Zeitpunkt Dachdämmung?

Diskutiere Zeitpunkt Dachdämmung? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo! Wieder mal Dachdämmung! Ich habe geplant mein Dach nach dem Verputzen zu dämmen. Meine Frage: Wie lange muss ich warten nach dem...

  1. Andreas77

    Andreas77

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    Hallo!

    Wieder mal Dachdämmung! Ich habe geplant mein Dach nach dem Verputzen zu dämmen. Meine Frage: Wie lange muss ich warten nach dem Verputzen? Muss der Putz richtig trocken sein? Oder verkraftet die Konstruktion das, wenn ich zb. 1-2 Wochen nachdem der Verputzer fertig mit dem Dämmen beginne? In dieser zeit nimmt der Dachstuhl wahrscheinlich einiges an Feuchtigkeit auf? Wandert diese eingeschlossene Feuchtigkeit ohne weiteres ab, oder sind hier Probleme zu erwarten?
    Nach dem Verputzen kommen die Heizkörper dran, aber das bringt ja auch nicht soviel ohne Dachdämmung. Wie sieht da die Praxis aus?
    Und was meint ihr zu dem Dachaufbau? Ich lese immer wieder was über die 20% Faustregel. Demnach dürfte ich ja nur 36mm unter die Dampfbremse packen! Bei Isover in den Verarbeitunghinweisen ist davon nie die rede!

    Folgender Dachaufbau geplant: Innen nach Aussen
    1. Gkb 12,5
    2. Lattung mit 50mm Untersparrendämmung UKF1
    3. Klimamembran Vario KM Duplex
    4.Zwischensparrendämmung 180mm WLG 035 (Isover Ultimate oder ZKF 1 035)
    5. Diffusionsoffene Unterspannbahn
    6. Lattung
    7. Ziegel

    im voraus vielen Dank!

    Gruß Andreas
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 21. November 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Und wie...

    wollen Sie nach dem Putzen die Wandanschlüsse der Dampfsperre/-bremse/Winddichtung hinbekommen.
    Ausser die Klebebänder sichtbar auf den Putz kleben und dann übertapezieren :eek:
    Dämmen, Folie, Klebebänder, putzen, Estrich
    MfG
     
  4. #3 Gastarchitekt, 21. November 2005
    Gastarchitekt

    Gastarchitekt Gast

    Da hab ich was nicht mitgekriegt

    Natürlich ist es richtig, nach dem Verputzen die Dampfbremse aufzubringen!
    Da eine Lattungsebene vorhanden, verschwindet dort der Anschluss der DS (mit Presslatte oder ohne).
    Und wie im anderen Fall soll die DS auf Mauerwerk dicht werden, wenn nicht zumindestens ein Glattstrich aufgebracht ist? Andreas77 liegt doch genau richtig und sollte nicht verunsichert werden!

    Oder ist der Beitrag therapeutisch gedacht??
     
  5. R.J.

    R.J. Gast

    Eigentlich ist irgendwie beides richtig.
    Es gibt Systeme bei denen die Folie an der Rohwand angebracht und überputzt wird und somit der dichte Anschluss erstellt wird.
    Ebenso kann auch zuerst verputzt werden und die Folie bei ausreichendem Abstand der UK und Lattung per Wandanschlussleiste und Dichtstoff angebracht werden.
    Einfach mal bei den Systemhersteller in den Verarbeitungsrichtlinien blättern.
     
  6. Schwabe

    Schwabe

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    Hallo Andreas,

    Ihre Frage zielt ja in Richtung Feuchtigkeit/Tauwasser/Schimmel.

    Ich geh davon aus, dass ,solange keine MiWo zwischen dien Sparren ist, die Luft unter der U-Bahn zwischen den Sparren„durchwedeln“ kann. Somit wird Feuchtigkeit aus dem Putz hier abgeführt. Aber nur, solange draußen kein Frost. Dann gefriert Ihnen nämlich u.U. (da hohe Baufeuchte) diese Feuchtigkeit an der Unterseite der U-Bahn.

    Und da es dem Putz nichts ausmacht, wenn Sie dort den winddichten Anschluß der Dampfbremse herstellen – also schnellstmöglichDampfbremse und Dämmung rein. Und zwar zuerst die Dampfbremse, danach die Dämmung und dann schnell die Montageöffnung der Dapmpfbremse verschließen (zumindest provisorisch). Wenn dann der größte Teil der Baufeuchte raus ist, können Sie den provisorischen Verschluß der Dampfbremse öffnen und z. B. eine Bodentreppe einbauen. Und dann immer stoßlüften und wenn dann möglich heizen.

    Zu Ihrer „3. Klimamembran Vario KM Duplex“: Ist das eine Dampfbremse ? ???
    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
     
  7. Andreas77

    Andreas77

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    Hallo!

    Wie soll ich zuerst die Dampfbremse und dann die Dämmung einbauen?
     
  8. Schwabe

    Schwabe

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    raumweise Dampfbremse und zum Schluß über die die Aussparung Bodentreppe (als Montageöffnung) Dämmung.
    MfG
    Schwabe
     
  9. #8 Carden. Mark, 21. November 2005
    Carden. Mark

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    Ich halte es hier doch lieber mit @RD Variante. Die ist zudem den Bauablauf bekömmlicher. Letzt angebotene Varante kann sich nur auf die Dämmung der Kehlbalkenlage beziehen, macht aber wegen des schlechten handlings nicht wirklich Sinn.
     
