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  1. #1

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    Sockel feucht trotz Abdichtung

    Hallo!
    Wir haben ein Haus gebaut bzw. bauen lassen (GU) und sind uns im Bereich des Sockels überhaupt nicht sicher, ob das so seine Richtigkeit hat. Ich hoffe daher, hier kompetente Infos dazu zu bekommen

    Der Aufbau ist folgender:
    Auf die Frostschürze wurde die Bodenplatte gegossen, dabei wurde der Rand mit Hartschaumplatten (die auf den Bildern zu sehen sind, ich weiß leider den Namen nicht) ausgekleidet.
    Bei den Fenstern wurde oberhalb der Platten noch Bitumen angebracht, der Rest lediglich mit einer grauen Masse überarbeitet. Leider weiß ich nicht, was das Graue ist. Ich hoffe, mit den Fotos können die Experten hier etwas anfangen. Wir haben belagsfertig gebaut, eben aus dem Grund, dass wir nicht wirklich Ahnung haben. Nur dass schon jetzt an der Wand Feuchtigkeit aufsteigt, obwohl noch nichtmal wieder Schotter aufgefüllt wurde, kommt uns eben doch etwas komisch vor...

    Unser Bauleiter meinte dazu, dass wäre alles so fertig und die Rinne könnte wieder aufgefüllt werden. Die Feuchtigkeit die hoch zieht, sei kein Problem, solange sie nicht an das Mauerwerk (Porenbeton) komme.
    Ich als Laie bin skeptisch, lasse mich aber auch gern eines Besseren belehren...

    Fotos hänge ich an, für jede Art von Hilfe/Info wäre ich sehr dankbar!
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  2. Sockel feucht trotz Abdichtung

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  3. #2

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    was soll ein sockelputz im spritzwasserbereich ungeschützt auch sein, trocken ist er nur, wenn es längere zeit nicht geregnet hat und nicht mit wasser gepanscht wurde. was wurde mit der schwarzen masse im bereich der fensterleibungen gemacht?
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  4. #3
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    Wir sind bei dem Sockel nur verwirrt, weil es eben so aussieht, als würde das Wasser von unten nach oben ziehen. Und wenn dann da noch Kies/Schotter vor kommt, wird es dadurch ja nicht besser... Das da mal was dranspritzt wenn es regnet, ist schon klar

    Mit der schwarzen Masse wurde der Bereich zwischen diesen "Hartschaumplatten" und den Fenstern abgedichtet. Bei den Häusern rundrum sieht es so aus, als wäre da der komplette Sockel zumindest bis kurz über die Kante, bis zu der aufgefüllt wurde, auch mit dieser schwarzen Masse abgedichtet.
    Und auch unser Gartenbauer meinte, dass der Bitumenanstrich am Sockel noch fehlen würde bevor der Bereich wird aufgefüllt werden könnte, was uns eben zusätzlich verunsichert hat, da laut Bauleiter alles so fertig ist.
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  5. #4

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    gibt es eine detailplanung über die sockelausbildung mit allen aufbauten?
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  6. #5

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    Das schützen des Sockels ist am besten im zuge der Außenanlagen zu machen. So weit wie angefüllt wird soll der Sockel nochmals mit einem geeigneten mittel abgedichtet werden, um eindringendes Wasser abzuhalten. Das dürfte den schwarzen rand bei den nachbarhäusern erklären. zu dem zweck gibt es aber auch dichtschlämmen etc die zb grau sind und überstrichen werden können.
    Meines erachten hat der Bauleiter recht, das Gebäude ist fertig, der rest ist Außenanlage.

    Achso, die graue masse auf deinen bildern dürfte eine dichtschlämme sein.
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  7. #6

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    Was mich aber grade etwas stutzig mach, wurde der Rand der Bodenplatte nicht gedämmt?
    Mag durchaus sein das es bei deiner konstruktion nicht notwendig ist, aber überprüfen würde ich es bevor ich alles zukippe.
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  8. #7

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    Der Feuchteschutz des Sockels wurde ausgeführt, aber nicht sonderlich fachgerecht. Der wichtigste Punkt bei der Ausführung ist immer der Übergang des Sockelputzes auf den Wandbildner, und die Stelle ist mindestens mal partiell augenscheinlich nicht sauber. Die Übergänge der Dichtschlämme auf die bituminöse Abdichtung wird immer abreißen und hinterläufig werden.

