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Schimmel, Bläue, oder was ist das?

Diskutiere Schimmel, Bläue, oder was ist das? im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Schimmel, Bläue, oder was ist das?

    Hallo,

    ich habe gerade ein Kantholz abhobeln lassen. Jetzt, wo ich wieder zuhause bin, fällt mir folgendes auf: Es gibt eine graue Schicht im Holz. Man sieht auf der ungehobelten Seite (oben im Bild) das graue, als auch auf der gehobelten Seite (unten im Bild).

    Von Schimmelsporen ist nichts zu sehen. Was ist das? Schimmel, Bläue, oder sonst was. Das Kantholz gehört zu einer Untersparrendämmung und ist somit später nicht mehr kontrollierbar.

    Gruß Wolf

    Holz_Schimmel_bläue.jpg
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  2. Schimmel, Bläue, oder was ist das?

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  3. #2
    Stolzenberg
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    Das ist optisch entwertetes Splintholz. Bläuepilze greifen die Holzstruktur nicht an, sind aber ggf. der Wegbereiter für eine spätere Holzfäule. Also ein "Holzfehler"...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Noch etwas zum Hintergrund: Ich hatte letzten Winter ein Kälte/Kondensations-Problem an unserer Dachbodentreppe. Das Problem ist seit einem Jahr behoben. Ich mußte jetzt aus einem anderen Grund die Untersparrenebene nochmals öffnen und habe dabei folgendes Kantholz entdeckt:IMG_2971.jpg
    Das ist offensichtlich Schimmel und hat auch schon solche Punkte, von denen Sporen vermutlich abgehen.

    Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mir neue Kanthölzer besorgt - die vom ersten Beitrag. Ich war auch nochmals beim Händler wegen des Befalls. Der meinte, daß das Holz halt mal feucht war, jetzt aber trocken und unbedenklich.

    Jetzt weiß ich nicht, ob man das neu besorgte Holz mit Bläue?, oder das alte Holz mit Schimmel verwenden kann, oder ob ich nochmals neues Holz besorgen soll. Ich will auf alle Fälle ausschließen, daß das andere Holz befallen wird.

    Gruß Wolf
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  5. #4

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    Holz, das einen gewissen Bläuepilzbefall hat, kann getrost verbaut werden.
    Wenn es denn kontinuierlich feucht wäre, so dass man Bedenken wegen Holzfäule haben müsste, hat man ein ganz anderes Problem.
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  6. #5
    Stolzenberg
    Gast
    Altes Holz mit Schimmel? Geht gar nicht!

    Gipskarton und Holz sind die No-Go's... - Das ausgebaute Holz gefällt mir gar nicht. Schon einmal über die Verteilung der Sporen nachgedacht?

    Falls Da ein Handwerker beim Ausbau beteiligt war kannst Du ihm in den Ar... treten und nach der Deckungssumme seine Haftpflicht fragen...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Gipskarton und Holz sind die No-Go's
    ??? Holz ist doch für Gipskarton eine zulässige Unterkonstruktion.

    Das ausgebaute Holz gefällt mir gar nicht. Schon einmal über die Verteilung der Sporen nachgedacht?
    Mir gefällt das Holz auch nicht. Aber ich sehe setzt auch kein Riesenproblem: Die Ursache des Schimmels ist abgestellt und es waren nur die drei an der Problemstelle anliegenden Kanthölzer betroffen. Also deswegen kann ich nicht den Dachstuhl rückbauen lassen... und das Gewerk wurde von einem Handwerker ausgeführt.
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  8. #7
    Stolzenberg
    Gast
    Schimmel an Holz und/oder Gipskarton ist schimmelbeseitigungstechnisch ein No-Go. Heißt Gipskarton nahezu unmöglich und bei Holz aufwändig.

    Natürlich baut man wegen so etwas nicht den ganzen Dachstuhl zurück, da ja im "Normalfall" das gesamte Gebäude abgerissen wird. Da ist der Dachstuhl ja dann dabei!

