Zwei Sanierungskonzepte

Diskutiere Zwei Sanierungskonzepte im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Guten Tag, erst wollte ich die Probleme einzeln schildern in den Unterforen, aber ich glaube ein einzelner, zusammenhängender Thread kann...

  1. #1 Justinian, 20.03.2022
    Zuletzt bearbeitet: 20.03.2022
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    Guten Tag,

    erst wollte ich die Probleme einzeln schildern in den Unterforen, aber ich glaube ein einzelner, zusammenhängender Thread kann zumindest erst einen besseren Überblick geben.

    Wir wollen seit dem letzten Jahr Mai eine Reihenendhaus sanieren. Baujahr 1961, Massivbauweise, kein Keller, monolithische Mauern, Hochlochziegeln ca. 30cm plus Putz beidseits, Kunststofffenster doppelglasig, 1,5 geschossig, Heraklithplatten mit Putz in der oberen Geschossdecke, ungedämmtes Dach, zwei getrennte Gasthermen für Brauch- und Heizwasser, Heizkörper, 105qm Wohnfläche, 135qm Dachfläche. Keine Sanierungsmaßnahmen vorgenommen/dokumentiert mit Ausnahme eines Fensteraustauschs.

    Unser Plan war es einen Sanierungsplan mit einem Energieberater zu erstellen um 1. ein sinniges Gesamtkonzept zu erhalten und 2. die ein oder andere Maßnahme die wir vornehmen wollen gefördert zu bekommen.

    Also haben wir nach mehreren Telefonaten jemanden gefunden, der sich dem ganzen annehmen wollte und Ende Mai 2021 hatten wir eine gemeinsame Begehung des Objekts, haben unsere Anliegen besprochen und der Energieberater hat mit seiner Arbeit begonnen.

    Lange Geschichte (sonst einfach unten weiterlesen bei „Kurze Geschichte“):

    Unter anderem haben wir dort besprochen, dass der Energieberater uns auch bei laufenden Fragen im Baugeschehen, Absprachen mit Firmen etc. zur Seite steht. Falls dieses zusätzliche Kosten verursacht, würde er diese berechnen, ein Teil sei aber bereits mit seinem Gutachten abgegolten. Durch die Möglichkeit alles mit einem kompetenten Sachverständiger abstimmen zu können und durch das Erstellen des Sanierungsplans fühlten wir uns sehr gut aufgehoben und hatten allgemein auch eine hohe Zuversicht, was den weiteren Verlauf und die Sanierung angeht.

    Wir haben relativ zeitnah im Juni dann ein „Energieberatungsbericht zur sparsamen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort“ erhalten. Die Anträge auf Förderungen wollte auch der Energieberater stellen.

    Da wir einiges selber machen, haben wir neben der Arbeit des Energieberaters schon mit ersten Arbeitsmaßnahmen begonnen, die wir selber machen wollten. Wir dachten die Zeit könnten wir so gut nutzen. Außerdem haben wir arbeitsbedingt nur am Wochenende Zeit, aber auch keinen Druck oder zeitliche Termine die wir einhalten müssen um das Haus fertig zu haben. Deshalb sind wir eher entspannt an die ganze Sache herangegangen und haben Stück für Stück Dinge erledigt. Angefangen bei dem Ausräumen/Entrümpeln, noch brauchbare Sachen verkaufen, den Garten auf Vordermann bringen etc..

