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Thema: Grube in Garage

  1. #1

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    Rotes Gesicht Grube in Garage

    Hallo zusammen,

    hab mich angemeldet, in der Hoffnung, dass ihr mir ein wenig weiterhelfen könnt.
    Da ich leztes Jahr einen doch erheblichen Autounfall hatte und ich mich seitdem einfach nicht mehr so bewegen bzw. knien und bücken kann habe ich mir folgendes ausgedacht, um mein Hobby weiter betreiben zu können.
    Ausgangspunkt ist meine Garage, die eine Breite von 3,30m und eine Länge von 6,0m aufweist. Derzeit steht eine kleine Hebebühne in der Garage, die für mich keinen Nutzen mehr hat, da sie den Unterboden vom Auto verdeckt und auch nur einen knappen Meter hebt und ich somit nicht mehr unters Auto komme, bzw. es ist halt sehr mühsam für mich. Diese Bühne will ich nun durch folgende oder ähnliche ersetzen. Ich hoffe, der Link funktioniert http://www.autoservicepraxis.de/werk...asp_wk_produkt oder auch http://www.autoservicepraxis.de/werk...asp_wk_produkt
    Diese Bühnen heben auch nur einen Meter, aber sie verdecken den Unterboden nicht.
    So nun das eigentliche Thema.
    Der Abstand der beiden Hubarme beträgt so ca 0,9m. Zwischen diesen Armen oder Traversen will ich dann eine Grube einbringen. Die Maße sollten sein, 0,8 - 0,9m in der Breite, einen Meter tief und ca. 4m lang. Somit ergebe sich eine Höhe unter dem Fahrzeug von ca. 2m was wiederum ein bequemes Arbeiten ermöglichen würde.
    Da ich vom Bauwesen her ein absoluter Leihe bin, habe ich mir folgendes ausgedacht.
    1. Loch ausgraben oder ausbaggern, Grubenmaße + Mauernbreite der Grube und Fundament, also 4,5m x 1,4m x 1,2m. Die 1,2m sollen die Tiefe des Loches bezeichnen.
    2. Beton für Fundament reingießen, ca 20cm
    3. Auf dem Fundament Mauern nach oben ziehen aus Betonsteinen oder wäre es besser, wenn man eine Schalung baut, und die Mauern mit Beton ausgießt?
    4. Grube innen dann fließen oder zumindest auf eine andere Art abichten.

    Ich bin mir halt bei folgendem Unsicher, bzw. mir schwirrt folgendes im Kopf vor.
    Wenn die Grube fertig gestellt ist, dann ruht bei ausgefahrener Bühne das gesamte Gewicht der Bühne ( ca. 400 - 500kg) + Fahrzeuggewicht auf den beiden Längsmauern der Grube.
    Die Frage ist nun, ob mein Vorhaben so einem Gewicht standhält oder ob ich es anders angehen muss.
    Folgendes will ich auch noch erwähnen, das ganze dient nur dem Hobby und ich habe auch gelesen, dass Gruben bis zu 1m Tiefe keine Genehmigung brauchen, da es ja eigentlich keine richtige Grube ist, eher eine ergonomische Arbeitsanpassung.

    Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mit dabei ein wenig helfen könnt.

    Vielen Dank!
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  2. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!

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    Hallo Schrauber,

    ich würde zunächst mal bedenken, daß die Änderung und Entsorgung eines Bauwerkes immer teuerer und schwieriger wird. Also nichts bauen, daß nicht auch unter anderen Bedingungen nutzbar ist.

    Aus diesem Grunde würde ich die Grube 2 m tief machen. Wenn das jetzt nicht benötigt wird, kann man mit einem Holzgestell eine zweite Ebene schaffen und den Raum darunter für die frostfreie, dunkle und kühle Lagerung von Kartoffeln nutzen. Der Holzboden ist außerdem nicht so fußkalt.

    Das nächste Problem ist die Festigkeit des anstehenden Bodens. Bleibt er zuverlässig stehen wenn 2 m tief ausgehoben wird??? Zulässig ist das nur wenn abschnittsweise oder mit entsprechender seitlicher Abstützung gearbeitet wird!!! Sonst kann das eine Mausefalle werden!!!

    Dieses Problem entfällt allerdings bei einer 1 m tiefen Grube.

    Die Seite würde ich anschließend nicht mauern sondern mit einer dünnen Betonschale ausstatten. So 5 bis 6 cm ist mit der kleinsten Rüttelbirne gerade noch machbar. Die Schale wird aber wegen der Ungenauigkeit beim Ausschachten automatisch an vielen Stellen dicker und damit tragfähiger. Wer ganz vorsichtig ist, kann in der Mitte seitlich eine Säule ausschachten und damit den Garagenboden besser unterstützen.

