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Schalldämmung durch Decke?

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  1. #1

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    Schalldämmung durch Decke?

    Hallo zusammen,

    seit die Wohnung über uns durch den Vermieter mit Laminat modernisiert wurde, kann man jeden Schritt deutlich dumpf hören. Vermutlich wurde an der Trittschalldämmung gespart. Das stört nicht zuletzt beim Einschlafen sehr. Die neuen Obermieter geben sich Mühe (Hausschuhe, an einigen Stellen Teppiche; komplett Auslegware wollen sie nicht), aber das Problem bleibt. Der Vermieter tut nichts. Umzug ist keine Option.

    Kann man was an der Decke machen? Sie besteht offenbar aus einer heruntergelassenen Rigips-Decke mit Holzbalken und Strohfüllung. 50er Jahre Bau. Kann man die Decke modernisieren oder eine weitere Decke mit Federschienen o.ä. abhängen (leider sind nur ca. 10cm Platz, dann kommt ein Jalousiekasten) oder gäbe es dann Probleme mit der Statik? An wen müsste man sich wenden, Trockenbauer? Wie viel würde das (grob geschätzt) bei ca. 30qm kosten?

    Freue mich über jeden Rat, vielen Dank im Voraus!!
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  2. Schalldämmung durch Decke?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wie sieht der Aufbau unter dem Laminat aus? Weisst du das?

    Decke mit Federschiene bringt etwas - im Vergleich zu starrer Lattung. Aber wenn bei dir schon abghängt ist wird es keinen Unterschied machen.
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  4. #3

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    Schall wird hauptsächlich durch Masse oder Entkoppelung Reduziert.

    Da wirst du mit einer dazu gehängten Decke oder Ausstopfen des Hohlraumes nicht weit kommen.
    Die sinnvollste Lösung wäre für dich gut aber für deinen Nachbarn nicht!
    Laminat raus neue und gute Trittschalldämmung rein oder Trittschallhemmenden Boden verlegen.
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  5. #4

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    Man sollte aber nicht vergessen, dass es sich um ein Gebäude aus den 50ern handelt (Aussage des TE), mit entsprechendem Bodenaufbau. Den zu ertüchtigen dürfte wohl weit über den Einbau einer einfachen Trittschalldämmung hinausgehen.

    Denkbar wäre auch Luftschall der durch den nun "harten" Boden entsteht, und der sich einen Weg in die Wohnung darunter sucht (Installationsschächte? Hohlräume in der Decke?). Es wäre auch gut möglich, dass beim Einbau nicht überall richtig entkoppelt wurde, so dass nun Wände, Rohre (Heizung) oder was weiß ich für eine Übertragung des Schalls sorgen.

    Das herauszufinden ist nicht ganz einfach. Konzentriert man sich jedoch nur auf irgendeine Trittschalldämmung, dann kann es passieren, dass man zuerst viel Geld investiert, und das Ergebnis kein bisschen besser ist.
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  6. #5

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    Ja, das ist entscheidend nur von Oben zu lösen.
    Welcher Belag war vorher dort?
    Sind das neue Obermieter oder waren die schon vorher drin?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Mikelas Beitrag anzeigen
    Schall wird hauptsächlich durch Masse oder Entkoppelung Reduziert.


    Da wirst du mit einer dazu gehängten Decke oder Ausstopfen des Hohlraumes nicht weit kommen.
    Die abgehängte Decke ist ja eine Art der Entkopplung - und schluckt tiefe Frequenzen durchaus. Ob es reicht das Problem in den Griff zu bekommen? Kann nur ein Bauakustiker sagen vermute ich.

    Genauso bringt das ausstopfen von Hohlräumen durchaus etwas - evtl. gibt es ja einen Trommeleffekt, den man so wegbekommt. Aber wissen kann das wieder nur der Bauakustiker

    Zitat Zitat von Mikelas Beitrag anzeigen
    Die sinnvollste Lösung wäre für dich gut aber für deinen Nachbarn nicht!
    Laminat raus neue und gute Trittschalldämmung rein oder Trittschallhemmenden Boden verlegen.
    Der Einfluss der Trittschalldämmung wird meist deutlich überschätzt. Wenn da so Werte wie "20 dB" draufstehen, dann gilt das quasi für den schlechtesten Fall - nackte Rohdecke - Trittschalllage drauf und dann bekommt man die 20 dB. Aber auf einem schwimmenden Estrich erreichst du solche Werte gar nicht - weil der schon so gut entkoppelt das die Bedeutung der Trittschalllage sinkt.
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  8. #7
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    Wie sieht der Aufbau unter dem Laminat aus? Weisst du das?
    Leider nein. Falls die Info hilft: In unserer Wohnung ist der Fußboden rot. Ich denke, der Boden wird über uns aus dem gleichen Material bestehen.