    Der Energieberater wollte nochmal vor Ort etwas nachschauen lassen, um die genaue Beschaffenheit der Mauern sicher zu stellen, eine eventuelle Lufthülle, hätte eine Einblasdämmung erlaubt. Hierfür wollte er jemanden schicken, der mit einer Stabkamera nachsieht. Das Ganze zog sich 3-4 Wochen, da er wohl keine Zeit hat, die Kommunikation wird zum Teil schwierig, da er sehr schlecht zu erreichen ist oder sich an Abmachungen nicht hält. Dann haben wir selber gesehen, dass die Außenwand nur aus Hochlochziegeln besteht und das dem Energieberater gemeldet. Es wurde dann ein Treffen mit dem Energieberater und der Heizungsfirma vereinbart, zu diesem Treffen kam der Energieberater auch, aber ist nach 5 Minuten wieder gefahren, da seine Frau einen Autounfall hatte (Bei der es nach seinen Angaben nur Blechschaden gab). Ab diesem Zeitpunkt wird die Kommunikation mit dem Energieberater noch komplizierter und er wird immer unzuverlässiger. Wir dachten, dass jetzt endlich die finale Besprechung stattfinden könne und der Energieberater dann die Anträge losschickt um dann endlich die ersten Firmen beauftragen zu können. Er kommt zum Teil nicht zu den Treffen oder sagt kurz vorher ab. Dann hatten wir einen Todesfall in der Familie und haben selbst für eine kurze Pause eingelegt. Es war mittlerweile September und wir haben gedacht, den Energieberater zu wechseln. Wir fragten ihn, ob er aktuell vielleicht zu viel Stress hat und wir jemand anders beauftragen sollen. Er lehnte dieses jedes Mal ab, gab vor, dass seine stressige Phase absehbar sei und er dann Zeit habe. Da wir so langsam etwas ungeduldig wurden, aber eigentlich auch keinen Stress hatten, haben wir das so hingenommen. Zudem sind alle Energieberater aktuell sehr gut ausgebucht. Telefonate mit der KFW-Beratung und dem lokalen Förderprogramm unserer Stadt haben uns auch zu ähnlichem geraten.

    Im November hatten wir dann das komplette Haus entrümpelt, Tapeten entfernt, Fliesen und Interieur in den Bädern entfernt, Heraklithplatten entfernt, da die Balken/der Dachboden offen bleiben soll, den Garten fertig, den Bodenbelag entfernt etc..

    Erneute Termine wurden wie gewohnt kurzfristig verschoben, es war dann schon fast Weihnachten und wir haben uns weiter mit dem Gedanken an ihm festgehalten, dass er schon im Thema ist und einen neuen Energieberater zu beauftragen nochmals Geld und Zeit kostet.

    Zwischen den Jahren lief natürlich auch nichts und im Neujahr, nachdem dann weiter nichts kam, haben wir beschlossen jemand neuen zu suchen. Die Suche hat auch etwas Zeit beansprucht.

    Das Ganze hat schon relativ viel Kraft gekostet, ich hab das Ganze Hin und Her jetzt nur angerissen. Mit dem neuen Energieberater kam eigentlich auch neue Motivation, aber dieser hat auch ein anderes Sanierungskonzept. Das führt bei uns nun zu noch mehr Fragezeichen. Zudem raubt die anhaltende Preissteigerung und die Verlängerung der Wartezeiten bei den Firmen noch schlechtere Stimmung. Hätten wir im Mai letzten Jahres einen kompetenten Energieberater gehabt, wäre der Bau jetzt schon fast bezugsfertig und die Arbeit wäre dieselbe gewesen.

    Kurze Geschichte:

    Mit dem neuen Energieberater, haben wir nun auch zwei verschieden Sanierungspläne.

    Sanierungsplan alt:

    Das monolithische Mauerwerk sollte mit Mineraldämmwolle von außen in Eigenarbeit gedämmt werden und dann in Eigenarbeit mit einer dünnen Porenbetonwand nochmals ummauert werden und von außen eine Putzfassade erhalten. Neue Fenster, eine Gastherme mit Fußbodenheizung in beiden Etagen und das Dach sollte auch in Eigenleistung von 11,5 auf (ich glaube) 19 cm aufgedoppelt werden und gedämmt werden.


