Zumauern von Heizkörpernischen

Diskutiere Zumauern von Heizkörpernischen im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forengemeinde, ich habe mich hier im Forum angemeldet, da mich eine Frage beschäftigt, welche ich durch googeln nicht zu meiner...

  1. #1 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich habe mich hier im Forum angemeldet, da mich eine Frage beschäftigt, welche ich durch googeln nicht zu meiner völligen Zufriedenheit klären konnte.

    Zunächst zu mir und zum Objekt:
    Mein Name ist "Wissbegierig", ich bin 34 Jahre alt und von Beruf Diplomingenieur im Bereich Maschinenbau, ergo im Hausbausektor fachfremd.

    Ich habe kürzlich ein Haus Bj. 1967 gekauft und bin momentan dabei dieses zu renovieren bzw. zu sanieren.

    Das Haus selbst ist ein Massivbau mit 24er Hochlochziegeln und außen sowie innen verputzt. Innen ist das Mauerwerk mit Kalkputz verputzt, außen irgendein Zementputz (denke ich zumindest).

    Zum Sanierungsvorhaben:
    Ich plane aktuell nicht das Haus komplett von außen zu dämmen, da dafür a. kein Geld da ist und ich b. erstmal selbst Erfahrungen machen möchte, wie ich durch Nutzerverhalten und kleine energetische Sanierungsmaßnahmen den Energieverbrauch minimieren kann.

    Aktuell bin ich dabei die Heizkörpernischen, eine Bausünde der 60er, zu zu mauern.
    In dem Zuge habe ich auch die darüberliegenden massiven und durchgängigen Stahlbetonfensterbänke entfernt.
    Anfang nächsten Jahres werden neue fenster eingebaut (aktuell 2-fach verglaste Fenster aus 1981, die die besten Tage hinter sich hatten).

    Die Heizungsnischen waren bis jetzt wie folgt aufgebaut:
    Außenputz -> 11,5 Hochlochziegel -> ca. 1cm stark zementhaltige "Putz"schicht? -> ca. 3cm Heraklith -> Kalkputz

    Jetzt zum eigentlichen Problem und meinen Fragen:
    Ich habe Heraklih und Innenputz entfernt, den zementhaltigen Zwischenputz aber drauf gelassen (<- hier vermute ich bereits meinen ersten Fehler).

    Die Nischen sollten, wie bereits oft von mir gelesen, mit Porenbeton zugemauert werden. Ich bin mir bewusst gewesen, dass ich dadurch den Taupunkt nach innen verschiebe und es wahrscheinlich zu Tauwasserausfall in der Wand kommt.
    Habe aber auch gelesen, dass dies durch die kapillarfähigkeit von Wänden und dem mineralischen Aufbau unkritisch ist.

    Ich habe mit dem Zumauern eine Firma beauftragt, welche ihr Geld hauptsächlich im Bereich Sanierungen verdient und fühlte mich auch gut aufgehoben. Die Firma wurde mir empfohlen.

    Die Firma kam auch und hat bereits alle Nischen zugemauert.
    Zu meinem Erstaunen ließ der Maurer zwischen Porenbeton und der alten Zementputzschicht einen Spalt von 1mm. Auf meine verwunderte Nachfrage (ist mir allerdings auch erst bei der letzten Nische aufgefallen) versicherte er mir, dass das kein Problem sei und der Spalt zusätzlich dämmt.

    Mir ließ das ganze keine Ruhe, sodass ich gestern eine Nische wieder oben geöffnet hatte, um zumindest den Spalt mit Perlite zu füllen und somit einen Feuchtetransport zu gewährleisten.

    Bereits jetzt, ca. 2 Wochen nach aufbau der Mauer, hatte sich an der Außenwand Tauwasser gebildet und zwar in einer solchen Menge, dass ich nach dem Anfassen feuchte Finger hatte.

    Wie ist eure Bewertung?
    Meiner Meinung nach habe ich den Fehler gemacht die zementhaltige Putzschicht zu lassen, welche den Feuchtetransport blockt und die Maurerfirma hat den Fehler gemacht den Luftspalt zu belassen.
    Meiner Meinung nach hätten die Steine vollflächig verklebt werden müssen, korrekt?

    Wie wäre der korrekte Aufbau?
    Mit welchem Mörtel sollte man die Porenbetonsteine mit den Hochlochziegeln verbinden? Meiner Meinung nach müsste das ein Mörtel sein, welcher dampfdiffusionsoffe ist und Feuchtigkeitstransport des Tauwassers ermöglicht, korrekt?

    Ich denke ich werde nicht drum herum komme alle Nischen noch mal zu öffnen.
    Die Maurerfirma zeigt sich noch uneinsichtig.

    Über Rückmeldungen wäre ich dankbar!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Wissbegierig
     
  2. #2 petra345, 23.11.2019
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    Ein Querschnitt des Wandaufbaues mit einer Markierung wo das Tauwassers aufgetreten ist, wäre schön
     
  3. #3 Wissbegierig, 23.11.2019
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    20191123_055209.jpg

    Das Tauwasser war wie bereits beschrieben auf der Innenseite der "Außenwand", ergo auf dem "Zementputz".
     
  4. #4 petra345, 23.11.2019
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    Wenn der PB mit der übrigen Wand innen luftdicht verspachtelt ist, so daß keine Luft in diesen Bereich des Zementputzes kommen kann, sollte der Wasseranfall aufhören.

    Wie bekommt man denn nasse Finger, wenn der PB davor gemauert ist?
     
