Zuschlagstoffe für Außenputz

Diskutiere Zuschlagstoffe für Außenputz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Außenputz für Rohbau 27.02.05 Hallo, wir bauen seit 1,5 Jahren in Sardinien (Sommer heiß und trocken/ WInter kühl und feucht) ein kleines...

  1. #1 Unregistriert, 10. März 2005
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    Außenputz für Rohbau 27.02.05
    Hallo,
    wir bauen seit 1,5 Jahren in Sardinien (Sommer heiß und trocken/ WInter kühl und feucht) ein kleines Häusschen. Da die Arbeiten sehr schlecht ausgeführt wurden (z.B. 8 cm Innen-Hohlziegelwand in 5 (!) Reihen übereinander ohne Versatz, keine Verzahnung, z. T. halbe Steine durch Zement erseztz, alle Fensterlaibungen 30 cm größer als vorgegeben - somit musstem die Fenster eine Steinreihe höher (!) eingesetzt werden, da der Betonsturz ja schon da war, rundherum wurde dann mit Ziegelresten und Zement "beigeputzt", u.s.w.), haben wir nach dem das Dach dicht war, selbst übernommen und machen im Urlaub immer weiter.

    Da im Sommerhalbjahr die Sonne die 30 er Porotonwand schon frühmorgens aufheizt, soll jetzt endlich verputzt werden. DAs Dach steht rundherum einen Meter über, so dass nur extremster Starkregen die Wand erreicht. Alle die wir kennen, haben schlechte /teure Erfahrungen mit den sardischen Maschinen-Fertigputzern gemacht. Ein reiner Zementputz wird innerhalb weniger Stunden aufgebracht, nach Tagen kommen Risse, nach Monaten fällt das Zeug z.T. wieder runter.

    Man hat uns geraten auch hier selbst Hand anzulegen. Aber alles was man in Sardinien bekommen kann, ist ein EINZIGES Zementprodukt mit dem wirklich alles (!) gemacht wird und solche Schlauchsäcke mit einer Kalkmilch (?).

    Hat hier jemand eine Empfehlung, wie wir vorgehen sollen und welches Zuschlagsmaterial wir im Hänger mitnehmen sollten? Grundsätzlich arbeiten wir mit möglichst ökologischen Baumaterialien...

    Da alle Wände sehr krum stehen und die Ziegel z.T. bis 1 cm überstehen, hatten wir Innen den Zement-Verputzversuch sofort abgebrochen und Knaufplatten auf Holzlatten montiert. Wäre uns außen am liebsten gewesen (vor allem mit einer Dämmung), doch dafür gibt es wohl nichts?
    Da es auf der Insel Kork gibt, wäre eine Korkplattendämmung außen auch eine Idee gewesen, doch wegen der ungleichen Mauern kann man diese Platten ja nicht plan anlegen (oder doch?), außerdem brennt es im Sommer recht häufig oder hält ein Putz Feuer ab?

    Auch wenn hier sicherlich keine Selbstmacher betreut werden sollen, benötigen wir Ihre Hilfe, denn Facharbeiter stehen NICHT zur Verfügung.

    Vielen Dank!

    Thomas
    Name: Thomas http://oeko-energie.de
     
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  3. Josef

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    Zementputz wird viel zu hart ...

    des würde "nur" Risse hervorrufen (!)
    .
    Porenbeton heisst Aufbrennsperre damit dem Putz nicht gleich nach Putzauftrag das Wasser entzogen wird ... "des" würde wieder Risse nach sich ziehn bzw. lockeren Putz verursachen.
    .
    Kalkmilch kenne ich nicht ... was sie im Hänger mitnehmen sollte wär vielleicht doch deutschen Putz als Trockenware ... "sorry" aber mir fällt dazu nix anderes ein.
    .
     
  4. #3 Schnorbel, 11. März 2005
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    Leipzig
    Putzarbeiten weit weg von Deutschland

    Hallo Thomas!

    Alles von D. mitzunehmen wird sich ein kostspieliges Unternehmen. Ich würde schon versuchen, mit den ortsüblichen Materialien weitestgehend auszukommen.
    Für die Verbesserung der 0-8-15-Materialien kann man einiges durch Vergütungen tun.
    z.B. sollte als erstes auf den Porotonstein ein vollflächiger Spritzbewurf drauf. Dazu würde ich den "Zementputz" verwenden und aus Deuschland eine Kunstharzdispersion mitgenehmen (z.B. www.Remmers.de Aida Haftfest I zur Herstellung von Haftbrücken und dünnschichtigen Mörteln). Damit kannst du erst mal die Gefahr des Abfallens des neuen Putzes erheblich verringern.
    Dann würde ich den dort üblichen Putz (Zementputz mit der Kalkmilch angemischt) als Unterputzlage und als Ausgleich der krummen Wände aufbringen. Den Unterputz am besten nach dem Ansteifen mit einem sogenannten Gitterrabot (aus D. mitnehmen!) bearbeiten um die sich bildende Zementhaut aufzureißen. Dann den Unterputz mind. 4 Wochen stehen lassen -in der Zeit können Risse auftreten, die aber nicht weiter tragisch sind solange der Putz auf dem Untergrund haftet! Zur weiteren Absicherung kannst du noch ein Putzgewebe (TG 14 - Maschenweite ca. 12x12 mm) in das obere Drittel der Putzlage einlegen.
    Als Oberputz würde ich mir aus D. einen mineralischen Dekorputz als Fertigware mitnehmen. Dazu brauchst du je nach Anbieter und Kornaufbau zwischen 2,5 und 4 kg/m². Die Menge kann man aber sich noch gerade mal mit einem Hänger wegschleppen! Je nach Putzanbieter ist eine entsprechende Grundierung als sogenannte Putzgrundfarbe vorher aufzubringen.
    Ich denke, mit so einer Variante fährst du kostenmäßig am besten und bist auf einer relativ sicheren Seite.

    Viel Erfolg
    Schnorbel :winken
     
  5. #4 Unregistriert, 12. März 2005
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hallo,

    schon mal Danke für diese Tipps.

    Ja, also bei 120 qm "dickem" Putz müsste ich ja einige Tonnen fahren, wir können jedoch nur 900 kg mitnehmen...

    Spritzbewurf war klar, machen wir im April - aber die weiteren Arbeiten im Juni werden dann immer nur nachmittags möglich sein (schon warm - aber keine Sonne, hoffen das geht...)

    In welchem Verhältnis sollte denn diese "Kalkmilch" - was kann das sein?eingebracht werden?

    Die Alternative gerade wegen krummer Wände, für zus. Dämmung, u.s.w. könnte doch auch eine Fassadenplatte (Faserzement?) sein. Ich finde aber keinen Lieferanten. Wenn das gewichtsmäßig ginge, könnte dann auch ein deutscher, dünner Dekorputz aufgetragen werden - der hätte sicher dann keine Probleme mehr oder?

    Bei dieser gelegenheit möchte ich darauf hinweisen, dass Josefs kritische Seiten auch unserer Herangehensweise entsprechen. Wer sich also obejektiv über Solartecknik (Wärme und Strom) u.s.w. informieren möchte, kann sich gerene mal www.oeko-energie.de anschauen. Unter Autarkie gibt es auch Infos zu unserem sardischen Projekt.
     
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