Zahlungsbedingungen so in Ordnung?

Diskutiere Zahlungsbedingungen so in Ordnung? im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo ich habe hier ein Angebot für ein Massivholzhaus liegen und mir machen die Zahlungsbedingungen etwas Bauchschmerzen. Der Lieferant der...

  1. andi47

    andi47

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    Hallo

    ich habe hier ein Angebot für ein Massivholzhaus liegen und mir machen die Zahlungsbedingungen etwas Bauchschmerzen.
    Der Lieferant der Holzwände will
    10% bei Beauftragung
    40% bei Lieferbereitschaft / Produktionsbeginn
    40% bei Fertigstellung im Werk vor Verladung
    10% bei Abnahme

    Der Zimmerer will
    10% bei Beauftragung
    50% bei Lieferbereitschaft
    30% nach Gewerken
    10% bei Abnahme

    Mir kommt das alles etwas hoch vor, da doch viel Geld fällig ist, bevor irgend etwas auf der Baustelle ist.
    Was meint ihr dazu?

    MfG
    Andreas
     
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  3. #2 feelfree, 21. Mai 2015
    feelfree

    feelfree Gast

    90% der Wände zahlen bevor sie da sind? Und der Zimmerer hat auch schon 60% bevor er überhaupt angefangen hat?
    Never ever würde ich so etwas machen.
     
  4. Amibobo

    Amibobo

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    Kann man im heutigen Verkäufermarkt überhaupt Bezahlung nach Baufortschritt verlangen?
     
  5. #4 feelfree, 21. Mai 2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und Firmen, die solche "Angebote" machen, ganz unten im Stapel oder gleich in der Rundablage einsortieren.
     
  6. #5 Vogelfreund, 21. Mai 2015
    Vogelfreund

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    Wir hatten kürzlich ein ähnliches Angebot von einem Holzhaus GÜ. Haben es von einem Fachanwalt prüfen lassen, das Urteil war vernichtend. Die Frage, die man sich stellen muss, ist doch: Was passiert, wenn der GÜ irgendwann während des Baus Konkurs anmeldet? Wieviel Geld ist dann im schlimmsten Fall verloren? Wie auch feelfree würde ich so einen Vertrag niemals unterschreiben.
     
  7. Taipan

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  8. #7 jodler2014, 21. Mai 2015
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    Ja warum denn nicht !:bef1007:
    Schön doof ,wenn man es nicht so aushandelt ....mit dem Verkäufer :bef1021:

    Lieferbereitschaft ?
    Was ist das ?
    Wovon ist das abhängig ?
    Von der Lieferfähigkeit?

    Und wenn man heute so viel Geld für ein Eigenheim aufwenden muss, ist es bei weitem nicht erforderlich einen Fachanwalt für Baurecht oder Vertragsrecht einzuschalten.

    Man muss einfach nur in der Lage sein, bis 10 oder 100 zählen zu können.

    Früher konnte man Autoverkäufern nicht trauen, heute sind es z.B. Hausverkäufer.(habe ich mal gehört)

    Und wenn die Hausverkäufer " durchschaut " worden sind ,fällt man wieder auf andere Geschäftsfelder rein.

    Das ist das wahre Leben ,liebe Leute !

    Was glaubt ihr denn?


    Die dümmsten Bauern ....etc.

    Und wenn die Ernte mal schlecht ist , dann texte ich den Kartoffel-Kunden so zu ,dass er auch die kleine verschrumpelte Kartoffel kauft!

    Finger weg !
     
  9. #8 OLger MD, 22. Mai 2015
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    - ....

    wenn der Verkäufer undbedingt eine Sicherheit haben will, dass der Besteller das Geld nach der Bestellung nicht für etwas Anderes ausgibt oder gepfändet wird oder gar nicht verfügbar war - oder dass er Fremdwährung bekommt.
     
  10. RMartin

    RMartin

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    Aber was nutzt eine Bürgschaft über 5 oder 10% wenn der AN um 20, 30 oder mehr % überzahlt ist und dann insolvenz macht?!
     
  11. Eric

    Eric

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    Für ganz Hartgesottene:

    Die Klauseln zu den Zahlungsbedingungen im Angebot sind vorformulierte Vertragsbedingungen, da der Zimmerer diese Klauseln wohl immer verwenden wird. Wenn ein TE die " schluckt ", also hierüber nicht verhandelt wird, dann unterliegen die Klauseln der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB und sind danach unwirksam, weil Sie gegen die Leitbildfunktion des Werkvertragsrechts verstoßen. Denn hiernach dürfen Vorleistungen vom AG nicht gefordert werden. Zulässig sind nur Abschlagszahlungen für bereits erbrachte Teilleistungen. Grund: Das Insolvenzrisiko darf dem AG nicht überbürdet werden.

