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Fragen zu 2 unterschiedliche Wandaufbauten

Diskutiere Fragen zu 2 unterschiedliche Wandaufbauten im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Fragen zu 2 unterschiedliche Wandaufbauten

    Hallo Forenmitglieder,

    ich heiße Michael und bin durch einige Google-Recherchen mehrfach auf euer Forum aufmerksam geworden.
    Da ich nächstes Jahr bauen werde bin ich bereits jetzt schon dabei Ideen und Informationen zu sammeln. Denn ganz unvorbereitet möchte ich in so ein Projekt nicht gehen.

    Wir, meine Freundin und ich, haben bereits mehrere Hausbaufirmen besucht und auch ersten "Kennenlerngespräche" geführt.
    Dabei haben sich 2-3 Firmen herauskristallisiert, welche für uns in die engere Auswahl kommen.

    Unabhängig von den restlichen Leistungen möchte ich die unterschiedlichen Wandaufbauten miteinander vergleichen. Hierbei würde ich mich über rege Diskussion und vielen Tipps euerseits freuen.

    (Die Angaben sind immer von Außen nach Innen!)

    Firma A: (regionale Fertighausfirma mit ca. 700 Häusern im Jahr)

    - Edelputz
    - Armierungsspachtel mit Gewebe
    - 100 mm ökologische Holzfaserdämmplatte
    - 165 mm Holzfachwerkkonstruktion
    - 160 mineralischer Vollwärmeschutz zwischen der Holzfachwerkkonstruktion
    - 8mm Holzwerkstoffplatte
    - Dampfbremsvlies
    - 12,5 mm Gipskartonplatte
    = ca. 30cm Wandstärke

    --> U-Wert: 0,15 W/m²K (lt. Hersteller)

    Meine Gedanken dazu:
    - - keine Installationsebene
    ++ Befestigung von schweren Lasten bis 150 kg ohne weitere Hilfsmittel
    - lt. Aussage vom Hersteller sind wenig Eigenleistung möglich, sogar die Gipsplatten werden vor schon im Werk monitert (wg. Fließbandfertigung wäre die Kostenersparnis sehr gering)
    - Elektroplan muss bereits vor Hausbau komplett fertig sein, Änderung nach Wandstellung schwerer möglich


    Firma B: (regionale Hausbaufirma mit ca 100 Häuser im Jahr)

    - Putz
    - 60 mm Holzfaserdämmplatte
    - 180 mm Holzrahmenkonstruktion
    - 180 mm Holzfaserdämmung zwischen der Holzrahmenkonstruktion
    - 30 mm ***-Diagonalvollschalung
    - 60 mm Holzkonstruktion für Installationsebene
    - 50 mm Dämmung WLG 040 in der Installationsebene
    - 12,5 mm Fermacell
    = ca. 35cm Wandstärke

    --> U-Wert: 0,15 W/m²K (lt. Hersteller)

    Meine Gedanken dazu: (sind eigentliche genau umgekehrt zu oben)
    ++ Installationsebene
    - - Befestigung von schweren Lasten bis "nur" 40kg ohne weitere Hilfsmittel (hier könnte man bei der Hausplanung an potentiellen Bereichen, wie Hochbett Kinderzimmer & Küchenbereich, mit Verstärkungen in der Wand entgegen wirken)
    ++ viel Eigenleistung möglich, bereits ab Dämmung zwischen der Holzkonstruktion möglich
    ++ endgültiger Elektroplan mit Fertigstellung der Installationsebene möglich, kleine Änderungen sind somit weniger problematisch
    ++ ökologischer, da keine mineralische Dämmung verbaut wurde
    - dickere Wandstärke, dadurch geringer Raumverlust im Wohnraum im Vergleich zu Firma A von ca. 10 cm


