Grundriss EFH 130-140qm

Diskutiere Grundriss EFH 130-140qm im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Ich kann Deine Sicht nicht nachvollziehen. Anscheinend prallen Argumente, warum es eben kein gelungener und auch ein nicht akzeptabler Entwurf für...

  1. #21 Cutty Sark, 24.07.2026
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    Du warst nicht gemeint bezüglich des auskotzens. Damit sind schnippische Bemerkungen gemeint.

    Den Querschnitt hatte ich nicht mitgegeben. Aber da ist die Treppe sinnvoll eingezeichnet aus Laiensicht.

    IMG_3850.jpeg


    Ich habe zu den Anmerkungen dass es kein akzeptabler Entwurf ist noch nichts gelesen dass mich überzeugt hat. Wie gesagt, ich sehe noch Handlungsbedarf für die genannten Punkte, aber ansonsten steht doch dem Familienleben nicht viel im Wege oder täusche ich mich? Stauraum kann aus unserer Sicht an Stellen geschaffen werden und muss auch konkret eingeplant werden, wie realistisch das ist. Das ein oder andere eckfenster kann weichen um dafür Möglichkeiten zu schaffen. Ist kein Dealbreaker für mich. Und andere Argumente sehe ich auch gelöst mit den genannten Ideen. Nächste Woche weiß ich diesbezüglich mehr.

    Vermutlich bin ich auch geblendet, wir möchten das Haus jedoch nicht nur aus rein funktionalen Gründen gestalten. Da sind wir jedenfalls bereit Kompromisse einzugehen.
     
  2. #22 Kriminelle, 24.07.2026
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    Man kann durchaus ein besonderes Haus, welches auch funktioniert, entwerfen.
    Nun denn: das erste Haus baut man oft für den Feind. Das sagte Konfuzius zu den vielen teuren Fehlern und dem nicht alltagstauglichen Grundriss, sodass man gern seinen Feind dort wohnen lassen würde.
     
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  3. #23 KerstinB, 24.07.2026
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    Die Treppe kann man aufgrund der Werte in Beitrag 21 nicht sinnvoll kontrollieren. Lt. Grundrisszeichnung sehe das nicht korrekt. Da sollte man einfach mal alle Angaben haben, mit welchem Steigungsmaß und welcher Auftrittstiefe ist kalkuliert.
    Im Schnitt sieht man auch, dass das OG die ersten beiden Stufen überdeckt. Dazu mal
    upload_2026-7-24_8-37-20.png

    Was sieht man da? ... hier sogar Geschoßhöhe 295 cm, lichte Höhe 258 cm und 2 Stufen überlagert. Bei deiner Skizze Geschoßhöhe nur 288 cm und lichte Höhe nur 240 cm, also 18 cm weniger an der kritischen Kopfecke beim Treppe runtergehen. Und beobachte dich mal beim Trepperuntergehen. Man stößt sich so ab und wird dann im Grunde etwas höher als man eigentlich körperlich ist. Bei meinem Bildchen dort ist das eine Person von etwa 175 cm Größe.

    Also muss zu deinen Punkten auf jeden Fall die Treppe dazu kommen.
    ---------------------------------
     
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  4. Cutty Sark

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    Guten Abend zusammen,

    im letzten Termin mit dem Architekten haben wir die Änderungswünsche mitgeteilt und auch einen neuen Entwurf bekommen, der auf dem alten aufbaut. Von daher keine große Verwunderung, allerdings einige neue Dinge die mich stören. Das ist allerdings auch unserem Wunsch zu schulden, den Eingang etwas einzulassen um dann den Überstand vom OG als Überdachung zu nutzen. Ich möchte meinen, dadurch ist alles noch enger geworden als nicht ohnehin schon. Gerade mit der geraden Treppe (so schön das an sich ist, genau wie die Galerie), kommen wir denke ich nicht mehr viel weiter.

