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  1. #1

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    Noch mal Heizungsproblem - oder wie finde ich den Richtigen?

    Hallo

    ich habe jetzt mit zwei relativ großen Heizungsbaufirmen vor Ort (keine 1-Mann-Betriebe) Gespräche wegen unserer Heizung gehabt. Die Ergebnisse fand ich recht bescheiden. Wir haben ja ein älteres Haus mit Nachtspeicheröfen gekauft. Diese haben wir raus geworfen. Das heißt, wir haben weder einen Gasanschluss (Gas liegt aber in der Straße) und auch keinen Öltank. Wir möchten auf jeden Fall einen wasserführenden Kamin haben. Alles andere ist offen. Das Haus wird komplett neu gedämmt und wir werden eine FBH einbauen.

    Beide Heizungsbauer haben uns von Wärmepumpen abgeraten. Meinten, es wäre zu teuer, das würde sich nicht ammortisieren. Beide waren der Meinung, mit Gas würden wir (auch auf Dauer) am günstigsten heizen. Keiner wollte uns das aber ausrechnen. Ich habe mehrfach danach gefragt, ob man das nicht auch mit Zahlen belegen kann aber irgendwie gab das kein Ergebnis. Beide meinten, sie würden uns auch ne Wärmepumpe einbauen doch lohnen würde sich das nicht.

    Jetzt weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll. Noch zu einem dritten Heizungsbauer? Oder bin ich auf dem falschen Weg und such jetzt nur einen der mir das erzählt, was ich hören will?

    Was soll ich tun?
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  2. Noch mal Heizungsproblem - oder wie finde ich den Richtigen?

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  3. #2

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    Tja, altbekanntes Problem.
    Die meisten Heizer in Deutschland kennen eben nur Gas oder Öl.

    Auch die Abwehrreaktion "wir können das schon einbauen, aber das amortisiert sich nie" zeigt, dass sie damit überfordert sind. Selbst wenn Du jetzt genauer nachfragen würdest, käme ein Abwehrpreis mit xxx% Sicherheitsaufschlag (ich habe bewußt 3*x geschrieben).

    Schau mal nach einem Kältefachbetrieb. Die wissen zumindest wie man Wärmepumpe schreibt.....
    Dann jammert aber sicherlich der Heizer wenn er "nur" die FBH verbauen soll. Also brauchst Du auch dafür eine Lösung.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Du schreibst oben: "Das Haus wird gedämmt, wir werden FBH einbauen."
    Ich gehe mal davon aus das die Fenster auch erneuert werden.... dreifach Verglasung?

    Das verbessert die Chance das sich die WP bei dir rechnet.
    Du solltest konkret werden und zum HB gehen mit Plänen und zukünftigen U-Werten des ganzen Gebäudes und bei ihm eine Heizlastberechnung in Auftrag geben.
    Wenn du mal die zukünftge Heizlast ermittelt hast dann kann man darüber sprechen ob sich die WP bei dir rechnen würde.

    Gruß Josef
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  5. #4

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Tja, altbekanntes Problem.
    Die meisten Heizer in Deutschland kennen eben nur Gas oder Öl.


    Ralf
    Das Problem ist aber auch:

    Die Kunden kaufen ein altes Haus...
    Wollen eine WP weil es schick ist und weil sie gehört haben das das günstig im Unterhalt wäre....
    Ja dämmen wollen wir auch heißt es dann.... wieviel steht noch nicht fest.... Fenster eventuell auch neu.... sind wir aber noch nicht sicher.
    Was baut dann der ängstliche HB ein? Ängstlich weil er Angst davor hat den Auftrag zu verlieren....oder das die Kunden im Winter frieren.
    Eine viel zu große sog. Hochtemperatur WP die ihnen die Haare vom Kopf frißt.
    Oder er möchte keinen Ärger und rät den Kunden von der WP im Altbau ab.... was oft nicht das Schlechteste ist.

    Gruß Josef
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  6. #5
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    Manchmal frag ich mich welche Erwartungshaltung überall vorherrscht ...

    Wieso sollte eine Handwerker für jeden Anlagentyp ne Wirtschaftlichkeitsbetrachung im Sack haben und das für *mach mir mal ein Angebot* ...äääähhh.... zu teuer ...danke fürs Gespräch ... der nächste bitte ?

    Bleibt mal ein wenig auf dem Teppich ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Hallo

    also, es wird gedämmt, die Fenster kommen alle neu (Ug mind. 1,1), neue Haustür, Dach wird gedämmt, Keller ist unbeheizt, Dämmung kommt ja dann unter den Estrich wie ich das verstanden habe.

    Ich erwarte nicht, dass man mir alles bis auf den Cent genau vorrechnet aber ein, zwei Zahlen wären doch schon von Vorteil.

    Das ist doch wie wenn jemand überlegt, einen Diesel oder Benziner zu kaufen und der eine erzählt, der Diesel lohnt sich auf jeden Fall weil der Sprit billig ist und der andere sagt, Benziner lohnt sich weil man weniger Steuer zahlt und die Anschaffungskosten nicht so hoch sind. Am Ende kann doch jeder Recht haben.

    Der Statiker macht uns jetzt eine Berechnung für den Heizbedarf (oder hab ich da wieder was falsch verstanden?). Kann man damit ungefähr ausrechnen, wie sich was lohnt?

    Der Heizungsbauer sagte, die WP liegt bei gut 20.000 € und die Gasheizung bei ca. 7.000 €. Die 13.000,- würde ich niemals einsparen können.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Manchmal frag ich mich welche Erwartungshaltung überall vorherrscht ...

    Wieso sollte eine Handwerker für jeden Anlagentyp ne Wirtschaftlichkeitsbetrachung im Sack haben und das für *mach mir mal ein Angebot* ...äääähhh.... zu teuer ...danke fürs Gespräch ... der nächste bitte ?

