr. Immer vor dem Hintergrund, dass der Keller kein Wohnraumersatz, sondern ein solider Nutzraum unter unserem Haus sein soll.
    --> Im Falle einer Durchfeuchtung der weißen Wanne: Ist nach fünf Jahren ein Endstatus erreicht, mit dem man ggf. leben kann - oder nimmt die Feuchtigkeit immer weiter zu?
    --> Ist ein erhöhter Digits-Wert zwischen WU-Stahlbeton (außen) und KS-Wand (innen) aufgrund der Bewehrung nicht normal?

    Folgendes Vorgehen haben wir uns zurechtgelegt:

    --> Das Thema Luftfeuchtigkeit (Raumluft) wollen wir parallel angehen, indem wir diese erst einmal über einen Zeitraum messen. Darüber hinaus wollen wir einen Luftentfeuchter aufstellen, um die Feuchtigkeit durch das Trocknen der Wäsche zumindest teilweise zu kompensieren. Unsere Idee ist, hier einen möglichen Abschlag von Raumluftfeuchtigkeit an den Außenwänden zu mindern.
    --> Mit einem Feuchtigkeitsmesser wollen wir die Entwicklung der Digits-Werte beobachten.
    --> Parallel wollen wir einen neutralen Gutachter, Sachverständigen suchen, der eine qualifizierte Fachmeinung geben kann. Für Tipps, wie man einen geeigneten Fachmann in Rhein-Main findet, wären wir ebenfalls dankbar.

    Alles in allem Investitionen, die mit rd. 200,- deutlich unter dem ersten Schätzwert von rd. 15.000,- Euro liegen.


    Für alle, die bis hier bei der Länge des Textes durchgehalten haben, und für jede konstruktive Anmerkung möchten wir uns ganz herzlich bedanken!!

    Viele Grüße!
     
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  3. ultra79

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    Habt ihr denn eine weiße Wanne gekauft?

    Die Bezeichnung "WU Betonkeller" die du zuerst genannt hast deutet eher nicht darauf hin...
     
  4. #3 Gast036816, 12. April 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    wie ist denn der genaue aufbau der kelleraußenwände und welche dicke haben die wände?
    wie ist der lastfall der außenwände nach bodengutachten?
    nach digit-angabe ist kein feuchtegrad zu bewerten. der wert sollte schon die üblichen bemessungsgrundlagen haben.
     
  5. #4 Fritzdorfer, 12. April 2013
    Fritzdorfer

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    Hallo zusammen,

    folgende Informationen habe ich zum Keller aus den notariellen Unterlagen:

    "Alle Unterkellerungen werden hausgruppenweise als weiße Wanne mit durchgehender Kellersohle und durchgehenden Kelleraußenwänden ausgeführt, damit ein Eindringen von Wasser durch die Kelleraußenwand in die Kellerräume ausgeschlossen wird. Dies hat unter Umständen geringfügige Schallübertragungen im Kellergeschoss zur Folge. Die Haustrennwände im Kellergeschoss werden in Mauerwerk ausgeführt."

    Darüber hinaus kann ich dem Grundriss folgende Angaben entnehmen:

    - Stahlbeton WU nach Statik, Dicke 25 cm
    - Weiße Wanne, Fugen nach Statik
    - Lichtschacht 50/100, Rost gekürzt auf 36cm, druckwasserdicht

    Viele Grüße!
     
  6. #5 Fritzdorfer, 12. April 2013
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    Ach ja, alle Betonsichtseiten als Schalglatter Beton.
     
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  8. #6 Fritzdorfer, 15. April 2013
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    Hallo zusammen,

    das Ergebnis unserer weiteren Aktivitäten ist folgendermaßen:

    1) Luftfeuchtigkeit im Waschkeller zwischen 60% und 65% --> der Entfeuchter läuft jetzt.
    2) Luftfeuchtigkeit in den übrigen Räumen zwischen 56% und 62"

    3) Mit einem Feuchtemessgerät (Metallkugel vorne) haben wir nach Anleitung gemessen:

    - Innenwände KS und Gips: um die 16 Digits
    - Außenwände WU-Stahlbeton zwischen 47 und 52 Digits
    - Kellerdecke Stahlbeton ebenfalls zwischen 47 und 52 Digits
    - Kein nennenswerter Unterschied zwischen den einzelnen Räumen
    (Das Gerät der ersten Messung sah vom Aufbau genauso aus, war nur in gelb, wo die abweichenden Messeregebnisse herkommen = ?)

    Wir hoffen, dass das darauf hindeutet, dass wir mit unserem gelben Fleck an der Wand und ein paar wenigen hellgrauen Fleckchen (als ob man etwas öliges an die Wand gespritzt hätte...) eventuell doch nur ein Thema mit Kondensat haben.

    Gibt es noch Anmerkungen und Hinweise?
    Für Hinweise, wo man einen neutralen und verlässlichen Fachmann zur endgültigen Klärung finden kann, sind wir weiterhin dankbar.

    Vielen Dank!
     
  9. #7 Herr Nilsson, 28. April 2013
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    ....das kann, wie oben schon geschrieben, keiner sagen, weil:

    1. .....die kapazitiven Geräte auf Stahl/ Metall (Bewehrung in StB!) reagieren, das Delta kann demnach rein auf Art des Wandbildners zurückzuführen sein.
    2. .....keiner weiß welche Geräte verwendet wurden. Die aus den Beschreibungen abzuleitenden Geräte gibt es in Ausführungen mit 100 bis 200 Digits "Maximalwert".

    Ein "gelber Fleck" wird aber kein Kondensat als Ursache haben. Harnstoff aus der "Pinkelecke" dringt i.d.R. zeitnah durch und wartet nicht 5 Jahre. Hört sich tendenziell nach einer undichten Arbeitsfuge an, sollte der gesamte Beton wirklich nass sein stimmt was mit dem Beton nicht. Konstruktionskonzept des WU-Bauteils mal prüfen (evtl. Verpressschläuche vorhanden?).

    Im Zweifelsfall würde ich einen gelben Fleck in der Waschküche einen gelben Fleck sein lassen........
     
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