    Jetzt habe ich mal etwas gekritzelt, inspiriert von einem Grundriss eines Architektenbüros, den ich im Internet gefunden habe. Ich fand das Konzept sehr passend, das Wohnzimmer etwas separierter zu setzen und Ess+Kochbereich zusammenzulegen, den Punkt fanden wir beim ersten Grundriss auch schon gut. Nun hab ich versucht eine andere halbgewendelte Treppe zu nutzen statt einer geraden. Seht mir meine Unfähigkeit nach: ich habe versucht mit den jetzigen Gebäudemaßen einen veränderten Grundriss zu zeichnen. Hintergrund des Standerkers ist übrigens der hohe Kniestock im OG, damit das Gebäude noch als 1-geschossig gilt. Ich habe diesen nur etwas von den Maßen verändert aber in der Masse gleich gelassen (mehr Länge nach hinten, dafür etwas schmaler). Oben habe ich versucht möglichst gut den Platz zu nutzen mit der neuen Treppe, was mir mehr schlecht als recht gelungen ist.

    Aber es soll auch nur eine Skizze sein um zu schauen ob es grundsätzlich funktionieren könnte. Dafür habe ich mal unsere echte Möblierung genommen, heißt Betten, Sofa, Esstisch, Fernseher, Schreibtische sind maßstabsgetreu. Abstand Kochinsel zu Zeile sind 1,10m. Zu der Wand oben haben wir etwa 90cm. Für mich noch schwer vorzustellen ob das ausreichend ist und nicht zu beengt wirkt..

    Was sagt ihr dazu, viel Müll oder ein paar brauchbare Ideen dabei?

    grundriss-entwurf1.png
     
  5. Kriminelle

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    Dann zeig ihn doch mal.

    Dann ist Dein Entwurf raus. Für 1-geschossig liegt die Treppe falsch. Dusche auch.

    Wenn ich die Zahlen schnell im Kopf überschlage, bist Du trotz Erker bei einer Zweigeschossigkeit und insgesamt bei rund 135qm?
    Ohne Maße alles Pi mal Daumen: Bei 6,7 Innenbreite und Badbreite von 2,70 bleibt für das SZ 3,80. minus Bett 2,20 und Schrank 70 plus Luft 0,10 bleiben zw Schrank und Bett 90cm. Irgendwas mag also an Deiner Skizze nicht stimmen.
    Warum wird denn auf so schmal geplant? Nicht falsch verstehen, ich mag schmale Häuser. Aber ein 08/15-Stadtvilla-Grundriss passt da nicht rein.
     
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  6. Cutty Sark

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    Das Bad ist lediglich 2,20 breit. Abstand vom Bett zu Schrank sind in der Skizze etwa 1,50m. Ach Mensch, solche Feinheiten hab ich natürlich nicht auf dem Schirm. Das heißt man müsste die Treppe und die Dusche nicht an den Rand des Hauses legen, wo sich die Schräge befindet?

    Ich denke der schmale Entwurf ist vor allem aus der geringen Dachneigung entstanden, damit es evtl. optisch halbwegs vernünftig von außen aussieht mit dem Satteldach? Kann ich mal nachfragen wie sich das ergeben hat.

    Hier die geänderten Entwürfe, der Nordpfeil ist übrigens komplett falsch. Das Haus wurde gedreht, die Straße unten ist Norden, man kann im Grunde den Nordpfeil von meiner Skizze darauf anwenden.


    Meine Gedanken zu dem Entwurfs Update:
    • Eingelassener Eingang war eine spontane Idee von uns, macht es aber leider noch enger und nimmt der Garderobe Platz.
    • Büro ist nun auch für Gäste benutzbar und leichter zugänglich
    • Wohnzimmer funktioniert, ich würde die Wand trotzdem weiter hochziehen parallel zur Treppe
    • Koch/Ess ist enger geworden, Küche auch kleiner. Schranknische interessant, aber würde ich evtl. dem HWR wiedergeben
    • Schiebetür hinterm Esstisch finde ich weiter hin schwierig, einfach nicht so einfach zugänglich
    • Die zusätzlichen beiden Türen beim Esstisch als auch in der Küche Richtung Garten sind Quatsch mMn, weil sie nah an der Schiebetür sind.
    • HWR hat gelitten durch die Gäste-WC, war eine Idee das mit der Garderobe zu tauschen und auf die Dusche zu verzichten
    • Die Lüftung ist vom HWR nach oben gewandert, das war eine Idee aber finden wir nicht gut, den Platz von den KiZi wegzunehmen -> macht die zukünftige Möblierung dort problematisch. Heißt Lüftung muss in der Galerie Platz finden oder zurück in den HWR.
    • Schlafzimmer funktioniert mit dem Platz aus dem Badezimmer
    • Bad reicht uns auch völlig mit 9,4qm
    • Wir haben vergessen zu sagen dass wir unter der Treppe einen Abstellraum benötigen, diese also geschlossen werden muss

