Zentrale Lüftungsanlage mit WRG (Haus BJ 1951)

Diskutiere Zentrale Lüftungsanlage mit WRG (Haus BJ 1951) im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir haben ein Haus aus dem Jahr 1951 gekauft und sind gerade bei der Sanierung. Bei der Sanierung werden folgende Punkte...

  1. #1 Sanierung1951, 11.03.2020
    Sanierung1951

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    Hallo zusammen,

    wir haben ein Haus aus dem Jahr 1951 gekauft und sind gerade bei der Sanierung.

    Bei der Sanierung werden folgende Punkte erneuert:
    -Fenster
    -Dämmung Dach
    -Elektrik
    -Heizungsanlage (Gas)
    -Fußbodenheizung in Bad und Küche
    -Kamin im Wohnzimmer (eventuell zu berücksichtigende Position bei einer Lüftungsanlage ?!)


    Das Haus ist Stein auf Stein gebaut, bestehend aus einem Teilkeller, EG und 1. OG (1.Og unter dem Dach), ca. 145m² Wohnfläche, ohne Keller.

    Da gerade die Holzbalkendecken offen sind und wir diese noch abhängen werden, würde hier platz sein für eine zentrale Lüftungsanlage, bzw. für die dazugehörigen Schläuche/Rohre.

    Jetzt stellen wir uns die Frage, ob sich das lohnt bzw. Rechnet, wie sind eure Erfahrungen mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung im Altbau?

    Energieberater haben gesagt das wir vom Lüften, zwecks Luftfeuchtigkeit, keine benötigen.
    Ich finde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung persönlich eine schöne Sache (ohne genaue Hintergründe zu kennen, außer dem Internet, wo die Meinungen sich gegenseitig aufheben), da bei jedem stoßlüften nicht die kalte Luft in´s Haus kommt und man nicht immer zu Lüften muss im Haus

    Was wo liegen ungefähr die Kosten, welche Systeme haben sich auf dem Markt bewährt?

    Ich bin gespannt auf eure Antworten.

    Vielen Dank
     
  2. #2 Andreas Teich, 12.03.2020
    Andreas Teich

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    Wenn nicht auch die Außenwände (natürlich ökologisch- ohne EPS) gedämmt und der Dämmstandard Richtung Passivhaus geht und keine große Familie das Gebäude bewohnt wird sich eine zentrale Lüftungsanlagen kaum rentieren.
    Zudem muß die gewartet werden, Stromverbrauch, Geräuschübertragung etc
    Eine kleine dezentrale im Schlafzimmer und Bad - ggf gemeinsam- ist eher sinnvoll.
    Ich habe eine von Bayernluft
     
  3. #3 Lexmaul, 12.03.2020
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    Eine KWL rentiert sich wirtschaftlich NIE - eine zentrale hat wesentliche Vorteile gegenüber einer dezentralen: Geräusche und Luftdichtheit! Was der teich hier wieder von sich lässt, ist kompletter Unsinn...

    Wenn man es machen kann, immer zentral!
     
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  4. BaUT

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    Es geht bei Wohnraumlüftung nicht um Rentiere sondern um einen erzielbaren Komfort, welcher bei zentraler KWL deutlich höher ist. Da hat Herr Teich was verpeilt.

    Also keine Außenwanddämmung? Dann braucht es auf jeden Fall ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 UND der Einbau der Fenster MUSS zur Vermeidung schimmelpilzkritischer Wärmebrücken nach Technische Richtlinie Nr.20 des Glaserhandwerks erfolgen (fRsi-Nachweis der Einbaufuge der Fenster oder pauschal mit Leibungsdämmung innen).

    Umsetzung des Lüftungskonzeptes nach Norm kann erfolgen durch:
    - zentrale KWL
    - dezentrale Lüfter
    - freie Lüftung über ALDs
     
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  5. #5 Andreas Teich, 12.03.2020
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    Wie erwähnt übersteigen die Wärmeverluste bei Passivhäusern durch Lüftung
    teils erheblich die durch Transmission verursachten-
    daher macht es in solchen Fällen (zumindest zusätzlich) wirtschaftlich Sinn eine KWL zu installieren.
    Auch das hängt vom Heizsystem ab. Bei modulierenden Brenntwertgeräten mit niedrigen Vorlauftemperaturen ohnehin.

