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Wir hören im Nebenhaus Treppenschritte, obwohl Treppe schallentkoppelt ist - korrekt?

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  1. #1

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    Wir hören im Nebenhaus Treppenschritte, obwohl Treppe schallentkoppelt ist - korrekt?

    Hallo zusammen,

    wir haben unser Haus von einem Bauträger gekauft, in der Baubeschreibung steht: "Treppe schallentkoppelt"

    Wir hören von unserem direkten Nachbarn, der rund 120 kg wiegt (+- zehn, zwanzig kg, kenne mich da nicht so genau aus....), deutlich jeden Schritt auf der Treppe.

    Kann das sein bei einer schallentkoppelten Treppe?

    Viele Grüße
    reiheneckhaus 1
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  2. Wir hören im Nebenhaus Treppenschritte, obwohl Treppe schallentkoppelt ist - korrekt?

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  3. #2

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    Kann durchaus sein....die Frage ist ob die Schallentkopplung für 120kg ausgelegt ist
    -
    Es müsste hier geprüft werden, welchen Weg der Schall nimmt und auf welche Mindestwerte die Häuser ausgelegt sind.
    Wenn nur die Trittgeräusche (des 120kg Nachbarn )auf der Treppe hörbar sind spricht das schon mal fürs Haus....
    gruss
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  4. #3

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    Kann durchaus sein....
    Ja...offensichtlich kann das sein...darf aber nicht.

    Hierbei ist es ohne Belang, ob der gute 120 kg oder 250 kg wiegt. Entscheidend ist es, daß der Schall gar nicht den Weg vom einen ins andere haus findet. wenn ich es richt interpretiere handelt es sich nicht um ein Wohnung in einem MFH, sondern um eine eigenständiges Haus. Dann müßte es auch eine Trennfuge von 2 - 4 cm zwischen den beiden Häusern geben. Wenn diese fachgerecht ausgeführt ist, kann der dicke Mensch auch Trampolinspringen, sie dürften hier keine direkte Schallübertragung haben (außer natürlich über nebenwege-> offenstehende Fenster usw.).

    Gruß

    Thomas
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  5. #4
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    Hallo Thomas,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Du hat mich richtig verstanden, es sind vier nebeneinander liegende Reihenhäuser, wir haben das rechte davon. Also keine Mehrfamilienhäuser.

    Wir hären auch oft die Bässe (wir sitzen auf der Couch, diese steht an der Wand zum Nachbarhaus. Im Nachbarhaus stehen die Boxen an der Wand, die zu uns zeigt.)
    Das wäre jetzt noch ne andere Frage.

    Die Trennfuge hat mein Mann selbst gesehen. Aber die Bodenplatte für beide Häuser ist durchgehend betoniert.
    Vielleicht liegt es daran, dass der Schall ankommt?

    Meinst Du, wir haben dann überhaupt eine Handhabe gegen den Bauträger?

    Viele Grüße
    Reiheneckhaus 1
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  6. #5
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    Hall Bernix,

    danke für Deine Antwort.

    Von Mindestwerten oder Auslegung steht hier nix in der Beschreibung.

    Wie kann man denn prüfen, welchen Weg der Schall nimmt?

    Und ist es nicht normal hier in der gut genährten Gesellschaft, dass man auch mal mit einem fetten (entschuldige das Wort, aber dick würde es nicht richtig ausdrücken) rechnen muss? Ich meine, das müsste beim Bau doch berücksichtigt werden, oder?

    Viele GRüße
    Chrissi
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  7. #6

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    hallo,

    ja leider hast du das problem schon selbst erwähnt. denn so wie tohmas b. schon geschrieben hat müssen die bauteile getrennt werden.

    dies muss auch in der bodenplatte pasieren.

    was auch zu beachten ist bei einer schallentkopelten treppe das auch die folgenden gewerke wie estrich,putz und bodenleger sich an der schallunterbrechung halten.

    die schalldämmung zwischen den häusern kann auch durch einen einfachen nagel unterbrochen werden und so wieder schall übertragen
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  8. #7
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    Hallo pelle
    Du meinst also, dass es völlig egal ist, ob die Treppe korrekt schallentkoppelt ist?

