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Schallschutzwand zur Einliegerwohnung

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  1. #1

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    Schallschutzwand zur Einliegerwohnung

    Moin,

    ich bin gerade dabei einen Teil meines Hauses zu einer Einliegerwohnung umzubauen. Aktuell sind beide Wohneinheiten noch mit einer Tür verbunden, diese will ich nun schließen und noch einen möglichst effektiven Schallschutz davor errichten.

    Die Wand mit der Verbindungstür ist ca. 2,5m lang und aus Holzständern mit Gipsfaserplatten. Aufgrund der vorhandenen Türen habe ich nur 10,5cm Platz für die Schallschutzwand.

    Geplant ist aktuell in diesem Bereich den Fußbodenaufbau zu entfernen um auf der Rohdecke zu beginnen. Beim Wandaufbau dachte ich an 60mm KVH als Grundkonstruktion, welche ich doppelt mit 12,5er GK-Platten beplanken will. Das Gefach soll voll gedämmt werden, hier könnte ich auch noch Empfehlungen zum Material gebrauchen.

    Die Frage ist aber eigentlich ob die 2cm Luftschicht zwischen den beiden Wänden ausreichend sind, oder ob ich da mehr brauche um effektiv den Schall zu bremsen? Ich lese immer wieder, dass die Entkopplung beider Wände für den Schallschutz am wichtigsten ist. Darf die Innendämmung dann eigentlich die andere Wand berühren, oder muss ich da noch irgendwas einbauen um das zu verhindern?

    Vorschläge zu einem komplett anderen (besseren) Aufbau nehme ich auch gerne an. Die Materialkosten sind mir hierbei recht egal, es muss nur gut funktionieren.
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  2. Schallschutzwand zur Einliegerwohnung

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  3. #2

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    Schau mal bei den Herstellern von Gipskartonplatten, die haben dazu eine Menge Unterlagen, auch was die Schalldämmung betrifft. Das alles hier aufzuführen würde einen thread sprengen.

    Ich würde an Deiner Stelle mal überlegen, ob man die Öffnung nicht mit schweren KS Steinen zumauern kann. Diese erreichen bei tiefen Frequenzen vermutlich eine bessere Schalldämmung. Damit würde die ehemalige Tür zumindest nicht zu einer Schwachstelle, da sie vermutlich auch besser den Schall dämmt als die bestehende Wand.

    Wenn der Rest der Wand auch nur mit ca. 10cm Stärke ausgeführt ist, dann wäre zu überlegen, ob man nicht gleich die komplette Wand hinsichtlich Schalldämmung optimiert. Solltest Du beispielsweise die Einliegerwohnung vermieten wollen, wäre eine Trennung die auf Schalldämmung optimiert ist, sicherlich nicht verkehrt. Eine einfache 11cm Holzständerwand ist hinsichtlich Schalldämmung nicht so der Brüller, schon gar nicht wenn damit 2 unterschiedliche Wohnbereiche voneinander getrennt werden sollen.
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  4. #3
    planfix
    Gast
    Beim Wandaufbau dachte ich an 60mm KVH
    die profile der Gk hersteller sind eigentlich einfach zu verarbeiten. eventuell sogar billiger.
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  5. #4

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    Was mir gerade noch so einfällt, wenn die vorhandene Wand eine Holzständerkonstruktion ist, wäre die überhaupt zulässig zur Trennung von 2 Wohnungen? (Brandschutz?)
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Was mir gerade noch so einfällt, wenn die vorhandene Wand eine Holzständerkonstruktion ist, wäre die überhaupt zulässig zur Trennung von 2 Wohnungen? (Brandschutz?)
    Beim Neubau sicherlich nicht, bei einer Umnutzung im Bestand sehe ich da kein Problem. Ansonsten müsste ich ja auch alle anderen Berührungspunkte nachträglich verändern um vermieten zu dürfen...

    Bei den anderen Übergängen habe ich aber immer eine Art "Pufferzimmer" dazwischen, welches ich selten bis gar nicht nutze. Der Schallschutz interessiert mich daher auch nur an dieser Stelle.

