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  1. #1

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    Eingebundene Biberkehle und Schornstein in der Kehle

    Hallo,

    inzwischen haben wir uns für einen Dachdecker entschieden. Ende August soll es losgehen. Einige Dinge gibt es noch zu klären.

    Ua. meditieren wir noch über die eingebundene Biberkehle (meine Frau sagt, die Kehlen sind so weit oben, da guckt eh keiner hin... ganz unrecht hat sie nicht...)

    Der Dachdecker selber meint, die eingebundene Kehle sei auch etwas ungünstig, da mitten in der Kehle ein Schornstein sitzt...

    Was sagt der Fachmann dazu, eine Kehle um den Schornstein "herum zu modelieren"?

    Gruß,
    Martin
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  2. Eingebundene Biberkehle und Schornstein in der Kehle

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  3. #2

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    Hallo Eumeltier,

    das ist mal eine Aufgabe, aber wenn sich der Ausführende mit eingebundenen Biberkehlen auskennt, dann klappt das auch mit dem Schornstein in der Kehle, nicht einfach, aber machbar. Wenn die Kehle ordentlich ausgeführt ist, guckt auch Ihre Frau öfters auf das Dach. Wenn der Schornstein evtl. auch mit Biber verkleidet wird, fügt es sich m.M.n. gut in das Dach ein. Wie steht denn der Kamin in der Kehle? ( Entwässert die Kehle auf die Rückseite des Kamines oder steht der Kamin 45° gedreht in der Kehle ( Entwässert die Kehle auf die hintere Ecke des Kamines )
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  4. #3

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    Hallo,

    nen Schornstein (oder auch andere Durchdringungen) in der Kehle mit einzubinden ist grundsätzlich kein Problem.
    Natürlich muß hier - mit mehr oder weniger - Blech gearbeitet werden (selbstredend Schichtstücke)

    Selbstverständlich dauert es länger und ist aufwändiger.
    Aber wie gesagt, unproblematisch. Kehlenerfahrung vorausgesetzt.

    mfg
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    der Schornstein steht 45 Grad in der Kehle. Allerdings nicht vollständig in der Mitte der Kehle, also die Kehle läuft eher auf eine Seite des Schornsteins. Die Ecke des Schornsteins liegt mehr oder weniger im tiefsten Punkt der Kehle.

    Der Schornsteinkopf ist neu gemauert und soll eigentlich so bleiben.

    Gruß,
    Martin
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  6. #5
    Themenstarter

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    So sieht das aus:
    Name:  schornstein.jpg
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  7. #6

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    Hallo Eumeltier,

    die Kehle ist einhüftig, d.h. die Dachneigungen sind ungleich.
    Wie es von hier aussieht ist die Neigungsdifferenz sogar ca. 15 bis 20"

    Egal ob wieder Kronendeckung oder klassische Doppeldeckung, der DD sollte versuchen die Latten der beiden Dachflächen in einem Rhythmus zueinander in der Kehlmitte zusammenzubringen. Ev. jede 3. oder 4. Latte (muß man vor Ort sehen)

    Was das bringt? Na ja die Kehle wird bezüglich der Breite auf der ungleich eingebundenen Seite gleichmäßig(er)
    Beim Kamin solltet Ihr prüfen, ob die Kehle hinter dem Kamin noch fortgeführt werden sollte oder der Rest mit Blech ausgeführt werden soll.
    (Man sieht ohnehin nichts mehr und Blech ist sowieso nötig)

    Wenn der DD keine Kehlenerfahrung hat, kann er hier unmöglich ein optimales Ergebnis erzielen.

    mfg
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  8. #7
    Themenstarter

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    Dh. das Wasser von oberhalb des Schornsteins würde dann in der Blechkehle unterhalb der Biberkehle ablaufen? Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie das Wasser überhaupt fliessen kann, denn schliesslich ist die Kehle eigentlich vollständig vom Schornstein "verstopft". Ok, groß ist die oberhalb liegende Dachfläche nicht...

    Das Dach soll übrigens in Doppeldeckung ausgeführt werden.

    Das mit der Kehle oberhalb des Schornsteins ist ein guter Hinweis, das Stück sieht man vermutlich tatsächlich nicht.
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  9. #8

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    [QUOTEDh. das Wasser von oberhalb des Schornsteins würde dann in der Blechkehle unterhalb der Biberkehle ablaufen? QUOTE]
    Unterhalb der Biberkehle gibts natürlich kein Blech (hab sowas leider auch schon gesehen...)
    Unterhalb der eingeb. Kehle liegt das Kehlbrett, am besten 3-teilig und die Vordeckung.

    Der Kamin (egal ob in der Kehle oder nicht) muß so oder so verwahrt werden. D.h. mit Blech "eingefaßt" werden.
    Und da ist es eine Frage, ob die restliche Kehle (vom Kamin bis zum First) nicht auch mit Blech (ohne Biber) ausgeführt wird.
    Natürlich muß der Übergang Blech/eingebundene Kehle sorgfältig ausgeführt werden (funktional und optisch)
    Dies bedarf aber eigentlich keiner besonderen Erwähnung.