    seite_01(1).png seite_02(1).png seite_03(1).png
     
  7. Kriminelle

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    Ich werde den Eindruck nicht los, die oberste Priorität des Entwurfskonzeptes liege in einem pseudobrutalistisch gestalteten "Haus im Kopf" (vglb. einem "Mann im Ohr"), von dem die Baufamilie (oder ihr Planer) dämonengleich besessen ist. Das macht einen Entwurf paradoxerweise (nicht zuletzt statikbedingt, oder besser gesagt: im Spannungsfeld aus Statik und Thermischer Hülle) geradezu sicher sogar noch deutlich teurer als weniger "formklarere" Baukörperkonzepte. Ich empfehle hier eine Polytherapie bestehend aus:
    1. Exorzismus der Formgebungsglaubenssätze
    2. Hinwendung zu bewährter Entwurfstechnik.

    Letztere beginnt mit nicht gestaltfokussierter, handwerklicher und logischer Konzeptentwicklung. D.h. man schaut (mit Schulterblick vor dem Anfahren auf Grundstück und Bebauungsplan), welches Raumprogramm sich aus dem Bedarf ergibt. Diesen hat man - meine Lieblingssequenz in Rezepten ist stets: "vorher haben wir ..." - mit dem Budget abgeglichen (Budget geteilt durch 3k EUR = mögliche Quadratmeter). Das Raumprogramm wird als Liste erstellt und dann "qualifiziert", d.h. der Tabelle werden Wunschlagen (Raum soll bevorzugt in EG bzw. OG) und Raumgrößen ergänzt. Aus dieser Liste erstellt man zwei Teilmengen. Verhalten sich die Flächensummern von EG und OG wie 1:1, weist das in Richtung Anstattvilla, bzw. bei 2:1 in Richtung Anderthalbgeschösser. Mit den Räumen der Zuordnung "Wunschgeschoss: egal" nimmt man dann eine Umschichtung vor, bis die Waagschalen passend tariert sind. Vorher sch..ßt man einen großen Haufen darauf, welche Baukörpergestalt dabei herauszukommen hat: frisiert und geschminkt wird immer zum Schluß !

    Hat man die Einzelgeschosse rechnerisch geklärt - und erst dann, und keine Minute vorher !!! - wird mit der Grundrißplanung des OG begonnen und von diesem das niederkomplexere EG abgeleitet. Dabei wird wesentlich durch die Höhen bestimmt, welche Bereiche beispielsweise für eine mögliche Treppenlage geeignet sind, und letztere wird vom Austritt (also Gipfelpunkt) aus rückwärts gedacht. Dieser sollte für die Flächen- und Wegeökonomie zentral gelegen sein. Wenn dann noch viele Richtungen offen sind, hat der Planer Geschick und/oder Erfahrung mitgebracht, und es kann überhaupt in ein Wunschkonzert eingetreten werden. Normalfamilien mit Normalgrundstücken empfehlen sich entsprechende Standard-Mustergrundrisse zur Inspiration. "Normalfamilie" bedeutet 2E2K - Achtung: jedes Home Office ist einem Kind äquivalent ! - und "Normalgrundstück" meint eines, bei dem die erste 11ant Kellerregel kein Veto gegen das Weglassen eines Kellers einlegt. Wenn man es kann, dann ist es ganz einfach (und wenn nicht, hilft kein Starrsinn dagegen). Ich koche seit über vier Jahrzehnten mit Wasser, immer klassisch bei hundert Grad. Begabung ist nötigenfalls durch Fleiß und Beratung substituierbar. Letztere bieten außer mir auch viele KollegInnen an.
     