    Sanierungsplan neu:

    Die Außenfassade soll durch ein WDVS von einem Betrieb gedämmt werden. Das wollten wir damals nicht, da wir 1. ungerne Pestizide verarbeiten wollen und 2. Angst vor Begrünung in ein paar Jahren haben. Neue Fenster, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Gastherme als Unterstützung für sehr kalte Tage im Winter in Kombination mit einer Fußbodenheizung in beiden Etagen. Das Dach soll in Eigenleistung gedämmt werden, Aufdopplung auf 21,5cm und Dämmung mit 20cm Glaswolle 0,32 + Untersparrendämmung 4cm 0,32, also insgesamt 24cm.

    Zudem meinte der neue Energieberater, dass eine „Energieberatung vor Ort“ für Anträge bei der Bafa/Kfw nicht nützlich sei und ein individueller Sanierungsplan notwendig ist. Diesen will er jetzt erstellen. Er hat von Anfang an gesagt, dass er nochmal „bei Null“ anfangen muss und somit auch volles Geld will. Das hatten wir uns aber auch schon gedacht. Ärgerlich, aber wir dachten, wenn es dann weiter geht, ist es ja okay.

    Als ich beim Heizungsbauer anrief um ihm den neuen Sanierungsplan sagte der mir, dass ohne PV-Anlage garnicht an eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu denken sei, da es trotz Sanierung immmernoch ein Altbau sei. Die Stromkosten würden uns in die Höhe schnellen.

    Jetzt stehen wir völlig ratlos da, wissen garnicht mehr was wir machen sollen und die Lust schwindet immer weiter. Habt ihr einen Rat, wie wir weiter vorgehen können bzw. wem man überhaupt Glauben schenken kann? Ich habe versucht mich etwas in das Thema Wärmepumpen einzulesen, aber ich dachte eigentlich, dass wir genau dafür einen Energieberater heranziehen, der uns dann ein gutes Gesamtkonzept aufzeigt.

    Liebe Grüße
     
  2. #2 Ungarnfreund, 20.03.2022
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    Hallo,

    mein Haus ist von 1960, Anbau von 1970.

    Der alte Teil ist mit Hohlblocksteinen gemauert, der Anbau mit Yton.
    Einfach verglast bzw. doppelt verglast.

    Das Haus war sehr kalt, ich habe gehört das der Vorbesitzer so 6.000 - 7.000 l Heizöl verheizt hat.

    Ich selbst habe im Jahr so 3.800 l verbraucht da ich (damals frisch geschieden) nicht alles genutzt habe.

    ca. 2012 habe ich die Wände gedämmt. Mit Ubakus genau berechnet.
    Im Winter habe ich mit -15 C gerechnet und im Sommer mit 30 C, alles mit 80-90 % Luftfeuchtigkeit.

    Ergebnis war 14 cm 035 Styropor. In der Nachbarschaft sind viele Häuser grün, meins nicht.
    Aber wir wohnen hier wie im Wald.

    Jetzt ist noch das Dach neu. 16 Bauder PIR als Aufsparrendämmung plus 12 cm Roockwoll Steinwolle
    als Zwischensparrendämmung.

    Der Verbrauch war dieses Jahr ca. 1.000 l bei einer Zimmertemperatur von 22,5 C.
    Wobei der Heizungstechniker :-( die Vorlauftemperatur auf mindestens 50 C gestellt hatte.
    Jetzt bin ich bei 36 C bei 0 C Außentemperatur. Das hat mich richtig Öl im November gekostet!

    Warum soll eine Wärmepumpe nicht funktionieren wenn du die Vorlauftemperatur richtig runter
    bekommst? Das verstehe ich nicht. Den Wärmebedarf senken ist das wichtigste!

    Ich muß noch 3 Haustüren tauschen (noch einfach verglast), Lüftungsanlage rein und dann tausche ich
    die Heizung.

    Gruß

    Michael
     
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  3. #3 Justinian, 20.03.2022
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    @Ungarnfreund

    Hallo Michael,
    bei dem Gespräch mit dem Energieberater hatte ich auch das Gefühl, dass eine Wärmepumpe ausreichend ist. Gerade, da wir keine hohe Vorlauftemperatur haben werden aufgrund der Fußbodenheizung und die Dämmmaßnahmen dürften eigentlich auch sehr weitreichend sein.

