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  1. #1

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    WDVS aus Styrodur 2800 C auf Fassade?

    Hallo zuerst einmal an alle hier im Bauexpertenforum,

    bei meine Internetrecherche bin ich auf Euer Forum gestossen und habe mich spontan angemeldet.

    Alle meine Suche im WWW hat leider nichts gebracht auf meine Frage ob ich auf meine Außenwände als Isolation auch Styrodur 2800C ( als Erklärung: 2800C ist das geriffelte Styrodur ) in der Stärke von 10 cm oder auch mehr anbringen kann?

    Auf meinem Streifzug durch´s Internet habe ich Styrodur nur in Verbindung als Dämmung von Kelleraußenwänden oder als Streifendämmung für Rolläden gesehen, nie aber als komplette Dämmung für ein Haus.

    Daher meine Frage (n), ist das technisch nicht möglich, schlicht zu teuer, oder ist es überdimmensioniert Styrodur als WDVS für eine ganze Fassade einzusetzen ?

    Vielen Dank vorab für eure Anworten
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  2. WDVS aus Styrodur 2800 C auf Fassade?

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Selbstverständlich ...

    ... kann man theoretisch auch die ganze Fassade mit Styrodur dämmen.
    Aber wozu?

    Außerdem weiß ich nicht, ob sich der Zulassungsbereich so weit erstreckt. Ich fürchte mal nein.

    Ideen gibt´s .
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  4. #3
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    Für ein WDVS kenne ich bisher keine Zulassung mit Styrodur - zu fest.
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  5. #4
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    Hallo und erstmal Danke für eure Anworten.

    Bei Bekannten habe ich ein WDVS mit Neowall gesehen, für meinen Geschmack ist Neowall zu "weich".

    Wenn ich mir vorstelle das mein Sohn im Garten Fußball spielt und die Hauswand als Partner nimmt, denke ich mir, wird die Hauswand mit Neowall als Dämmung aussehen wie eine Mondlandschaft.

    Desweiteren ist meine Überlegung, das ich mit Styrodur als WDVS weniger Probleme mit Feuchtigkeit habe als mit normalen WDVS.

    Allerdings ist die Frage der Zulassung interessant, von der Wärmedämmung wird es wohl kein Problem sein, da Styrodur eine Wärmeleitfähigkeit von 0,030 bis 0,035 besitzt.
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  6. #5
    Avatar von Hundertwasser
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    Die Zulassung erstreckt sich in der Hauptsache auf die Standsicherheit des WDVS, da ist es eher unerheblich welchen Dämmwert das System besitzt. Falls dein Sohn mit dem Fußball ein Loch in ein vernünftig verarbeitetes WDVS schießt solltest du ihn bei einem guten Fußballclub vorstellen, Höttges lässt grüßen.

    Auch Probleme mit der Feuchtigkeit wirst du bei der richtigen Vorbereitung (Tauwasserausfallberechnung) und Verarbeitung nicht bekommen. Auch mit PS-Platten kommst du heute auf eine Wärmeleitzahl von 0,032. Wen du dann noch die Mehrkosten bei Styrodur einkalkulierst wirst du sehen, das sich, abgesehen von der fehlenden Zulassung, das Ganze sowieso nicht rechnet.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Vielleicht habe ich mich etwas umständlich ausgedrückt, was ich wissen möchte, ob die Funktion eines WDVS mit Styrodur genau so gut ist wie mit Neowall?

    Hundertwasser schrieb:
    Wen du dann noch die Mehrkosten bei Styrodur einkalkulierst wirst du sehen, das sich, abgesehen von der fehlenden Zulassung, das Ganze sowieso nicht rechnet.
    Das stimmt schon, aber in meinem Fall bekomme ich das Styrodur zu einem wesentlicheren günstigen Preis als z.B. Neowall, so daß sich das für mich rechnen würde.

    Aber wie schon oben beschrieben, finde ich keine Informationen über Styrodur als WDVS.
    Daher frage ich nochmal die Experten hier im Forum, gibt es irgendwelche Nachteile gegenüber einem normalen WDVS.

    ___________________________

    Gruß Rabelejo
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Ja ...

    ... es hat für die Fassadendämmung keine Zulassung!

    Im Klartext:
    Wenn ich das ausschreibe und einen finde, der´s auch macht, kriege ich im Schadenfall eine auf die Mütze und muss das alles selbst bezahlen.
    Bei wissentlichem Verstoss gegen die anerkannten Regeln der Technik zahlt meine Haftpflichtversicherung nämlich nicht .
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  9. #8
    Bauexpertenforum
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    Das stimmt schon, aber in meinem Fall bekomme ich das Styrodur zu einem wesentlicheren günstigen Preis als z.B. Neowall, so daß sich das für mich rechnen würde.

    Er ist halt Mitarbeiter bei BASF
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  10. #9
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Kann nicht sein ...