    Die Datenblätter der GK Hersteller kenne ich zum Teil, daher habe ich ja auch, dass doppelt GK mehr bringt als mehr Dämmung. Dort wird auch immer ein 2-schaliger Wandaufbau empfohlen, die Stärke der Luftschicht ist in deren Musteraufbauten aber immer höher als in meinem Fall. Deswegen wollte ich ja wissen, ob die 2cm ausreichen, bzw. ob die Mineralwolle die andere Wand berühren darf? Dort wäre dann ja teilweise gar keine Luftschicht mehr.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Lars881 Beitrag anzeigen
    Beim Neubau sicherlich nicht, bei einer Umnutzung im Bestand sehe ich da kein Problem.
    Schön, wenn Du das so siehst. Ich hoffe mal das Bauamt sieht es genau so.

    Zitat Zitat von Lars881 Beitrag anzeigen
    Deswegen wollte ich ja wissen, ob die 2cm ausreichen, bzw. ob die Mineralwolle die andere Wand berühren darf? Dort wäre dann ja teilweise gar keine Luftschicht mehr.
    Empfohlen wird eine Luftschicht. Ich frage mich aber, ob das auch bei so dünnen Wänden seine Gültigkeit hat, sprich ob 6cm Dämmung mehr bewirken als 4cm und 2cm Luftschicht. Da fehlen mir die Vergleichswerte, mein Bauchgefühl deutet aber eher in Richtung dickere Dämmschicht. Warte mal was die Trockenbauer-Fraktion hier im Forum dazu schreibt.
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  8. #7
    Gast943916
    Gast
    Luftschicht mind. 2 cm sollte sein, offenporige Dämmung, möglichst schwer, Beplankung mit Hartgipsplatte, evtl. doppelt beplanken
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Lars881 Beitrag anzeigen
    Beim Neubau sicherlich nicht, bei einer Umnutzung im Bestand sehe ich da kein Problem.
    Ich schon. Es ist eine Umnutzung und die dürfte grundsätzlich genehmigungsbedürftig sein - kenne die niedersächsische Bauordnung aber nicht so genau.

    Zitat Zitat von Lars881 Beitrag anzeigen
    Ansonsten müsste ich ja auch alle anderen Berührungspunkte nachträglich verändern um vermieten zu dürfen...
    Das kann durchaus sein und ist bei Nutzungsänderungen sogar die Regel. Häuser mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten werden in allen Landesbauordnungen, mit denen ich mich bisher intensiver beschäftigt habe, aber zumindest bezüglich des Brandschutzes gleich behandelt. Die technischen Anforderungen an den Schallschutz sind aber zwischen verschiedenen Wohneinheiten höher als innerhalb einer Wohnheim. Insofern ist die Sache wahrscheinlich unkritisch - aber eben doch genehmigungspflichtig.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Gipser Beitrag anzeigen
    Luftschicht mind. 2 cm sollte sein, offenporige Dämmung, möglichst schwer, Beplankung mit Hartgipsplatte, evtl. doppelt beplanken
    Hartgipsplatte kannte ich noch gar nicht, werde ich aber umgehend googeln und umsetzen wenn das tatsächlich einen Vorteil bringt.

    Was genau meinst du denn mit möglichst schwerer offenporiger Dämmung? Darf man hier ggf. auch Markennamen nennen zwecks Empfehlung?
    Würdest du eher 6cm Konstruktion mit 2cm Luftschicht oder 4/4cm empfehlen? Dann wäre da noch das mit der Berührung der Dämmung an der vorhandenen Wand. Da die eine Hälfte bereits steht ist es ja nicht ganz so einfach die 2. Hälfte beidseitig zu schließen und so das Verrutschen der Dämmung auszuschließen.
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Lars881 Beitrag anzeigen
    Beim Neubau sicherlich nicht, bei einer Umnutzung im Bestand sehe ich da kein Problem.....
    schön wenn du das so siehst, so einfach ist es aber nicht.
    da brauchst du eine notariell beglaubigte teilungserklärung.
    das wird auch in niedersachsen so sein.

    die teilungserklärung bescheinigt das bauamt. dafür braucht es einen teilungsplan,
    auf grund dessen, die abgeschlossenheit der nutzungseinheiten geprüft wird.

    da gehts dann unter anderem auch (deiner meinung nach) profane dinge, wie stellplätze, fluchtwege....usw.
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  13. #11
    Gast943916
    Gast
    möglichst schwerer offenporiger Dämmung?
    das war etwas ungünstig ausgedrückt,
    gute Erfahrungen haben wir mit Melaminschaumplatten oder schwerer Glaswolle, mind. 30kg/m³, gemacht
    ich würde 75 mm Profile mit 60 mm Dämmung verwenden, dazu doppelt mit Hartgipsplatte beplanken, oder die neue "Ruhe" Platte
    von "Türklinke"
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