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  1. #1

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    Dachdämmung ohne Unterspannbahn möglich?

    Hallo,

    wir haben in unserem Haus (BJ. 1936) ein etwa vor 15 jahren neu gedecktes Kaltdach welches ich gern dämmen und den Dachboden perspektivisch ausbauen würde. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt, eine Unterspannbahn wurde bei der Neueindeckung nicht eingebracht. Die Dachaut macht noch eine sehr guten Eindruck, Rinnen sind wie neu und die Blitzschutzanlage ist auch sehr gut. Ich möchte eigentlich nicht neu eindecken müssen. Gibt es eine Möglichkeit so ein Dach ohne Unterspannbahn zu dämmen? Ich dachte an Isofloc-Produkte oder Holzfaserplatten.
    Bin für jeden Tipp dankbar!

    Gruß Andreas

    PS: Ich werde mir "Fachleute" ins Haus holen, möchte mich aber hier im Vorfeld unabhängig informieren.
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  2. Dachdämmung ohne Unterspannbahn möglich?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    einblasen geht hier gar nicht, auch wenn der ein oder andere Hersteller das möglicher Weise freigibt. Ich würde es nicht machen.

    Grüße

    stefan ibold
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das heißt also Unterspannbahn nachrüsten, sonst geht da gar nichts? Was ist mit Holzfaserplatten, wäre da was möglich?

    Gruß Andreas
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    Moin,

    wenn denn eine Einblasdämmung verwendet werden soll, dann müssen die angrenzenden Bauteilschichten formstabil sein, da es andernfalls durch den Druck beim Einblasen zu erheblichen Deformierungen kommen kann/kommen wird. Bei der Dampsperre würde z. B. die Befestigung herausgerissen (besser die Befestiger bleiben wo sie sind, die Folie reißt aus).

    Ich meine, es habe mal einen "Großversuch" bei einem öffentlichen Gebäude in Kassel gegeben. Dort hatte man Zellulose ohne Zusatzmaßnahmen eingeblasen. Die Fasern hingen überall in den Falzen. Nach einer Publikation in unserem Fachorgang "DDH", hatte ich nie wieder etwas davon gehört. Für mich blieb aber die Aussage, dass es Murks ist, denn, auch wenn die Zellulose einiges an Feuchtigkeit "verarbeiten" kann, auf Dauer kann sie das nicht, insbesondere bei eindringendem Niederschlagswasser nicht. Zudem können je nach Hersteller bei hoher Feuchtigkeit/u. U. Nässe Borsäuren entstehen, da ja unsere ach so ökologischen Baustoffe gegen so manchen natürlichen Feind geschützt werden müssen.

    Wenn also nachrüsten, dann mit Holzfaserplatten wegen der Stabilität.

    Grüße

    stefan ibold
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  6. #5
    Avatar von Flocke
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    Das sehe ich anders.
    Recht gebe ich Ihnen beim einblasen direkt gegen die Dachpfannen. Dieses Verfahren wird unter bestimmten voraussetzungen von Fachbetrieben durchgeführt, wenn unterschrieben wird innerhalb der nächsten Jahre eine Sanierung der Dachfläche vorzunehmen. Das lassen sich die Betriebe aber auch bezahlen.
    Ich stelle eine zusätzliche Belüftungsebene aus Latten und Weichfaserplatten her.
    Bei Einblasdämmung allgemein muß der Aufbau sorgfälltiger geplant und ausgeführt werden als bei anderen Dämmstoffen. Das ausrißen der Klammern kann verhindert werden indem die DB mit einer Leiste auf den Sparren fixiert wird. Die Unterkonstruktion sollte auch etwas enger gesetzt werden und als Dampfbremse möglicht eine verstärkt.
    Feuchtigkeit ist für Zellulose kein Problem, kurzzeitige Durchnässung auch nicht. Dauerhafte Nässe muß vermieden werden, das aber gilt für nahezu alle Dämmstoffe.Der Boratanteil wurde in letzter Zeit auf ein minimum reduziert und von vielen Herstellern durch andere Rezepturen ersetzt.
    Alternativ zu Zellulose kann natürlich auch Holzweichfaser eingeblasen werden.
    Der Aufwand lohnt sich. Deutlich verbessertes Wohnklima und sommerlicher Wärmeschutz gegenüber Mineralfasern. Meine Kunden waren(sind)ausnahmslos begeistert.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für eure Antworten. Ich habe schon an eine Neueindeckung mit Außendämmung gedacht, welche finanziell gerade nicht in unser Konzept passt. Sicher wäre das der sauberste Weg, aber eben auch ein sehr teurer. Ob ich mit Isofloc dämme weiß ich noch nicht, war nur so eine Idee. Prinzipiell möchte ich schon auch Hitzeschutz haben, von daher wäre Mineralwolle nur 2. Wahl.
    Die Sparren sind nur 11cm hoch und liegen auf einer Pfette auf, desweiteren gibt es keine Belüftung im Fürst und in der Traufe, ein Kaltdach eben. Muss ich beim Einsatz von Holzfaserdämmplatten als zweite Ablaufebene eigentlich zwingend eine solche Belüftung nachrüsten? Man kann an der Traufe das Licht sehen, also 100% luftdicht ist das alles nicht.
    Welcher weitere Aufbau ist nach der Holzfaserplatte zu empfehlen? Welche Dämmstärke wäre sinnvoll?

    Danke und Grüße,

    Andreas
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Avatar von Flocke
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    Wärmedämmung bei 11 cm Sparren wird weder mit Zellulose noch mit Holzweichfaser ausreichen. Zeitgemäß dämmt man mit 24-30 cm. Mit 11 cm erreicht man den geforderten U Wert nicht mal entfernt.
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  10. #8
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    Dass ich die Sparren aufdoppeln muss ist mir bewusst.
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