Ytong vs. Ziegel

Diskutiere Ytong vs. Ziegel im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, da wir dieses Jahr noch ein EFH bauen wollen, stellt sich natuerlich die Frage, mit welchem Material. Nach einigen Recherchen im I-Net...

  1. Biggs

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    Hallo,

    da wir dieses Jahr noch ein EFH bauen wollen, stellt sich natuerlich die Frage, mit welchem Material. Nach einigen Recherchen im I-Net und nur unzureichenden Vorschlägen/Vergleichen, hoffe ich, hier ein paar Tips zu bekommen

    Jetzt zur eigentlichen Frage: Ytong oder Ziegel?

    Ich weiss, da gabs schon Kriege, aber die meisten Beiträge sind zu alt oder zu wenig informativ! Uns geht es v.a. um gute Dämmung, guter Schallschutz. Welche Vor- bzw. Nachteile haben beide Varianten? Preislich denke ich, wird da wenig Unterschied sein, wenn man Arbeitszeitkosten mit einbezieht.

    Folgendes hab ich schon gelesen/gehört:

    Ziegel haben in Sachen Wärmedämmung in den letzten Jahren massiv aufgeholt und sind jetzt kaum schlechter als Ytong, dafür sind Ziegel um einiges besser in der Schalldämmung. Ich persönlich tendiere eigentlich zu Ziegel, mein Baumeister rät mir aber zu Ytong. Irgendwie hab ich da ein schlechtes Gefühl dabei, v.a. in Anbetracht dessen, dass ich damit früher als Kind auf der Strasse gemalt habe :-)

    Wäre super, wenn ihr mir hier einige objektive Meinungen/Vergleiche geben könntet...ich weiss, keiner wird sein eigenes Haus schlecht reden wohlen, aber trotzdem wäre ich über ehrliche Tips dankbar!

    Viele Grüsse
     
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  3. Julius

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    Wenn sowohl möglichst guter Schallschutz als auch gute Wärmedämmung gefragt sind, lautet meine Antwort: Weder, noch!

    Sondern stattdessen KS mit WDVS.


    Wie sagt ein anderer Teilnehmer hier im Forum immer so schön:
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 28. Mai 2009
    Ralf Dühlmeyer

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  5. #4 VolkerKugel (†), 28. Mai 2009
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  6. bernix

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    oder Holzspandämmstein, oder den Stein von Gr.... der KS+Porenbeton kombiniert....und die Türen, Fenster, Dächer nicht vergessen...
    gruss
     
  7. #6 acensai, 28. Mai 2009
    Zuletzt bearbeitet: 28. Mai 2009
    acensai

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    Ich hatte vor einigen Wochen folgendes geschrieben:


    Ein klassisches WDVS würd' ich bei einem Neubau nicht machen! Styropor oder Mineralwolle an die Wand zu dübeln sehe ich als nicht sinnvoll an.
    Ich wart' mal ab, wieviele Jahre es dauern wird, bis gesundheitliche Risiken oder ökologische Bedenken etc. gegen das WDVS geäussert werden. Mit dieser Meinung stehe ich oft alleine da - aber: Die Halbwertszeit des Wissens ist so kurz, dass sich viele Annahmen mit der Zeit überholen ...


    Bei unserem Bauvorhaben stellt sich der Ziegel aber wegen einem vollkommen anderen Grund als eine Top-Option dar: Wir können unser EFH problemlos ein paar Jahre unverputzt stehen lassen - bei Porenbeton bin ich mir nicht sicher, ob die Ytong-Dämmwerte nach 4 Jahren unverputztem Mauerwerk immer noch O.K. sind!

    => Und somit gibt's für 80 % der Bauherren immer irgendeinen Grund, mit einem klassischen Ziegel zu bauen! Selbst für mich ...


    Die Schalldämmwerte von einem T8 oder einem T7 würden mich aber sehr stark interessieren! Leider kann man nur Hochrechnungen aufgrund der Ziegelmasse etc. machen - leider konnte ich bei Schlagmann / Wienerberger noch keine Informationen über die Werte finden ...

    Mich würd' mal interessieren, wieviele Bauherren die mit Ziegel + WDVS gebaut haben um einen guten Schallschutz zu haben dann auch Schallschutzfenster eingebaut haben ...?
     
  8. #7 Baukralle, 28. Mai 2009
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    Tja, das mit dem Schallschutz ist so eine Sache.
    Da EFHs tradionell massiv gebaut werden, bestehen halt keine Anforderungen an den Schallschutz, da man ja keinen Nachbarn hat, der auf die Decke bzw. Außenwand hämmert. In den Zeiten als die Schallnormung gestrickt wurde waren die Konstruktionen schwerer (weniger wärmedämmend).

    Aber:
    Umso leichter die Konstruktionsbauteile werden, desto schlechter wird der Schallschutz. Bei Baustoffen die nicht homogen sind noch etwas mehr und wenn diese noch ohne aussteifendes Mörtelbett verklebt werden, gehts dahin (Mit V-Plus Vlies wurde ja dahingehend etwas gegengesteuert).

    Die Mittelung des Pegels über die Fenster bedeutet nur, ein Rechenverfahren, das herangezogen wird, um den Schallschutz einer Außenwand samt Fenster abzuschätzen, falls Anforderungen bestehen.

