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  1. #1

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    kann auf schluffigem Ton aufgeschüttet und verdichtet werden...

    Hallo. Eine Frage zum geotechnischen Gutachten.
    Da steht geschrieben:
    GOK zwischen 103,5m - 104,5m.
    …unter einer bis zu 0.5m starken Mutterbodenschicht wurde in einigen Schürfen Aufflüllungen unterschiedlicher Zusammensetzung (schluffiger Ton bis Sand, Ziegelreste) angetroffen. Proben ohne Auffälligkeiten.
    Unter der Auffüllung folgte schluffiger bis stark schluffiger Ton, teilweise mit Holzresten, breiiger bis weicher Konsistenz. Die Mächtigkeit dieser Schicht, variierte von 1 bis 2.0m.
    Unterhalb der bindigen Schichten folgte in allen Schürfen Kies (sandig bis stark sandig), der als feinteilfrei anzusehen ist. Grundwasser zwischen 2.2m bis 2.6m ab GOK. Bei anhalten Niederschlägen und Zeiten mit hohen Grundwasserständen ist mit einem Anstieg des Druckspiegels auf bis zu 104m zu rechnen.
    Gründungsempfehlung: Gelände wird auf 105m aufgeschüttet, also nach abschieben des Mutterbodens ca. 1.5m auffüllen.
    …sind jedoch hinsichtlich der zu erwartenden Setzungen besondere Maßnahmen bei der Ausführung der Gründung notwendig. Es ist vorallem darauf zu achten, dass die mit den weiter unten berechneten Setzungen einhergehenden Setzungsunterschiede schadlos aufgenommen werden können, z.B. durch Ausführung einer entsprechend bewehrten elastischen Bodenplatte oder eines in sich steifen Fundamentrostes.


    So weit die Fakten aus dem Gutachten
    Nun meine Frage.
    Ist es üblich, dass der schluffige bis stark schluffiger Ton (also die Schicht 0,5m – 2,5m unter GOK) drinbleibt, wenn die wie oben steht breiig bis weiche Konsistenz hat.
    Weil weiter im Gutachten steht, dass mit Setzungen (ohne die Auffüllung) von bis zu 2cm zu rechnen ist. Kommt diese Setzung überwiegend aus den breiigen/weichen schluffigen Tonschichten?
    Wenn man diese Schicht auch noch abträgt, sind dann die Setzungen kleiner?
    Oder sind die 2cm Setzungen unkritisch, bei entprechend bewehrter Bodenplatte (klar, der Statiker kann mehr Stahl verlegen, möglich ist viel, vllt. kann man es ihm damit einfacher machen).
    Würde hier lieber auf Nummer sich gehen, und nicht an 1k€ sparen. Eher mehr abtragen oder ordentlich Bodenplatte (z.B. 30er mit "viel" Stahl). Klar, das wird Statiker demnächst entscheiden, aber würde mich gerne vorab informieren bzw. andere Meinungen hören.
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  2. kann auf schluffigem Ton aufgeschüttet und verdichtet werden...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    kommt drauf an.

    gutachten oder dessen wiedergabe und die
    baulichen randbedingungen sind unbekannt/
    unvollständig > nicht ferndiagnostizierbar.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo.
    Was fehlen denn noch für Infos bei dem Gutachten? Kann ja noch mehr dazu schreiben.
    Drin steht ja eine klare Gründungsempfehlung, wie die Nachbaren es wohl gemacht haben.

    Bauvorhaben wäre eine bzw. 2 DHH, ohne Keller, 3Etagen. Grundfläche gesamt, ca 14x14m. Entwurf ist in Arbeit.
    Termin mit Statiker ist demnächst.
    Von einem Nachbar weiß ich, dass die einfach vor einigen Jahren mit Keller, der im Wasser steht, gebaut haben :S
    Andere Nachbaren vor mehreren Jahren, schauen nach Unterlagen...
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was die nachbarn gemacht haben, kann bestenfalls
    e. orientierungshilfe sein, die man sehr, sehr vorsichtig
    nutzen sollte. baugrundeigenschaften können zwischen
    2 benachbarten grundstücken deutlich schwanken,
    "bemessungswasserstände" vor 20 jahren passen heute
    u.u. garnicht mehr.

    zum thema "gründen auf dreck" gibts zweifellos verschiedene
    meinungen - je nach erfahrung und kenntnisstand. ich würde
    mich (als twp - erst recht als bauherr) nicht auf e.
    gründungsempfehlung verlassen, sondern den bgga mit den
    ergebnissen der bopl-berechnung (mit seinen bodenwerten)
    konfrontieren - dann kann man die auf 2 wegen (von unten:
    aus dem boden - von oben: aus der bopl) ermittelten
    setzungen vergleichen und ggfs. die bodenkennwerte
    korrigieren.
    für die zulässigen setzungen/verkantungen gibt es werte,
    die sollten sowohl bgga UND twp kennen oder objektbezogen
    ermitteln (und nicht mit schwammigen umschreibungen
    hantieren).
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  6. #5

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    Wenn GOK 103,5 m - 104,5 m ü NN kann das Grundwasser nur bis 103,5 m NN ansteigen oder gibt es Seen in dem Baugebiet.

