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  1. #1

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    Dämmung unter WW?

    Liebes Forum,

    langsam kribbelt es bei mir, denn der Bauantrag ist eingereicht und langsam wird es ernst.

    Werde ein EFH mit 315 m2 Wohnfläche etwa 150 Meter von der Ahr bauen. Der Boden ist unproblematisch, vorwiegend Kiesschicht und ich werde den Keller mit einer weißen Wanne errichten. Ein Bodengutachten sei - so mein Architekt - nicht erforderlich, da die Nähe zum Fluß keine Alternative zu liesse. Ich und mein Architekt wollen die weiße Wanne dann auf eine Dämmung stellen.

    Da ich mir als Baulaie alles anlesen muß und durch dieses Forum sensilibiert bin, möchte ich fragen, wie solch eine Dämmung unter der WW bautechnisch korrekt ausgeführt wird. Welche Materialien sind zu verwenden, auf was ist zu achten und welche Fehler sind zu vermeiden!

    Natürlich kann ich mir alles von meinem Architekten erklären lassen, aber mir ist eine zweite (Eure) Meinung ebenso wichtig. - Nein, ich vertraue meinem Architekt! Trotzdem....!

    Da ich in der Suchfunktion nichts finden konnte, wäre ich dankbar über Empfehlung von Euch.

    Wenn Daten und Angaben für eine Bewertung dieser Maßnahme fehlen sollten, reiche ich die natürlich nach.
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  2. Dämmung unter WW?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Na ja ...

    Zitat Zitat von Jocc Beitrag anzeigen
    Ein Bodengutachten sei - so mein Architekt - nicht erforderlich, da die Nähe zum Fluß keine Alternative zu liesse.
    ... bezüglich der Abdichtungsqualität vielleicht nicht (mehr wie WW geht kaum noch), aber was ist mit der Bodenpressung zum Beispiel?
    Ich würde auf ein Bodengutachten (geotechnischen Bericht auf Neudeutsch) nie verzichten.

    Zur Dämmung unter der Bodenplatte habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Bezüglich der Geschlossenheit der thermischen Hülle ist es natürlich die bessere Lösung - bezüglich einer über Jahrzehnte anhaltenden Dämmwirkung habe ich so meine leisen Zweifel.
    Ich lege die Dämmung auf die Bodenplatte, unter die Innenwände kommen ISOMUR-Wandfüße und die Wärmebrücken bei den Außenwänden nehme ich in Kauf .
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  4. #3
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    Mein Archi will mit Schaumglas dämmen. Kann zusätzlich auf der Bodenplatte gedämmt werden, oder ist das doppeltgemoppelt. Oder reicht nur die Dämmung auf der Bodenplatte?

    Da vom Energieaufkommen (Pool, Sauna und der Rest des Hauses) ein BHKW angedacht ist, wird der Keller unter dieser Voraussetzung auch mit einer FBH ausgestattet. Die gesamte Kellerfläche beträgt etwa 200 m2, wovon allein die Garage 100 m2 beansprucht. Ja..., ich bin Oldtimerfan

    Und zum geotechnischen Bericht..., auf jeden Fall der Rat der Experten: Durchführen lassen, ohne wenn und aber?
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  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    In die ...

    ... Dämmung der Bodenplatte will ich mich nicht reinhängen. Das soll der entscheiden, der es auch verantworten muss.

    Zum geotechnischen Bericht: Ja - ohne Wenn und Aber!
    Der liefert auch noch andere Informationen (z.B. über evtl. betonschädliche Wasserverhältnisse und und und) und er erlaubt dem Tragwerksplaner, die Gründung genau abzustimmen.
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  6. #5
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    Ok und vielen Dank..., dann wird ein Gutachten gemacht!
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Jocc Beitrag anzeigen
    Werde ein EFH mit 315 m2 Wohnfläche etwa 150 Meter von der Ahr bauen. Der Boden ist unproblematisch, vorwiegend Kiesschicht und ich werde den Keller mit einer weißen Wanne errichten. Ein Bodengutachten sei - so mein Architekt - nicht erforderlich, da die Nähe zum Fluß keine Alternative zu liesse. ...
    Woher weiss "man" das mit dem unproblematischen Boden?
    In einer Flußaue?
    Hmm.