  5. #5 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Ich habe eine Nische wie gesagt gestern wieder auf gemacht. Womit verspachtelt man denn Luftdicht? Soweit ich weiß sind alle Putzarten diffusionsoffen und somit gelangt ständig Wasserdampf ins Mauerwerk aufgrund des Dampfdruckgefälles.
     
  6. SIL

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    Na wenn sie dies wirklich wollen, obwohl ich die Bedenken da nicht ganz verstehe, mb 2k oder von Weber St Gobain oder PCI, obwohl ich dort nie eine absolute Sperrung einbauen würde.
    Alternativ gibt es genug Farben die ja auch in Nassräumen und Bädern verwendet werden...
     
  7. #7 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Ich habe nie behauptet, dass ich das möchte. Ich möchte lediglich die Heizkörpernischen vernünftig zugemauert haben, ohne dass ich mir Probleme einhandel.

    Und dazu hätte ich nach Möglichkeit gerne die im Eingangspost gestellten Fragen beantwortet.

    Ist der Luftspalt schädlich, ja oder nein?
    Wie mache ich den Wandaufbau, sodass ich das Risiko für Schäden gering halte?
    Muss ich dafür den alten "Zementputz", welcher sperrende Wirkung zu haben scheint weg machen, ja oder nein?
    Oder kann ich den Luftspalt irgendwie verfüllen und den alten Zementputz lassen?
     
  8. SIL

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    Normaler Aufbau.
    So sind die Nischen.
    Da dämmt nix.
    Nein.
    Ja.
    Homogenes Mauerwerk sprich HLZ.
    Dieser angebliche dämmende Spalt ist vorsichtig gesagt 'unglücklich', er ist eher schädigend, anders wäre ein durchgehend geführter Spalt mit 2-4cm, dieser müsste aber über die komplette AW gehen am besten mit Zirkulation.
    Es wird Ihnen nichts anderes bleiben als Rückbau und den Zementputz entfernen und mit HLZ oder Porenbeton dicht vermauern oder vermörteln.
    Nein, das muss nichts spezielles sein.
     
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  9. #9 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Okay. Also genau so wie ich es befürchtet habe.
    Gibt es irgendeine DIN oder Referenz, die das auch so wieder gibt?
    Der Maurer ist ja der Meinung alles korrekt ausgeführt zu haben. Und da habe ich als Laie natürlich nicht die besten Karten.
    Und einen Gutachter möchte ich bei dem geringen Arbeitsaufwand ungern einschalten. Da mache ich es zur Not lieber selbst.
     
  10. #10 Fred Astair, 23.11.2019
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    Welcher Uhrmacher mauert denn einen Spalt von 1mm und wie macht er das?
     
  11. #11 Wissbegierig, 23.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.11.2019
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    Es sind irgendwo zwischen 1mm und 10mm.
    Das wird auch zwischen den verschiedenen Nischen variieren.
     
  12. #12 Fred Astair, 23.11.2019
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    Warum schreibt ein Maschinenbauingenieur dann sowas? Überhaupt lässt mich das ganze Geschwurbel, das sich auf drei bis fünf Sätze verkürzen ließe, am ingenieurigen Backround zweifeln.
     
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  13. #13 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Welche bauphysikalische Relevanz hat es, ob der Spalt 1mm, 5mm, oder 10mm breit ist.
    Gibt es da bauphysikalische Unterschiede?
    An der schmaleren Stelle war er 1mm und an der breitesten ca 10mm.

    In sie an meinem Background zweifeln juckt mich herzlich wenig.
    Wie bereits erwähnt bin ich hier fachfremd.
    Entschuldigen sie, dass ich das Problem nicht möglichst effizient geschildert habe.

    Netter Empfang im Forum.
    Anscheinend nur für "Experten" gedacht und Laien sind nicht willkommen.
     
  14. #14 Fabian Weber, 23.11.2019
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    Ich würde jetzt einfach mal dünnen Mörtel anrühren und dann die Spalten damit ausgießen, fertig.

    Der Zementputz sperrt nicht.
     
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  15. #15 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Hatte ich auch schon überlegt. Allerdings habe ich bei der Nische welche ich wieder geöffnet habe den äußerlich feuchten Zementputz aufgemeißelt.
    Unter der Oberfläche ist er staubtrocken, weshalb ich davon ausgehe, dass er doch sperrt.
    Was habe ich zu befürchten, wenn ich die vermeintlich sperrende Schicht lasse und den Spalt ausgieße?
    Gibt es da Erfahrungswerte?
     
  16. #16 Fabian Weber, 23.11.2019
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    Mach doch wie @SIL schon schrieb aus Dichtschlämme eine Dampfbremse innen an den Yton, dann bist Du Deine Sorgen los.
     
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  17. #17 simon84, 23.11.2019
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    Andere kleben sich ne styro Platte hin und machen sich keine Sorgen du machst dir echt viel Gedanken !!
     
  18. #18 Wissbegierig, 23.11.2019
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    Ich will mir halt ungern Schimmel züchten oder das Mauerwerk schädigen.
    Und wenn ich damit durch bin, dann will ich da auch die nächsten x Jahre nicht mehr dran müssen ;-)
     
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  19. SIL

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    Das ist so, dieser Luftspalt fördert eben den 'Gammel', Fibi mit seinem zugießen :lock das bekommst du nicht sauber hin....
     
  20. #20 simon84, 23.11.2019
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    Was genau soll denn gammeln ? Der eine luftdicht verschlossene Quadratmeter ? Sitzt doch eh die Heizung davor
     
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