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  1. #1

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    Fußboden im Altbau erneuern. Dämmen oder Luftschicht lassen?

    Hallo,

    meine Partnerin und ich haben einen Altbau gekauft (BJ. 1930) mit großem Garten und schöner Lage.

    Unser erstes Problem:
    Die Holzfußbodenbretter und die Balkenenden an den Außenwänden im Erdgeschoss haben Feuchte-Schäden und müssen ausgetauscht werden.

    Der Deckenaufbau sieht folgendermaßen aus:

    Keller: Kappendecke mit Stahlträgern, leichte Feuchtigkeit im Keller.
    Oben auf den Stahlträgern der Kellerdecke liegen 80x80 Holzbalken auf. Darauf sind 25mm Holzdielen aufgenagelt. Zwischen Kellerdecke und Dielen sind ca. 10 cm Luft.
    Auf den Dielen lag ein Teppich mit dickem, Feuchtigkeit undurchlässigem Rücken.

    Folge:
    An den Außenwandseiten sind die 8x8 Balken und die Dielen vermodert.

    Vermutlich konnte die Feuchtigkeit aus dem Keller nicht durch den Fußboden (Teppichrücken=Dampfbremse) abziehen. Besonders an der kältesten Stelle, an den Außenwänden ist sie dann wohl kondensiert.
    Auf die Dauer ist das für Holz natürlich nicht so gut.

    Als neuen Fußbodenbelag wollen wir Korkböden und Eichendielen benutzen.

    Zwei Fragen kreisen in unseren Köpfen:
    Ob wir die 10 cm Luftschicht so lassen oder ob wir in den Hohlraum eine Dämmung einbauen sollten?
    Ob es eine erprobte Lösung gibt, die Feuchtigkeit ab zu leiten?

    Wir freuen uns und sind dankbar für Tipps.
    I. und D.
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  2. Fußboden im Altbau erneuern. Dämmen oder Luftschicht lassen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Oft wurden die Luftungslöcher nach außen verschlossen, die für die nötige Luftzirkulation sorgten. Folge ist Schimmel.
    Geht heute wegen der Dämmung ohnehin nicht mehr.
    Mir fällt auf Anhieb eine Ausblas- oder Schüttdämmung ein.

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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Als erstes muß die Ursache gefunden und abgestellt werden. Es kann ein einfaches bauphysikalisches Problem sein, oder aber ein Baumangel ( fehlende Sperrschichten)bzw Undichtigkeiten an Rohrleitungen.
    Bei so lang anhaltender Feuchtigkeit sollte sie zudem Holz und Wände auf pilzbefall kontrollieren lassen. Ist schon Pilzbefall vorhanden, so muß dieser als erstes behandelt werden, ansonsten droht die Gefahr von Neubefall.
    Holen Sie sich am besten einen erfahrenen Fachmann und besprechen Sie alles vor Ort. Viele Feuchteschäden können einfach nicht über das Internet geheilt werden, weil hier niemand den Gesamtüberblick hat
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  5. #4
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    Hallo
    und danke für die Antworten.

    Nächste Woche kommt ein Dämmexperte, der eine Einblasdämmung vertreibt. Er macht auch komplette Altbausanierungen und wir hoffen, dass er die richtige Idee hat.
    Eventuell werden wir die zweischaligen Mauern mit einer Einblasdämmung dämmen lassen.

    Wir haben ein Endoskop bestellt um nachzusehen ob wir in der zweischaligen Wand die Ursache für die Feuchtigkeit erkennen können.

    An der betroffenen Aussenwand befindet sich aussen ein Schacht für die Regenfallrohre der sehr feucht ist.
    Auch das könnte die Ursache sein.

    Zudem wird aussen in der Nähe der feuchten Stelle der Gasanschluss in den Keller gelegt. Also wird dort sowieso gegraben und wir können dann das Mauerwerk des Kellers sehen.

    Schimmel scheint zum Glück nicht vorhanden zu sein. Es riecht jedenfalls neutral und farblich sieht es auch nicht danach aus.

    Grüße
    I. und D.
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  6. #5
    Avatar von Flocke
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    Gut, aber in feuchtes Mauerwerk sollte keine Kerndämmung eingeblasen werden. Die Feuchtigkeitsursache muß vorher gefunden und abgestellt werden. Fallrohre sind beliebte Wasserspender. Bevor Sie extra ein Endoskop kaufen, bei den billigen sieht man sowieso nichts, sollten Sie einen Klpner bitten mit der Rohrkamera das Fallrohr und den Ablauf anzusehen. oftmals ist das Fallrohr verstopft und das Wasser sprudelt bei Regen aus den Verbindungsstellen.
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  7. #6

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    Ein Betrieb hat erstmal ein vorrangiges Interesse - verkaufen.

    Von daher ist eine Beratung durch jemanden, der "nur" an der Beratung verdient, immer vorzuziehen!
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Gut, aber in feuchtes Mauerwerk sollte keine Kerndämmung eingeblasen werden. Die Feuchtigkeitsursache muß vorher gefunden und abgestellt werden. Fallrohre sind beliebte Wasserspender. Bevor Sie extra ein Endoskop kaufen, bei den billigen sieht man sowieso nichts, sollten Sie einen Klpner bitten mit der Rohrkamera das Fallrohr und den Ablauf anzusehen. oftmals ist das Fallrohr verstopft und das Wasser sprudelt bei Regen aus den Verbindungsstellen.
    Bist Du sicher das ein Klempner (Spengler) das macht?
    Ich glaube eher ein Gas Wasser Installateur oder ein Kanalreiniger wäre da richtig.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Hallo
    An Flocke: Das USB Endoskop ist schon bestellt und bezahlt (unter 20,- Euro)
    Wir werden berichten ob es brauchbar ist.

    An Rudolf: Tja, der Klempner und der Spengler...
    Gas Wasser ist bei uns auch ein großes Thema denn momentan wird das Haus mit Nachtspeicheröfen geheizt. Letztens haben wir in einer kalten Nacht 4 Stück angeschaltet. 35 KW/h sind durchgegangen...

    An Ralf: Der Berater berät, der Verkäufer verkauft, der Händler handelt, der Kunde zahlt.

    Heute kommt der Teppich in den restlichen Räumen runter.
    Mal sehen ob wir noch mehr feuchte Stellen entdecken.

    Nochmals danke für die Antworten.
    I. und D.
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  11. #9
    Avatar von applegg
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    Hallo,

    bei uns war ein ähnlicher Aufbau (allerdings ohne das Feuchtigkeitsproblem). BJ 1935
    Wir haben aber dann Dämmung (PUR) + Zementestrich bekommen. Schöner Vorteil, es hat jetzt Fussbodenheizung. Die würde ich nie mehr hergeben wollen !! Das wüürde evtl. auch das Risiko an den Außenwänden minimieren, dass es dort kondensiert. Muss man natürlich wegen der Tragfähigkeit mit dem Archi / Statiker besprechen.

    Nur mal so als Option in den Raum gestellt....

    Grüße
    Stedan
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