Zwei Fragen zu Zirkulationspumpe und Energieeffizienz

Diskutiere Zwei Fragen zu Zirkulationspumpe und Energieeffizienz im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Unser EFH Neubau (KfW70) haben wir vor rd. einem Jahr bezogen. Die Entfernung zwischen Küche, Bad und dem Heizungsraum (Erdwärmepumpe)...

  1. #1 Pazifik, 19.05.2015
    Pazifik

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    Hallo!
    Unser EFH Neubau (KfW70) haben wir vor rd. einem Jahr bezogen. Die Entfernung zwischen Küche, Bad und dem Heizungsraum (Erdwärmepumpe) beträgt (leider) einige Meter. Sowohl die Zirkuslationspumpe als auch die Warmwasserbereitung haben wir zzt. so programmiert, dass beides nur dann läuft bzw. zur Verfügung gestellt wird, wenn wir dies benötigen, nämlich am frühen Morgen und abends.
    Mich würde eure Meinung zu folgenden Punkten interessieren:
    1. Ist diese zeitliche Einschränkung bezüglich Zirkuslationspumpe und Warmwasserbereitung voraussichtlich energieeffizient? Oder wird durch das Abkühlen und wieder neue Erwärmen 2x am Tag durch die Wärmepumpe womöglich am Ende mehr Strom verbraucht als wenn das Warmwasser durchgängig Tag und Nacht auf einem konstanten Niveau gehalten würde?
    2. Wenn ich morgens als Erster dusche, fällt mir auf, dass erst kurzzeitig warmes Wasser sofort zur Verfügung steht, danach aber für ca. 20 Sek. die Warmwassertemperatur deutlich absinkt um danach wieder auf "normale" Temperatur anzusteigen. Das ist unkomfortabel und ich Frage mich, wie es sein kann, dass diese "Warmwasserlücke" entsteht. Hat jemand eine Idee, was die Ursache dafür sein könnte?
    Beste Grüße,
    Christian
     
  2. R.B.

    R.B.

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    zu 1.

    Ja, diese Betriebsweise ist energieeffizient. Wozu Wasser durch die Gegend pumpen wenn man es nicht benötigt? Laut DVGW Empfehlungen ist so eine Betriebsweise aber nicht empfehlenswert. Auch wenn man diese DVGW Empfehlungen in einem EFH (Kleinanlage) entspannt sehen kann, ist dort von Unterbrechungen von max. 8h die Rede.

    Das Abkühlen ist aus Energiesparsicht kein Problem, denn irgendwann erreicht das Wasser Raumtemperatur und verharrt. Es ist also nicht so. dass durch das Aufheizen mehr Energie benötigt wird als beim Dauerbetrieb, wo ja ständig "nachgeheizt" werden müsste.

    zu 2.
    Wodurch die Temp.absenkung verursacht wird, da könnte ich jetzt nur raten. Mal das Hydraulikschema anschauen, evtl. spielt Dir auch die Misch-/Thermostatbatterie einen Streich.
     
  3. #3 Rudolf Rakete, 19.05.2015
    Rudolf Rakete

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    Das ist energieeffizient und sehr effizient in der Züchtung verschiedener Einzeller. Bei meiner Schwiegermutter hatten sie im Wohnblock wegen solcher Schaltungen und zu niedriger Temperatur letztens Legionellen im Wasser nachgewiesen (ca. 10x Grenzwert) . Jetzt nach Desinfektion der ganzen Anlage ist die WW Temperatur wieder auf 60°C hochgesetzt und die Zirkulation läuft durch.
     
  4. Taipan

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    Im Mietshaus muss sie auch durchlaufen und die Rücklauftemperatur darf bestimmten Wert nicht unterschreiten.
     
  5. #5 Rudolf Rakete, 19.05.2015
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    Ja dort muss sie, im Einfamilienhaus nicht unbedingt, dass ändert aber nichts an der Gefährdungslage.
     
  6. Taipan

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    Doch die Wassermenge im Gesamtsystem. Und damit der Grade der Verdünnung, wenn Du den Hahn aufdrehst.
     
  7. #7 Rudolf Rakete, 19.05.2015
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    Aha also wird es im Miteshaus mehr verdünnt, ergo ist die Gefärdungslage in einem Einfamilienhaus höher?!
     
  8. #8 Gast56083, 19.05.2015
    Gast56083

    Gast56083 Gast

    Und die 60Grad laufen auch aus`m Hahn? Heiße Sache....
     
