Zentrale Lüftungsanlage mit WRG, hilfe!

Diskutiere Zentrale Lüftungsanlage mit WRG, hilfe! im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Wie ist es mit der KWL und unterschiedlich temperierten Räumen. Laut vielen Energiesparfreaks sollen die Räume je nach Nutzungsart und...

  1. alfred33

    alfred33

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    Wie ist es mit der KWL und unterschiedlich temperierten Räumen. Laut vielen Energiesparfreaks sollen die Räume je nach Nutzungsart und tatsächlicher Nutzung unterschiedlich temperiert werden. Schlafzimmer 16°, Bad 24°, Wohnzimmer 21°, Treppenhaus 15° etc. Nun habe ich alle diese unterschiedlichen Temperaturniveaus mit den Luftvolumina der entsprechenden Räume multipliziert und daraus einen Mittelwert berechnet, der das Temperaturniveau der Abluft simmulieren soll. Ich komme dabei auf ca 17° Durchschnittstemperatur. Bei 80%Wärmerückgewinnung komme ich auf eine Zulufttemperatur von 13,6°. Damit habe ich im Bad, Wohnzimmer etc. eine Temperaturspreizung der eingeblasenen Temperatur zu der dort vorherrschenden Solltemperatur von über 7°. Ich frage mich, ob ich damit nicht deutliche Zugerscheinungen habe?

    Wenn ich die Luft nachheize (Nachheizregister) habe ich immer noch ein Problem. Angenommmen ich stelle die Temperatur im Wohnzimmer, das ich nur am Wochenende benutze, unter der Woche auf 12°. Die dort eingeblasene, auf 17° vorgewärmte Luft kühlt vermutlich schnell ab, geht durch den Überströmbereich Treppenhaus, wo sie bei 15° noch weiter abkühlt und wird vom Bad mit ca 15°angesaugt, das auf 24° temperiert ist. Habe ich dann nicht einen kalten Luftstrom, der unter dem Türschlitz in das Bad strömt?

    Ein Lüftunhgsbauer, den ich konsultierte, meinte, eine KWL funktioniere nur, wenn alle Räume in etwa ständig gleich temperiert werden. Nun ist die Frage, ob ich ein großes Treppenhaus sowie ein wenig benutzes Gäste- und Wohnzimmer die ganze Woche auf 21° durchheizen soll. Der Heizungsbauer meint, was ich nicht glauben kann, das ein Durchtemperieren des Hauses energetisch günstiger ist, als wenn ich die wenig benutzten Räume mit einer Zu- und Abluft mit den abgesenkten Temperaturen autonom betreibe und die Zuluft nachheize. Außerdem meint er, das die Luftqualität der nachgeheizten Luft nicht gut sei und das elektr. Nachheizen ein Vermögen koste.

    Was meint Ihr dazu? Was sind Eure Erfahrungen?

    Gruß
    Alfred
     
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  3. nolu13

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    Natürlich hat man im Gebäude verschiedene temperatur-Zonen.Abluft-Öffnungen sind daher in Räumen mit zu erwartender Luftfeuchte.Weil feucht -warme Luft mehr Wärme "aufnimmt "als trockene Luft.Deswegen haben die Geräte einen Kondenswasserablauf.
    Warum ist im Treppenhaus ein Abluftventil??
    Elektrisch zuheizen kann man machen,wenn man mit dem heizen der eigentlichen Heizung knausert und merkt,das die KWL nicht den erhofften Effekt herbeiführt.Energietechnisch( und von den Kosten her) bringt das nichts.Im Gegenteil.Es verhagelt noch mehr die Energiebilanz die von der Kwl erbracht werden soll.Und es kann u.U. ein Vermögen kosten!Sofern die Anlage es schafft,die Energiebilanz zu verbessern.
    Wir sind z.Zt auch auch in der Phase: pro ,contra KWL.
    Und ich habe hier im Forum schon soviel rumgesucht .Der Eine sagt so.der Andere so.klar sollte sein ,daß eine KWL die Gefahr von Feuchte-Schäden minimiert.
    Wir sind im Kontakt mit einem TGA-Planer der mit unserem Architekten zusammen arbeitet.Den lassen wir jetzt erst mal machen(rechnen).
     
  4. #3 Achim Kaiser, 14. März 2013
    Achim Kaiser

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    Ich würde die Grundannahmen der Temperaturen nochmals überdenken ....
    Sie dürften falsch sein.
    Durch die thermische Kopplung über die Innenwände treten solche Temperaturunterschiede innerhalb der thermischen Hülle normalerweise nicht auf.

    Zugerscheinungen sind je nach Lage der Ein- und Auslässe, der Luftwege und der Möbelierung nie ganz auszuschließen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. alfred33

    alfred33

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    Ich habe ein Hanghaus mit großem Souterrain, wobei sich im Souterrain neben selten benutzen Hobbyräumen auch die Eingangsdiele mit dem Treppenaufgang befindet. Ein Lüftungsbauer meinte, man könne das Souterrain von der KWL überhaupt weglassen: die dortigen Wohnräume (selten benutzte Hobbyräume und nur wenig beheizt) würden nur Wärmeverluste für die Zuluft bringen. Die Eingangstüre würde genug Frischluft für die Diele bringen. Ich solle die Hobbyräume lieber nach oben dämmen und auf 12° Temperatur fahren und bei Bedarf aufheizen.

