Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse?

Diskutiere Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo... Ich habe folgendes Problem: In Folge eines Hausentwurfes (fürs Studium) haben wir ein MFH mit EG, OG und DG, Decken aus Stahlbeton,...

  1. zootzen

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    Hallo...

    Ich habe folgendes Problem:

    In Folge eines Hausentwurfes (fürs Studium) haben wir ein MFH mit EG, OG und DG, Decken aus Stahlbeton, entworfen, bei den Außenwänden haben wir uns für einen DIN V 4165 PP 8-0,8-49,9x36,5x24,9, DM, beidseitig einen PII. Nun haben wir das Problem bei dem Energieeinsparungsnachweis, dass unser U-Wert zu hoch ist (0,60)...können wir da jetzt einfach, um den Durchlasswiderstand zu erhöhen, in der Rohdichte runtergehen? Das schliet natürlich auch eine Reduzierung der Steinfestigklasse von 8 auf 4 ein...

    Oder hat jemand evtl Vorschläge für ein anderes Material, bei dem wir bei unsere r Wandbreite von 36,5cm bleiben können? Oder reicht die SFK und Rohdichte auch noch aus? (in hinsicht auf die Belastung der Wand)

    gruß zootzen
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 24. Oktober 2006
    VolkerKugel (†)

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    Einschalig ...

    ... mit dem Material geht´s nicht.
    Probiert´s mal mit 24cm (17,5 würden auch reichen) KSV und 12-14 cm WDVS WLG 035 - oder so in der Richtung :konfusius .
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 24. Oktober 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Bei 36,5...

    komme ich auf einen U-Wert lt Tabelle Porenbetonverband von 0,52.
    Obwohl, dolle is das auch nicht.
    Und es wären alle Anschlüsse mindestens so "gut" durchzuplanen.
    MfG
     
  5. zootzen

    zootzen

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    Danke erstmal für eure Antworten!
    Einschaliges MW ist uns leider vorgegeben...

    gruß Zootzen
     
  6. #5 VolkerKugel (†), 24. Oktober 2006
    VolkerKugel (†)

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    Bei 36,5 ...

    ... + 15mm Innen- und 20mm Außenputz mit Lamda 0,70 müsste Euer Wandbaustoff einen Lamda-Wert von 0,18 haben, um den von der EnEV geforderten Mindestwert von U = 0,45 bei Mauerwerksersatz im Bestand haben.
    Ein Porenbetonstein mit Rohdichteklasse 0,6 und einem Lamda von 0,16 würde das zwar locker bringen (Tragfähigkeit überhaupt kein Thema), aber ist halt "nicht ganz dolle" und auf keinen Fall "Stand der Technik".
     
  7. zootzen

    zootzen

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    uh das hört sich schon gut an (schon wegen der Tragfähigkeit ;)

    Also du meinst jetzt, eine Rohdichte von 800 + diesen Putz oder die 600er Rohdichte + den Putz...Ist das ein PII, LW ? oder ein anderer? kannst du mir mal die genaue bezeichnung davon schreiben?
    Achso, laut Schneider, hat nur ein PP 500 ein Lamdba von 0,16...

    gruß Matze
     
  8. #7 VolkerKugel (†), 24. Oktober 2006
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    Was bitte ...

    ... hört sich denn da gut an?
    Ein U-Wert über 0,30 für die Außenwand ist nicht mehr Stand der Technik. Und auch nicht mehr Stand der Erwartungshaltung der künftigen Bewohner.
    Schau´ mal hier: http://www.porit.de/index.27.15.php
    Gebt Euch mal ein bisschen Mühe, Jungs :konfusius .
     
  9. JDB

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    Belege bitte!

    Aus meiner Sicht ist das eine Sache der Prioritäten.
    Wenn ich durch Materialwahl der Außenwand einen U-Wert nicht besser als z.B. U=0,35 W/M²K erreiche, dann ist das innerhalb einer Anforderung, die absichtlich als Bilanz formuliert ist, voll in Ordnung.