    Doppeldeckung, ok
    Der flache Dachsparren (Widerkehr) ist länger als der steile.
    Die flache Dachneigung (Widerkehr) wird enger gelattet als die steile.
    Beides zusammen ergibt auf der Widerkehr mehr Latten als auf der steilen Seite.
    Wenn der Dachdecker in der Kehlendeckung erfahren ist wird er dies in einem Rhythmus zusammenbringen (hatte ich bereits erwähnt, dies gibt eine bessere Optik...)

    Zu überlegen ist, welche Seite gleichmäßig eingebunden wird. (i.d.R. die steile Seite, würde ich aber vor Ort entscheiden)
    (Bewußt) zu wählen ist auch die Schnittform (jetzt Segmentschnitt, ist allerdings in der Kehlendeckung wesentlich schwieriger auszuführen als Rundschnitt.
    Die Wahl des Herstellers ist auch interessant, insbesondere bei der Auswahl des möglichen Zubehörs.

    Du siehst es gibt einiges zu bedenken.
    mfg
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Biber53 Beitrag anzeigen
    Unterhalb der Biberkehle gibts natürlich kein Blech (hab sowas leider auch schon gesehen...)
    Hmja, drei Fachleute, vier Meinungen... *LOL*

    Ein anderer Dachdecker (nicht, der der das Dach jetzt machen soll), meinte, daß eine eingebundene Biberkehle zwar schick aussieht, aber weit davon entfernt ist, eine perfekte regendichte Eindeckung zu sein. Deshalb würde er immer ein Kehlblech unterhalb der Biberkehle einbauen...
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  11. #10

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    Eumeltier,

    ich habe für 3 Dachziegelhersteller gearbeitet, bundesweit ca. 200 Kehlen eingebaut. In den Landesfachschulen in Potsdam, Schlema und Lehesten habe ich Kehlenkurse abgehalten.
    Solche Kehlen, wie von Dir gezeigt, habe ich bereits mehrfach ausgeführt.
    Was Du hier anführst, z.B. Blech unter der eingeb. Biberkehle, ist einfach nur lächerlich.

    So, damit wünsche ich Dir viel Glück.
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  12. #11

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    PS

    ein DD, der den Unterschied zwischen regensicher und regendicht nicht kennt, kann mit Sicherheit keine eingeb. Biberkehlen ausführen.

    Eine Deckung kann grundsätzlich nur regensicher sein, dies hat mit einer (eingeb.) Kehle gar nichts zu tun.
    Laß Dir dies mal erklären, wenn möglich.

    mfg
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  13. #12
    Themenstarter

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    Hallo,

    mit dem regendicht und -sicher hab ich wahrscheinlich verwurstet :-)

    Eine andere Sache noch:

    Mein Haus hat nach vorne und hinten noch ein Zwerchhaus, sieht von oben so aus:


    Wenn die Wasserführung wie bisher gemacht wird, dann sammelt sich Regen aus ca. 25qm wirksamer Regenfläche in der Kehle und in der seitlichen Traufrinne des Zwerchhauses, wird dann zusammen am Ende der Kehle entlassen und ballert dann das Hauptdach runter. Das scheint mir etwas suboptimal.
    Die bestehende Dachrinne (die zugegebenermaßen ziemlich defekt ist) läuft auch immer an diesen Stellen über.

    Der Dachdecker meinte, man könne die seitliche Traufrinne ja auch mit einem extra Fallrohr entwässern. Nur weiß ich noch nicht so recht, ob mir das optisch gefällt.
    Alternativvorschläge?

    Gruß,
    Martin
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  15. #13

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    Hallo Martin,

    natürlich sollte man das vor Ort anschauen.
    Aber wenn Wasser an einem Punkt zusammenkommt. Rinnenerweiterung, Wasserkasten/-kessel, Prallblech...
    Natürlich sollte auch hier gelten funktional und Optik.

    An Deinem "Zwerchhäusern" könnte auch ein Dachrinne angebracht werden, die Kehle über die Rinne entwässert werden, Rinnengefälle zum Zwerchgiebel, Entwässerung mit Fallrohr in die Rinnen des Hauptdaches.
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  16. #14

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    Martin, Du hattest das Gebäude ja schon mal hier drin.
    Und damals habe ich Dir auch schon grundlegendes dazu geschrieben.

    Wenn ihr die Dachflächen dieses Gebäudes - und dazu wieder mit Biber - fachlich und handwerklich sauber hinbekommt, dann wirst Du ein Leben lang Deine Freude daran haben. Und nicht nur Du.
    Natürlich gehören hier auch die Blecharbeiten dazu und die Ausbildung der Trauf- und Ortganggesimse.
    Schau Dir neu ausgeführte Biberdächer in Deiner Umgebung an.
    Was m.M., aufgrund der niedrigen Traufhöhen, hier gar nicht hingehört sind 5/4 breite Zubehörbiber.

    mfg
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