    Denkbar wäre auch Luftschall der durch den nun "harten" Boden entsteht, und der sich einen Weg in die Wohnung darunter sucht (Installationsschächte? Hohlräume in der Decke?). Es wäre auch gut möglich, dass beim Einbau nicht überall richtig entkoppelt wurde, so dass nun Wände, Rohre (Heizung) oder was weiß ich für eine Übertragung des Schalls sorgen.
    Also die Decke klingt, wenn man gegen sie klopft, tatsächlich hohl (sie ist auch nur mit Stroh gefüllt). Ich vermute auch, dass die Wände am Schall (mit)beteiligt sind und dass das Laminat - nach meinem Laienverständnis - nicht schwimmend verlegt wurde.

    Welcher Belag war vorher dort?
    Sind das neue Obermieter oder waren die schon vorher drin?
    Die Mieter sind neu. Vor der Modernisierung lag zumindest in einem Raum auch schon Laminat. Es war so gut wie nichts zu hören.

    Sollte es auf eine abgehängte Decke mit Federschienen hinauslaufen: Reichen dafür die 10cm Platz überhaupt? Wie viel dürfe das in etwa für 30qm kosten?

    Schon einmal vielen Dank für Eure Antworten!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Nooner Beitrag anzeigen
    Also die Decke klingt, wenn man gegen sie klopft, tatsächlich hohl (sie ist auch nur mit Stroh gefüllt). Ich vermute auch, dass die Wände am Schall (mit)beteiligt sind und dass das Laminat - nach meinem Laienverständnis - nicht schwimmend verlegt wurde.
    Vermutest Du also, dass das Laminat auf dem Boden verklebt wurde? Sehr unwahrscheinlich.

    Zitat Zitat von Nooner Beitrag anzeigen
    Sollte es auf eine abgehängte Decke mit Federschienen hinauslaufen: Reichen dafür die 10cm Platz überhaupt? Wie viel dürfe das in etwa für 30qm kosten?
    Man kann eine Decke auch 10cm abhängen, mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass damit das Problem noch nicht gelöst sein wird.

    Betreffs Kosten, am besten ein Angebot einholen. Bei kleinen Flächen kann man schlecht mit Erfahrungswerten hantieren, weil das drumherum mehr Kosten verursacht als die paar m2 selbst. Da spielt dann auch eine Rolle, ob man das Material kilometerweit durch die Gegend schleppen muss, usw. Da kalkuliert dann jeder etwas anders, und bei kleinen Flächen reden wir dann gleich von zweistelligen Prozenten die Einer teurer ist.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Vermutest Du also, dass das Laminat auf dem Boden verklebt wurde? Sehr unwahrscheinlich.
    Ich vermute, dass sich unter dem Laminat zum einen eine minderwertige (zu dünne) Trittschalldämmung befindet und zum anderen, dass das Laminat direkt an den Wänden abschließt (ohne Lücke) und dadurch der Schall zusätzlich über die Wände übertragen wird.

    Holt man ein solches Angebot beim Trockenbauer ein?

    Vielen Dank nochmals für die Hilfe!
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  11. #10

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    Ich vermute
    Mein erster Weg wäre mit den Nachbarn zu sprechen.
    Was sagen die dazu?
    Konntest du dir den fertig verlegten Laminat vor Ort anschauen?
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  12. #11

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    [QUOTE=Nooner;939602]Ich vermute, dass sich unter dem Laminat zum einen eine minderwertige (zu dünne) Trittschalldämmung befindet und zum anderen, dass das Laminat direkt an den Wänden abschließt (ohne Lücke) und dadurch der Schall zusätzlich über die Wände übertragen wird.

    Das Vermute ich auch. Wenn der Schall über die Wände übertragen wird nützt die zusätzliche Decke auch nichts.
    Vielleicht lässt dich ja der Obermieter mal hinter die Randleisten sehen. Dann kannst du erkennen ob der 1 cm Luft zum Rand eingehalten wurde.
    Wenn das Laminat press anliegt wird nicht nur der Schall über die Wände übertragen sondern das Laminat kann auch " hohl " liegen und klappern ;-(
    Falls es doch eine neue Decke werden soll dann JA, das macht der Trockenbauer
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  13. #12
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    Es geht um eine Mietwohnung. In einer Mietwohnung kann ohne Zustimmung des Vermieters keine neue Decke eingezogen werden.

    Im Übrigen bringt das aber auch nichts. Denn die Verschlechterung des Trittschallschutzes beruht auf dem vom Vermieter neu und offenbar fehlerhaft eingebauten Laminat ( = schallharter Belag ). Altbau, Holzbalkendecke und dann Laminat: Manche Vermieter lernens offenbar nie.