    Wenn man so etwas ausbaut, dann werden zuvor die Sporen mittels H-Sauger abgesaugt und/oder die befallene Stelle mit einem "Schimmelmittelchen" eingesprüht damit sich eben KEINE SPOREN MOBILISIEREN können. Aber wenn Du kein Riesenproblem darin siehst, dann gebe ich Dir dahingehend Recht. Es ist kein "Riesenproblem" wenn man 25 Sekunden den Staubsauger anmachen MUSS, macht man es nicht KANN es zu einem Riesenproblem WERDEN. Aktuell ist daher sicherlich KEIN Riesenproblem.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Schimmel an Holz und/oder Gipskarton ist schimmelbeseitigungstechnisch ein No-Go. Heißt Gipskarton nahezu unmöglich und bei Holz aufwändig.
    ok - jetzt verstehe ich das. Das habe ich aber auch nicht vor.

    Natürlich baut man wegen so etwas nicht den ganzen Dachstuhl zurück, da ja im "Normalfall" das gesamte Gebäude abgerissen wird. Da ist der Dachstuhl ja dann dabei!
    Das ist wohl als Scherz zu verstehen. Nachdem wir 2012 gebaut haben und uns damit auch auseinandergesetzt haben, vermute ich mal aus dem Bauch heraus, daß vermutlich beim Thema Dampfsperre 1/3 bis zur Hälfte der neu gebauten Häuser so ihre Schimmelproblemecken haben. Nicht im sichtbaren Raum, eher im Bereich Bodentreppen zum Dachspitz und in der Ebene überhalb der Dampfsperrschicht. Ich habe inzwischen genügend "Probleme" in diesem Bereich bei uns lokalisiert aufgearbeitet und ich glaube, daß es in vielen Neubauten halt so vor sich hingammelt, solange es nicht offensichtlich ist, daß was nicht stimmt.

    Wenn man so etwas ausbaut, dann werden zuvor die Sporen mittels H-Sauger abgesaugt und/oder die befallene Stelle mit einem "Schimmelmittelchen" eingesprüht damit sich eben KEINE SPOREN MOBILISIEREN können. Aber wenn Du kein Riesenproblem darin siehst, dann gebe ich Dir dahingehend Recht. Es ist kein "Riesenproblem" wenn man 25 Sekunden den Staubsauger anmachen MUSS, macht man es nicht KANN es zu einem Riesenproblem WERDEN. Aktuell ist daher sicherlich KEIN Riesenproblem.
    Hier spricht wahrscheinlich der "Experte". Und das wird auch genau so seine Richtigkeit haben. Ich weiß nicht mal, was ein H-Sauger ist. Wahrscheinlich ein Sauger mit Feinfilter. Da wir eine Untersparrendämmung haben und dort der Problembereich war, wird durch die Dampfsperre nichts weiter nach oben gelangt sein. Ich würde auch nicht zufrieden sein, wenn ich die Ursache der Feuchte nicht gefunden und abgestellt hätte. Ich kann an den Problemstellen noch mit Alkohol die Folie reinigen und die Untersparrendämmung an der Stelle nochmals genau begutachten. Wenn was ist, wird's ausgetauscht. Den Schimmel an den drei Kanthölzern habe ich übrigens erst nach dem Ausbau entdeckt.

    Gruß Wolf
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  10. #9
    Stolzenberg
    Gast
    zu 1: Richtig verstanden.

    zu 2: Auch richtig verstanden und Deine Vermutung kann ich bestätigen. Empfehlung: Nicht durch den Geber der Gewährleistung herunterspielen lassen. Lieber eine Bauteilöffnung zu viel! Da werden die Planer und Architekten aber sicherlich noch etwas zu sagen!

    zu 3: Filterklasse HEPA (H13 / H14) hat einen Gesamtabscheidegrad von 99,95 bis 99,995%. Partikelgröße bis 0,1 Mikrometer... Folie kann man mit Alkohol reinigen, aber es gab hier mal ein Thema wo Mittel benannt wurden ohne gelöscht zu werden.
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  11. #10
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    Zum Abschluß: Ich habe mir nochmals Kanthölzer besorgt - diesmal über jeden Zweifel erhaben, habe die Folie noch mit Alkohol gereinigt, werde das ganze wieder zusamenbauen und der Fall ist damit für mich abgeschlossen. Vielen Dank an alle, die hier geantwortet haben.

