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Außenwand Haus eines namhaften Fertighausherstellers

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  1. #1

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    Außenwand Haus eines namhaften Fertighausherstellers

    Hallo an alle baubiologisch Wissenden,

    kann man die Außenwand dieses Hauses (s. Anhang) als baubiologisch bezeichnen? Ich meine insbesondere das zementgebundene Material. Klingt etwas nach "Betonbunker" oder ist das übertrieben? Ist mir als Material zumindest im baubiologischen Hausbau noch nicht begegnet. Der Hersteller baut aber auch Sentinel zertifizierte Häuser. ??

    Und wie ist es mit der Hinterlüftung. Das findet man im Vergleich bei anderen BUs meist, hier nicht. Oder ist das bei Putz nicht nötig für den Luftaustausch?

    Danke für alle Infos!

    baubio
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  2. Außenwand Haus eines namhaften Fertighausherstellers

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Was ist baubiologisch?????????? Wie eng sieht man das??????????? Luftaustausch, welche Luft willst Du austauschen????? Was ist dir dein baubiologisches Haus wert??????????

    Ob Du bei einem Fertighausbauer richtig bist, wer weiß?????????

    Einfacherer und besserer Weg. Geh zu einem Architekten der damit Erfahrung hat und lass das Ganze nach deinen Wünschen und Prioritäten planen. Danach ein geeigneter Holzbauer und die Sache wird dich glücklich machen.

    Echte baubiologische Holzhäuser findest Du kaum bei der Industrie.
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  4. #3
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    Hallo!

    Besten Dank für Eure Antworten.

    Um es zu präzisieren: Ich spreche nicht von energieeffizient und auch nicht von ökologisch, sondern insbesondere von Baugesundheit und gesundem/angenehmem Raumklima. Dass das häufig einhergeht mit ökologischer Bauweise versteht sich von selbst.

    Deshalb war meine Frage, ob Zement in der Außenwand ein angenehmes Raumklima bieten kann.
    @Friedl1953: Du wolltest sicher helfen, aber aus Deinen überwiegend aus Fragen bestehenden Sätzen kann ich mir ehrlich gesagt wenig rausziehen. Ja, genau das ist die Frage, ob man bei einem (oder diesem) Fertigbauer diesbezüglich gut untergebracht ist.

    Den Weg mit dem Architekten haben wir versucht. Es findet sich niemand der wirklich Ahnung davon hat. Wir haben da einen langen (Leidens-)weg hinter uns.
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  5. #4

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    Dann mal etwas konkreter:

    Luftaustausch in der Wand gibt es nicht.

    Lüftungsebene kann man machen muss man aber nicht. Es kommt auf den ordentlichen Aufbau der Schichten an.

    Die zementgebundene Spanplatte außen gehört nicht zu den schlechtesten Baustoffen. Käme für mich nicht Frage zwecks des hohen Energieaufwandes bei der Produktion von Zement. Beeinflußt aber Deine Raumklima eher weniger.

    Es gibt keine Installationsebene. Man arbeitet mit Folien. Was ich besonders schlecht empfinde.

    Man verwendet mineralische Dämmung, wäre für mich nur eine Alternative wenn es um Brandschutz speziel von außen geht.

    Insgesamt für mich kein besonders guter Aufbau.

    Beschäftige dich mal mit Massivholzbauweisen und Holzfaserdämmungen anstatt míneralischen Dämmungen. Lehmbauplatten anstatt Gipskarton oder Gipsfaser und Co. Holzverschalungen außen usw. Mit Massivholzbauweise ist keine Blockbauweise gemeint.

    Aber wie bei allem auf Kompromisse musst Du dich einlassen. Deshalb auch die Frage was ist dir dein Haus wert.

    Schade mit den Architekten, kann ich mir so richtig gar nicht vorstellen.

    Empfehlungen dafür kann ich dir weder geben, noch möchte ich es. Bin nun schon einige Jahre aus dem beruf.
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  6. #5
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    Danke nochmal, das sagt mir schon viel mehr.