    Ich habe nun zusätzlich noch folgende Fragen:
    1) was sagt ihr zu meinen Gedanken? Liege ich damit eher auf dem richtigen oder auf dem falschen Weg?
    2) habt ihr Vorschläge wie man den Aufbau durch "kleine" Veränderungen verbessern könnte?
    3) beide Wände haben einen U-Wert von 0,15 W/m²K. Sollte bei einem Neubau nicht bereits
    4) gibt es noch andere Werte auf die achten muss? Es gibt über den U-Wert-Rechner im Netz noch Werte über den Feuchte- und den Hitzeschutz. Ich habe die 2 Wände dort einmal konfiguriert. Da bei mir jedoch andere U-Werte heraus kamen, wollte ich diese zusätzlichen Wert nicht miteinander vergleichen.
    5) bei der Firma B kann als Alternative auch Zellulose als Dämmung einblasen werden. Wenn man so darüber liest, soll dies eine sehr gute Dämmung sein. Als Alternative für Holzfaserdämmung auch?
    6) bei der Firma B übernimmt die ***-Diagonalvollschalung die Aufgabe des Dampfbremsvlieses, so hab ich das im Gespräch verstanden. Ist dies überhaupt ratsam? Andere Firmen nehmen an dieser Stelle OSB-Platten. Was ist der Vorteil von *** gegenüber OSB?


    Wie gesagt, über eine rege Diskussion und vielen Tipps von Euch würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank & Grüße aus dem nördlichen Schwarzwald


    name ge-x-t
    *** ist eine herstellerbezeichnung, osb ist ein gattungsbegriff
    mls, 140529
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  2. Fragen zu 2 unterschiedliche Wandaufbauten

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  3. #2

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    Holzfaserdämmung ist nicht ökologischer als MiWo!

    Vorteil von *** gegenüber OSB - keine Ahnung, frag den Anbieter. Ich sehe eher Nachteile, weil die Luftdichte schwerer herzustellen ist.
    Fermacell ist die rauhere Oberfläche gegenüber GK-B
    Putz ohne Armierung auf Dämmplatten ist rissgefährdet. Fehlt das nur in der Aufzählung oder auch in der Ausführung?

    So richtig haut mich keine der beiden Varianten vom Hocker!



    mich auch ned
    name ge-x-t
    mls, 140529
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  4. #3

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    Also meins (soweit man Putzfassade will) wäre Firma B. Allerdings denke ich schon das auf die Schalung noch ne Folie drauf muß. Deswegen verwenden andere ja OSB-Platten. Wie schauts preislich aus? B müßte doch einiges teurer sein oder?
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  5. #4

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    Mal im Netz geschaut. Diese Schalung soll die Luftdichte herstellen. Ansich wärs schön bio Aber mich würd interessieren was da der qm kostet und was die Holzbauexperten hierzu gegenüber OSB sagen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    erstmal viele Dank für die schnelle Antwort.

    @Ralf: das die 2 Stoffe vom ökologischen her gleich sind, hätte ich nicht gedacht. Ich versuche es mal anderst auszudrücken: Es ist schöner ein Naturprodukt zu verbauen. Deswegen Holzfaserdämmung > MiWo.
    Was die fehlende Armierungsschicht angeht, kann ich jetzt noch nicht beantwort. Ich habe die Infos nur aus einem Kennenlerngespräch. Man kann auch die *** gegen eine OSB tauschen.

    Wie würdest du den Aufbau der Firma B verändert, dass sie für Dich in Ordnung geht? Oder ist da "Hopfen und Malz verloren".

    @flo79: Im Kennenlerngespräch haben wir noch nicht über Preise gesprochen. Somit kann ich über Preis/m2 nichts sagen. Gibt es ein Anhaltspunkt, wo man ungefähr liegen sollte?

    name ge-x-t
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    der nächste "fragebeitrag" mit "***" landet in der tonne!

    ob bauten bspw. aus mauerwerk, beton oder holz errichtet
    werden sollen: für alle gilt -u.a.- die notwendigkeit einer
    vollständigen bearbeitung statischer, bauphysikalischer
    und konstruktiver aspekte. daraus ergibt sich die sinnvolle
    verwendung bestimmter baustoffe - und nicht umgekehrt.
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