    Eine PV-Anlage ist nicht optimal, da das Haus ziemlich genau mit dem Hausende zur Südseite gerichtet ist.

    Bei dir wird die Fassade nicht grün, weil die Dämmung geringer gewählt wurde und somit von innen "mitgeheizt" wird?

    Liebe Grüße
    Thomas
     
  4. #4 Sanierer82, 21.03.2022
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    Informier Dich bezüglich der PV mal. Du hast bei Ost- oder West-Ausrichtung gar nicht mal so extrem viel weniger Ertrag wie bei der Süd-Ausrichtung. Hier mal die erste von der Suchmaschine gefundene Graphik (Seite Photovoltaik Nordseite » das sollten Sie beachten )

    [​IMG]

    Zudem kannst Du zwei Dachseiten belegen, was bei Süd+Nord meist nicht so sinnvoll wäre.


    Evtl. ist das praktisch sogar besser, weil man morgens und abends mehr Eigenverbrauch hat. Z. B. abends nach der Arbeit das E-Auto laden, die Waschmaschine anstellen, Abendessen kochen, etc...
     
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  5. #5 Ungarnfreund, 21.03.2022
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    Ich habe zwar keine PV (der Garten hat 904 m2 aber es stehen 13 Buchen und Eichen von 1860 in der Sonne)
    aber meine Info ist das Ost-West-Ausrichtung auch funktioniert.

    Wenn du den Energieverbrauch runter bekommst ist es doch ok.

    Dann muß auch bei Frost die Vorlauftemperatur nur wenig ansteigen.
     
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  6. #6 Justinian, 21.03.2022
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    @Sanierer82
    Die Stadt hat Gott sei Dank eine Art Berechnung der eigenen Dachfläche für PV, habe die von unserem Haus mal in den Anhang geladen.

    @Ungarnfreund
    Wieso wird denn deine Fassade nicht grün?
     

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  7. #7 Ungarnfreund, 25.03.2022
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    Ich habe mit -15 C und 80 oder 90 % Luftfeuchtigkeit gerechnet. Sprich im Winter wenn es richtig kalt ist darf nichts an das WDVS
    kondensieren (wie bei dem Auto).


    Und bei einer Innentemperatur von 22 C und Außentemperatur von 30 C und 90 % Luftfeuchte (Sommer!)
    darf auch kein Wasser in die Dämmung kondensieren. WDVS ist diffusionsoffen, auch Styropor.

    Rechne mal mit Ubakus durch.
     
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  8. #8 Fabian Weber, 26.03.2022
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    Der Sanierungsfahrplan 1 ist Mist. Das mit der Ummauerung habe ich überhaupt nicht verstanden.

    Wenn Ihr ein WDVS mit einem mineralischen etwas dickeren Putz auftragt und mineralische Farben verwendet, dann braucht Ihr keine Pestizide und die Fassade bleibt lange hübsch.

    Ost/West ist für eine PV Anlage ideal.

    Bei 135m2 Wohnfläche kommt Ihr auf eine Heizlast von unter 5KW, was die kleinsten Wärmepumpen schaffen. Die Heizlastberechnung muss der Energieberater gleich mitmachen.

    Eine Wärmepumpe mit zusätzlich Gas ist Quatsch, für die 5 richtig kalten Tage im Jahr schafft es, wenn überhaupt notwendig auch der integrierte Heizstab. Für das Gas hast Du doch jede Menge laufende Kosten (Gasanschluss, Schornsteinfeger, Wartung usw.) die bei der Wärmepumpe komplett entfallen. Das sind leicht einige hunder Euro im Jahr, da kann der Heizstab sehr lange von laufen.
     
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  9. #9 Justinian, 01.04.2022
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    Vielen Dank für euer Antworten!