    Bleibt mal ein wenig auf dem Teppich ....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Naja, ich arbeite in einem Autohaus und hier kommen jeden Tag sehr viele Leute die sowohl ein Angebot als auch eine Info, welcher Motor sich für sie lohnt, haben wollen. Und ja, es gibt auch welche die nicht kaufen und den Verkäufer trotzdem teilweise 2-4 Stunden beschäftigt haben. Probefahrten (die den Betrieb viel Geld kosten) und technische Bewertungen der Gebrauchtwagen nicht eingerechnet. Das Ergebnis ist halt oft ....äääähhhh.... zu teuer .... danke fürs Gespräch im Internet gibts das billiger! Und jetzt? Keine Angebote mehr abgeben? Nicht mehr beraten? Erst den Vertrag unterschreiben und dann erst beraten? Für die Beratung Geld kassieren? Ist immer sichergestllt, dass die "Beratung" das Beste für den Kunden und nicht für den Händler ist?

    Also... mal ein bißchen auf dem Teppich bleiben
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  9. #8
    Avatar von lordbauer
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    Hallo,

    Heizlastberechnung die der Statiker machen will ist der erste Schritt. Diese sollte nach DIN EN 12831 erfolgen.

    Danach kann man die Heizung planen vorher nicht.

    Musste ich auch erst lernen...
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  10. #9

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    Zitat Zitat von joegeh Beitrag anzeigen
    Was baut dann der ängstliche HB ein? Ängstlich weil er Angst davor hat den Auftrag zu verlieren....oder das die Kunden im Winter frieren.
    Eine viel zu große sog. Hochtemperatur WP die ihnen die Haare vom Kopf frißt.
    Wenn ein Altbau so ertüchtigt wird, dass er fast schon Neubau-Niveau erreicht (oder dieses sogar übertrifft), ink. Heizflächen die mit niedrigen Temperaturen arbeiten, dann gibt es keinen Grund für eine Hochtemperatur-WP.

    Zitat Zitat von Jessi75
    Der Heizungsbauer sagte, die WP liegt bei gut 20.000 € und die Gasheizung bei ca. 7.000 €. Die 13.000,- würde ich niemals einsparen können.
    Die Preise sind für die Tonne. Ohne Details zu kennen, kann man dazu garnichts sagen. Was aber sicher ist, die 20T€ sind viel zu hoch. Ich sagte ja,...... Abwehrpreis.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Avatar von OldBo
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    Moin Ralf,

    aber so wird heute aus allen Richtungen gegeneinander argumentiert. Eigentlich traurig. Aber so ist es, wenn man nicht "Nein" sagen kann oder nicht mit anderen Gewerken kooperieren will oder kann

    Gruß

    Bruno
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn ein Altbau so ertüchtigt wird, dass er fast schon Neubau-Niveau erreicht (oder dieses sogar übertrifft), ink. Heizflächen die mit niedrigen Temperaturen arbeiten, dann gibt es keinen Grund für eine Hochtemperatur-WP.
    Wenn das tatsächlich gemacht wird dann stimmt das natürlich.

    Aber das braucht man (HB) schon schwarz auf weiß.... wenn es dann hinterher zwickt weil die Dämmung nun doch erst später gemacht wird ist das Geschrei groß.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von joegeh Beitrag anzeigen
    Aber das braucht man (HB) schon schwarz auf weiß.... wenn es dann hinterher zwickt weil die Dämmung nun doch erst später gemacht wird ist das Geschrei groß.
    Richtig, aber dafür ist man vor Ort, kann sich die Sache anschauen, kann mit den Leuten reden, und im Zweifelsfall kann man sich die "Berechnung" bzw. die Grundlagen für die Berechnung auch schriftlich geben lassen.

    Man glaubt garnicht über wieviele Dinge man während einer Stunde reden kann, wenn man sich nicht nur auf das schöne Wetter oder das Fußballspiel vom Wochenende beschränkt.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Richtig, aber dafür ist man vor Ort, kann sich die Sache anschauen, kann mit den Leuten reden, und im Zweifelsfall kann man sich die "Berechnung" bzw. die Grundlagen für die Berechnung auch schriftlich geben lassen.
    wohl wahr..... wenn die Berechnung dann aber Geld kostet oder kosten soll, ist schnell die Luft raus.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von joegeh Beitrag anzeigen
    wohl wahr..... wenn die Berechnung dann aber Geld kostet oder kosten soll, ist schnell die Luft raus.
    Kann ich nur schwer beurteilen. Die Fälle die ich kenne waren alle bereit so eine Berechnung zu bezahlen. In einem Fall war das so gelöst, dass die Berechnung kostenpflichtig war, und bei Auftragserteilung verrechnet wurde.

    GiG Kunden gab es schon immer, und wird es auch immer geben. Denen ist nicht zu helfen. Das muss man eben abhaken, und weiter geht´s.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    .. Wieso sollte ein Handwerker für jeden Anlagentyp ne Wirtschaftlichkeitsbetrachung im Sack haben ..
    weil´s schee macht?



    gibts solche wirtschaftlichkeitsberechnungen nicht schon
    im 10er- und 100er-abreissblock?

    es gibt kollegen, die sich redlich um seriosität bei diesen berechnungen
    mühen .. aber:
    der älteste hut von allen ist, es gibt keine (!) datenbasis für
    irgendwelche preise von morgen oder übermorgen.

    je nach intention wird bspw. gas oder wp oder holz schöngerechnet.
    wie schon oft geschrieben: glaskugel .. wette auf die zukunft .. etc.

    apropos wette:
    jessy bekommt e. gasbrenner. so einfach
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