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  1. #1
    Gast392682
    Gast

    Klappern von Aussenjalousien

    Hallo,

    gleich nochmal "Jalousien".

    In unserem (beinahe noch) Neubau wurden Aussenjalousien verbaut, die nun, speziell nachts laut sind und wir mehrfach pro Nacht aufwachen, trotz gesundem Schlaf. Es sind Jalousien mit 5 cm Alu-Lamellen und mit Seilführung.

    Wir fragen uns, ob der Architekt hier die richtigen Jalousien geplant hat: Im speziellen geht es um unser Schlafzimmer, dass als Attika auf dem Haus sitzt - hier oben ist es schon jetzt im Frühling nachts über 25°C warm, so dass man das Fenster öffnen muss. Dann reichen leichteste Windstärken (eigentlich ab 1), dass die Lamellen Geräusche von sich geben und eine Nachtruhe nicht mehr möglich ist. Bei mehr Wind (vielleicht ab 3-4) schlagen die Jalousien dann an die Abstandhalter und es wird auch durch das geschlossene Fenster laut.

    Der Typ Jalousie ist im ganzen Haus verbaut und macht sonst eigentlich keine Probleme. Alle anderen Fenster sind aber auch in einer Nische verbaut, so dass der Wind weniger Angriffsfläche hat. Gerade im Dachgeschoss fehlt diese seitliche Leibung und es vibriert und schwingt immer irgendwo, Ich habe das Gefühl, dass es speziell eine kleine Jalousie vor eine Tür ist (Breite nur ca. 80 cm)

    Die Frage also nochmal: kann diese Jalousie überhaupt funktionieren? Ist dies ein Mangel den man erfolgreich rügen kann?

    Wir sind eigentlich soweit, dass wir dort oben die Jalousien ersetzen würden, scheuen natürlich die hohen Kosten (mind. 2000) wegen einer - aus unserer Sicht - falschen Planung.

    Ich hatte neulich einen Installateur für eine Innenarbeit da, der sofort sagte "was haben Sie denn da für lustige Jalousien? Sehen so filigran und toll aus, aber funktionieren Sie da nicht, oder?) Naja, die Stimme scheint uns Rechtzu geben aber hilft nicht. Gibt es also eine Norm, Vorschrift oder Stand der Technik, die sagt, welche Stärke oder Befestigung oder ab welcher Windstärke Geräusche. Ich erinnere mich noch, dass der Architekt in der Planung die Aussenjalousien als "alternativlos" darstellte - allerdings aus rein gestalterischen Gründen. Nun gibt es aber von z.B. Warema 6,5 cm Lammellen mit Schiene - wäre uns damit schon geholfen?

    Danke!
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  2. Klappern von Aussenjalousien

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  3. #2

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    Hi,

    ob ein Mangel oder Planungsfehler vorliegt oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann etwas zu unseren Raffstores sagen: Wir haben welche von Warema, 80mm breite Lamellen und mit Führungsschiene. Ich habe die gerade mal runtergelassen und das Fenster weit aufgemacht (Westseite mit Westwind): Ich höre den Wind ordentlich ums Haus pusten, aber keinen Mucks von den Raffstores... Ich schätze, wenn man die hören würde, müssten sie auch schon hochgefahren werden, die vertragen ja nicht beliebig starken Wind.

    Viele Grüße
    Christiane
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  4. #3
    Gast392682
    Gast
    danke Christiane!

    So hätte ich es auch erwartet und so kenne ich es aus der alten Wohnung...

    Aber, wie Architekten und Bauträger nun mal so sind bei der fairen Beurteilung von Fehlern (oder auch nicht). So lange klar ist, dass der Bauherr mal eben 2000 € in die Hand nimmt zum "Ausbessern" ist alles gut. Aber, wenn er, der bauherr, das nicht möchte, dann wird argumentiert, warum das ganze eigentlich sogar ganz toll ist...
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  5. #4

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    Wie eure Kommunikation mit dem Architekten erfolgte, kann ich natürlich nicht wissen.

    Fakt ist aber, dass diese Außenjalousien klappern (oder "tscheppern" wie wir in Österreich dazu sagen), weil die Lamellen bei jedem Lüftchen aneinanderstoßen, und keine Maßnahme vorgesehen ist, dies zu verhindern.
    Im Gegensatz zum Raffstore, wo die Lamellen längsseitig gebördelt sind, eine Dichtlippe aus Gummi haben, über seitliche Führungsschienen verfügen, die eben genau das verhindern.

    Die Außenjalousie mit Seilabspannung ist ansich die billigste Lösung, ein Fenster zu beschatten, mit allen Nachteilen die man dadurch hat (Klappern, Lichtschlitze, keine optimale Verdunkelung, wenig robust etc.)

