Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 30
  1. #1

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31

    Tragfähigkeit Holzbalkendecke

    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe folgendes Problem und hoffe auf Hilfe von Euch. Vielen Dank im Voraus!!!

    Ich wohne in einer DHH Baujahr in den 50-igern. Ab dem 1. OG sind Holzbalkendecken verbaut. In einem Raum lastet bedingt durch "viel" Fußbodenaufbau durch meinen Vorgänger und auch mich eine hohe Last auf dem Fußboden. Der betr. Raum ist KiZi meiner Tochter.
    Zur Beschreibung der Decke:
    Kanthölzer ca. 16 cm x 11 cm; Abstand Mitte Balken zu Mitte Balken = ca. 70 - 75 cm
    auf Wänden aufliegend (ca. 3,55 m freiliegende Spannweite)
    Fehlboden mit schätzungsweise 10 cm lehmartiger Schüttung
    ursprüngl. Unterdecke aus geputzten Sauerkrautplatten (Putzstärke ca. 1-1,5 cm), die mittels Dachlatten ausgeglichen wurde und mit 12,5 mm dickem Profilholz verkleidet wurde
    Fußbodenaufbau: 24 mm Dielung, darauf von meinem Vorgänger krumm und schief und in völlig verschiedenen Höhen zu den angrenzenden Räumen 19 mm starke Spanplatten aufgebracht
    zwecks Höhenausgleich durch mich nochmals 19 mm Spanplatte darüberverschraubt und Unebenheiten mit Ausgleichmasse in Stärken von 3-ca. 20 mm aufgebracht
    darauf 7 mm Laminat

    Ich konnte die Spanplatten meines Vorgängers nicht einfach rausnehmen und den Fußboden ausgleichen, da die Raumwände mit GK-Platten verkleidet sind und diese über die Spanplatten überstanden.

    In dem Raum befinden sich "Dauerlasten" eine Trockenbauwand auf der gesamten Länge von 3,55 m (beidseitig doppelt beplankt und in gleicher Ausrichtung wie die Balken) sowie in einer Ecke eine Raumspartreppe zum Schlafzimmer (Dachboden), ansonsten 1 Couch (3-sitzer und ein kleiner Schreibtisch.

    Ich hatte ewig gespart um meiner kleinen das Zimmer im vorigen Jahr endlich schön zu machen, aber jetzt im Nachhinein hab ich Sorgen mit der Belastung der Decke und hab auch kein Geld für einen Statiker. Das Haus verschlingt alles. Ich hoffe auf eine unverbindliche ungefähre Einschätzung zur Belastung der Decke. Diese erhöhte Belastung besteht nun seit ca. 16 Monaten, seitdem zum Glück ohne Zwischenfälle.

    Vielen Dank an Euch!

    LG der Ronny
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Tragfähigkeit Holzbalkendecke

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Rheinhessen
    Beruf
    Dipl.Betr.Wirt
    Benutzertitelzusatz
    Stadtrat
    Beiträge
    6,190
    ..schwingt die Decke denn beim darüberlaufen...?
    gruss
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Jede Holzbalkendecke schwingt mehr oder weniger.

    Hier kann keine vernünftige Aussage getroffen werden. Selbst wenn man nachrechnen würde bleibt die Unsicherheit über Ausbildung von Verbindungen, Holzqualität, biotische Schädigungen, Ausklinkungen...

    Tut mir Leid, Helfersyndrom ist hier fehl am Platz.

    Nachtrag: Vor Ort kann ein Fachmensch dazu evtl. eine Prognose abgeben ohne viel Kohle zu kassieren, über das Internet ist das einfach nicht möglich.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Schwingt viel weniger als die vergleichbare Decke im Nachbarzimmer, bei der alles identisch ist, außer der zweiten Spanplatte 19 mm und der Ausgleichschicht von 3 - 20 mm.
    Ist das eher gut oder schlecht?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Der Zusstand der Hölzer war augenscheinlich im Nachbarraum gut und daher gehe ich davon aus , dass es dort genau so ist. Der Raum wurde nie als Feuchtraum o.ä. genutzt, kein Regen von außen und Augenscheinlich auch kein Holzwurm o.ä.
    An den Balken wurde auch so nach Inaugenscheinnahme nichts ausgeklinkt oder zerbohrt o.ä.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Du möchtest gerne hören: "Alles i.O." Das würde ich dir gern sagen, kann ich aber nicht.
    Die Tragfähigkeit wird schon irgendwo im grenzwertigen Bereich liegen. Und wenn rauskommt, dass sie auf der falschen Seite liegt? Du schreibst ja selbst, das Geld ist knapp.