    Das mit der Folie (Du meinst sicher das Wort Feuchteschutz im Aufbau?) und der Installationsebene werde ich mal dort hinterfragen. Folie passt mir auch nicht. Irgendwo muss es doch eine Installationsebene geben!?

    Heißt mineralische Dämmung denn nur Mineralwolle? Ich werde mal nachfragen, viele bieten alternativ Holzfaserdämmung an, wäre mir auch lieber.
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  7. #6

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    Neee es muss keine Inst. Ebene geben. Macht nur wahnsinnig viel Sinn.
    Mineralwolle wie es das Wort sagt.
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  8. #7

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    Ergänzung:
    Du wirst wohl kaum Änderungen an der Konstruktion bei einem Fertighaushersteller durchsetzen können. Deshalb ja mein Vorschlag Architekt-Holzbauer, also über die handwerkliche Schiene.
    Ich weiß wovon ich rede, war lange genug technischer Leiter bei einem namhaften Fertighausbauer.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Da hast Du wohl recht, dass die ihre Grundkonstruktion nicht für uns ändern , aber viele bieten gerade bei der Dämmung Alternativen an. Und ob der Feuchteschutz wirklich Folie bedeutet geht (zumindest für mich ) nicht daraus hervor. Das meinte ich mit Nachfrage.
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  10. #9

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    Nun fragen kostet ja nichts. Nur mach dir mal ernsthaft den Gedanken ob Du bei einem Fertighausbauer richtig aufgehoben bist. viel Glück bei der weiteren Recherche.
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  11. #10
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    Da hast Du ja sicher recht. Nur ohne diesbezüglich erfahrenen Architekten (und auch einige sog. Baubiologen als Berater haben wir durch), können wir das ja auch nicht umsetzen. Dafür haben wir da echt viel zu wenig Ahnung von. Danke, Glück können wir brauchen!
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  12. #11

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    Es gibt genug " kleinere " FH -BU ,die darauf spezialisiert sind .
    Z.B. Zimmerei-Fachbetriebe usw.
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  13. #12
    Inkognito
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    Zitat Zitat von baubio Beitrag anzeigen
    Hallo an alle baubiologisch Wissenden,

    kann man die Außenwand dieses Hauses (s. Anhang) als baubiologisch bezeichnen? Ich meine insbesondere das zementgebundene Material. Klingt etwas nach "Betonbunker" oder ist das übertrieben? Ist mir als Material zumindest im baubiologischen Hausbau noch nicht begegnet. Der Hersteller baut aber auch Sentinel zertifizierte Häuser. ??

    Und wie ist es mit der Hinterlüftung. Das findet man im Vergleich bei anderen BUs meist, hier nicht. Oder ist das bei Putz nicht nötig für den Luftaustausch?

    Danke für alle Infos!

    baubio
    Baubiologie ist kein geschützer Begriff. Darunter finden Sie genau so Wünschelrutengänger wie studierte Biologen. Das ist in etwa der Unterschied zwischen Homöopathie und Medizin.

    Interessanterweise ist eine mineralische Bauweise baubiologisch durchaus gut, denn der Beton oder das Mauerwerk dünstet im Gegensatz zu z.B. Holz kein Formaldehyd aus. Und auf eine "Plastikfolie", also eine Dampfbremse, werden Sie im Holzrahmenbau schwerlich verzichten können. Klar, man kann das auch mit OSB/3 oder /4 machen, das sind Grobspanplatten mit einem relevanten Dampfdiffusionswiderstand - nur den haben diese Platten ausschließlich wegen der verwendeten Kleber (Thema VOC) und auch hier sind Formaldehydemissionen vorhanden.

    Insofern klingt Holz natürlich toll bio, ist es aber gar nicht, wenn man mal hinter die Fassade guckt. Von solchen Nebeneffekten wie dem sommerlichen Wärmeschutz (mehr Masse, mehr gut) und dem Schallschutz ganz abgesehen. "Raumklima" ist auch so ein Modewort, damit hat die Wand im wahrsten Sinne des Wortes nur am Rande was zu tun. Adsorption, also die Pufferung der Raumluftfeuchte passiert auf den ersten paar Millimetern. Ein Gips- oder gar ein Lehmputz ist dazu völlig ausreichend.

