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  1. #1

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    Frage Wärmepunpe für 2 DHH

    Hallo Experten!

    Es geht um die Planung des Heizungssystems (Sole-Wasser-WP mit Tiefenbohrung) für ein Doppelhaus.
    Wir bauen mit dem Cousin meiner Frau und uns stellt sich nun die Frage gibt es sinnvolle Einsparungsmöglichkeiten!?

    Ist es möglich für die beiden DHH eine Tiefenbohrung und einen "Kessel" also eine Wärmepumpe mit zwei Zählern zu nehmen?
    Die WP müsste natürlich dementsprechend anders dimensioniert werden!

    Kann man sowas machen oder kann man sich daruch nichts sparen?

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
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  2. Wärmepunpe für 2 DHH

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  3. #2

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    Natürlich geht das und natürlich spart ihr grad bei einer Sole-WP einiges Geld beim Invest. Allerdings sollten die beiden Haushälften dann von der Dämmung her gleich sein und auch gleiche Flächenheizung verwendet werden.

    Probleme sehe ich aber wenn man eine DHH verkauft werden soll oder mal der Familienfrieden nicht mehr stimmt.

    Diese Dinge muß mal halt abwägen. Aber im Prinzip würdet ihr schon Geld sparen. Das war ja deine Frage.
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  4. #3
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    Danke für die schnelle Antwort! Das würden wir dann vertraglich regeln damit bei Streitigkeiten keiner dem anderen den Saft abdreht

    Kann man abschätzen wie viel wir uns sparen?
    Laut Angebot zahlt jeder als Aufpreis (zu der vorher einkalkulierten Gas-Brennwerttherme mit Solar) für die Sole-WWP 10.800 €

    Wenn man das alles nur einmal benötigt, die Anlage aber höher dimensioniert, was bleibt dann über?
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  5. #4
    feelfree
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    Keine Ahnung was dann übrigbleibt, wohl irgendwas zwischen 0 und 10k€.
    Egal wie das vertraglich geregelt ist - der Verlust an Wiederverkaufswert dürfte um ein vielfaches höher liegen als das Einsparpotential. Vom Konfliktpotential ganz zu schweigen. Man baut doch kein Haus, nur um dann Heizungstechnisch doch wieder eine WEG zu gründen mit allen Nachteilen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von AndreMS Beitrag anzeigen

    Ist es möglich für die beiden DHH eine Tiefenbohrung und einen "Kessel" also eine Wärmepumpe mit zwei Zählern zu nehmen?
    Die WP müsste natürlich dementsprechend anders dimensioniert werden!
    Was meinst Du mit 2 Zählern? Zähler auf der Heizkreisseite? (WMZ) oder Stromzähler?

    Zu den Aufpreisen kann man nicht viel sagen. Sicher ist, dass das Einsparpotenzial geringer ist als dies 2 x 10.800,- € vermuten lassen. Hintergrund, die Maschine muss größer gewählt werden, aber vor allen Dingen muss die Quelle (Tiefenbohrung) üppiger dimensioniert werden. Vermutlich reicht 1 Tiefenbohrung auch gar nicht aus, so dass das Bohrgerät umgesetzt werden muss, und genau so 2 Bohrungen fällig werden als bei 2 getrennten WP. Somit ergibt sich bei den Bohrungen kein Einsparpotenzial.

    Unterstellt man dann noch, dass mehr Leitungen verlegt werden müssen, 2 WMZ erforderlich werden usw. usw. und diesen Mehrkosten nur der etwas geringere Gerätepreis entgegen steht, dann bewegt sich das Einsparpotenzial vielleicht in einem Bereich um 3-4T€

    Damit aber noch nicht genug. Es wäre auch zu prüfen, ob die größere SWP mit vergleichbarer performance (COP) aufwarten kann wie das kleinere Modell. Hier kann es Unterschiede geben die sich letztendlich auch auf die JAZ auswirken und somit die Heizkosten für die nächsten Jahrzehnte beeinflussen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Sehe das anders. Problem ist eher die zu hohe Aufpreisstruktur. Im Prinzip könnte man dann auch die DHH nur mit einer Gastherme versorgen. Würde dann auch Geld sparen. Es wären ja 22.000 Euro! Aufpreis auf Gas mit Solar was schon extrem ist.

    Aber so aus der Ferne ist das schwer zu beurteilen. Hier wäre erstmal eine gescheite Heizlastberechnung für die Objekte notwendig. Dann kann man schaun ob man sparen kann.

