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  1. #1

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    Keller mit GK verkleiden

    Hallo,

    mein Reihenhaus aus den 70ern hatte 40 Jahre lang den Keller mit Feder/Nut-Latten an den Wänden verkleidet auf ca. 2cm dicker Lattung. Darunter noch alte Tapete. Der Keller verfügt über eine Heizung welche ich aber nur im Modus "Frostschutz" betreibe. Die verschiedensten Leitungen waren unter den Latten Aufputz verlegt, und neue Leitungen werden nun ebendso verlegt. Gefühlt ist der Keller recht trocken. Gemessen habe ich die Feuchtigkeit noch nicht. Auf der alten Tapete ist keine Spur von Schimmel oder so zu erkennen - ich weiss jedoch natürlich auch nicht, ob und wie der Vorbesitzer den Keller geheizt hat.

    Ich möchte nun nach getanen Arbeiten den Keller mit GK verkleiden und glatt spachteln lassen und danach streichen. Spricht etwas dagegen? Ich will natürlich vermeiden, das mir hinter der GK-Wand der Keller wegschimmelt. Ich denke aber auch, wenn 40 Jahre lang Holzlatten die Wand "versteckten"...?!
    Würden Feuchtigkeitsmessung im Keller bei einer Entscheidung helfen? Über welchen Zeitraum sollten diese erfolgen? Ich habe ein Gerät welches Feuchtigkeit und Temperatur aufzeichnen kann.
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  2. Keller mit GK verkleiden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Ich hol das nochmal hoch..... vielleicht hat ja jemand bei dem schönen Wetter eine Idee
    Ich habe inzw. einen Logger im Keller.... rel. Luftfeuchte so im Bereich von 45 - 50% bei um die 17°.
    40 Jahre lang Holzpanele mit Tapete drunter an der Wand. Kein Schimmel auf der Tapete sichtbar.

    Kann man ruhigen Gewissens eine GK-Verkleidung empfehlen?
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  4. #3

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    Wofür die GK Verkleidung, wenn die die Holzverkleidun nicht mehr gefällt, nimm sie halt runter, mach die Tapete ab und maler neu
    Oder habe ich was falsch verstanden?
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  5. #4
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    Falsch verstanden.... klares jain ... siehe teilweise 1. Beitrag... Holzverkleidung ist unten weil mehrere 100m Kabel auf der Wand verlegt wurden... die find ich jetzt nicht so sexy anzuschauen und würde gerne verkleiden. Keller ist auch nicht verputzt. Die alte Tapete war also auf die Handstrich-verfugten KS Steine (eine Wand) bzw. Betonaussenwand (3 Wände) geklebt.
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  6. #5

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    Mit dem Datenlogger fasst du nur die Wohnnutzung nicht aber die Oberflächentemperaturen. Die brauchst du zwingend um bewerten zu können ob eine verschlossene Wand funktioniert oder nicht. Entweder du machst eine hinterlüftete Konstruktion draus oder du gehst das Risiko ein - wobei man sagen muss das Holzschalungen weit weniger luftdicht sind als es eine Gipskartonwand sein wird.

    Lüftungsöffnungen kann man mit etwas Hirnschmalz kaschieren und "optisch" aufwerten.
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  7. #6

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    Ich benutze Datenlogger mit Oberflächentemperaturfühler, das löst das Problem aber nicht.

    Schimmelpilze wachsen auch nicht sichtbar. Schimmelpilze wachsen im Untergrund. Schimmelpilze lieben saurere ph-Werte und brauchen Feuchte und Substrat. Also haben diese auf GK einen Bombennährboden.
    Auch wenn nun nichts sichtbar wächst "könnte" ein gewisser Bewuchs vorhanden sein. Sporen sind sicher überall.
    Schimmelpilz wird je nach Gattung häufig xerophyl und hat dann einen sehr geringen Feuchtigkeitsanspruch. Mancher Gattung reicht dann schon 60 % rel. Feuchte an der Bauteiloberfläche.
    Und nun? Kommt warm feuchte Luft in den Keller, dringt an die nicht uftdichte Kelleraußenwand und auch an den GK? Es bildet sich Tauwasser das eventuell reicht um einen aktiven Bewuchs zuzulassen?
    Lüftungsöffnungen wären da eher kontraproduktiv. Holz ist wie bereits zuvor beschrieben nicht nur luftdurchlässiger, sondern auch resistenter gegen (die meisten Bau-)Schimmelpilze. Ich halte die ganze Idee für sehr sehr ungeeignet.
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  8. #7
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    OK, welche Alternativen habe ich dann? Ist unbehandelte Holzpanele eine Alternative? Zumal die letzten 40 Jahre...... ich kann mich gerne von GK verabschieden (ok, eigentlich nicht soooo gerne ). Ich will auf jedenfall kein Schimmel im Keller züchten! Ich will aber auch nicht unbedingt den Blick auf die Kabel....
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  9. #8

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    Wie groß ist die Wand? (Fläche)
    Wie soll der Raum zukünftig genutzt werden?