    Ein gesamtheiliches Abdichtungs- und Detailkonzept unter Berücksichtigung des Lastfalls gibt es aber.......?
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  9. #8
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    Zunächst schon mal vielen Dank an Alle für die Hinweise/Anmerkungen und Tipps - und die Geduld mit einer Laiin

    Ich arbeite mich am Besten einfach von oben nach unten durch:

    Rolf a i b:
    nein, eine Detailplanung gibt es bzw. haben wir nicht. Ich habe gerade den kompletten Bauordner durchforstet, und da sind nur Zeichnungen vom Grundriss und den verschiedenen Aussenansichten drin, eine detaillierte Ausführung zum Sockel gibt es weder in schriftlicher noch in bildlicher Form.
    In der BLB steht allerdings, dass der Sockel gemäß Bodengutachten ausgeführt werden soll. Im Bodengutachten steht (zusammengefasst):
    Wenn die künftige EFH/OKFF EG 30cm über das Gelände herausgehoben wird, dürften die Schüttungen (Schotter 0/45 bis 5/45) als kapillarbrechender Sohleunterbau fungieren und eine Abdichtung des Bauwerkes nur gegen Erdfeuchtigkeit ermöglichen.
    Wird, wie planseits angedacht, die hinreichende Heraushebung nicht gewahrt und damit ausgeschlossen, dass bis nahe der Geländeoberkante eingestaute Wässer an die Sohlenunterkante heranreichen, sind hinreichende Abdichtungen bzw. eine wasserdichte Ausführung der Sohle von Nöten.

    Wenn ich das richtig verstehe (ich bin zwar Laiin, aber ganz so doof bin ich auch nicht), heißt das für uns, dass tatsächlich eine Abdichtung gegen Erdfeuchte ausreicht? Denn die Erde ist rund ums Haus, wie man auf dem Bild sehen kann, bis zur Unterkante der Bodenplatte abgetragen worden.
    Auf die Bodenplatte kam noch 20cm Aufbau bis zur Oberkante Fußboden im EG. Damit sind die 30cm ja doch erfüllt worden.

    Nixplan:
    also scheint unser Haus mit der Dichtschlämme ja scheinbar zunächst ausreichend abgedichtet zu sein...
    Hieße für uns aber dann, dass im Zuge der Außenanlagen ggf. nochmal mit Bitumen zusätzlich abgedichtet werden müsste, wenn wir weiter mit Schotter auffüllen (Pflaster ist erstmal nicht drin, aber trockene Füße wären nett...)
    Dämmung am Rand der Bodenplatte? Ich war davon ausgegangen, dass das entweder durch diese Platte, die beim Gießen mit in der Verschalung die Dämmung ist (die war ca. 5cm stark), bzw. sind im Fußbodenaufbau auf der Bodenplatte nochmal 15cm Styropor unter dem Estrich und der Fußbodenheizung.

    Herr Nilsson:
    Ich muss gestehen, dass ich einige Ausführungen von Ihnen nicht verstehen. Wandbildner sind die Steine, auf denen die Mauer aufbaut? Wenn der Übergang nur optisch nicht in Ordnung ist, kann ich damit zur Not noch leben, aber wenn die Übergänge reißen und da Wasser hinterläuft, ist das wohl nicht im Sinne des Erfinders.
    Das ist irgendwie genau das, was wir befürchtet haben, zumal auch der gesamte restliche Außenputz in der Ausführung zu wünschen übrig lässt, v.a. in den Kantenbereichen.
    Das gesamtheitliche.... was?!
    Ich hoffe einfach mal, dass unser Bauleiter sowas besitzt.


    Nachdem ich jetzt zwei Mal tief Luft geholt habe - wie ist denn die beste Herangehensweise?
    Ich schätze mal, einfach eine Schicht Bitumen drüber und gut is ist nicht
    Nach Vertrag steht uns noch eine TÜV-Abnahme des Hauses zu, nur kann der TÜV-Prüfer das beurteilen?
    Denn im Rahmen des Blower Door - Testes war schonmal ein TÜV-Prüfer im Haus, aber der hat angeblich (wir waren da noch nicht zuhause und wurden durch den Besuch überrascht) den Außenbereich begutachtet und keine Mängel festgestellt. Verdächtig waren mir aber schon seine blitzsauberen Schuhe bei der Matsche neben dem Haus. Mal nebenbei: sind solche Kanten wie auf den Fotos wirklich Standard?!
    Wir überlegen jetzt nach den ganzen Antworten, ob es nicht sinnvoll ist, ggf. einen Bausachverständigen mit hinzu zu ziehen, denn wir würden gerne langsam die Außenanlagen beginnen und müssen das ja vorher geklärt haben.
    Nur ist unser Bauleiter seit drei Monaten nicht mehr erreichbar, so dass ich auch nicht weiß, wann der vom TÜV hier nochmal auftauchen wird.

    Boden.jpg
    Putz.jpg
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  10. #9

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    der TÜV-onkel wird vom unternehmer bezahlt. da macht der sich bei dem honorar nicht die schuhe schmutzig. es wird dann wohl keine detailzeichnung geben. da wirst du um den externen sachverständigen nicht drum herum kommen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Die Ecke ist normal;

    Bei der Ausführung der Abdichtung würde ich allerdings eine externe Begutachtung empfehlen, die passt nicht zu den angrenzenden Bauteilausführungen. Da macht mir das vorletzte Foto doch noch etwas mehr Sorgen.............
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  13. #11
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    Ich hatte sowas befürchtet...
    Habe schon Kontakt mit einem Sachverständigen aufgenommen, bin mal gespannt was dabei herauskommt. Der kann allerdings erst nächste Woche, aber der Sockel wird mir ja (leider) nicht weglaufen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das so teuer wird
    Nun gut, eine spätere Sanierung wird definitiv noch teurer, also was soll's...
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