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  1. #1

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    Frage putz lose bei filligrandecken

    Hallo!
    Bei Fertigstellung und Abnahme unsere Büroeinheiten in 1996 wurden 2 Deckenrisse (ca. 3 lfmtr.) festgestellt und festgehalten. Schon bald lag um den Rissen herum der Maschinenputz hohl (gesamtbreidte ca. 15-20 cm, vereinzelt auch breiter)
    Natürlich hat die Baufirma (Generalunternehmer) Ausbesserung abgelehnt und der Bauherr verschanst sich hinter die Stellungnahmen der Baufirma: Setzungsrisse entlang der Filligrandeckenstösse ohne Relevanz.
    Die Verjährung der Mängel wurde rechtzeitig durch erneute Mängelrüge aufgehoben, dann gescha erst mal nichts mehr, und wir haben die Sache erstmal vergessen. Da jetzt eine erneute Hausabnahme ansteht, wurden von uns die Decken nochmals kontrolliert und siehe da: wir können ca 35 lfmtr. loser Putz entlang den Stössen feststellen.
    Ein Stuck-und Putzmeister empfiehlt hier eine Grundsanierung wegen möglicher Ettringitbefall.
    Meine Frage lautet nun: fällt diese neue Feststellung noch unter die Mängelfeststellung von 1996 oder ist dies ein neuer Mangel? (ggfs fallend unter der 30 jahren Haftungsgrenze?) Wir haben noch immer ca Eur 2.500,-- zurückbehalten, welche aber für die fachgerechte Sanierung der Decken nie und nimmer reichen werden.) Wer weiss rat??
    Gruß
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  2. putz lose bei filligrandecken

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von JDB
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    ???

    "unsere Büroeinheiten.."
    +
    "und der Bauherr verschanst sich... "

    Wer issn nun bauherr?
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  4. #3
    Themenstarter

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    privater bauherr
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    Wir haben vom Bauherr gekauft (2 Büroeinheiten in Wohn-/Geschäftshausneubau) als ausreichend Käufer zusamen waren, wurde der Bau gestartet.
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Sie haben offenbar vom Bauträger zwei Büroeinheiten in einer neu erstellten Eigentumswohnanlage erworben.

    Die Gewährleistungsfrist beträgt 5 Jahre und sie beginnt mit der Abnahme, hier in 1996. Die Verjährung von Gewährleistungsansprüchen wurde nach damaligem Recht und sie wird auch jetzt nach dem Schuldrechtsmodernisierungsrecht allein durch die Geltendmachung von Mängeln nicht unterbrochen. Erforderlich war vielmehr Klage, selbständiges Beweisverfahren oder Anerkenntnis. Derartiges ist nicht erfolgt.

    In Betracht käme daher allenfalls noch eine Haftung wegen arglistiger Täuschung. Problem ist: Sie hatten den Mangel im Anfangsstadium bei der Abnahme entdeckt = 2 Risse in einer Länge von 3 m; später dann Putz um die Risse herum 15 - 20 cm hohl liegend. Arglistige Täuschung dürfte unter diesen Umständen nur in Betracht kommen, wenn der Bauträger in 1996 die Ursache ( bislang unklar ) für die beiden Risse kannte, wußte, daß sich wegen der ihm bekannten Ursache der Deckenputz auf Dauer insgesamt lösen wird, und er Ihnen diese Kenntnis verheimlicht hat.

    Verjährungsfrist für arglistige Täuschung bei Altfällen ( Vertragsabschluß vor dem 01.01.2002 ) beträgt nach dem Überleitungsrecht zum Schuldrechtmodernisierungsgetz keine 30 Jahre mehr. Verjährungsfrist verkürzt sich mit Wirkung ab dem 01.01.2002 auf 3 Jahre ab Kenntnis oder grob fahrlässiger Unkenntnis des Mangels und der Person des Schuldners

    Zur weiteren Abklärung sollten Sie einen Anwalt aufsuchen.

    Mangelursache: Ettringit ist nach meiner Kenntnis ein Salz, das bei starker Durchfeuchtung von Bauteilen aus Bindemitteln ausgewaschen wird. Hat der " Stuck- und Putzmeister " denn derartige Durchfeuchtungen der Decke festgestellt und wo kommen Sie her?
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  6. #5
    Themenstarter

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    privater bauherr
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    Hallo!
    Danke für die Information.
    Wir haben (mit Einschreiben) vor Ablauf der Gewährleistungsfrist die Reparatur der festgestellten Risse beim Bauherrn angemahnt. Nach unser damaligen Information reichte das, um die Verjährung aufzuheben; jetzt soll das also nicht mehr reichen??
    Der RA des Bauherrn (Nach Herzinfarkt des Bauherrn läuft alles nur noch über den RA) hat dann auf die Mahnung ausnahmsweise nicht selber reagiert, sondern der Bauherr bot uns plotzlich mündlich DM500,-- als ausgleich, oder "Reparatur" durch ein Ihm bekannter Malermeister.
    (Danach gefragt lehnte unser Malermeister die Reparatur ab und verwies auf den Stuck-und Putzmeister..)
    Allein der Kostenvoranschlag des Stuck- und Putzmeisters beläuft sich fast auf das doppelte.
    Er hat uns folgendes erklärt:
    Die Vermutung eines Ettringitschadens beruht wohl auf seine Erfahrung mit andere gleich aussehenden Schäden.
    Ettringit entsteht wenn verputzt wird und die Flächen noch zu feucht sind; dieses langsam wachsende, grobkörnige Salz "sprengt" Putz ab. Die Feuchte muss nich sichtbar sein, sie ist aber mit Spezialgerät vor Auftrag des Putzes messbar. Die Stössen der Deckenplatten sind da wohl die Schwachstelle: nach unten hin kann die Feuchtigkeit (Betonnieren, Estrich) nur hier weg. Um den Nachweis von Ettringit zu erbringen müsste die Decke aufgemacht werden.
    Gruß
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