    Das mit den mineralischen Bestandteilen werde ich aufjedenfall nochmal mit dem Maler abklären, als ich ihn das im Erstgespräch fragte, sprach er nur von Pestiziden. Machen das vielleicht nicht alle Maler?

    Leider sind zwei Drittel des Dachs Ostausrichtung (62 qm) und nur ein Drittel West (23qm). Aber dafür hat man insgesamt eine große Fläche. Die Lösung mit der Wärmepumpe in Verbund mit PV ohne zusätzliche Gastherme klingt für mich bisher am sinnigsten.

    Seit dem Erstgespräch Anfang März hatten wir keinen Kontakt mehr zum neuen Energieberater und ich hatte diese Woche drei Mal versucht ihn anzurufen, leider hat er weder abgehoben noch sich zurückgemeldet. Ich hoffe, dass sich das Spiel nicht wiederholt. Die ganzen Firmen wie Maler, Heizungsbauer und Fensterbauer sind ja von den Anträgen abhängig und vom Gesamtkonzept natürlich.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
     
  10. #10 Justinian, 19.04.2022
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2022
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    Guten Tag,
    wider erwarten hat es doch relativ schnell geklappt und der Bericht von dem Energieberater liegt vor.
    Es soll eine Wärmepumpe mit Fußbodenheizung verbaut werden. Der Energieberater hat einen Energiebedarf für die Heizung von 6043 kWh und für das Brauchwasser von 2710 kWh errechnet. Also 8753 kWh insgesamt. Die Gebäudenutzfläche ist insgesamt ca. 125qm und 105qm davon Wohnfläche.

    Die Außenwände werden mit 16cm 0,35 Polystyrol gedämmt, die Dachkonstruktion wird aufgedoppelt und mit 20cm 0,32 Zwischensparrendämmung gedämmt und zusätzlich 4cm Dämmplatte 0,35 in der Unterkonstruktion, neue Fenster mit Dreifachverglasung. Mit Fenster-, Heizungs- und Fassadenbauer sind bereits die letzten Termine noch für diesen Monat abgesprochen.

    Zudem überlegen wir das Südwestdach voll mit PV auszustatten und den Rest auf das Nordost Dach zu installieren bis die 9,9 kwp voll ausgeschöpft sind. Dafür müssen wir uns aber noch Angebote einholen. Die Überlegung ist auch, es selber zu machen.

    Schöne Grüße
     
  11. #11 Fabian Weber, 19.04.2022
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    Na dann poste doch mal genau, welche Wärmepumpe es sein soll. Meistens geht hier einiges schief.
     
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  12. #12 Justinian, 19.04.2022
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    @Fabian Weber
    Hey, das kann ich gerne Ende des Monats machen. Da kommt der Heizungsbauer nochmal vorbei, wir haben das finale Gespräch und er macht uns dann wahrscheinlich einen neuen Kostenvoranschlag. Der alte war ja noch mit Gasheizung.

    Oder meinst du die aus dem Bericht des Energieberaters?

    LG
     
  13. #13 Fabian Weber, 19.04.2022
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    Ich meine mit welcher VL-Temperatur der Heizungsbauer rechnet (besser 30 als 35Grad) ob er einen schwachsinnigen Pufferspeicher plant, die Heizkreislängen.

    Du musst wissen, dass die Planung einer Heizungsanlage mit Wärmepumpe etwas diffiziler ist als mit Gasheizung, kleine Rechenfehler oder falsche Auslegungen (z.B. zu dünne Rohre) können schnell das ganze System in die Ineffizienz treiben.

    Richtig gemacht ist eine Wärmepumpenheizung hingegen richtig toll.
     
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  14. #14 Justinian, 01.05.2022
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    @Fabian Weber
    Der Heizungsbauer war da, er hat eine Heizlastberechnung gefordert, die habe ich von dem Energieberater erfragt, der aber gesagt hat, dass er sie nicht liefern kann. Ich glaube der Heizungsbauer hat aber auch noch gesagt, dass er die Heizlast notfalls selber errechnen kann.
    Also ist die genaue Wärmepumpe noch nicht bekannt, auch die VL-Temperatur wurde noch nicht genannt. Es wird aufjedenfall mit einem 300 Liter Pufferspeicher geplant.