    @zootzen
    Wenn's also mit dem EnEV-Nachweis nicht auf Anhieb klappt, dann ist nicht gleich zwingend die Außenwand zu verbessern.
    Vorausgesetzt die Nebenanforderung H'T passt auch mit der großen Rohdichte (6er Festigkeit reicht übrigens im Normalfall, einen 8er habe ich auf der Baustelle noch nicht gesehen), dann würde ich die Heizung mal unter die Lupe nehmen. Da gibt's auch noch eine Menge Stellschrauben. Wie sieht's aus mit regenerativen Energien?

    Es gibt auch andere Gründe, die Außenwand bei MFHn nicht zu "leicht" zu gestalten : Statik, Schallschutz, insbesondere Schalllängsleitungsprobleme,...
     
  10. damy

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    Ist es daher nicht erst einmal Sinnvoll die Mindestanforderungen für Dämmung, Statik und Schall abzustecken?
    Das erste was ich doch brauche ist die statische Belastung der Wände, denn das ganze muss doch erst einmal von alleine stehen bleiben. :D
    Danach kann ich dann versuchen das ganze mit verschieden Materialien in Richtung Dämmung oder Schall zu optimieren.

    damy
     
  11. JDB

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    Klar : Mindestanforderung Wand U~1.0 ! (DIN 4108-2)
    Und nu?

    Nur weil keiner mehr planen will/kann, ist "der Staat" auch noch der Bösewicht, weil er in der EnEV so viel Spielraum lässt. :mauer
     
  12. #11 VolkerKugel (†), 25. Oktober 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Der Sinn dieser Rede ...

    ... verschließt sich mir leider :konfusius .
     
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  14. JDB

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    Ich dachte, ich hätte es mit dem von mir gebrachten Zitat deutlich gemacht.

    Es gibt keine einfache Antwort auf die Frage:
    - Welchen U-Wert muß meine Außenwand mindestens haben?
    Jedenfalls keine Antwort, die nicht mehr erläutert werden sollte.

    Grund: Es gibt für den Neubau seit Beginn der EnEV (2002) keine einfachen bauteilbezogenen Grenzwerte mehr! Der U-Wert selbst darf "grottenschlecht" sein. (Mindestwärmeschutz DIN 4108-2). Natürlich will das keiner haben und in der Berechnung kann man sich das nicht leisten, denn die Bilanz muss passen und der Stellenwert der Außenwandverluste ist aufgrund der großen Fläche enorm.

    "Bilanz" heißt rechnen und da gibt es Gegner: Seit Inkrafttreten der EnEV gibt es immer wieder Rufe nach einfach formulierten Anforderungen.
    Diese gibt es aber nicht mehr und das ist gut so.

    Nachtrag:
    Der Spruch oben geht in Richtung Damy, dem man unterstellen muss, dass er das mit den grottenschlechten Mindestanforderungen im Wärmeschutz nicht gewußt hat. Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen und habe ihm zusätzlich unterstellt, dass er zu denjenigen gehören würde, die hier nach "sinnvollen" Mindestanforderungen rufen.
     
  15. damy

    damy

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    Hab mir doch gedacht das ich Haue bekomme :D

    Ich hab eigentlich damit gemeint das zoozen noch nicht weiß was er für eine Steinfestigkeitsklasse braucht. Und ich meine es ist doch erst einmal das wichtigste damit die Hütte stehen bleibt. Irgendwie hab ich das Gefühl zoozen sitzt erst einmal verkehrt herum auf dem Gaul. ;)

    Zu der erf. Steinfestigkeit und der gewählten Wandstärke kann er sich jetzt einen passenden Stein aussuchen und damit rechen und optimieren. Und wenn das nicht passt muss er halt ein anderes Materiel wählen und wieder rechnen.

    Und wenn er mit seiner Bilanz nicht hinkommt muss er sich halt eine Änderung der Konstruktion (Siehe VolkerKugel) überlegen.

    damy
     
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