    Der Ton ist stark kompressibel und gering tragfähig. Wenn das Holz verrottet gibt es zusätzliche Setzungen.

    Die Gründungsempfehlung erscheint mir gewagt, zumal unter dem Ton ein Kies ansteht. Zu dem Kies liegen keine Angaben vor, es kann davon ausgegangen werden, dass der Kies eine deutlich bessere Tragfähigkeit und geringere Setzungsempfindlichkeit als der Ton aufweist.

    Die Gründungsempfehlung dürfte wenn sie funktioniert eine günstige Lösung sein. Trotzdem sollte eine Gründung auf dem Kies (mit Keller oder mittels Brunnen) untersucht werden.
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  7. #6

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    hallo
    ton im grundwasser - wechselbereich hat so seine eigenheiten.
    ist er trocken ist er fest.
    ist er nass ists eine pampe.
    d.h. mit jedem wechsel des grundwasserhorizonts kann´s zu neuen setzungen kommen.
    ansonsten siehe #2, 4, 5.

    gruss aus de pfalz
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  8. #7

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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    ton im grundwasser - wechselbereich hat so seine eigenheiten.
    ist er trocken ist er fest.
    ist er nass ists eine pampe.
    d.h. mit jedem wechsel des grundwasserhorizonts kann´s zu neuen setzungen kommen.
    Im vorliegenden Fall ist der Ton schon sehr feucht, daher die weiche bis breiige Zustandsform. Wenn Ton nass oder feucht ist, gibt er im Untergrund das Wasser nur sehr langsam ab, da der Ton sehr gering durchlässig ist. Durch das langsame Auspressen des Wassers aus dem Ton infolge der Auflast kommt es zu lang anhaltenden Setzungen.

    Der Ton wird nur an der Erdoberfläche trocknen.

    Es sollte untersucht werden, ob der Ton bei Wasseraufnahme quillt und bei Wasserabgabe schrumpft. Dann kommt es bei Grundwasserschwankungen zu Hebung- und Senkungserscheinungen des Baugrundes.

    Bisher noch nicht erwähnt: Die Bodenanschüttung kann auf dem weichen bis breiigen Ton nicht richtig verdichtet werden. Hierfür sollten Schroppen (Steine 0/150) statisch bis zur maximalen Aufnahmefähigkeit in den Boden eingewalzt werden. Anschließend kann die Bodenanschüttung lageweise in verdichtet eingebaut werden.
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  9. #8

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    hallo
    baut ohne keller d.h ton liegt im grundwasserwechselbereich.

    gruss aus de pfalz
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  10. #9
    Themenstarter

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    Danke schon mal für eure Antwort.

    Ein paar Bilder zum Gucken:
    Boden, die ersten so 70cm:
    https://my.mail.de/dl/2444bf967b22905e9c189f0d794f9ce5

    Hier mal ein Foto, wie der Boden in meinem Eck ab so minus 70cm aussieht.
    https://my.mail.de/dl/b6f0fc6437c85f7e4a58703044ca90a3

    Hier mal das BGGA:
    https://my.mail.de/dl/0b5345c5d5d0795175d457397788670f

    Heute Nachmittag ist ersterTermin bei meinem eigenen Statiker.
    Dort werde ich meine Idee mit der Aufschüttung vorstellen.

    Problem ist aktuell wie gesagt, bin noch in der Entwurfsphase. Ich weiß schon was ich will, Bauamt klärt vorab ob es möglich ist. Dann wird sauber gezeichnet eingereicht. Anfang des nächsten Jahres, je nach Wetter, geht es hoffentlich los. Wahrscheinlich via GU, der dann nach meinen Plänen und der Statik meines Statikers bauen soll, welcher in der Nähe wohnt und laut anderen Baustellen auch gucken kommt und motzt.

    Momentan habe ich wohl ein gutes Angebot von einer Firma die im Umland einiges gemacht hat und die Kunden auch auf Probleme die z.B. der GU nicht erwähnt hinweist. Macht einen guten Eindruck, laut den privaten Kunden. Verdichten auch immer ordentlich, einiges mehr als nötig, was ich von 2 Hauseigentümern hörte.
    Die Firma hat einen großen Haufen sandigen Kies, von MFH Bauten mit Tiefgarage. Den würden die nah abfahren wollen, das wäre dann bei mir.
    Durch frühzeitige Aufschüttung möchte ich auch die Setzung der Auffschüttung minimieren, wenn diese einige Monate dem Wetter ausgesetz ist (so wie es auchim BGGA steht).