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  9. 11ant

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    P.S.: aus einem Zielkorridor von 130/140 qm ergibt sich eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß insgesamt ein "Anderthalbgeschösser" die wirtschaftlichere Lösung sein wird. Sagen die Geschoßsummen "Anstattvilla", ergäbe sich daraus eine Ansiedlung der "Egal"-Räume bevorzugt im EG.
     
  10. ToTi

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    Ich hab mir nicht den kompletten Verlauf durchgelesen, da ich auch zu wenig Ahnung davon habe wie Räume ausgerichtet werden sollten, Platzbedarf usw. Ich frage mich nur, wo du eigentlich das ganze Zeugs. welches du nicht jeden Tag brauchst lagerst? Ich rede von (Weihnachts)-Deko, Fahrrädern, Rasenmäher, Gartenmöbel, Grill, Saisonklamotten, Bücher alles was man auf dem Speicher zwischenlagert, usw. Das man ohne Keller baut, das kann ich verstehen, kostet auch ne Stange Geld. Aber das man dann ohne Stauraum im Dachgeschoss plant, kann ich nicht nachvollziehen. Im ganzen Entwurf gibt es in meinen Augen keinen wirklichen vernünftigen Stauraum. Das unter der Treppe wird gerade mal so reichen für alltägliche Krimskrams (bei meiner Frau gerade mal für die Schuhe;)) . Ich bin ganz ehrlich, für eine Galerie/Studio ist der Grundriss viel zu klein. Das ist verschenkter Platz. Da ist viel mehr Schein als Sein vorhanden. Ich war an Projekten beteiligt die so ähnlich waren wie deiner, da waren die Grundrisse aber deutlich größer. Ich frage mich auch wo du für eine PV-Anlage, welche man sich installieren sollte, den Wechselrichter und eventuell eine Speicher hin packen willst. Bei der jetzigen Hitzewelle sollte man sich auch überlegen, ob man nicht auch eine Klimaanlage installiert. Die nächsten Sommer werden sicherlich nicht viel kühler werden als die letzten beiden.
    Nur mal so als Denkanstoß
     
  11. Cutty Sark

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    Nun kann ich dir natürlich nicht sagen, ob unser Planer von einem Dämonen besessen ist, wir haben jedenfalls kein "Haus im Kopf" vorgeschlagen erwähnt. Wir sind ziemlich genau so vorgegangen wie du beschreibst, Raumkonzept mit ungefähren Flächensummen. Daraus ergab sich der erste Grundriss. Wie der Architekt vorgegangen ist weiß ich nicht zu beurteilen, denn ich war nicht dabei. Auf Basis unseres Raumkonzepts als auch des Budgets, landen wir genau in dem qm-Bereich und die Räume sind auch den Geschossen korrekt zugeordnet. Nach unserem Feedback ist nun der 2. entstanden, bei dem ich das Gefühl habe auch hier wird etwas ausgelotet ob es funktioniert für uns oder nicht. Am Dienstag treffen wir uns wieder, nun überlege ich, was ich mitbringe. Nochmal an diesem Entwurf feilen oder aber neu ansetzen.
     
  12. Cutty Sark

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    Danke für deinen Denkanstoß, auch wir haben uns überlegt wo wir all unseren Kram unterbringen wollen. Ich versuche gerade selbst auszuloten wie viel Platz wir durch ein OG gewinnen können, dass nicht mit einer großzügigen Galerie ausgestattet ist. Ich habe mal eine Bestandsliste aufgestellt mit Kategorien von Krams der sich gerade bei uns im Haus befindet. 80% aufm Dachboden ist Schrott auf jeden Fall. Ansonsten brauchen wir nur in den Zimmern selbst Zeug, einen Abstellraum und partiell Dachboden. Evtl. bietet sich an der Vorderseite des Hauses im OG noch ein kleiner Abstellraum an.
     
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