  10. Andreas77

    Andreas77

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    Aber generell stellt die vorhandene Feuchte im Dachstuhl kein Problem dar?
     
  11. Eric

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    Es geht - wie gesagt - beides.

    Ich meine jedoch, es ist sicherer und geht schneller, wenn sie erst dämmen und die Dampfbremse Vario KM Duplex von G+H Isover luftdicht anbringen und erst danach die Wände verputzen. Vorher die Wände in dem Bereich spachteln, wo die Vario KM Duplex mit G+ H Tubenkleber angeschlossen wird. Sicherheitshalber über die Kleberraupe noch die Randlatte für GKB-Verkleidung als Anpreßlatte drüber oder die Folie mit Streckmetall mit einputzen.

    Machen Sie erst den Putz, muß die Restfeuchte im Dachgebälk gemessen und unter 20 % liegen. Wird wahrscheinlich erst einige Zeit nach Durchtrocknung des Putzes erreicht. Bei Frost wäre zudem mit Schwabe tatsächlich zu befürchten, daß Kondensat an der Unterseite der Unterspannbahn ausfällt und dort gefriert.

    Ihre Vario KM Duplex ermöglicht die Umkehrdiffusion zur Rauminnenseite. Die funktioniert allerdings erst im Sommer. Im Winter diffundiert die Restfeuchte in die umgekehrte Richtung, also durch die Unterspannbahn ins Freie. Allzuviel Restfeuchte sollte aber nicht eingebaut werden. Daher der Vorschlag, jetzt im Winter die trockene Dachkonstruktion < 20 % nicht durch den Putz zu befeuchten.
     
  12. Schwabe

    Schwabe

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    Sicherlich eine Variante, was macht aber der arme Bauherr, wenn ab morgen Frost ist ? Dann steht der restliche Ausbau da ja kein Innenputz meht möglich
    In Anbetracht der Witterung hatte ich diesen Vorschlag.
    Mfg
    Schwabe
     
  13. #12 Andreas77, 22. November 2005
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2005
    Andreas77

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    Hallo!
    Und wie siehts nun mit der Untersparrendämmung aus? Die soll ja Raumseitig vor das Klimamembran. Mit der 20% Faustregel bin ich bei 48mm, die UKF1 von Isover hat 50mm, ich denke das man die 2mm getrost vernachlässigen kann. Kennt jemand ein nützliches Tool zur Taupunktberechnung?
    Ich hab mal ein wenig nachgerechnet (bin mir allerdings nicht sicher obs stimmt), ich komme bei 20 Grad Innentemperatur und -15 Aussentemperatur auf 12,1 Grad Oberflächentemperatur auf der Klimamembran???

    Gruß Andreas
     
  14. Schwabe

    Schwabe

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    Hallo Andeas,
    ich persönlich halte von dieser Art der Ausführung nichts. Ich habe dies Art der Ausführung auch noch nicht in einem Regelwerk etc. gefunden.
    Wissen Sie, ob diese Art der Ausführung funktioniert ??
    Und wenn nicht ??
    MfG
    Schwabe
     
  15. Gast360547

    Gast360547 Gast

    @ schwabe

    Moin,

    und was spricht gegen eine Untersparrendämmung?

    Grüße
    stefan ibold
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 24. November 2005
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Na...

    das es in keinem Regelwerk steht ;)
    MfG
     
  17. Andreas77

    Andreas77

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    Gesehen han ich das schon oft! Wird ja auch bei jedem namhaften Hersteller in den Poduktunterlagen empfohlen. Um eben die Wärmebrücke in der Form der Sparren zu vermindern.

    Gruß Andreas
     
  18. Eric

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    Deshalb ist es auch " kalter Kaffee ", was Schwabe uns erzählen will.

    Taupunktberechnung sollte Ihr Archi durchführen oder bei Hotline von G+H nachfragen unter genauer Angabe des Konstruktionsaufbaus. Notfalls auf UKF1 reduzieren, wäre immer noch besser als mit Schwabe gar nichts.
     
  19. Andreas77

    Andreas77

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    Wie sieht es bei der Kehlbalkenlage aus? Situation: Spitzboden nicht gedämmt und nicht geheizt.

    1. GKB 12,5
    2. UKF 50mm WLG 0.035
    3. Klimamembran
    3. ZKF 180mm WLG 0.035
    4. Belag: entweder Verlegespanplatte, OSB oder Rauhspund

    hier soll es unter dem Belag zu Tauwasserbildung kommen können? Ist natürlich wieder von vielen Faktoren abhängig
    Währe es hier besser anstatt der KLimamebran ein Dampfbremse (sd >50m) zu wählen. Oder Alternativ die Untersparrendämmung weglassen und auf dem Holzbelag dafür Glaswolle verlegen?
     
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  21. Schwabe

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    Eben.
    Und das Regelwerk macht nicht der liebe Gott sondern Menschen. Und die denken sich etwas dabei.
    MfG
    Schwabe
     
  22. Andreas77

    Andreas77

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    Und was ist nun mit meiner letzten Frage?? :Brille
     
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