    Darf ich mal zusammenfassen.
    Oben schrieb mls, dass es auf Schluff schon ginge (kommt eben drauf an).

    Nebendran gibt es Reihenhäuser, 50m lang, 10 Jahre alt, kein Riss in der Außenfassade erkennbar. Weiß aber (noch) nicht, wie die gegründet habe.

    Wenn ich den sicheren Weg wählen möchte. Einfach die 2m bis zum sandigen Kies/GW abtragen lassen und dann schichtenweise verdichten? (Wie gesagt, lockeren Kies gibt es reichlich in der Nähe, der sowieso weg müsste.)

    Oder lieber das Geld in eine sagen wir mal 35cm Bodemplatte investieren und dort in Stahl, so dass es keine keine Risse in der BoPla bei einer Setzung gibt.

    Kann man da generell was sagen?
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ich bin gespannt, was dein twp zu dem bgga sagt.
    falls das nicht zitierfähig ist, schicks mir per pn
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  12. #11
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    @peter: Ja, es sind Seen in der Nähe, die liegen aber etwas tiefer. Das gesamte Areal (Ausmaß ca. 60x50mm) ist um 1 bis 1.5 m höher aufgeschüttet als drumherum. Habe ich dir als PN gemailt.

    @mls: Wie vorhin geschrieben, Gartenbauer fragen, was Abtrag um so 2m bis auf den Kies so Mehrkosten würde. Wäre die sicherere Variante, wie peter oben auch schon schrieb.
    Bodenplatte wird so ausgelegt, dass diese nicht reißt, also ist mit gleichmäßiger Setzung zu rechnen (ohne Fundament), die keine Risse verursacht. Von Verkantungen bei der Setzung hat er nichts gesagt.

    Gartenbauer meinte vorhin, kann erstmal Grünzeugs wegmachen, und dann in den beiden gegenüberliegenden Ecken ein Loch machen. Dann sieht man genau, wieviel Boden über dem Kies ist. Wenn der Kies/Sand nun ein paar Monate so verdichtet liegen bleibt, sollte es doch nur besser werden?

    Jetz Frage ich mich noch zusätzlich, ob Kies wirklich ok ist. Klar, Schotter zum verdichten ist besser, aber reicht Kies/Sand nicht auch?
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  13. #12

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    Wenn der Kies möglichst früh 1 m höher als benötigt geschüttet wird und der überschüssige Kies kurz vor dem Bau wieder abgetragen wird, können die Setzungen vorweggenommen werden.

    Trotzdem den Baugrundgutachter und den Statiker bezüglich der Anmerkungen in #7 befragen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Hi. Hab mal mitm Planer/Bauleiter geredet. Da es evtl. auch ein wenig schräg ist/unterschiedlich dicke der Schluff-Schicht an den Ecken des Hauses, könnte es sich somit vllt. auch 1-2cm schief setzen, was nit so dolle aussehen täte. "Möglichst" viel bis zum Kies runter ist das sicherste.
    Wieso soll ich 1m mehr aufschütten (habe ich vergessen zu fragen)? Meine Sorge, es regenet und friert vllt. im Winter. Dann kommt Frost, und das verdichtete Material wird auseinander gedrückt und lässt sich dann nur noch sehr schelcht verdichten...
    Weil das wäre meine Bedenken. Deswegen gleich evtl. selber mit Styrodur (was wohl später sowieso drunter soll) nach Verdichtung drauflegen und beschweren, oder so 30cm mehr auffschütten, da ich 30cm Kies noch im Garten unterbringen könnte. 1m wäre zuviel.

    @peter: Was ist der Hintergrund, zu diesem 1m mehr?

    Was ist mit 7, der 7. beitrag hier. Wie der Schluff sich bei Feuchtigkeit verhält... und mit den Steinen..wie gesagt, es ist ein offzielles Gutachten von Dr. tralala Institut und so stehts drin. Mehr nit, inkl. Gründungsempfehlung, hinten, mit Setzungen des Bodens von 2-3cm. Damit wurden da mehrere dutzend Reihenhäuser gebaut. Die 2cm Setzungen sind ja eigentlich recht egal?? wenn es gleichmäßig passiert denke ich... aber ich versuche es ja halbwegs ordentlich & günstig hinzubekommen
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  16. #14

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    Eine Überschüttung mit Boden vor dem Hausbau nimmt die Setzungen zumindest teilweise vorweg.
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