    Als nächstes macht die Bodendämmung auch ein Problem, da man höher rauskommt als vorher und dann wahrscheinlich alle Türen ausgetauscht werden müssen. Auch das Dach hat mit 11,5cm x 7cm Sparren keine hohe Tragkraft, die für PV ausreicht. Wir wollen diese nochmals mit 10cm x 7cm aufgedoppelt, aber das erhöht ja nur die Tiefe und nicht die Breite der Sparren.

    LG
     
  15. #15 Fabian Weber, 02.05.2022
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    Was ist denn der Energieberater von Beruf, wenn er das nicht hinbekommt? Das ist doch seine Kernaufgabe. Das müsste doch auch ein Ziel sein, nachdem die ganzen Maßnahmen sich ausrichten.

    Die Vorlauftemperatur von maximal 30Grad ergibt sich nicht irgendwie, sondern diese gibt’s Du dem Heizungsbauer als Planungs-Soll vor.

    Frag nach wofür der 300L Pufferspeicher gedacht ist. Für Warmwasser ok, für Heizung NICHT gut!!!
     
  16. #16 simon84, 02.05.2022
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  17. #17 Justinian, 02.05.2022
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    @simon84 So wird es wahrscheinlich sein. Finde ich auch schade, aber irgendwie hatten wir jetzt nur Peck mit den Energieberatern. Die Idee dahinter, ein individuelles Sanierungskonzept zu erstellen, finde ich sehr gut, aber die Förderungen und der Boom scheinen das Ganze in die falsche Richtung gelenkt zu haben. Schade für die Energieberater, die ihre Arbeit vernünftig machen und deshalb nicht so viele Aufträge bearbeiten können.

    @Fabian Weber Werde ich bei Gelegenheit in Erfahrung bringen. Der Heizungsbauer schien aber auch schon etwas genervt, dass er jetzt die Berechnungen etc. selber machen darf.
     
  18. #18 simon84, 02.05.2022
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    Klar, eine detaillierte Berechnung ist normalerweise schon mit ein paar Stunden Arbeit zu entlohnen.
    Im Endeffekt ist diese sehr wichtig für dich ,deshalb würde ich da jetzt auch nicht versuchen 200-400 EUR zu sparen.
    Wenn der HB das gut kann und macht bist du bei ihm schon gut aufgehoben. Die Mehrkosten die du mit einer schlecht eingestellten Anlage hast holen das in wenigen Jahren auf.
     
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  19. #19 Fabian Weber, 02.05.2022
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  20. #20 Justinian, 10.05.2022
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    Wir waren gestern zur Badausstellung des Heizungsbauers und haben dort auch den Heizungsbauer getroffen. Dieser hat im Gespräch gesagt, dass er die Heizlast nicht berechnen kann und hat und zwei Namen von Energieberatungsunternehmen gegeben. Habe dort angerufen und der eine Energieberater nimmt aktuell keine Neukunden mehr an während der andere eine Bandansage hatte, dass er nur noch schriftliche Fragen annimmt und sich innerhalb von 2 Wochen meldet.
    Das kann es echt alles nicht sein. Man geht ja gerade zu Energieberatern/Heizungsbauern, weil diese vom Fach sind um eine passende Heizung einzubauen. Wenn mir der Elektriker oder Malermeister sagen würde, dass er keine Ahnung von Heizungen hat, ist das verständlich, aber der Heizungsbauer bzw. Energieberater?
    Das macht so langsam keinen Spaß mehr.

    Wir haben schon überlegt den ersten Energieberater anzurufen, da der ja noch etwas in unserer Schuld steht. Jedoch wollen wir auch eine genaue, passende Zahl haben, die zu den Maßnahmen passt.
     
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