  9. #9 feelfree, 19.05.2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Ah, die Legionellen mal wieder. Vermutlich können jetzt abertausende Wärmepumpenbetreiber nicht mehr ruhig schlafen, weil ihr Equipment in der kalten Jahreszeit niemals nicht die 60 Grad schafft. Die sind alle so gut wie tot.

    Nicht zu vergessen die armen Leute, die gar keine Zirkulation haben und deren Wasser in den Leitungen sich mehrmals am Tag aufheizt (bei Entnahme) und anschliessend gaaanz langsam wieder abkühlt. Also fast so wieder bei einer Zirkulation mit Zeitschaltuhr....
     
  10. #10 Rudolf Rakete, 19.05.2015
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    Das ist schon ein Unterschied ob eine Zirkulation vorhanden ist welche nicht läuft oder eine Versorgung ohne Zirkulation. Aber egal wenn Ihr mit dem Risiko leben wollt um 20 Euro im Jahr zu sparen dann macht es so. Mir ist meine Gesundheit das wert.
     
  11. #11 feelfree, 20.05.2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Und der wäre? Etwas mehr Wasserinhalt in der Zirkulationsleitung, und sonst?
     
  12. #12 Pazifik, 20.05.2015
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    Zum Thema Legionellen: Die Anlage bietet die Möglichkeit, regelmäßig (bei mir: 1x pro Woche) ein sogen. Legionellenschutzprogramm laufen zu lassen. D.h. dass Warmwasser wird dann für eine definierte Zeit auf eine höhere Temperatur als normal aufgeheizt und die Zirkulationspumpe läuft. Dieses Legionellenschutzprogramm habe ich aktiviert.

    Zu meiner 2. Frage hat sonst niemand eine Idee?
     
  13. R.B.

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    EFH und MFH sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. In vielen EFH wird eine Zirk. eingebaut obwohl sie, zumindest aus Hygienegründen, nicht nötig wäre. Es versteht sich von selbst, dass die Zirkleitung nicht monatelang unbenutzt bleiben darf, es ist aber völlig schnuppe ob diese nun 24h oder 16h oder 5h pro Tag in Betrieb ist. Da ist so manche Stichleitung zu einer selten genutzten Zapfstelle weitaus kritischer.
     
  14. #14 Rudolf Rakete, 20.05.2015
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    Da sagen Experten und Richtlinien etwas anderes.

    Zu der Legionellenschaltung habe ich eine Studie gelesen, dass sich diese sogar ungünstig auf die Hygiene auswirkt, da die Einzeller in Bereichen ohne Strömung diese kurzzeitigen Temperaturen überdauern können. Das habe ich hier schon zig mal geschrieben, ich glaube ich habe sogar mal einen Link gesetzt.
     
  15. Uwe!

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    und wie viel Legionellen-Erkrankungen im EFH gibt es so pro Jahr?
     
  16. R.B.

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    Klar, die brauchen ja auch eine Existenzberechtigung. Wenn dann die Experten und Normenmacher auch noch stark hersteller (oder lobby-)lastig sind, dann sind die Ergebnisse absehbar.

    Man kann immer irgendeinen Fall konstruieren, mir wäre aber nicht bekannt, dass es in EFH bei normaler Betriebsweise und fachgerechter Planung jemals zu Problemen kam. Bei der Menge an EFH ist das sowieso schon erstaunlich, denn da müsste es statistische betrachtet, selbst unter Einhaltung aller Regeln, schon Problemfälle geben.

    Nebenbei bemerkt, selbst die Normen und Richtlinienmacher haben schon erkannt, dass EFH und Kleinanlagen unkritisch sind.
     
  17. #17 Rudolf Rakete, 20.05.2015
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    Dir ist aber schon klar dass man damit jedes Statement aus Kraft setzen kann. Kennst Du das fliegende Spagettimonster?
     
  18. #18 Rudolf Rakete, 20.05.2015
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    Das Robert Koch Institut geht von über 15000 Erkrankungen in Deutschland pro Jahr aus. Aber die haben auch keine Ahnung und sind bestimmt gesponsert.
     
  19. R.B.

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    Monster kenne ich grundsätzlich nicht.
    Es ist aber nicht neu, dass gerade im Bereich der Normverfasser massivst einzelne Interessen vertreten werden.
     
  20. R.B.

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    Das hätte ich gerne mal genauer. Das RKI geht von 15.000 Legionellenerkrankungen aus die auf TW/WW Anlagen in EFH zurückzuführen sind? oder gar auf eine nicht ordnungsgemäß betriebene Zirk? Nie und nimmer.
     
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