    Bei "dem" Bauvorhaben, sollte man sich die Überraschung nicht antun - hier kostenmäßig wurscht (tu ich ma so salopp sagen). -> Baugrundgutachten. Und die netten kleinen Randbedingungen zu klären ist auch Aufgabe des Baugrundgutachters.
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  8. #7

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    was bringt

    die Dämmung unter Bopla, wenn sie von kaltem Flusswasser umspült wird??
    Gruss Christian
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  9. #8
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    Dss hab ich noch weggelassen, da es zwar zu erwarten ist (fließendes Grundwasser) aber noch nicht klar dargelegt.
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  10. #9
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    Da ruht ein Bauwerk mit seiner gesammten Last

    auf der Dämmung.
    Wer will hier noch ein Hinterfließen von Wasser erwarten?
    Ein Wasserfilm zwischen BP und Dämmung wird kaum das Wasser nennenswert abtransportieren.
    Wer die Prüfkriterien für Perimeterdämmungen mal studiert, glaubt auch kaum noch an abgesoffene PD
    Ob es Sinn macht - sollen andere Beantworten.
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  11. #10
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Prüfkriterien sind das Eine ...

    ... was in der Produktion "hinten rauskommt" ist das Andere.

    Vor einigen Jahren hat der ehemalige "Bauschadenpabst" Probst erwirkt, dass ein namhafter Hersteller seine Werbung von "... nimmt kein Wasser auf" in "... nimmt kaum Wasser auf" ändern musste .

    Und ich sehe auch einen grundsätzlichen Unterschied in Dämmung unter der Bodenplatte und Perimeterdämmung an den Kelleraußenwänden.

    Ich argumentiere jetzt mal nur "aus dem Bauch":
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Dämmstoff (außer vielleicht Foamglas oder Purenit) über den Lebenszyklus eines Hauses hinweg den Druck des gesamten Hauses "aushält", ohne seine Eigenschaften zu verändern.
    Langzeitbeobachtungen dazu gibt´s (noch) nicht - Nachgucken wäre auch ein bisschen schwierig.
    Die Perimeterdämmung hat demgegenüber nur einen relativ geringen seitlichen Erddruck auszuhalten und kann mit geeigneten Mitteln gegen übermäßige Durchfeuchtung geschützt werden.

    Darüberhinaus sehe ich kein vernünftiges Kosten-/Nutzenverhältnis zwischen der - bei Foamglas/Purenit - relativ teuren Dämmung unter der Bodenplatte ohne Wärmebrücken und der relativ preiswerten (und sicher nachhaltig wirksamen) Dämmung auf der Bodenplatte mit Wärmebrücken im Bereich der Außenwände.
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  12. #11
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    Nen anderes Argument: Beim Wärmeschutz darf Außen-Dämmung im Grundwasser nicht angesetzt werden. Fließendes Grundwasser wird dabei immer angenommen, wenn Grundwasser. Und in einer Flußaue sowieso.
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  13. #12
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    @PeMu ...

    ... hast Du mal ´ne Quelle dafür? Ich mein´s ja auch - find´ aber nix.
    Danke .
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Ich bin zwar nicht gemeint, aber es steht in DIN 4108-2:2003-07 Abschnitt 5.3.3.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    da steht aber

    ...außer unter Gebäudegründungen...

    Ich erkenne aber keinen logischen Unterschiede zwischen Wand und unter Sohlendämmung.
    Zu vermeiden ist, dass Wasser die Dämmstoffebene durchfließen kann.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Es fällt mir nicht sonderlich leicht Euch zu folgen..., aber es gelingt noch (ja..., diese Baulaien!). Festzuhalten ist, dass es nix bringt, eine Dämmung unter der Bodenplatte anzulegen, wenn sie ständig im (Grund-) Wasser liegt, richtig?

    Besser eine Dämmung auf der Bodenplatte zu installieren, auch richtig, oder?

    Ob der geotechnische Bericht da was anderes zu Tage bringt als ständig drückendes Wasser glaube ich eigentlich auch nicht.

    Ich bereite mich mal auf eine Dämmung auf der Bodenplatte vor.
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