    Wolf
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  12. #11

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    @Stolzenberg

    Eins versteh ich hier nicht. Sporen sind überall und Sporen können nur dann auskeimen wenn die für den Pilz/Schimmel notwendigen Umgebungsbedingungen herrschen. Zum Auskeimen braucht es doch auch nur eine Spore also was willst du mit einem Absaugen erreichen? Alle Sporen erwischt man nie. Abtöten kann man auch keine Sporen. Das ist ja das geniale Prinzip dieser Fortpflanzung über Jahre bis Jahrtausende abzuwarten bis die Bedingungen stimmen und dann auszukeimen.
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  13. #12
    Stolzenberg
    Gast
    Ist eigentlich auch weniger ein Verständnisproblem als die Abwägung statistischer Wahrscheinlichkeiten und ein bisschen gesunder Menschenverstand...

    Was im Sauger verschwindet kann nicht anderweitig mobilisiert werden, was feucht ist kann bei der Entfernung nicht davonfliegen (Airless-Geräte vorausgesetzt), was abgetötet oder inaktiviert ist kann keinen neuerlichen Befall verursachen. Natürlich gibt es ebenso wenig eine sporenfreie Luft wie es auch keine asbestfreie Luft gibt. Pflanzenliebhaber mit Hydrokulturen im Wohnbereich potenzieren hier sogar das Risiko.

    1. Zum Verständnis: Die fachliche Betrachtungsweise ist eher an die Statistik angelehnt wie man es auch bei einer Expositions-Risiko-Beziehung macht. Minimiere das Risiko bedeutet nicht dass es kein Restrisiko gibt. Daher ist bei einer fachlich guten Sanierung sicherlich auch eine Schwarz-Weiss-Trennung anzutreffen. Sieht man nur leider zu selten...

    2. Bitte präzisiere Deine Aussage "Abtöten kann man auch keine Sporen"!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Stolzenberg Beitrag anzeigen
    2. Bitte präzisiere Deine Aussage "Abtöten kann man auch keine Sporen"!
    Biologie ist ja schon ein wenig her, aber bei den Sporen über die wir hier reden handelt es sich ja um Exosporen und gerade diese gelten als extrem widerstandsfähig. So gibt es Exossporen welche man in Grabkammer der alten Ägypter gefunden hat, welche immer nnoch keimfähig waren. Ebenso überstehen viele Exosporen radioaktive Bestrahlung, da im Grunde kein Stoffwechsel stattfindet wirken auch chemische Mittel schlecht.

    Ich habe manchmal den Eindruck, mit dem Begriff Sporen kann man ganz gut Geld verdienen und anstatt die Ursachen abzustellen wird gerne abgelenkt auf die bösen Sporen.

    Bitte erklär mir doch statistisch wie du das Risiko minimieren willst wenn statistisch eine Spore ausreicht......?? Wenn ich zwei Sporen habe und das Risiko das diese auskeimen bei 40% liegt , wo liegt dann das Risiko bei einer Spore?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Das Risiko liegt doch in der Belastung der Raumluft. Die ist beim BEFALL weitaus höher als das NATÜRLICHE Vorkommen. Wenn ich Asbest hochreiße und es nicht binde, habe ich eine außerordentliche Belastung - die gillt es zu unterbinden. Weil die Gefahr, durch die höhere Belastung krank zu werden höher ist als durch weniger konzentrierte Belastung der Raumluft.

    Das einmalige hohe Aussetzen von Asbestfaserstäuben kann zwangslaufig zur späteren Krankheitsfolge Krebs führen. KANN, aber nur weil KANN bedeutet es doch nicht dass ich Schutzmaßnahmen weglassen kann? Ähnlich ist es bei Sporen durch Schimmel oder was auch immer.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Das Risiko liegt doch in der Belastung der Raumluft. Die ist beim BEFALL weitaus höher als das NATÜRLICHE Vorkommen. Wenn ich Asbest hochreiße und es nicht binde, habe ich eine außerordentliche Belastung - die gillt es zu unterbinden. Weil die Gefahr, durch die höhere Belastung krank zu werden höher ist als durch weniger konzentrierte Belastung der Raumluft.

    Das einmalige hohe Aussetzen von Asbestfaserstäuben kann zwangslaufig zur späteren Krankheitsfolge Krebs führen. KANN, aber nur weil KANN bedeutet es doch nicht dass ich Schutzmaßnahmen weglassen kann? Ähnlich ist es bei Sporen durch Schimmel oder was auch immer.
    Genau das sehe ich ja ein, aber hier war die Rede von " damit sich eben KEINE SPOREN MOBILISIEREN können" und da ist nach meinem Verständnis die Anzahl der Sporen sekundär. Zumal was bedeutet eigentlich "mobilisieren".
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