    Meine wenige Berufserfahrung als Zimmerer verbietet mir von der Decke in einem Raum auf die im Nebenraum zu schliessen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Ich würde ja auch einfach nur gern wissen, was eine solche Decke, vorausgesetzt, die Hölzer sind i.O., im Urzustand, also ohne die nachträglichen Aufbauten zusätzlich tragen kann. Spannweite 3,55m Kanthölzer ca. 11 x 16 und Abstand Mitte - Mitte ca. 70 - 75 cm.

    Die zusätzlichen Lasten krieg ich noch selbst berechnet um dann die Ergebnisse zu vergleichen. Aber keiner sagt was hierzu! Das versteh ich nicht, ich möchte ja kein fundiertes Gutachten. Das Netz bietet nur leider keine Übersicht, in der die Tragfähigkeit der Balken in Abhängigkeit vom Verlegeabstand und Raumüberspannung ausgewiesen ist.
    Zumindest hab ich nix gefunden, leider.
    Trotzdem vielen Dank für Eure Statements.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Klar würde ich gern hören alles i.o.
    Aber wenn nicht, dann weiß ich jedenfalls Bescheid. Dann müßte ich in den nächsten
    Monaten versuchen den Fußbodenaufbau zurückzubauen, um dann die schiefen Kanthölzer mit Dachlatten auszugleichen und mit nur einer Spanplatte zu belegen. Dann ist die Decke wieder "erleichtert" und dann dürfte das verbleibende Gewicht sicher kein Thema mehr sein.
    Ist es denn ein gutes Zeichen, dass die Decke jetzt etwas weniger schwingt als vorher, oder ist sie jetzt so belastet, dass nix mehr schwingen kann? Nö, oder, ich denk mal selbst ne überlastete Decke schwingt noch kräftig, oder?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Konkrete Aussagen findet man aus gutem Grund nicht im Netz.
    Das Empfinden der Schwingungen ist subjektiv.

    Eher nicht das was du suchst, aber alles was ich an Hilfe bieten kann:
    Nr.1undNr.2
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Es wäre ja schon schön, wenn man mal einen konkreten ALLGEMEINEN Richtwert zur Tragfähigkeit einer solchen ursprünglichen Decke finden würde. Sonst findet man doch auch jeden Mist im Netz.
    Hierzu muss es doch auch irgendwelche Tabellen geben, die nicht nur in Büchern abgedruckt sind. Nur wo, dass ist hier die Frage.

    O.k. ich wünsch Dir noch einen schönen Abend. Muss jetzt ausmachen.
    Vielleicht hört man sich ja nochmal.
    bye
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,214
    Gänzlich unfachmännische ketzerische Betrachtung:
    Überleg doch mal, ob nicht der zusätzliche Bodenaufbau vernachlässigbar ist gegenüber den unterschiedlichen Verkehrslasten, mit denen solch ein Raum gewöhnlich beaufschlagt wird?

    Einfach zum Ausgleich nicht ganz soviele Bücherregale reinstellen...

    Sagt einer, der in einem Haus wohnt, das gebaut wurde, als man sowas noch gar nicht berechnen konnte (welches aber trotzdem schon länger steht, als die meisten heute gebauten Häuser je stehen werden!).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345
    für l/300 sind wir schon leicht grenzwertig; ich behaupte mal, wir haben hier ca. 480 kg/lfm und dürften knapp 500 kg/lfm ansetzen.

    ansonsten ist an dem, was julius schreibt, schon was wahres dran. aber regale stehen ja eher selten in der mitte, sondern nah am auflager...

    da meine tabellenbücher daheim sind, dies alles ohne pfand und siegel, gewehr oder sonstige schusswaffen.

    nutzlast mit 2,0 x 0,75 angenommen.

    der bessere balken wäre 18x12...aber da ham die altvorderen wieder gespart.