    Generell eine Empfehlung für KWL auszusprechen ist nicht möglich.
    Es gibt Millionen Gebäude, auch ohne KWL, die keinen Schimmel aufweisen.
    Und bei größeren Gebäuden mit geringer Bewohnerzahl, wegen Arbeitszeiten längerer Abwesenheit,
    sorptiven, kapillaren Baustoffen etc muß ohnehin viel weniger gelüftet werden.
    Ba
    Küchen werden ggf ohnehin durch Dunstabzug gelüftet.

    Wenn Geld in Fülle vorhanden ist, die Auslegung und Installation fachgerecht erfolgen,
    alle baulichen und nutzerseitigen Bedingungen vorliegen kann eine KWL eingebaut werden.
    Bei einem außen ungedämmtem Altbau halte ich im Allgemeinen eine (wie schon erwähnt)
    günstige dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für wirtschaftlich sinnvoller.

    Bei schlecht- oder ungedämmten Altbauten sollten die Fensterlaibungen ohnehin gedämmt werden,
    da immer-auch ohne neue Fenster- Wärmebrücken bestehen.

    Und natürlich hängst auch von den Umgebungsbedingungen ab-
    bei permanentem Straßenlärm, Pollenallergie, Staub etc kann eine KWL durchaus sinnvoll sein,
    bei mangelnder Wartung kann sie sich auch durchaus negativ auswirken und
    Installationskosten, Wartungsaufwand und der Stromverbrauch reduzieren die Wirtschaftlichkeit.

    Auf jeden Fall Schallübertragung in andere Räume vermeiden, sonst macht’s gar keine Freude
     
  6. #6 Lexmaul, 12.03.2020
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    Schallübertragung gibt es bei zentralen Sternsystemen nie, wer was anderes verbaut, ist dumm...

    Und wirtschaftlich sind die weiterhin nie, aber mit so einem Holzkopp wie Dir kann man darüber nicht diskutieren.
     
  7. BaUT

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    Wirtschaftlichkeit + gutes Gewissen
    Von diesem ökologisch verbrämten Schnäppchendenken sollten wir uns endlich verabschieden.

    In einem Zelt oder in einer Höhle zu wohnen ist durchaus wirtschaftlicher und sicher auch nachhaltiger als zu zweit in einem Passivhaus mit 120 m² WFL zu wohnen. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man in die Bilanzierung nicht nur den Energieverbrauch während der Nutzung des Gebäudes sondern auch noch den Material- und Energieverbrauch zur Herstellung des Gebäudes und seiner einzelnen Baustoffe einrechnet.

    Lustig ist sicher auch eine Öko-Bilanz zwischen einem Neubau einerseits und der Nutzungsfortsetzung eines 110jährigen Mauerwerksbaus (dessen technische Lebensdauer ja eigentlich schon abgelaufen ist) andererseits. Ist neu wirklich immer besser als alt? Wie lange kann ich ein altes Haus heizen bevor ich die Energie verbraucht habe, die zur Herstellung eines gedämmten Neubaus nötig wäre?

    Rechnet man die Energiekosten und die CO2-Bilanz der Herstellung von Dämmstoffen in die Bilanzierung der Energieeinsparung, dann wäre das Ergebnis sicher ernüchtern - ABER EHRLICH! Das soll heißen: Für die Energieeinsparung an Wohngebäuden müssen wir große Mengen an Energie zur Herstellung dieser Dämmstoffe aufwenden. Wo ist da die globale Einsparung, die dem Klima zugute kommen soll?

    Seien wir also ehrlich: Es geht um Komfort und nicht um Einsprung
     
  8. #8 Sanierung1951, 13.03.2020
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    Hallo,

    vielen dank für die Antworten.

    Ja, wie man auch hier sieht gehen die Meinungen auseinander.

    Eine Außendämmung aus 5cm Steinwolle ist schon seit ca. 25 Jahren verbaut.

    Mich Interessiert, mit welchen Herstellern ihr gute Erfahrungen gemacht habt und wer die ganze Berechnung/Planung durchgeführt hat?

    Auf was für Kosten seit ihr ca. gekommen (mit oder ohne Eigenleistung?)






    Schöne Grüße
     
  9. #9 Lexmaul, 13.03.2020
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    Helios und hab so knappe 6k bezahlt - alles in EL.
     
  10. #10 simon84, 13.03.2020
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    natürlich ist das möglich genauso wie Notbremsassistent oder Runflat reifen beim Auto .

    mit ist immer besser als ohne auch wenn man es nicht „braucht“
     
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