    Aber auch wenn die Gegend sehr leise ist, nerven trotzem dröhnende Geräusche die sich auf die Konstruktion durch Luftschall und vor allem Trittschall übertragen, wenn jemand im Obergeschoß rumläuft. Bei EFHs ist das aber mit einer Wohneinheit ja kein Problem, wofür man Gerichte bedienen muß, bei zwei Parteien sieht die Sache scon anders aus.

    Bei Ziegel darf der Schallschutz gar nicht nach der DIN 4109 gerechnet werden, das steht in jeder Zulassung für Außenwandsteine, da wärmetechnisch optimierte Ziegel eine nicht kalkulierbare Schalldämmung aufweisen (einmal vorsichtig formuliert). Auch wenn die verfüllten Kandidaten nicht ganz so mies abschneiden ist in punkto Schalldämmung mit einer einschaligen Konstruktion kein Schönheitspreis zu gewinnen. Kein wärmetechnisch optimierter (Loch-)Stein liegt derzeit auf der Massekurve.

    Um so besser die Wärmedämmung, umso hellhöriger wird die Bude - und das ist im Prinzip bei allen Baustoffen so. Man muß halt wissen was man will.

    So wackelig und veraltet die heutige Schallnorm ist, die Definition des Schalldämmmaßes anhand des Flächengewichts unter Berücksichtigung ausreichend schwerer flankierender Massen ist so falsch nicht, auch wenn einige Randbedingungen nicht mehr ganz (oder auch gar nicht) zutreffen ist so falsch nicht.
    Das bedeutet aber eine Rohdichte von 1,4 und teils auch höher für jedes Bauteil (früher war das mal annähernd so), dann wird auch die Schalldämmung nie so weit in Schieflage geraten, wie das manchmal berichtet wird. Man braucht aber auch dann eine Außendämmung- einschalig geht das nicht mehr.

    Ein Schallschutz Geschädigter.
     
  9. acensai

    acensai

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    Eine sehr interessante Ausführung von Dir :konfusius

    Schallschutz ist ein sehr komplexes Thema - vor allem auch, weil ein Raum i.d.R. aus 1 bis 2 Aussenwänden, mind. einem Fenster, 2 bis 3 Innenwände sowie aus einer Decke und einem Boden besteht - und eine Tür in jedem Zimmer ist auch von Vorteil :shades

    Ich muss aber mal nachfragen: Generell ist es doch so, dass man z.B. bei den Innenwänden mit einer GKP-Wand mit Luftzwischenraum hervorragende Schallschutzwerte erhält! Und eine solche Trockenbauwand ist ja sehr leicht und hat vergleichbar mit einer KS-Wand wenig Masse? (Ein Mulitplex-Kino besteht ja auch nicht aus 2 Meter dicken Betonwänden sondern aus mehreren Schichten einer Leichtbaukonstruktionen.)


    Mein Beleid an Dich als Schallschutz-Geschädigter (Du bist wohl in einem "Mehrfamilienhaus" zuhause ...)
     
  10. knopy

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    Wir bauen mit Ytong weil mir von seiten der Putz von Ziegeln zur Zeit abgeraten wurde. Irgendwie sind die stark gegbrannt und da hält kaum ein Futz drauf. Es kann auch noch Risse geben. Das wurde mir von Putzern erklärt die keinen Auftrag von mir haben!!
    Außerdem haben ich mich für ein Massivdach entschieden und da passt es besser alles zusammen.
    Nur so als Idee
     
  11. Thomas B

    Thomas B

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    ...abgeraten oder wurde hier "geraten"???

    In der Tat bedarf es bei einigen der porosierten Ziegeln eines speziellen Faserputzes. Daß der oder andere Putze auf Ziegel nicht halten sollte ist mir in der Tat neu. Wer erzählt denn so was....

    Die Rissegefahr ist beim PB nicht zu unterschätzen. Ich habe vor eineiger Zeit das Privathaus eines Bau.Ing. bewundern dürfen, der mit speziellen, großformatigen PB-Steinen gemauert (geklebt) hatte. Jetzt zeichnet sich jede Stoß- u. Lagerfuge in Form von Rissen im Putz ab. Quasi "Sichtmauerwerk" trotz verputzter Fläche.

    Gruß

    Thomas
     
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  13. #11 Baukralle, 28. Mai 2009
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    Aah, hätte ich nur nicht damit angefangen...(...aber selbst schuld)
    Also: Eine Trockenbauwand ist überhaupt nicht vergleichbar mir einer Massivkonstruktion, da diese aus mehreren biegeweichen Schalen besteht, die allerdings in der Tat sehr gut schalldämmend sind, zumindest was die Luftschalldämmung anbelangt. Es kommt hier auf die genaue Konstruktion an. Allerdings auch nur wenn genügend Flankenmasse (300 kg/m²) vorhanden ist und wenn die Anschlüsse passen.
    Mit Trockenbaukonstruktionen kann man in Kombination mit Massivbaustoffen tatsächlich sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber es gilt auch hier, wie bei allem anderen auch am Bau: Nur durch eine gute Fachplanung und entsprechende Ausführung werden optimale Ergebnisse erziehlt.
    Die pauschale Aussage ...Material xy ist super...alles andere ist murks, kann mit Sicherheit für kein Material getätigt werden.
     
  14. sk8goat

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