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  1. #1

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    Sanierung Sparmauerwerk/Kästelmauerwerk

    Hallo,

    wir sanieren einen alten Bauernhof. Dabei sind die oberen Wände mit Hilfe von Kästelmauerwerk (bei und eher der Name Sparmauerwerk gebräuchlich) erstellt.

    Name:  wand.jpg
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    Die Wände sind soweit in Ordnung. Da wir aber nun die Räume umnutzen und ihnen auch neue Aufteilungen geben etc. wird es notwendig, dass wir einen Ringanker neu aufbetonieren müssen. Daher öffnen wir die Wände von oben und betonieren den Ringanker in Abschnitten darauf.

    Da dadurch eine höhere Last auf die Wände kommt (ich habs mal ausgerechnet max. ca. 20KN/m) habe ich ein wenig Bauchschmerzen bei der Haltbarkeit der Wände (rechnerisch könnte ich sie mit 480kN/m belasten) und würde sie (notfalls nur teilweise) ausbetonieren. Wir suchen jetzt für das Ausfüllen des Kästelmauerwerks einen Leichtbeton, den wir in den Hohlraum füllen können. Da wir in Abschnitten immer nur geringe Mengen des Leichtbetons benötigen, würde es Sinn machen Sackware zu nehmen, die vor Ort angemischt werden kann.

    Als einzigen Sackware "Leichtbeton" ist mir bei der Recherche nur Thermozell untergekommen. Hat jemand Erfahrung damit bzw. Erfahrung damit zum Auffüllen von Hohlräumen?! Ich habe dabei neben dem Umweltaspekt "Styropor" vor allem Bedenken, wegen der Festigkeit (angegeben bei Thermozell 400 mit 500KN/m2) und dass es sackt!

    Am liebsten wäre mir ein mineralischer Leichtbeton (Perlit) oder ähnliches, konnte bisher aber keinen Hersteller von Sackware ermitteln. Kann mir da jemand was empfehlen, am besten ein Material was "gefügedicht" und nicht "haufwerksporig" und dennoch einen besseren Wärmedämmwert als normaler Beton hat.

    Danke
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  2. Sanierung Sparmauerwerk/Kästelmauerwerk

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  3. #2

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    Was sagt dein Statikus zu dem Sturz/Ringanker/Ringbalken? Der hat das doch nachweisen müssen in seinen Berechnungen. Meint er das das hält?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Rein statisch hält die Wand die Lasten aus, lt. Statiker ist das kein Problem. Den Ringanker setzen wir aufgrund von kleineren Rissen auf, da es ärgerlich wäre, wenn nach erfolgter Sanierung diese weiterhin auftreten (Ringanker waren zur Gebäudeerrichtungzeit noch nicht üblich). Das ist aber nicht unser Problem. Das Problem ist, dass der Austausch des Mauerwerks in Etappen erfolgen soll, daher lohnt sich nicht der Einsatz einer Betonpumpe und Anlieferung des Leichtbetons aus dem Betonwerk, wir würden eine Vorortlösung aus Kostengründen bevorzugen!
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    sowas kannst du dir doch im silo kommen lassen ....... denke ich .
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  6. #5
    Themenstarter

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    sowas kannst du dir doch im silo kommen lassen ....... denke ich .
    Ja aber was denn?! Gibt es sowas mit Perlit/Blähton oder sonst einem mineralischen Bestandteil?! Ich weiss, dass hier zwar keine Werbung gemacht werden darf, wer aber einen guten Tip hat, kann ja evtl. einen Link dafür befügen?!

    Hat jemand Erfahrung mit Styropor-Leichtbeton über dessen Verhalten bei Verfüllen in Hohlräumen (schwindet er oder ist das zu vernachlässigen)?!
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  7. #6
    wasweissich
    Gast
    schreib doch den käpt`n an ...
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  8. #7
    JamesTKirk
    Gast
    Leichtbeton ist keine einfache Geschichte und funktioniert mit "Selbstanmischen" auf der Baustelle in meinen Augen gar nicht. Sackware gibt es hier meines Wissens auch nicht, so wird das keine einfache Kiste. Alles, wo Styropor als Zuschlag enthalten ist, erreicht so gut wie keine Festigkeit - es ist auch für diesen Verwendungszweck nicht entwickelt worden.
    Ich habe den Sinn der ganze Sache noch nicht verstanden. Geht es nur das reine Füllen der Hohlräume oder soll die Festigkeit des Mauerwerks noch erhöht werden ??
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  9. #8
    wasweissich
    Gast
    wenn unserumbau nicht geschwindelt hat , ist er bauing .




    was natürlich die frage im anderen licht erscheinen lässt ....
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  10. #9
    Themenstarter

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    Leichtbeton ist keine einfache Geschichte und funktioniert mit "Selbstanmischen" auf der Baustelle in meinen Augen gar nicht. Sackware gibt es hier meines Wissens auch nicht, so wird das keine einfache Kiste. Alles, wo Styropor als Zuschlag enthalten ist, erreicht so gut wie keine Festigkeit - es ist auch für diesen Verwendungszweck nicht entwickelt worden.
    Ich habe den Sinn der ganze Sache noch nicht verstanden. Geht es nur das reine Füllen der Hohlräume oder soll die Festigkeit des Mauerwerks noch erhöht werden ??
    Genau das sind meine Sorgen dabei!
    Mir erscheint die Lösung mit einem styroporhaltigen Material ebenfalls nicht für günstig. Ich will eigentlich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, den Dämmwert erhöhen und die Tragfähigkeit der Wand. Wenn wir diese sowieso öffnen müssen, warum denn dann nicht?!
    Ich weiss von Firmen und anderen Bauherren, dass diese gern die Hohlräume mit Schüttungen oder anderen Dämmmaterialien gefüllt haben. Ich bin dabei aber skeptisch, da dadurch der Taupunkt evtl. so verschoben werden kann, dass es zu Schwitzwasserbildung, was dann im ungünstigsten Fall zu Abfrierungen im Mauerwerk und damit zu dessen Zerstörung führen kann. Dies ist teilweise bei beheizten Räumen bei unserem Haus (allerdings ohne Dämmstoff im Hohlraum) schon geschehen. Dies passiert jedoch nur, wenn eine genügend große Luftmenge vorhanden ist, die entsprechend viel Wasseransammlung ermöglicht.