    Zitat: "Die Frage also nochmal: kann diese Jalousie überhaupt funktionieren? Ist dies ein Mangel den man erfolgreich rügen kann?"

    Sie erfüllt die Erwartung des Kunden nicht, das ist mal klar.
    Aber ob das rechtlich gesehen als Mangel angesehen wird, kann ich nicht beurteilen, weil ich natürlich nicht wissen kann, was du mit dem Architekten kommuniziert hast.
    Ich möchte nicht gegen Architekten schimpfen, aber es sieht eben ein wenig danach aus, dass weder Bauherr noch der Ausführende so wirklich viel Ahnung vom Thema Sonnenschutz hat.
    Ich selbst bin Berater und Planer in einer relativ kleinen Fensterfirma, aber das kommt im Jahr vielleicht einmal vor dass jemand beim Neubau nach solchen Außenjalousien anfragt. Und nach 3 Minuten erklären hat sich das Thema dann meistens erledigt ...
    Wird eigentlich hauptsächlich im Objektbau eingesetzt (Mietwohnungen usw.), weils dort eh wurscht ist, was der davon zu halten hat, der dort wohnen muss.

    Unterm Strich: Es wurde das falsche Produkt gekauft, weil es die Erwartungen nicht erfüllt. Wer dran Schuld ist, ist eine Streitfrage.
    Gratis werden da jetzt sicher keine neuen und geeigneteren Systeme verbaut werden.
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  6. #5
    Gast392682
    Gast
    danke, Romeo Toscani!

    Ja, genauso ist es. Die Wahl der Verschattung wurde nicht explizit besprochen. Es gab eine Baubeschreibung... Dazu hatte der Architekt sich einmal so geäussert (so im Nebensatz, dass er nie etwas anderes verbauen lässt), dass andere als diese schmalen Lamellem ja schon optisch gar nicht gehen, bzw. die Schienen nicht...

    Jetzt auf das Problem hingewiesen sagt er "das hatten wir ja noch nie".

    Natürlich erwarte ich nichts geschenkt. Ich erwarte aber, dass ich während der Panungsphase darauf hingewiesen werde, dass hier - aus welchem Grund auch immer (Optik, Preis) - etwas verbaut wird, was in der praxis nicht vollständig funktioniert. Es verschattet zwar am Tag, aber in vielen Situationen kann ich nicht schlafen... Für mich ist das eine andere Dimension als die anderen Nachteile ("Lichtschlitze, keine optimale Verdunkelung, wenig robust etc.")
    Ich hätte ja mehr Geld für die Jalousien ausgegeben, wenn ich es gewusst hätte - aber ich bin nicht bereit, jetzt die neuene Jalousien auf meine Kosten wegzuschmeissen und auf meine Kosten komplett aufzurüsten.

    Wie geht man in einem solchen Fall vor?

    Danke!
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  7. #6
    Gast392682
    Gast
    Nachtrag. Baubeschreibung: "außenliegende
    Jalousien (50 mm ungebördelt) mit Seilführung und Elektroantrieb versehen"
    --> da steht nicht, dass die tscheppern und eigentlich für den Zweck (Dachgeschoss, dem Wind ausgesetzt) nicht passen
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  8. #7

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    vielleicht solltest du erstmal die vertragsgegebenheiten erwähnen!
    ich lese "baubeschreibung" .....
    wer bezahlt den "architekten"
    entschuldige, aber solch "günstige" aussenjalousien sollte man keinem bauherren aufschwatzen.
    ein mangel ist erst ein mangel wenn,
    a. die funktion nicht erfüllt ist (verdunkelung ist kein soll bei jalousien)
    b. die vertraglich geschuldete leistung nicht vorliegt (Typ)
    c. entgegen den ardt verbaut wurde (kann ich mir nicht vorstellen)
    es sei denn, daß führungsseil ist so schlaff, dass alles flattert.
    ob die geräuschbelästigung ein mangel ist, können wir hier nicht feststellen.
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  9. #8
    Gast392682
    Gast
    Hallo Sepp,

    danke!

    Ja, es gibt eine Baubeschreibung, genaugenommen, der GU. Ich zahle den Architekten für die Planung, den GU für die Ausführung.

    Zu der Verdunkung:
    • Es in dem anderen Thread ja nicht darum, dass diese günstige Jalousie nicht vollständig verdunkelt im Sinne von Streulicht, dass nachts (und tags) dann eben durchkommt. Es geht ja darum, dass die Breite nur Glasmaß entspricht und deshalb rechts und links ganze Streifen gar nicht verdeckt sind, wenn ich nicht gerade frontal draufschaue. In meiner kleinen naiven Welt ist das etwas anderes. Wenn es nur um das Streulicht ginge würde ich sagen "selber Schuld - ich habe "billig" gekauft und lerne draus." Für uns stellen aber die unbeschatteten Seiten eine Beinträchtigung da, wenn z.B. der Mond direkt durchscheint. Man hätte doch einfach - wie bei allen anderen Fenstern am Haus auch überstehen lassen können! Dazu kommt ja, dass das haus so geplant ist, dass es keine Alternative gibt, z.B. ich kann innen wg. Platzmangel keine Rolllos anbringen.