    Beispiel. Die Häuser hätten eine Gesamtheizlast von 10kw. Hier könnte man dann eine WP mit 10 kw verwenden. Modelle leisten hier bis COP 5. Bohrung braucht man entsprechend.

    Würde ich 2 WP nehmen starten die meisten erst bei 6kw. (COP 4,7-4,8) Also bräuchte ich auch Bohrungen für 12kw WP. (mehr Meter)

    Aber hier müßte man alles nochmal genau rechnen lassen. Allgemein finde ich die Aufpreise für WP zu hoch. Ob sich das gegenüber Gas+Solar rechnet. Wir haben es nur gemacht weil wir einen günstigen Grabenkolli realisieren konnten.

    Wenn ihr euch 100% sicher seid und nicht die Aufpreise für WP bezahlen wollt könnt ihr auch ne gemeinsame Gastherme nehmen.

    Gruß Flo
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  8. #7

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    also grundsätzlich, würde ich die Unabhängigkeit einer eigenen Heizung für ein EFH nicht freiwillig aufgeben. Da gibt es viele Szenarien für die Zukunft, wo Ärger programmiert ist. Vom geringeren Wiederverkaufswert ganz zu schweigen.
    Was mir auffällt: die 10.800€ Aufpreis erscheinen mir im ersten Moment etwas gering. Ist das inkl. allem, also z.B. inkl. Bohrkosten, Speicher etc.?
    Ach grad nochmal gelesen: Vermutlich auch Entfall von Solar.
    Grob überschlagen: Entfall Gasanschluß (2k€ in Münster?), GBWT 3k€, Solar 3k€ = 8k€
    Kosten Sole WP: Tiefenbohrung 8k€, WP 8k€, Speicher/Anschluß/Kleinkram 2k€ = 18k€

    Kann schon hinkommen..
    Jetzt darf man nicht einfach die 8k€ *2 durch 1 ersetzen. Bohrung entsprechend anpassen, größeres Gerät, Verrohrung, Steuerung, Abrechnung..alles komplexer. Wenn da am Ende jeder mehr als 2k€ sparen würde, würde mich das wundern.

    Ob/wann sich der Mehrinvest einer Sole WP vs GBWT allerdings rechnet, ist dann noch eine andere Frage. Das hängt entscheidend vom Wärmebedarf ab. Desto höher, desto eher die Chance einer Amortisation. Allerdings ist bei einer Neubau DHH mit 150m² (?) Wfl nicht mit weit über 10.000kWh/a zu rechnen.
    10.000kWh kosten Dich mit Gas also rd. 715€/a (gell Ralf ), bei einer Sole WP mit JAZ von 4,5 und 0,24€/kWh el 533€. Dazu kommt aber das WW das bei Gas z.T durch ST erzeugt wird, also rd. 400kWh el dazu = 96€ + 533€ = 629.

    Sagen wir rund 150€/a (inkl. Kaminkehrer) bei aktuellen Preisen Vorteil für Sole WP vs. GBWT. Wann sich welcher Aufpreis rechnet, hängt nun von den eigenen Annahmen ab, wie sich die Energiepreise entwicklen.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    also grundsätzlich, würde ich die Unabhängigkeit einer eigenen Heizung für ein EFH nicht freiwillig aufgeben.
    Ich auch nicht. Der Ärger ist spätestens dann vorprogrammiert, wenn es in einer der Buden nicht warm genug wird, und jeder an der WP herumdrehen möchte. Das Nutzerverhalten sollte man nicht unterschätzen.

    Gruß
    Ralf
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    - Heizung defekt/ Störung: Wer zahlt? wer ist "schuld".
    - Heizung defekt/ Störung. Man muß als Nicht-Heizungs-Nachbar dann in des Cousins Haus eindringen um den Installateur sein Werk verrichten zu lassen, wenn der Hausbesitzer mal nicht da ist (Urlaub).
    - Aufstellraum: Eine der beiden Parteien hat weniger Nutzfläche, weil das Zeugs ja irgendwo aufgestellt werden muß, was beim Nachbarn dann nicht mehr notwendig wäre. Entschädigungszahlung?

    Insgesamt ein Konstrukt, von dem man nur dringend abraten kann. es birgt stzreitpotential, es mindert den wiederverlkaufswert des Hauses ganz erheblich und am ende ist das Einsparpotential wahrscheinlich so hoch nicht.
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  12. #10

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    Frage war ja: Kann man Geld sparen? Und da sage ich wenn man richtig plant und verhandelt ja.
    Aber ist es anzuraten es so auszuführen? Da wäre ich sehr vorsichtig.
    Und man muß sich auch überlegen ob die 11.000 Euro Aufpreis sich lohnen.
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