    Da Sie außer "möglichst bio bauen" keine Ahnung von der Materie haben, kann ich Ihnen nur empfehlen mit ihren Vorgaben zu einem Architekten zu gehen, der wird dann einen geeigneten Fachplaner hinzuziehen. Das kostet natürlich, aber das war schon immer so, wenn man was besonderes haben wollte.


    Off-Topic entfernt.
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  14. #13

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    In der heutigen Zeit gibt es keine baubiologischen Baustoffe ..

    Die Ägypter haben Pyramiden gebaut ,die Römer einen Keller ,nebenbei noch die Fußboden-HZG erfunden und in Venedig baut man auf/ im Wasser und Helgoland usw. wird immer kleiner !

    Die Akropolis und selbst der Turm in Pisa ist immer noch standhaft gegenüber der Erdanziehungskraft ..standhaft , weil monolithisch .
    @Inkognito ( Ghost-Rider .. Ghost- Writer ) : Die Original - Auftritte von D.Nuhr haben i.d.R. mehr Inhalt als Ihr Geschreibsel..
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hallo Inkognito, danke für die hölzerne Brille nur so ganz richtig ist das nicht was Du schreibest.

    Beton und Co. dünsten zwar nicht aus aber durch den extrem hohen Energieverbrauch bei der Zementproduktion ist das Material auf keinen Fall ökologisch. Man muss das schon in der Gesamtheit anschauen.

    Auf Dampfbremsen kann man sehr wohl verzichten und auch OSB-Platten als Luftdichtigkeitsebene sind nicht zwingend notwendig. Da gibt es schon andere Produkte (aus reinem Holz).

    Natürlich kann man das Raumklima positiv mit Gipsprodukten beeinflussen aber mit Lehm bringt es mehr.

    Natürlich dünstet reines Holz auch Formaldehyd aus und VOC wäre bei bestimmten Holzarten auch ein Thema. Die Werte sind so verschwindent gering, dass kann man vernachlässigen.

    Ja und Schallschutz und sommerlicher Wärmeschutz ist auch hervorragend mit Holzkonstruktionen zu erreichen Gehört halt nur ein bisschen Hirnschmalz dazu.

    Insofern ist die Holzbrille zwar vorhanden aber bei weitem nicht uneingeschränkt. OSB und Kiefer hätte in meinem Haus nichts zu suchen und Exoten kämen bei mir nicht auf die Terasse. Das versuche ich schon ein bisschen ganzheitlich zu sehen.

    Aber letztendlich ist vieles auch eine Frage zwischen Daumen und Zeigefinger. Gut durchdachte Holzkonstruktionen gehören nun mal nicht zu den Billigkonstruktionen.

    Der persönliche Stress der letzten Monate hat mich gehindert hier zu schreiben, bin durch Gipser informiert was hier los ist. Nachdem es wieder ruhiger geworden ist schaue ich halt immer wieder mal nach Holzthemen.

    Ganz liebe Grüße an die Betonbrille.
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  17. #15

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    @baubio,

    Zur Frage der "Ökologie" beachten sie bitte auch die "Graue Energie":
    http://www.ibwind.at/download/GraueEnergie081121.pdf

    Darin werden Dämmstoffe und Baustoffe nach deren energetischen Wertigkeit verglichen.
    Die angeblichen Vorteile von"Holzfaserdämmplatten" stehen dann in völlig neuem Licht.

    Zu den Fragen des Wohlbefindens im Haus haben Sie hier bereits einige perfekte Hinweise erhalten.

    Mein Fazit:
    Baustoffe oder Folien oder Konstruktionen können das "Wohlbefinden" im Haus kaum beeinflussen.

    Das Wohlbefinden wird dagegen wesentlich beeinflusst
    von einer lieben Frau
    von der Höhe der Finzierungsbelastung
    von der Urlaubsregelung
    vom Ärger mit den Nachbarn usw.
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