    Also könnte man den Zimmerer nach Vertragsabschluß auffordern, ohne die geforderten Vorauszahlungen zu arbeiten. Tut er das nicht und beharrt er auf die - vermeintlich wirksamen Zahlungsbedingungen - kann der Auftrag nach Fristsetzung zur Arbeitsaufnahme gekündigt und Schadensersatz gefordert werden.

    Das kann dann allerdings etwas stressig werden und sollte daher vom Laien besser nicht exerziert werden ( obwohl es natürlich gut wäre, wenn dem Zimmerer endlich mal die rote Karte in einem konkreten Fall aufgezeigt würde ). Für den Zimmerer kann es zum Bumerang werden, wenn er wegen der Vorauszahlungen günstig kalkuliert hat. Dann erschlägt ihn der Schadensersatz.
     
  12. #11 stockstadt, 22. Mai 2015
    stockstadt

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    Hallo,

    hast du den Zahlungsplan mit dem Verkäufer besprochen??

    Sowas würde ich nie unterschreiben.
    Solch ein Angebot ist unseriös und ich hätte wohl die Verkaufsgespräche abgebrochen.

    Auf meiner Immobiliensuche hatte ich auch zwei "windige Anbieter" .. da lohnt es sich auch nicht zu verhandeln. Mein Bauchgefühl hat mich das schnell abbrechen lassen.

    Bei meinem Haus hat der BT, ohne überhaupt groß darüber sprechen zu müssen, die Makler- und Bauträgerverordnung zugrunde gelegt .. was anderes bzw. (große) Überzahlungen hätte ich nicht akzeptiert.

    LG

    LG
     
  13. Mibe25

    Mibe25

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    Hi,

    aus leidvoller Erfahrung muss ich dem Zustimmen, was hier bisher geschrieben wurde: Niemals Verträge unterschreiben, in denen Du in Vorleistung gehst. Wenn der Auftragnehmer seinen Laden dicht macht, hast Du weder Geld noch Leistung.

    Was Eric schreibt, mag zwar stimmen, aber spätestens wenn die erste Rate nicht so kommt, wie in den AGB vorformuliert, gibt es Stress mit dem Auftragnehmer. Der will dann vielleicht ausprobieren, wer von Euch beiden den längeren Atem hat und ob Du trotz Hausbau noch genügend Geld in der Hinterhand hast, Dir einen vernunftigen Anwalt leisten zu können. Vielleicht ist Deine Wohnung auch schon "auf Termin" gekündigt. Natürlich müsstest Du Schadenersatz bekommen, aber hast Du genügend Nerven und Geld, das alles durchzustehen?

    Einen anderen Zahlungsplan als entsprechend dem Zahlungsplan der MaBV würde ich in diesem Leben nicht wieder akzeptieren.
     
  14. JResniz

    JResniz Gast

    solche Angebote haben wir aber auch viele bei uns rumliegen z.B.: 40 % Anzahlung 14 Tage vor Baubeginn / 30 % Zahlung bei Baubeginn / 30 % nach Abnahme – kein Skonto... für 4% Skonto sind 100% 14 Tage vorher fällig.
     
  15. Amibobo

    Amibobo

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    Hallo,

    Sollte das nicht umgekehrt sein?
    Gerade wenn so viel Geld im Spiel ist sollte man die Verträge durch einen Fachanwalt prüfen lassen?

    Nachdem was ihr so für Erfahrungen hat, sollte man dann bei der Ausschreibung (Architekt LPH 5-6) einen Fachanwalt für die vertraglichen Prüfungen hinzuziehen (die bautechnischen Inhalte macht ja der Architekt)?

    Gruß
     
  16. Amibobo

    Amibobo

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    Ist schon spät ...
    Streiche 5-6
    Setze 6-7
     
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  18. Mibe25

    Mibe25

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    Warum liegen die rum? Die gehören in den Müll oder mit einer Bürgschaft der Bank des AN abgesichert. Bei seriösen Geschäftspartnern scheint das Vorlegen einer Bürgschaft auch kein Problem zu sein.
     
  19. JResniz

    JResniz Gast

    Die liegen rum, da wir noch in der Angebotsphase sind für das Gewerk. Werden uns aber höchstwahrscheinlich für einen anderen entscheiden. Der Thread ist aber gut - so bewusst war ich mir dem Risiko vorher nicht gewesen.
     
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Zahlungsbedingungen so in Ordnung?

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