    Der beits im ersten Mail zitierte Heizungsbauer meint, das Heizen das gesamten Souterrains sowie die bereits erwähnten wenig bewohnten Räume im Obergeschoss sowie die Wohnräume mit 21° Wohlfühltemperatur würden sich positiver auf die Gesamtenegiebilanz auswirken als eine Zonierung .

    Ein dritter Lüftungsbauer sagte mir, dass jede Lüftungsanlage mit Enthalpietauscher eine Nachheizung brauche, da sonst Zugerscheinungen wegen der Temperaturspreizung der einströmenden Luft zur Raumluft zu spüren wären; da Enthalpietauscher nur einen sensiblen Wirkungsgrad von 80% haben.

    Was ist nun energetisch und zum Wohlkfühlen das Richtige?

    Niedrigbeheizte und wenig benutzte Räume machen ungefähr 50% der Wohnfläche aus. U-Wert Außenmauern .44/ Fenster 1.33/ Dach 0.35; Ölradiatorenheizung).

    Gruß
    Alfred
     
  6. alfred33

    alfred33

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    Im Treppenhaus ist keine Abluft vorgesehen. Habe ich das geschrieben? Die Nachheizung ist nicht gedacht, um die Räume zu temperieren sondern vielmehr um keinen Zug aus den Abluftkanälen in den beheizten Räumen zu spüren. Es ist wohl zu erwarten, dass die in den unbeheizten Räumen tiefen Temperaturen die eingeblasene Luft im Raum stark abkühlen und auf ihrem Weg über den ebenfalls tiefer temperierten Flur nochmals , wo dann im Bad die Temperaturspreizung der Luft deutlich deutlich größer als 5° ist, was als maximale Spreizung gilt, um keine ZUgluft wahrzunehmen. Das ist der Gedankengang. Die Frage ist, was ist energetisch sinnvoller: den Räumen Temperaturzonen zuzuordnen und ggf die Einblasluft nachheizen oder, wie es der Heizungsbauer vorschlägt, das ganze Haus auf 21° beheizen, wobei große Räume wenig bis kaum benutzt werden.

    Da ja bei der Nachheizung nur die Luft aufgewärmt wird, wird damit im Gegensatz zur Heizung, welche die Wände aufheizt m.E. Energie gespart.

    Gruß
    Alfred
     
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  8. kike

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    Wie dir Achim Kaiser bereits geschrieben hat wirst du solche Temperaturdifferenzen in der thermischen Hülle wohl kaum "hinbekommen" - höchstens wenn du die Innenräume gegeneinander wärmedämmst...

    Wenn du das Gartengeschoss/Souterrain in die KWL mit einbeziehen willst wäre es vielleicht vorteilhaft, wenn dort ein zusätzlicher separater KWL Bereich gebildet werden könnte. Dann hast du die Möglichkeit diesen nach Bedarf in die KWL einzubeziehen.
     
  9. Rosmarin

    Rosmarin

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    1. Da liegt ein Rechen- bzw. Logikfehler vor. 17 x 0.8 = 13.6 ist rechnerisch richtig, dahinter steckt aber die Annahme, dass die Aussenluft immer mit 0°C zugeführt wird. Die meiste Zeit des Jahres wird die Temperatur darüber liegen, vlt. so um die 10°C. Dann hättest du rechnerisch (17-10) x 0.8 +10 = 15.6 Zulufttemperatur.
    2. Deine Rechnung geht von einem stationären Zustand mit den von Dir festgesetzten Raumtemperaturen aus, die dann die Ablufttemperatur bestimmen. Der Gleichgewichtszustand wird aber wiederum von der Lufttemperatur beeinflusst, soll heissen, durch den Luftaustausch und Wärmetransport zwischen den Räumen ist die von Dir angenommene Temperaturspreizung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar, wie die Vorposter schon schrieben. Wenn Du als höchste Temperaturen im System 21-24°C hast, dann werden sich die kältesten vllt. um die 18°C bewegen, so dass Dein Mittelwert um die 20°C Abluftttemperatur und bei 10° Aussemtemperatur Deine Zulufttemperatur um die 18°C liegen wird. Kälter kannst Du Räume nur machen, wenn Du sie von Zu- und Abluft abschneidest, aber die tragen dann auch nichts mehr zum Mittelwert bei.
    3. Meine Praxiserfahrung von diesem Winter: Abluft typ. 20°C, Zuluft min. 18°C, Aussenluft (nach EWT) min. 5°C, keinerlei Zugerscheinungen bei Abstand >30cm von Zuluftöffnunegn bzw. Überströmöffnungen.
    4. Auch Deine übrigen Schlussfolgerungen passen nicht ganz zur Physik, z.B. "im Gegensatz zur Heizung, welche die Wände aufheizt ". Es geht immer in beide Richtungen, d.h. Luft heizt Wände, Wände heizen Luft. Entscheidend ist der Gleichgewichtszustand, der sich dann einstellt. Die Temperaturen sind dann in den meisten Fällen keine Randbedingung, sondern Ergebnis des Gleichgewichtszustandes.
     
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