    die trennwand ist nicht angesetzt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Avatar von Anfauglir
    Registriert seit
    02.2009
    Ort
    Ruppendorf
    Beruf
    Physikstudent
    Beiträge
    903
    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen

    Sagt einer, der in einem Haus wohnt, das gebaut wurde, als man sowas noch gar nicht berechnen konnte
    Deine Deckenbalken sind doch bestimmt nicht 11/16. Vor 1860 gab´s in Holzbalkendecken eigentlich nur Querschnitte für richtige Männer! Wenn den Bauherren der Geiz packte wurde nicht der Querschnitt verringert sondern das Sprungmaß erhöht (bei mir z.B. bis auf stolze 1,6m).
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2009
    Ort
    Sachsen-Anhalt
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    31
    Hi,

    Das Haus ist 1951 erbaut, nich 1850. Dass die Decke von der Stabilität fast grenzwertig ist, das hab ich mir schon gedacht.
    Die Unruhe hat mir allerdings die Nerven geraubt. Ich hatte ja gesagt, dass die Decke (der Raum) durch ne GK Ständerwand getrennt wurde, ein Teil KiZi und ein Teilm Flur mit Raumspartreppe ins Schlafzimmer (Dachboden). Im KiZi werd ich sicher nix mehr daran ändern, es sei denn das ganze erscheint einsturzgefährdet. Aber scheintt ja nich an dxem zu sein, zum Glück. Aber in dem besagten Teilo der Decke (Flur) hab ich heute begonnen den ganzen Mist noch mal rauszunehmen. Dies betrifft etwa ein Drittel der Fläche. Ich hab nu nochmal genau die Balken gemessen, sie sind 9,5 x 18 cm (hochkant versteht sich). Ist ein bischen schmal für die Höhe, oder? Aber immerhin noch 2 cm höher als angenommen. Ich will nun hier den ganzen Deckenaufbau im Flur zurückbauen und den Lehm aus den Fachungen nehmen und somit die Decke entlasten. Die Balkenzwischenräume will ich mich Isoself verfüllen (ist ja federleicht) und dann die Höhenunterscheide der Oberfläche mit Dachlatten 60x40 ausgleichen und eine V100 mit 22mm als Oberschicht, darauf dann laminat.

    Somit kann ich die Decke im Bereich der kleinen Raumspartreppe und von einer Seite der Ständerwand entlasten. Dann müßte es doch nu aber sicher sein mit der Decke oder? Auch wenn im KiZi 2 x 19 mm Spanplatten plus Ausgleichmasse von 3 - 20 mm liegt?

    Ich habe auch überlegt wenn ich im Flur nun nochmal die Schweinerrei habe, evtl. die beiden freiliegenden Balken durch seitliches Gegenschrauben von ner Bohle (an einen Balken komme ich beidseitig ran, am zweiten nur von einer Seite) über die gesamte Raumlänge zu verstärken. Was sagen die Profis dazu? An welchen Stellen und mit was für Schrauben bzw. mit wie vielen muß ich denn dann die Bohle und den Balken verschrauben, damits was bringt? Ist es notwendig vorm verschrauben vorher von unten den Balken mit ner Drehstütze etwas nach oben zu drücken, oder kann sso bleiben? Viel kann ich wegen der Ständerwand eh nich hoch drücken.
    Vielen Dank für Eure Hilfe!!

    LG der Ronny
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345
    Wenn Du da (Balken unter der Trennwand) sowieso schon offen hast, mach halt ne "Bohle"(ordentliches Brett mit 50er Spax) dran, meine Güte, das beruhigt das Gewissen.

    Wie oft, wie viel? Viel hilft viel. Zerlöcher jetzt aber nicht Deinen Balken, menno.
    Verstärkung in der Mitte besser, maximales Moment, größste Durchbiegung, über die ganze Länge Nonsens. Hochdrücken? Nö!

    Aber: beim Balken ist die Höhe entscheidender als die Breite. 18 cm ist okay.

    Der Gewichts-Oschi ist die Lehmschüttung. Die bringt aber auch Masse und "fängt den Schall und die Schwingungen".

    Wenn Du so wild darauf bist, machste jetzt aber wirklich langsam einen Ausflug in "Statik für Anfänger"!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen