Planung Einfamilienhaus auf schmalem Grundstück

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  1. shsi2119

    shsi2119

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    Hallo zusammen,

    wir haben letztes Jahr ein Grundstück in Bayern gekauft auf dem wir gerne ein Einfamilienhaus errichten würden.
    Da die Stadt das Grundstück als Außenbereich eingestuft hat, mussten wir einen Bauvorbescheid beantragen der final auch positiv beschieden wurde.
    Der Architekt, der uns dabei unterstützt hat, hätte uns grundsätzlich auch weiter begleitet. Auf Grund seiner Entfernung, seines Alters und unserer relativ "normalen" Vorstellungen hat er uns geraten erstmal zu prüfen, ob ein Standardentwurf einer Baufirma für uns in Frage kommt.
    Wir haben anschließend mit mehreren lokalen Baufirmen gesprochen und uns Angebote von dreien eingeholt (alles Standardentwürfe bzw. nur leicht angepasst).
    Firma A war insgesamt in der Kommunikation sehr aufdringlich und ist deswegen bei uns durchgefallen (auch wenn sie auf dem Papier die günstigsten waren).
    Bei Firma B haben wir den Bauvertrag von einem Fachanwalt prüfen lassen, der einige äußerst problematische Klauseln festgestellt hat (teilweise gesetzeswidrig!). Die Firma war zu keinerlei Anpassungen bereit, von daher waren sie auch raus.
    Firma C war insgesamt unser Favorit, es stellte sich jedoch hier relativ spät heraus, dass diese als Baubetreuer und nicht als GU/GÜ auftritt (wir hatten vorher noch nie von diesem Modell gehört und deswegen auch nicht aktiv nachgefragt). Nach Abwägen der Vor- und Nachteile des Konzepts mit unserem Anwalt kamen wir zu dem Schluss, dass wir gerne bei dem GU/GÜ Modell bleiben würden (nur ein Ansprechpartner, klare Gewährleistung etc.).

    Daher stehen wir jetzt in gewisser Weise wieder am Anfang und fragen uns wie es weitergehen soll. Weitere Baufirmen anfragen? Doch wieder zurück zu einem eigenen Architekten (für einen eigenen Entwurf oder Individualplanung)?

    Als Diskussionsgrundlage hänge ich den Standardentwurf der Firma C an da uns dieser am besten gefallen hat. Wir hatten geplant diesen von ursprünglich 9 x 11 m um 50 cm auf der Eingangsseite zu erweitern (um das Baufenster von 9 x 11,5 m voll auszunutzen) und die zusätzliche Fläche auf Büro/Gäste WC/Bad/Kind 2 aufzuschlagen.
    Die Wohnfläche wäre dadurch ca. von 153 auf 158 m2 angestiegen. Der Eingang wäre im Norden geplant gewesen, die Garage und Stellplatz im Westen. Leider haben wir den Entwurf nur ohne Maße vorliegen
    (Ich habe versucht die Maße selbst mit einem Programm abzumessen und die Aufteilung scheint halbwegs hinzukommen. Bei Bedarf hänge ich diesen Laienversuch gerne noch an).

    P.S.: Im Bauvorbescheid war noch eine Doppelgarage/-carport eingereicht worden, weil die alte Stellplatzverordnung einzeln anfahrbare Stellplätze vorsah. Dies wurde mittlerweile glücklicherweise geändert, so dass die 2 geforderten Stellplätze jetzt auch hintereinander angelegt dürfen. Da wir nur ein Auto besitzen (und kein weiteres benötigen), sollte das die Planung und den Bau hoffentlich erleichtern.

    P.P.S.: Wir hatten zunächst auch im Nachbarforum gepostet, wurden dann jedoch darauf hingewiesen dass viele Nutzer mittlerweile eher hier aktiv sind. Herzlichen Dank an alle, die bereits im anderen Thread ihre Anregungen und Ratschläge geteilt haben!

    Hier nun noch der Fragebogen.

    1. Wir sind:
    2 Erwachsene (36 und 34 Jahre), 1 Kind (2 Jahre), ein weiteres Kind unterwegs

    2. Unser Raumprogramm:
    Benötigt:
    1 Schlafzimmer
    2 Kinderzimmer
    1 Arbeitszimmer (eventuell mit Schlafplatz für Gäste)
    -> wir arbeiten beide zumindest teilweise im Home Office (jeweils 2-3 Tage pro Woche)
    Gästebad mit Dusche
    Offener Wohn-/Koch-/Essbereich
    Anzahl Essplätze: mind. 6
    2 Stellplätze für Autos (wird so von der Stadt vorgegeben)

    Falls möglich/umsetzbar:
    Separates Gästezimmer (eventuell auch als Spielzimmer für die Kinder)
    -> wir haben aktuell in unserer Wohnung mangels Schlafplatz selten Übernachtungsgäste, würden aber gerne z.B. die Großeltern öfter bei uns aufnehmen (da diese weiter weg wohnen)

    3. Welchen Hausstil bevorzugen wir?
    Einfamilienhaus mit 2 Vollgeschossen und Satteldach (wurde so im Bauvorbescheid eingereicht)

    4. Welche Zusatzwünsche/Features hätten wir gern und warum?
    Garage/Carport mit angeschlossenem Gartenhaus bzw. Stauraum
    Photovoltaikanlage

    5. Bebauungsplan/Einschränkungen
    Grösse des Grundstücks: 416 qm (ca. 15,1 x 27,5 m)
    Hang: nein
    GRZ: 0,6
    GFZ: kein Bebauungsplan
    Baufenster, Baulinie und -grenze: siehe Bauvorbescheid
    Geschossigkeit: 2 Vollgeschosse
    Dachform und -neigung: Satteldach
    Stilrichtung: -
    Firstrichtung: Nord-Süd
    Maximale Höhen/Begrenzungen/Traufhöhe/Firsthöhe: siehe Bauvorbescheid

    Randbebauung wo erlaubt?: nur Garage
    Anzahl Stellplätze: 2

    6. weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf
    keine besonderen Anforderungen

    7. angedachte Haustechnik
    Wärmepumpe
    Zentrale Wohnraumlüftung (falls noch im Budget)

    8. Hausentwurf
    Von wem stammt die Planung: Standardentwurf eines lokalen Bauunternehmens

    Was gefällt Euch besonders? Warum?
    - Große Kinderzimmer
    - Ausrichtung der Zimmer auf die schöneren Seiten des Grundstücks (Süden/Osten)
    - Genug Platz im Eingangsbereich
    - Maße passen gut zum Baufenster

    Was gefällt nicht? Warum?
    - Bad groß genug für 4 Personen?
    - Passt die Aufteilung der Küche?

    9. Preisschätzung lt. Architekt/Planer
    573k (Angebot der Baufirma C, schlüsselfertig inkl. Garage, ohne Baunebenkosten/Küche/Außenanlagen)

    Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl. Ausstattung (ohne Küche!): 650k (ist nicht in Stein gemeißelt, aber unsere aktuelle Planungsgrundlage)
    Preislimit inkl. Baunebenkosten und Außenanlage (Pflasterarbeiten, Galabauer, Bepflanzung, Garage): 800k (eventuell erstmal nur die Basics an Außenanlagen und später erweitern)
    Persönliches Preislimit für die Küche: 20k

    Auf welche Details/Ausbauten könntet Ihr verzichten? Ankleidezimmer
    Was ist die wichtigste Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?: Passt der Grundriss grundsätzlich zu unseren Anforderungen und zum Grundstück oder sollten wir uns weiter umschauen?

    2_EG.png
    3_OG.png
    1_Keller.png
    Lageplan.png
    Maße.png
    Abstandsflächen.png
    Baumbestand.png
    Systemschnitt.png
    Luftbild.jpg
     
  2. 11ant

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    Auch im klassischen Normalfall (beide Seiten des Architektenvertrages tedieren dazu, denselben fortsetzen) rate ich grundsätzlich dazu, als Normalfamilie (2E2K) und mit einem Normalgrundstück (kein Hang oder ähnliche Besonderheiten) einen Vorentwurf nicht verbissen ins Ziel reiten zu wollen, sondern während der > Teigruhe mit > Weichenstellung mit der > Frage 2 auf Brautschau zu gehen, die da nämlich lautet: "gibt es im Katalog des angefragten Anbieters einen bewährten Hausentwurf, der dem individuellen Vorentwurf ähnlich genug ist, um einen Umstieg wohlwollend zu prüfen ?". Das kann ein "Typenhaus" sein, ein "Aktionshaus" oder auch ein "Kundenhaus" (wobei das "Typenhaus" wegen der Stückzahlroutine die erste Wahl ist). Das verdient aus meiner Sicht nicht, ein "Plan B" oder "Notnagel" zu sein, sondern gleichwertig erwogen zu werden. In selteneren Fällen kann dies auch für ein Hanggrundstück zum Tragen kommen. Auch wie hier, wo es um einen erhaltungswürdigen Baum herum zu weichen gilt (und das Typenhaus rechteckig wäre) ist dieser Weg gangbarer als man gemeinhin vermuten mag.

    Das kann für Mitleser schon hilfreich sein, am besten unter Nennung der verwendeten Hilfsmittel.

    Jein, er ist passend machbar, ohne die Vorzüge eines Katalogmodells zu verlieren. Allerdings würde ich angesichts der Ebenheit des Bauplatzes folgend den Keller nicht übernehmen, sondern vermutlich vollständig streichen (11ant Kellerregel angewandt: Höhenspiel "0" bedeutet "100 - 0 = 100% des Kellerpreises sind Luxus"). Man darf im übrigen auch den Grundwasseraspekt nicht vergessen, denn die heutigen Keller unter "bodentiefen Erdgeschossen" sind eine andere Hausnummer als es früher die Keller unter Hochparterres gewesen sind. Und Du kannst ja "drüben" bei "Golfi90" nachlesen, daß ein HAR nicht zwingend nach unten muß: Gedämmten Technikraum für die Gastherme auf dem Dachboden schaffe

    Freilich: wenn man den Anbieter ohnehin „hinausvoten“ will, weil einem sein kfm. Konzept nicht zusagt, dann macht es deutlich weniger Sinn, seinem Katalogentwurf „treu“ zu bleiben – denn davon bleibt ja dann nur mehr das Baukörperkonzept und der lediglich hinsichtlich der Raumformate bewährten Grundrisse. Mit Müllerbau ein Meierhaus zu errichten, vergibt wesentliche Bestandteile des Katalogentwurfs-Vorteilepaketes.

    Ich würde also dabei bleiben, einen Katalogentwurf (allerdings eines GU, der ihn auch bauen soll) passend zu machen. Ich mache dies bekanntlich berufsmäßig, die passenden Kandidaten zu finden. Aber meine treuen Leser sind eigentlich an allen Tricks aus meiner Werkzeugkiste schon vorbei gekommen und könnten sie auch selber nachkochen, Hexerei (oder Geheimzutaten) ist/sind keine dabei.
     
  3. hampshire

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    Zum Entwurf und der Frage „worauf könntet ihr verzichten“
    Die Ankleide in dieser Form und Lage wäre für mich verzichtbar. Messe mal den Platz zwischen den Schränken und probiere aus, ob Dir das reicht, diesen auch als Ankleide zu verwenden. Falls nicht, hast Du einen teuren Schrank gebaut und keine Ankleide.
    Eine Vorratskammer kann sehr praktisch sein. Die Frage ist, ob sie im Gebrauch der Küche eine bedeutende Rolle spielt, oder nicht. Wenn der Zweck der Vorratskammer ist, ein kleines Lebensmittellager zu führen und Geräte aufzubewahren, ist es eine Überlegung wert, das in den Keller zu verlegen und die verlängerten Rennwege in Kauf zu nehmen, aber dafür mehr Wohnraum im EG zu bekommen.
    Im Flur wird es bei einem 4-Personenhaushaltag im Alltag eng werden. Du kennst ja schon den Platzbedarf von Kinderwagen und Kram, der beim Verlassen des Hauses mit kleinen Kindern mit „muss“. Male Dir die Grundfläche des Flurs auf Asphalt und probiere mal aus, wie das geht und ob Dich das ausreichend zufrieden stellt. Wir kämen damit zurecht, ich kenne aber Leute, die täglich einen Vogel bekommen würden.

    Zum Keller:
    Die 11antsche Kellerregel ist monetär nachvollziehbar. Wenn der Raumbedarf anders nicht gedeckt werden kann, da die Auflagen das nicht hergeben, wird es eben teuer.

    Zu den Vertragswerken:
    Bauherren wünschen sich maximale Absicherung und die vollständige Abgabe der Verantwortung an einen Ansprechpartner. Der wiederum hat das Interesse an einer tragfähigen Kostenkalkulation. Der Konflikt: Ein maximal bauherrenfreundliches Vertragswerk ist mit einem günstigsten Preis nicht vereinbar.

    Zu Katalogentwürfen:
    Ein Anbieter hat sich mit einem eigenen Katalogentwurf bereits Gedanken darüber gemacht, wie er das realisiert. Der Entwurf passt zu seinen Arbeitsabläufen, Logistik, Materialbeschaffung etc. . Daraus folgt, dass der Entwurf von A für A günstig zu bauen ist, für B aber nicht, da er die oben genannten Aspekte und mehr erst erarbeiten muss und nicht in seinem eigenen Standard arbeitet. Somit muss B den Entwurf von A teurer anbieten als A. Daher wie 11ant schreibt: Erntwürfe von einem zum anderen übertragen ist wenig sinnvoll.

    Wir haben unser erstes Haus als Katalog-Reihenhaus von einem GU gekauft und als Erstkäufer die Gestaltungsmöglichkeiten des Kataloges wahr genommen. Das Haus hat uns 18 Jahre gut gedient, die Kinder sind darin aufgewachsen und der Flur war eigentlich immer zu eng. Das aktuelle Haus haben wir mit einem Architekten und lokalen Handwerksunternehmen gebaut. Die Zimmerei hat Bauleitungsfunktion über die anderen Gewerke und die Ablaufkoordination weitgehend übernommen. Die Entscheidungen lagen stets bei uns. Ich würde immer wieder auf einen Architekten zurückgreifen und dafür einen erhöhten qm-Preis, der vielen als Maßstab dient in Kauf akzeptieren. Hier gibt es aber kein klares „richtig“ und „falsch“.
     
  4. hanghaus2000

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  5. hampshire

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    Habe ich mir schon gedacht, als ich den Fragebogen las. Aber forenübergreifende Threads ergeben wirklich keinen Sinn. Der TE setzt mit dem ersten Beitrag die für ihn relevante Informationslage und die ist wie sie ist.
     
  6. hanghaus2000

    hanghaus2000

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    Hallo Max, ich habe aber keine Lust hier noch mal zu antworten.
     
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    Anderes Forum, andere Leute - und eben auch nicht. Ich finde das Vorgehen legitim und das nicht erneut beitragen ebenfalls.
     
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