    Eine 50 mm dicke Schale hätte bei dem üblichen Beton C20/25 eine rechnerische Festigkeit von 11,33 N/mm². Also eine 1 m lange Wand könnte damit rein fiktiv 50.000 kg tragen. Wegen der großen Höhe muß man zwar erheblich abmindern. Andererseits wird die Schale wegen des ungleichen Aushubs fast automatisch dicker. Die hier vorliegenden Lasten sind damit sicher zu tragen. Auch der seitliche Erddruck ist damit, jetzt mal ohne Rechnung, aufgefangen. Eine Bewehrung würde ich nicht vorsehen. Sie ist bei der geringen Dicke nicht ausreichend gegen Rost geschützt und würde später den Beton zerstören.

    Problematisch ist das Einfüllen des Betons bei der geringen Dicke. Das geht nur mit einer entsprechend angepaßten Rutsche und eben einer Rüttelbirne!! mit Umformer. Es dauert auch länger als ein Fahrmischer warten wird. Also selbst mischen. Ist ja nicht so viel. Als Schalung kann man vier alte Türen nehmen, die sich gegenseitig abstützen.

    Wenn hier in einem anderen Strang ein BU eine 12 cm starke Bodenplatte für ein EFH realisieren will (das ist natürlich zu wenig), sollte man in der Garage keine 20 cm für den Boden vorsehen. Das geht auch wesentlich dünner.

    Viel Erfolg

    pauline
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  3. #3
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    Muß in die Grube nicht Ölabscheider usw... ?

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  4. #4
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    Hallo,

    denke nicht, dass ein Ölabscheider rein muss, warum auch? Keine gewerbliche Nutzung und wenn innen alles schön abgedichtet wird, wie soll dann Öl durchsickern können?
    Wenn man mal andersrum denkt, dann müssten auch diejenigen, die sich eine Säulenhebebühne (Hubhöhe 2m) in eine dementsprechend hohe Garage stellen einen Ölabscheider vorweisen. Mir dient die Grube lediglich dazu aufrecht unterm Auto arbeiten zu können, da bei einer Raumhöhe von 2,50m das Auto lediglich einen Meter aufgehoben werden kann.

    Gruß Schrauber
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  5. #5
    Bauexpertenforum
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    Wie wird das denn "schön" abgedichtet? Ich weiß nur das in NRW socke Gruben auch für Private Zwecke nicht mehr genehmigt werden ohne entsprechende Maßnahmen.

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  6. #6
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    Hallo Robby,

    abdichten könnte man es meiner meinung nach mit flüssig Kunststoff, vielleicht dichtet ja Industrieestrich auch ab, wäre evtl. auch eine Möglichkeit, muss mich darüber noch informieren.
    In einem anderen Forum, schrieb mal jemand, dass man solche Gruben, also bis zu einem Meter nicht abnehmen lassen muss. Ich hoffe mal, dass das auch der Wahrheit entspricht.
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  7. #7

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    Tach auch,

    nee - Schrauber: ABDICHTEN kannst Du mit "flüssig Kunstoff" gar nix - höchstens die Oberfläche versiegeln.
    Hast Du auch mal an Grundwasser und die Bodenverhältnisse gedacht?

    Gruss
    Sven
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  8. #8

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    und wenn es dann noch paulines dünnstwandWW(ich frage mich , was da für türen zum schalen verwendet werden) wird und das ganze ohne abscheider , bleibt zu hoffen , dass es kein neidischer nachbar sieht , der ein telefon hat.............private nutzung hin oder her...

    j.p.
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  9. #9
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    ok, vielleicht hat ja mal jemand einen konkreten Link, in dem steht, dass ein Ölabscheider zwingend vorgeschrieben ist.
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  10. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Baufuchs
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    Um

    zu beurteilen, ob die Grube in der Garage zulässig ist, reicht §1 (1) der Garagenverordnung Bayern:

    Garagen sind Gebäude oder Gebäudeteile, die dem Abstellen von Kraftfahrzeugen dienen.
    Nix von Reparatur/Basteln etc, sondern nur "Abstellen".
    Gruß,
    Baufuchs
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  11. #11
    Avatar von Ralf Dühlmeyer
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    Das machen wir immer so :-((

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    Für diesen "Tipp" müsste man Pauline eigentlich aus dem Forum ausschliessen!!!!
    Wegen grob fahrlässiger Körperverletzung mit möglicher Todesfolge!!
    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Aus diesem Grunde würde ich die Grube 2 m tief machen. Wenn das jetzt nicht benötigt wird, kann man mit einem Holzgestell eine zweite Ebene schaffen und den Raum darunter für die frostfreie, dunkle und kühle Lagerung von Kartoffeln nutzen. Der Holzboden ist außerdem nicht so fußkalt.
    Gruben für den KFZ-Bereich müssen aus gutem Grund ab einer bestimmten Tiefe mit einer mechanischen Lüftung versehen sein, damit sich keine giftigen Gase konzentrieren können, die Personen, welche sich in der Grube aufhalten, das Leben kosten können. Und dies ist - insbesondere im Hobbyschrauberbereich, wo keine proffesionelle Abgasabsaugung besteht - keine deutsche Regelungswut, sondern die Lehre aus leider realen Todesfällen in der Vergangenheit.