    Daher ist meine Überlegung keine Schüttung sondern ein zementgebundenen "Füllstoff" zu nehmen, der sich mit dem Mauerwerk verbindet. Ein gefügedichter Leichtbeton scheint mir da am besten geeignet, nur kenn ich diesen eben nur vom Betonwerk!

    Später kommt natürlich noch eine Außendämmung darauf, dann hat sich das mit dem Taupunkt im Mauerwerk hoffentlich sowieso erledigt!

    Ich bin mir halt nicht 100%ig sicher und frage mich, ob es Leute gibt, die soetwas schon einmal in der Praxis getan haben und evtl. mir von meinem Vorhaben zu- bzw. abraten können.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    JamesTKirk
    Gast
    Wenn das mit dem Styropor-Beton schlecht läuft (und das tut meistens), schwimmen die leichten Bestandteile oberauf und der Rest unten. Kann man wirklich nicht gebrauchen. Und die Festigkeiten des Styropor-Betons liegen unten den der Steine ... nicht wirklich der Bringer.
    Auch die Herstellung und Verarbeitung von "normalen" Leichtbeton ist nicht einfach. Das hängt stark von der gewünschten Rohdichte bzw. Rohdichteklasse ab. Bis ca. Klasse 1,8 (also Rohdichte ca. 1,8 t/m³) ist alles ganz easy (Herstellung und Verarbeitung), darunter wird das schon schwieriger (und auch teurer). Daher muss man genau wissen, was man will (Festigkeitsklasse, Rohdichteklasse etc.). So eine allgemein gültige Aussage ist da schwierig.
    Eine DIY-Lösung halte ich auch für schwierig, da der Beton ja recht flüssig sein muss (damit er vernünftig in die Hohlräume reinläuft und Du nicht wie der Teufel verdichten musst), was bei Leichtbeton im DIY-Verfahren nicht einfach, da die porösen Zuschläge unheimlich Wasser ziehen und die Pampe schnell zu steif wird.

    Schwieriges Problem ...

    Ich würde, denke ich, einfach einen leichtverdichtbaren Beton (Konsistenz F5 oder so was in der Richtung) mit einem Größtkorn 8 mm bestellen, Festigkeitsklasse was benötigt wird. Vielleicht sowas wie einen Bohrpfahlbeton, der ist schön flüssig und den brauchste nur kurz mit einer Dachlatte entlüften. Wärmedämmung ist hier natürlich Essig ...
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  13. #11
    Themenstarter

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    Danke für die Antwort!

    Ich würde, denke ich, einfach einen leichtverdichtbaren Beton (Konsistenz F5 oder so was in der Richtung) mit einem Größtkorn 8 mm bestellen, Festigkeitsklasse was benötigt wird. Vielleicht sowas wie einen Bohrpfahlbeton, der ist schön flüssig und den brauchste nur kurz mit einer Dachlatte entlüften. Wärmedämmung ist hier natürlich Essig ...
    Das waren natürlich meine erste Überlegungen: So lassen / Ausfüllen mit feinkörnigen Beton / Ausfüllen mit Schüttung / Verpressen mit Mörtel (hat mir eine Partnerfirma angeboten) / Mauerwerksaustausch (macht keinen Sinn, dann könnten wir gleich komplett abreißen und neu bauen).
    Aus statischer Sicht ist eine Hohlkammerausfüllung nicht notwendig! Es konnte mir bisher in meinem Umfeld jedoch niemand meine Zweifel entkräften, dass wenn wir die Räume dann beheizen, sich kein Schwitzwasser darin sammelt und evtl. das Mauerwerk zerstört (sonst könnten wir uns das mit dem Ringanker auch sparen). Daher die Überlegung mit dem Verfüllen aber eben nicht mit einem als Wärmebrücke fungierendem "Normalbeton". Eben daraus resultiert die Überlegung einen Leichtbeton zu nehmen! Nur habe ich selber noch keine Erfahrung mit Leichtbeton (mineralisch bzw. mit Styropor) gesammelt (ist nicht mein berufliches Aufgabenfeld).

    Bei meiner Recherche war ich immer nur bei Sackware eben bei dem Styroporhaltigen "Leichtbeton" gelandet und
    Wenn das mit dem Styropor-Beton schlecht läuft (und das tut meistens), schwimmen die leichten Bestandteile oberauf und der Rest unten. Kann man wirklich nicht gebrauchen. Und die Festigkeiten des Styropor-Betons liegen unten den der Steine ... nicht wirklich der Bringer.
    bestätigt mein Bauchgefühl.

    Ich habe nun doch noch einen gesackten mineralischen Leicht(Perlit)Estrich gefunden, nennt sich Lavaperl. Ich werde heute mal mit meinem Baustofflieferant reden, mal einen Sack bestellen und testen, ob das dafür geht.
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