    Weil die Übertragung vermutlich über die Bodenplatte erfolgt?

    Meinst Du somit, eine Überprüfung der Treppen-Schallentkoppelung wäre sinnlos? (Wir müssten dafür ja Geld bezahlen, für den Gutachter?

    Habe ich Dich so richtig verstanden?

    Viele Grüße
    Reiheneckhaus 1
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  9. #8

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    sinnlos würde ich nicht sagen da es bei einer unzulässigen ausführung durchaus zu diesen geräuschen kommen kann.

    schau mal du musst dir das so denken jegliche art von lärm entsteht durch eine schallwelle.
    diese schallwelle bewegt sich in alle richtung und versucht überall durch zudringen.
    ist die distanz sehr hoch verlieren sich diese wellen langsam aber sicher.
    durch ordnungsgemäßen entkopelung oder halt der dämmung sorgen diese das die wellen zwar weiter schwingen aber halt bis dahin und nicht weiter.
    hast du jetzt z.b. die bodenplatte wie in diesem fall nicht getrennt schwingen die wellen natürlich über das eine haus hinaus und sind hörbar.

    das der gute numal etwas schwerer ist hat nix mit dem ganzen zu tun.

    ich sage mal so bei einer schallentkopeltentreppe+schalldämmung zwischen beiden häusern und trennung aller bauteile (haus zu haus) sollten durch treppensteigend entstehende geräusche nicht hörbar sein
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  10. #9

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    Werter pelle, häng Dich mal nicht so weit aus dem Fenster!!!
    Einen Anspruch auf getrennte Bodenplatten gibt es nicht!! Eine durchgehende Bodenplatte verschlechtert zwar den Schallschutz, aber das alleine ist weder eine Erklärung für die Schallübertragung noch per se ein Mangel.

    @ Fragesteller
    Es gibt auch keinen Anspruch auf absolute Ruhe aus dem Nachbarhaus. Solange die vereinbarten oder zu erwartenden Schalschutzwerte eingehalten werden, ist das in Ordnung. Wer seine Nachbarn nicht hören will, sollte einen Aussiedlerhof beziehen (Achtung Ironie).
    Ob überhaupt eine zu hohe/zu laute Schallübertragung vorliegt, kann NUR ein Gutachter klären.
    Und der misst unabhängig vom Gewicht des Treppengehers nach Normwerten.

    Wenn es "nur" das Treppengehen und die Bässe sind, sollte man vielleicht erstmal mit dem Nachbarn reden.
    Evtl. hängt der seine Boxen ja um und verändert sein Treppengehen.
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  12. #10

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    wäre der Rest korrekt entkoppelt, würde der Trittschall der Treppe doch garnicht erst bis zur Bodenplatte gelangen, oder? (Treppenaufleger, schwimmender Estrich, etc)
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  13. #11

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    Hallo

    @EricNemo
    Never Say No...

    @Ralf Dühlmeyer
    könnte fast von mir sein

    @Fragesteller

    Das Grundproblem: Die aktuelle Rechtsprechung orientiert sich diesbzgl. schon geraume Zeit an anpruchsvolleren Werten, als den "geschuldeten" Mindest-Schalldämmerten der (leider) immer noch aktuellen DIN 4109.

    Das "Nebenproblem": Die aktuelle Messnorm (für den Fall, dass ein Schallgutachten angedacht wird) bewertet die Frequenzgänge unter 100 Hz nicht.

    Bei der abgegebenen Problembeschreibung liegt die Vermutung nahe, dass ein beauftragtes Schallgutachten per Prüfbericht suggeriert, dass die Messwerte im "grünen Bereich" liegen, da die eigentlich störenden Pegel von der DIN-gerechten bauakustischen Messung überhaupt nicht erfasst werden.

    Sorry, wenn dies die Unsicherheiten in Richtung "was können wir tun..." eher vergrößert!

    Mein Rat: Messung trotzdem beauftragen, nach

    a) vorheriger juristischer Beratung und
    b) vorgegebenen Messbereichen ab16 Hz aufwärts ...

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt
    KPS.EF
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