    Vielleicht als Alternative mal über zementbasierende Platten nachdenken, oder die Wand einfach verputzen.
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  10. #9
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    ein kleiner Teil Werkstatt (abgetrennt durch eine Art "Zwischenwand")sowie "Hobbyraum" - vielleicht eine Tischtennisplatte oder ähnliches.

    Der Raum hat so 30qm. Davon:
    ~7m 20cm Stahlbeton - auf der anderen Seite der Wand befindet sich die 7m Wand des Nachbarn (Reihenhaus)
    ~4m 20cm Stahlbeton - auf der anderen Seite der Wand befindet sich Erdreich (Nordseite)
    ~4m 20cm Stahlbeton - auf der anderen Seite der Wand befindet sich Erdreich (Südseite) mit einer Terasse obendrüber
    ~7m 17,5cm KS-Stein - Innenwand
    Der Raum verfügt über eine ca. 1,5x1,5m Stahlrippenheizkörper dessen Ventil wir jedoch aktuell auf "Frostschutz" stehen haben.
    Durchgehend würden wir den Raum wohl nicht beheizen - nur bei Nutzung.

    Verputzen.... da müssten die Kabel mit eingeputzt werden?! Halte ich für nicht so gut.

    So sieht es aktuell aus:
    020.jpg 019.jpg 002.jpg

    So sah es vorher aus:
    KG, großer Raum, rechts.JPG KG, großer Raum, links.JPG
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  11. #10

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    OK, die Menge an Leitungen in der Wand zu versenken ist sicherlich nicht der Brüller, da stimme ich zu.

    Kennst Du den Wandaufbau? Tatsächlich nur 20cm Beton, und innen dann eine Innendämmung und GK Platten? oder verputzt?
    Ist beim Nachbar der Kellerraum beheizt?

    Also ich tendiere immer mehr dazu die Wand einfach abzustellen. Hat bisher ohne Hinterlüftung funktioniert, die Rahmenbedingungen scheinen wider Erwarten auch günstig zu sein, da könnte man das riskieren. Ich habe bei mir einen ähnlichen Kellerraum, auch seit fast 40 Jahren problemlos, und das obwohl die Theorie sagt, dass es nicht funktionieren dürfte. Als der Raum vor 40 Jahren gebaut wurde, hat sich niemand darüber Gedanken gemacht. Mag sein, dass bisher eine Menge glück dabei war, vielleicht ist es aber auch nur ein Zeichen dafür, dass es neben der Theorie auch noch eine Praxis gibt.
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  12. #11
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    Ich weiss nicht was vor den echten zwei ~4m Außenwänden ist. Kann in der Baubeschreibung nichts finden.... also vielleicht etwas Teer, Bitumenmasse oder was man auch immer in den 70ern draufgeschmiert hat. Innen ist jedenfalls unter der Tapete die rohe Betonwand. Kein Putz, keine Innendämmung.... kein gar nix.

    Die Wand zum Nachbarn hat aussen eine 2cm Luftschicht zwischen meiner Betonwand und seiner Betonwand.
    Hinter seiner Betonwand liegen unbeheizt: Heizungskeller (Gasheizung + sicherlich Waschmaschine), Treppenhaus, Hausanschlussraum.
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  13. #12

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    Noch ein paar Gedanken dazu. (Legen wir mal die Fachbücher beiseite).

    Ob die Sache kippt wird auch wesentlich von der Nutzung abhängen und von der Feuchtigkeitsmenge die eingetragen wird.
    Wenn da nur Beton gegen Erdreich steht, dann geht im Winter die Oberflächentemperatur ganz ordentlich in den Keller, vor allen Dingen im oberen Bereich. Andererseits kann ein Feuchtigkeitüberschüss der zu Kondensat führt, aufgrund der sporadischen Nutzung auch wieder abtrocknen. Es muss also nicht zwangsläufig zu einem Schaden kommen.
    Bei der Wand zum Nachbarn dürfte das zudem nicht ganz so kritisch sein.

    Eine Hinterlüftung könnte hier sogar kontraproduktiv sein, denn erst die Hinterlüftung führt auch feuchte Luft an die kalte Betonwand. Eine ruhende Luftschicht, evtl. sogar eine Dämmlage, könnten der bessere Weg sein.

