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  1. #1

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    Treppenstufen aus Eiche lackieren oder Ölen

    Hallo,
    habe meine Treppenstufen nun soweit fertig und sie müssen nur noch oberflächenbehandelt werden.
    Jezt weiss ich nicht ob ich sie lackieren soll oder ölen. Eigentlich bin ich ja kein lack - fan aber ich bin mir nicht sicher ob eine Behandlung mit Öl auch ausreichend ist im Bezug auf die Abnutzung. Die Treppe soll nicht mit Strassenschuhen betreten werden. Im Internet konnte ich auch noch was von einem Hartwachsöl lesen allerdings nicht sehr ausführlich das hat mich jetzt noch mehr verwirrt.. Also was könnt ihr mir empfehlen..
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  2. Treppenstufen aus Eiche lackieren oder Ölen

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  3. #2
    Avatar von Lukas
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    Hi Hai!

    Ich würde zum Ölen raten, da beim Lack auch eine Abnutzung statt findet, diese aber aufwändiger zu verarzten ist, als ein simples Nachölen.

    Sone Treppe kann übrigens sauglatt werden, so daß es auf Socken echt gefährlich werden kann.

    Gruß Lukas
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  4. #3

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    Hallo,
    selber habe ich das Problem noch nicht, aber meine Eltern haben 1977 unsere Eichenstufen ( ich glaube 40 mm dick) mehrfach mit Bootslack lackiert. Seit dieser Zeit nie wieder (ist auch heute noch nicht nötig, ehrlich ), obwohl wir 3 Kinder waren. Allerdings sind wir prinzipiell in unserem Haus nur mit Strümpfen gelaufen, wir lieben das, und in den Keller mit damals noch Kohleheizung führt eine andere Treppe. Mir gefällt sie noch heute, allerdings ist sie wirklich ganz schön glatt.
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  5. #4
    Avatar von Hundertwasser
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    Auf geöltem Holz bekommst du einen Kratzer ins Holz, bei Lackierten Flächen in den Lack. Da kann man einzelne Stufen oder auch die ganze Treppe bei bedarf anschleifen und neu lackieren, halt wie beim Parkett.

    Öle und Wachse haben zum Teil extrem langsam flüchtige Lösemittel die nach und nach ausgasen.
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  6. #5
    Avatar von Lukas
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    Dir ist aber bewusst, daß wir hier von Flächen reden, die mit Füßen getreten werden?
    Das was Du als Kratzer ansiehst ist eine gewöhnliche Gebrauchsspur. Oder wie dick würdest Du den Lack da draufschmieren?
    Da wird sich auch niemand gleich drüber hermachen und jedes Kratzerchen nachpinseln wollen. Genau da fangen aber die Probleme mit der schichtbildenden Versiegelung an, da diese, bei einem wirklichen Kratzer, zerstört ist, was dazu führt, daß Feuchtigkeit eindringt, die Versiegelung abhebt, das Holz verfärbt...
    Wenn es soweit ist, dann ist nix mit anschleifen und überpinseln. Da ist auch eine partielle Reparatur seltenst zufriedenstellend, da es durch UV zu Verfärbung das Lackes und der Holzoberfläche kommt und dieses sich erst nach entsprechender Zeit wieder einstellt. Auch das Abschleifen und Neuversiegeln einer einzelnen Stufe dürfte geschossen aussehen.

    Simples Beispiel: Ich hatte im Flur Eiche gelegt und geölt. Die Kinder sind da mit allem Möglichen und Unmöglichen entlanggerutscht. Das sah sehr benutzt aus. Beim Auszug bin ich da einmal mit nem Pflegeöl drüber und es war wie neu.

    Zu den flüchtigen Lösemitteln: Meinst Du, daß die nicht fast überall drin sind, außer in ner zelleimvergüteten Kreide? Wenn da Wasserlack drauf steht heißt das noch lange nicht, daß da nur Wasser drin ist.

    Gruß Lukas
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  7. #6
    Avatar von Hundertwasser
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    Gibt natürlich immer für und wieder. Aber 200 Jahre lang hat man sich über lackiertes Parkett nicht aufgeregt. Die Lösemittelemissionen bei Lacken sind eher problematisch für den Verarbeiter, mittlerweile, bei wasserverdünnbaren Produkten nicht einmal mehr das. Nach der chemischen Aushärtungen sind so gut wie alle Mono- und Polymere gebunden. Bei Ölen und Wachsen ist das nicht der Fall. Ich würde ein Kleinkind nicht auf einem gewachsten Boden rumkrabbeln lassen.

    Das das Nachlackieren einen Fachmann erfordert nehme ich an dieser Stelle einmal billigend in Kauf. :Roll
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  8. #7

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    Idee Hängt sehr vom Lack ab

    Haben hier vor 20 Jahren ne Eichetreppe (teil neu erstellt, teils abgeschliffener Altbestand) mit nem "bösen" professionellen 2K-Lack versehen (2 Anstriche in Eigenleistung).
    Ist trotz ständiger Begehung mit Schuhen und Dreck (Pflaster vor der Haustüre und Treppe führt zu drei Wohneinheiten) noch fast wie neu.
    Wobei sich die alte Eiche sogar noch besser gehalten hat als die neue (obwohl die - da im oberen Abschnitt - nur gut 1/3 der Verkehrsbelastung aufweist), vermutlich, weil sie härter ist.
    Auf dem Zwischenpodest (1.OG) wurde (aus Gründen der Aufbauhöhe) werkseitig mit UV-Lack versehenes Eiche-Fertigparkett verlegt (hochwertige Ware vom Zimmermann), der war schon nach wenigen Jahren in den Gehbereichen völlig weg...

    Großer Vorteil des lackierten Holzes:
    Leicht zu reinigen und immer gleiche Rutschhemmung!
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    Ich würde ein Kleinkind nicht auf einem gewachsten Boden rumkrabbeln lassen.
    Hast du da irgendwelche Quellen, wo man Details lesen kann? Wir planen nämlich für die Kinderzimmer Eichendielen. Die sind geölt und/oder gewachst. Lösungsmittel sind natürlich nicht unbedingt der Stoff, der die Kinderträume beeinflussen soll.

    besten Dank!
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  11. #9
    Avatar von Lukas
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    Das sollte mich doch sehr wundern, wenns darauf ne Antwort gibt, weil Wolle dazu wissen müsste, was drin ist, was womit, wie und wozu reagiert.
    Das Wissen um das "Wasdrinist" ist schon das erste KO-Kriterium, die Vielfalt das nächste.

    Gruß Lukas
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