    ... das Granulat für NeoWall kommt auch von BASF.
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  11. #10
    bluecher
    Gast

    nana volker

    zulassungstheater im wdvs ist aecht nervig. wie andernorts bereits erläutert ist eine normung überfällig. die unternehmen produzieren sich die materialien oft gegenseitig.

    die zulassungen von wdvs erstrecken sich auf wesentlich mehr als nur die standsicherheit. diese info ist völlig falsch und verharmlosend!!

    zur zulassung wäre zu klären welches styrodur, und wie der ganze kram aufgebracht werden soll.
    denn schließlich gibt es doch auch die massakerstatiker mit ca 50 prozent betonanteil an den außenwanden. der beton wird vom maurer mit styrodur gedämmt.
    bei solchen konstruktionen gibt es kein zulassungstheater. lediglich ein merkblatt gibt auskunft über putzhaftung, putzvermittler, untergrundvorbereitungen etc. im anschluß erfolgt ein putzaufbau nach DIN 18 550. also völlig normgerecht und seriös.
    --
    beim wdvs werden keine geschlossenzelligen dämmplatten verwendet, weil sie a) viel zu teuer sind und b) keinen vorteil bieten.
    im sockebereich werden zulassungskonform PS20 oder auch PS30 verwendet, das muß man aber in den zulassungen der hersteller nachlesen.
    --
    wenn aus gründen der günstigen beschaffung sytrodur als wdvs die wahl ist - na bitte -- wozu gibt es zustimmung im inzelfall oder isolierte abweichung von MBO und eingeführten regeln....anything goes
    --
    die anforderung an ballsicherheit erfüllt man am besten mit konsequent zementfreien armierungs und oberputzen. man darf dann auch zulassungskonform die gewebematte mit stärkerem glasfaden wählen. eine elastische konstruktion ist die richtige funktionale materialwahl. wie beim autobau nicht harte stossstangen, sondern sckocks absorbiern...
    seit also gänzlich unschockiert.......
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  12. #11
    Themenstarter

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    Nun komme ich der Sache schon näher. Zuerst aber mal noch antworten.

    Eric schreibt:
    Er ist halt Mitarbeiter bei BASF
    Das lass ich mal so stehen.

    Volker schreibt:
    ... das Granulat für NeoWall kommt auch von BASF.
    Das stimmt, aber es ist für mich teuerer als Styrodur.

    bluecher schreibt:
    zur zulassung wäre zu klären welches styrodur, und wie der ganze kram aufgebracht werden soll.
    Wie schon ganz oben beschrieben, möchte ich Styrodur 2800 C als Dämmung nehmen.
    Bei all meinen Anfragen an Maler oder Gipser ob den Styrodur geeignet ist, wurde mir abgeraten, da die Oberfläche zu glatt ist. Das ist aber bei Styrodur 2800 C nicht der Fall.

    Siehe Link:http://www2.basf.de/basf2/html/plast...st/08_2800.pdf

    In dem oben genannten Link ist auch zu sehen, das Styrodur als Außenwärmedämmung genommen wird, nur nicht halt für die ganze Fassade.

    Vorschriften gibt es genug was für Kleber für die Fixierung der Platten genommen wird. Wenn ich die Dämmung zusätzlich mit Dübeln befestige müßte es doch halten?
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  14. #12
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    Es geht darum, dass die Putzschicht auf Dauer kein Eigenleben führt. Daher waren "früher" nur weiche Dämmstoffe zugelassen. Mittweilerweile hat man zwar mehr Erfahrungen, aber nicht für alles.

    Über die Jahreszeiten und Temperaturschwankungen dehnt/verkürzt sich die Putzschicht und darf sich dabei nicht von der Dämmplatte ablösen. Darum geht es u.a. in der Zulassung. Und wer hat da Erfahrung?

    Die harten Dämmteile werden daher nur auf kleinen Flächen angesetzt.

    Melde dich doch bei BASF als Tester für einen Selbstversuch. Irgendeine Tochterfirma wird vielleicht interessiert sein.

    Nur mal so als Info.
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  15. #13

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    Styrodur als Fassadendämmung

    Nur für den Fall, dass nochmal jemand reinschaut:
    Die Härte eines Fassadendämmstoffs ist KEIN Maßstab für seine Qualität. Man dämmt Fassaden teilweise auch mit relativ weichen Mineralfasern, und auch die halten einiges aus. Mit dem Fußball würde ich natürlich nicht mehr dagegenschießen, aber da hätte ich auch bei einer ungedämmten Fassade so meine Probleme. Das gibt unschöne dunkle Abdrücke.
    Aber zum Thema Styrodur: Ein weicher Dämmstoff hat den Vorteil, dass er die Wärmebewegungen der Putzschicht "mitgehen" kann. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu Spannungen zwischen Putz und Dämmstoff, und im Laufe der Zeit bilden sich Risse in der Fassade.
    Das ist mit ein Grund dafür, warum heute Dämmplatten aus weißem EPS (z.B. Styropor) und grauem EPS (z.B. Neopor, als Platte häufig unter dem Namen NeoWall vertrieben) ganz gezielt "weich gemacht" werden. Ein zusätzlicher Schritt in der Dämmplattenherstellung sorgt dafür, dass die normalerweise relativ harten NeoWall- oder Styropor-Platten weich-elastisch werden. Das hat nichts mit schlechter Qualität zu tun, sondern das ist so gewollt. Nicht alles was sich fest und stabil anfasst ist auch gleichzeitig gut.
    Die weich-elastische Eigenschaft dieser Platten sorgt für eine geringe aber dennoch merkliche Schalldämmung UND verhindert das Auftreten von Spannungen zwischen Putz und Dämmstoff.
    Styrodur (2800C) kann bestimmt auch für die Fassade genutzt werden, mir wäre das aber zu riskant. Unter ungünstigen Umständen könnten hier Risse auftreten oder sich stellenweise der Putz ablösen. Für die Dämmung von Kelleraußenwänden, Flächdächern und allen Flächen die irgendwie erdberührend sind oder mit anhaltender Feuchtigkeit in Kontakt kommen ist Styrodur DER Dämmstoff. Da gibt's nichts besseres. Für die Fassade jedoch sind Neowall und Styropor (oder wem's gefällt auch Mineralfaser) DIE Dämmstoffe der Wahl.
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