    So lange in den Kellerräumen keine Sauna betrieben wird, könnte ich mir gut vorstellen, dass die Konstruktion dauerhaft funktionsfähig bleibt.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Halbwissender Beitrag anzeigen
    Lüftungsöffnungen wären da eher kontraproduktiv.
    Weil? Weil ein Keller bei geringfügiger Nutzung auch schimmelt? Sich durch reine Anwesendheit eines Menschen mit Wasserdampf füllt und dieses die Wände hinunter läuft? Wo um gottes Willen soll die Feuchtigkeit aus einer sporadischen Nutzung herkommen? Und wie soll dieser Wasserdampf innerhalb einer Belüftung schädlich sein? Dann schimmelt es überall und ist es dann der Vorsatzschale zu zutragen? Nein, sondern dem falschen Nutzerverhalten. Laut den Aussagen des TS ist der Keller trocken, die Bauwerksabdichtungen vollführen also ihren Zweck. Wenn die Bauwerksabdichtung versagt, dann lüftet man diesen Feuchteeintrag nicht weg und auch dort ist dann nicht die Wand das Problem sondern wohl eher die Nutzung und damit die Temperierung der Kellerräume. Interessant wird es doch erst bei einer gedämmten Vorsatzschale die einen entsprechend hohen Wärmedurchgangswiderstand hat und die Außenfläche zur Temperatur abschotten. Eine Miterwärmung findet dann nur noch gering statt und man holt sich über die geänderte Wärmekurve ggf. den Taupunkt auf die Wandinnenfläche.

    Wer jetzt meint, ein GKB hätte so viel Widerstand dass hier auch nur annähernd 2-3 Grad Unterschied bestünden, dem kann man auch nicht helfen. GKB dürfte unter dessen wesentlich diffusionsoffener sein als es eine Beton oder Mauerwerkswand ist. Wie will man eine ruhende Luftschicht denn so abschotten dass sie als ruhende Luftschicht angesehen werden kann? Luftdichte Dosen? Wenn man Angst vor dem bösen Wasserdampf hat? Wo kommt der Antrieb her eindiffundierte Feuchtigkeit wieder aus der ruhenden Luftschicht hinaus zu transportieren? Ansonsten summiert sich doch was eindiffundiert auf, weil es auf Material trifft was diffusions dichter ist. Ich glaube nicht, dass im Sommer die Erde so warm ist, dass hier ein großes Temperaturdelta aufritt und die Moleküle wieder das bestreben haben zum Raum inneren zu wechseln?

    Ziel ist es doch bei der Hinterlüftung nicht, die Bauteile vor Wasserdampf abzuschotten, sondern eher den Feuchtetransport auf der Oberfläche zu gewährleisten. Das stellt man sicher, wenn auch Luft, die tragfähig ist an der Oberfläche entlang "streichen" kann und damit Moleküle mitnehmen kann um sie dann am Ende durch das Lüften hinaus zu befördern.

    Liegen die Oberflächentemperaturen unter dem was gewünscht ist bei der Nutzung, muss man schlicht sagen dass der Raum dafür nicht zu gebrauchen ist. Wenn kleinst Mengen an Wasserdampf schon zum kollaps führen. Da hilft dann auch keine ruhende Luftschicht oder andere Spielereien.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    feelfree
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    Zitat Zitat von OlliL Beitrag anzeigen
    Ich will aber auch nicht unbedingt den Blick auf die Kabel....
    Ein weißer Kabelkanal an der Wand direkt unterhalb der Decke würde mich nicht stören.
    Und die Tapete ist doch klasse!
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  17. #15

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    Nur zur Erinnerung, die Konstruktion war nun Jahrzehnte ohne Hinterlüftung funktionsfähig. Warum sollte sich das jetzt schlagartig ändern?
    Die geplante Nutzung spricht eher für einen geringen Feuchteeintrag, und das bisschen Feuchtigkeit, das sich an der Wandoberfläche niederschlagen könnte, kann sicherlich auch wieder abtrocknen. Wenn dem nicht so wäre, dann wäre die Tapete hinter der Verkleidung bereits schwarz. Tatsächlich aber ist sie staubtrocken (Aussage des TE) und auch die Bilder zeigen nichts was auf Feuchtigkeit oder gar Schimmel schließen lässt.

    Bei der sporadischen Nutzung tritt nur an wenigen Stunden ein Dampfdruckgefälle auf das überhaupt Feuchtigkeit in die Konstruktion treiben könnte, und bereits am nächsten Tag werden sich die Verhältnisse umkehren, und die Oberfläche wird wieder abtrocknen. Deswegen auch mein Kommentar mit der Sauna, denn es braucht schon extreme Verhältnisse um wirklich relevante Wassermengen in die Konstruktion zu bringen. Ein paar mg Wasser jucken hier nicht die Bohne.

    Ich würde hier nicht hinterlüften um erst gar nicht feuchte Luft zwischen die Schichten zu bringen. Wenn der Raum dann sporadisch genutzt wird, könnte schlimmstenfalls eine geringe Menge Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche kondensieren, aber die wird keine Zeit haben um überhaupt in die Tiefe einzudringen. Erhöht man zudem noch die Oberflächentemperatur (Heizkörper an der Außenwand), dann ist es sogar unwahrscheinlich, dass hier überhaupt größere Mengen an Kondensat entstehen können.

    Bei einem Wohnraum, Küche, Bad, Saune wäre die Herangehensweise natürlich anders, aber bei einer kleinen Werkstatt/Hobbyraum die alle Schaltjahre mal genutzt wird?
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