    Der Vermieter tut nichts. Umzug ist keine Option.
    Rechtlich ist dagegen wahrscheinlich nichts zu machen. Der Vermieter schuldet nur den grottenschlechten Schallschutz eines Gebäudes aus den 50-iger Jahren. Siehe nachstehendes Urteil des BGH:

    Eine Mietwohnung in einem älteren Gebäude weist, wenn nicht vertraglich etwas anderes vereinbart ist, in schallschutztechnischer Hinsicht keinen Mangel auf, sofern der Trittschallschutz den zur Zeit der Errichtung des Gebäudes geltenden DIN- Normen entspricht. Das gilt auch dann, wenn während der Mietzeit in der Wohnung darüber der Fußbodenbelag ausgetauscht wird und sich dadurch der Schallschutz gegenüber dem Zustand bei Anmietung der Wohnung verschlechtert (Abgrenzung zu Senatsurteil vom 6. Oktober 2004 - VIII ZR 355/03, IBR 2005, 57 = NJW 2005, 218 )

    http://juris.bundesgerichtshof.de/cg...=3&Blank=1.pdf

    Sachverhalt: Eigentumswohnanlage, Gebäude Baujahr 1970. In der DG-Wohnung wird PVC-Belag gegen Bodenfliesen ausgetauscht. Trittschallschutz verschlechtert sich hierdurch in der darunter gelegenen Wohnung. Es wird aber noch der Trittschallschutzwert von 63 dB der DIN 4109 in der Fassung von 1962 eingehalten.

    " Weist das Gebäude im Zeitpunkt der Begründung des Mietverhältnisses tatsächlich einen schallschutztechnischen Standard auf, der höher ist, als der Mieter nach den maßgeblichen technischen Normen vom Vermieter verlangen kann, kann der Mieter im Allgemeinen nicht davon ausgehen, dass der Vermieter ihm gegenüber dafür einstehen will, dass dieser Zustand während der gesamten Dauer des Mietverhältnisses erhalten bleibt. Mangels konkreter - hier weder von der Revision angeführter noch sonst ersichtlicher - Anhaltspunkte für die Übernahme einer dahingehenden Verpflichtung durch den Vermieter kann der Mieter vielmehr sowohl zu Beginn des Mietverhältnisses als auch im weiteren Verlauf nur erwarten, dass die für den Schallschutz einschlägigen DIN-Normen eingehalten werden. Das ist in der Wohnung der Beklagten, wie ausgeführt, der Fall ".

    Die Entscheidung ist kaum nachvollziehbar. Der BGH begründet nicht, warum der Mieter eine Verschlechterung des Zustand seiner Wohnung hinnehmen muß und warum eine DIN-Norm, deren Trittschallwerte bei Mietvertragsabschluß übertroffen wurden, Maßstab für das Mietsoll ist. Der BGH berücksichtigt nicht, daß der Trittschallschutzwert von jetzt 63 dB krottenschlecht ist und der Mieter gemessen hieran einen besseren Wohnungsstandard hatte.
    Der Mieter wird Gefallen an dem Laminat gefunden haben und kaum die Kosten für das Ausräumen und die Verlegung eines besser geeigneten Belags ( = Teppichboden ) übernehmen.

    Bleibt die Kündigung und Anmietung einer anderen Wohnung. Das willst Du auch nicht.

    Lösung: Oropax.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Altbau, Holzbalkendecke und dann Laminat: Manche Vermieter lernens offenbar nie. Rechtlich ist dagegen wahrscheinlich nichts zu machen. Der Vermieter schuldet nur den grottenschlechten Schallschutz eines Gebäudes aus den 50-iger Jahren.
    Tja, Laminat ist eben "IN" und die Wohnung lässt sich besser und zu höheren Preisen vermieten. Vielen Dank für die ehrlichen, wenngleich für uns natürlich nicht unbedingt erfreulichen Worte.
    Ich habe mich mit der Trittschall-DIN-Norm befasst und finde es unglaublich, was da für Werte - auch bei heutigen Neubauten - erlaubt sind. Ich möchte denjenigen kennen lernen, der es schafft, bei einem Trittschall von 48 db einzuschlafen. Von den 1962 gültigen 63 db ganz zu schweigen. Ist es so viel teurer, schalldämmend zu bauen oder warum gibt es solche weit gefassten Normen. In anderen gesundheitsgefährdenden Bereichen - sei es nur der Feinstaub - gelten verhältnissmäßig viel strengere Regeln... Oder ist es nicht allgemein anerkannt, dass Lärm gesundheitsgefährdend ist?

    JWerner153, wir werden mal probieren, ob wir hinter die Randleisten schauen können... Vielen Dank für den Tipp!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Trittschall sind Dämpfungsmaße, keine Lärmpegel.
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  17. #15

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    Tja - wieder ein Fall von Verwirrung, der vermieden hätte werden können, wenn man überall die korrekten Einheiten benutzen würde...
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