    Pauline, tuen Sie bitte sich und uns den Gefallen und schreiben Sie zukünftig nur noch über Dinge, bei denen Sie keinen Schaden anrichten können - Schwarzwälder-Kirsch-Torten zum Bleistift.

    Mit verstänisslosen Grüssen
    Kostenlosen Käse gibt es nur in der Mausefalle

    Mit dem Fachmann baut man besser
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  12. #12

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    Hallo,
    Hab auch ne Grube in der Garage.
    6m lang, 1m breit. Mit fixer betonierter Stiege zum runtergehen.
    Tiefe rund 2 Meter. Muß aber noch ein Estrich rein weil sie mir etwas zu tief ist.
    Gemauert hab ich die Grube aus 25er KV Steinen.
    Oben in die selber betonierte Bodenplatte mit 20cm Dicke hab ich Winkelstahl 50x50x5 einbetoniert. Darauf 50er Pfosten als Abdeckung.
    Gase hin Öl her, interessiert mich nicht. Arbeite schon jahrelang so und mein Vater Jahrzente. Warum ändern was funktioniert?
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  13. #13
    Avatar von BauherrHilflos
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    Zitat Zitat von TDI nie Beitrag anzeigen
    Gase hin Öl her, interessiert mich nicht. Arbeite schon jahrelang so und mein Vater Jahrzente. Warum ändern was funktioniert?
    Wenn der Erste (ob Sie, oder Ihr Vater.. oder wer auch immer) waagerecht in der Grube liegt, und keinen Ton mehr von sich gibt.. dann wird es schon klar!

    wie Ralf schon schrieb:
    Und dies ist - insbesondere im Hobbyschrauberbereich, wo keine proffesionelle Abgasabsaugung besteht - keine deutsche Regelungswut, sondern die Lehre aus leider realen Todesfällen in der Vergangenheit.
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  14. #14
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von TDI nie Beitrag anzeigen
    Gase hin Öl her, interessiert mich nicht. Arbeite schon jahrelang so und mein Vater Jahrzente. Warum ändern was funktioniert?
    Lass mal einen vom Umweltamt kommen und den Boden austauschen
    Für die Beträge, die dann zusammen kommen, hättest Du dir eine eigene (genehmigte)Werkstatt bauen können. Vom Staatsanwalt mal abgesehen. Die beiden gips m. W. auch in Austria
    Gruß
    Peter
    Gruß aus Hessen
    Onkel Peter
    Mein neues Lieblingswort:
    Ingkompetenz
    (c) Mark
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  15. #15

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    Zitat Zitat von Der Bauberater Beitrag anzeigen
    Lass mal einen vom Umweltamt kommen und den Boden austauschen
    Für die Beträge, die dann zusammen kommen, hättest Du dir eine eigene (genehmigte)Werkstatt bauen können. Vom Staatsanwalt mal abgesehen. Die beiden gips m. W. auch in Austria
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    Gott sei dank wird bei uns nicht alles so heiß gegessen wie gekocht.
    Im Unterschied zur BRD

    Und so ein neugieriger Typ kommt mir sicher nicht in die Garage, da sorgen schon zwei Schäferhündinen dafür. Nachbarn sowieso auch nicht.
    Gut das ich abgeschieden wohne und die Einfahrt knappe 80m lang ist, zudem Privatweg. Also sollte gegen lästige Nachbarn und neugierige Blicke schon ein Schutz sein.
    Mein Gewissen jedenfalls ist rein. Is ja nicht so das man Faßweise Öl in die Umwelt schüttet, aber mal ein paar Tropfen, was soll sein.
    Außerdem ich kann ein undichtes Auto auch in die grüne Wiese stellen.
    Das versaut die Umwelt viel mehr.


    Zum Thema Tod:

    Wer so dämlich ist und den Motor laufen lässt während er unten steht oder dies danach tun will ist selber schuld. Kraftstoffdämpfe sammeln sich zwar auch da unten aber sollte das System einigermassen dicht sein.
    Der möglichen Gefahren bin ich mir durchaus bewußt und ich denke ich kann diese einschätzen und damit umgehen.

    Außerdem, etwas Risiko macht das Leben interessant
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