    Zu den Geräuschen:
    • Gibt es denn da überhaupt eine Lösung (ausser auf meine Kosten zu ersetzen)?
      Ich habe wirklich einen festen Schlaf und selbst ich wache einfach jede Nacht in der über 0,5 Windstärken herrschen auf. (und zwar Frühling, Sommer Herbst, wenn es innen über 25°C ist und ich das Fenster öffnen muss; und im Winter, wenn die Heizung den Raum auf 25° erwärmt (ein andere Mangel)...)
      Kann man erwarten, dass ich bei den Temperaturen das Fenster geschlossen halte?
      Der Punkt ist ja, dass es meine Ansicht nach nicht um ein Luxus-Problem (Farbe oder selbst Haltbarkeit) geht, sondern ich wirklich beeinträchtigt werde - entweder ich kann nicht schlafen weil es üb er 25° ist oder ich kann nicht schlafen weil es klappert


    Ich bin ja auch durchaus kompromissbereit und habe nur ein Problem, dass ein Planer sagen kann, "das hatten wir noch nie" oder "dann lassen Sie doch das Fenster zu" oder "Jalousien sollen ja gar nicht komplett verdunkeln (aber eine Alternative habe ich Ihnen nicht geplant)" und damit kann ich dann auf eigene Kosten 2,5 k€ wegschmeissen um mir etwas vernünftiges zu kaufen. Man hätte es mir ja nur zu sagen brauchen (ich hätte ja gerne die paar € mehr ausgegeben) oder richtig messen muessen
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  11. #9

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    Ich sehe nachwievor den Fehler in der Beratung und in der mangelhaften Kommunikation mit dem Architekten.
    Die Ausführung scheint ok zu sein "wie bestellt, so montiert".

    Aber eben weit am Kundenwusch vorbei.

    Und da scheint die ausführende Firma das richtig gemacht zu haben, aber der Architekt vielleicht noch ein wenig unerfahren zu sein.
    Ich bin jetzt insgesamt knapp 10 Jahre in der Branche tätig (als Berater, Kalkulant, überneheme auch Planungen, hab einige Jahre auch im Thema Wintergarten-Bau verbracht), und mir ist das bis dato noch nicht untergekommen, dass ein Architekt (dem man ja viel Geld zahlt, um Lösungen umzusetzen), im Neubau so eine 08/15 Jalousie vorschlägt.

    Minimum randgebördelte Lamellen mit Dichtungslippe und seitlichen Führungsschienen!
    Besser: Verdunkelungs-Raffstore.

    Wenn ich dann eh schon am Plan sehe, dass sowas in einem Schlafzimmer verbaut werden soll, dann bin ich da meiner Meinung nach schon in der Hinweispflicht, dass ich sage: "Entweder Rollo, die komplett abdunkelt, und wenn mit beweglichen Lamellen, dann unbedingt z-förmige Lamellen, welche die notwendige Verdunkelung im Schlafzimmer-Bereich noch am ehesten erfüllt."

    Nachträglich kann man hier nicht wirklich viel machen.
    Ein Lösungsvorschlag meinerseits wäre, ein L-Winkel Profil seitlich zwischen Mauerleibung und Spannseil anzubringen, damit wenigstens der Lichteinfall, der seitlich durchkommt, minimiert wird.
    Freilich scheints dann dort noch bei den Stanzungen der Lamellen durch (im Aufzugs-Bereich), aber so könnte man das noch einigermaßen in den Griff bekommen, ohne mit großem finanziellen Aufwand konfrontiert zu werden.

    Im Endefekkt bleibts aber dabei, dass hier das falsche Produkt (für diese Erwartungshaltung) verbaut wurde.
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  12. #10
    Gast392682
    Gast
    Hallo Romeo Toscani,

    danke.

    << Ich sehe nachwievor den Fehler in der Beratung und in der mangelhaften << Kommunikation mit dem Architekten.
    << Die Ausführung scheint ok zu sein "wie bestellt, so montiert".

    Ja, das sehe ich auch so. Die Ausführenden haben sich allerdings vermessen, als sie an dieser Stelle nur auf die Glasbreite und nicht Rahmenbreite gemessen haben; aber das ist ja nur das sekundäre Problem.

    << Hinweispflicht

    ist der Architekt denn da jetzt nicht auch haftbar zu machen? Oder ist es so, dass ich für die Unerfahrenheit, Gedankenlosigkeit oder die Entscheidung Optik über Funktion zu stellen jetzt alleine zahlen muss?

    Danke!
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