Grundriss EFH 130-140qm

Diskutiere Grundriss EFH 130-140qm im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Inwieweit muss ich das Budget überdenken? Möchtest du sagen dass das Budget nicht reicht für das Haus oder dass wir unser Budget erhöhen müssen um...

  1. Kriminelle

    Kriminelle

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    Ich sag es mal anders: bei ca. 135qm ist keine Galerie, kein Luftraum oder kein Freilauf mit gerader Treppe drin. Um mit 4 Personen genug Abstellfläche zu bekommen, verzichtet man entweder auf Wohnkomfort und macht die Räume kleiner, um noch Abstellfläche durch größeren Technikraum zu bekommen oder aber man setzt sich mit einen Dachboden auseinander. Und damit meint man einen Dachboden, wo man noch stehen kann und nicht eine Krabbelarea von ca. 140cm Raumhöhe im Spitz. Das bedeutet eine vernünftige Dachneigung. Der Architekt, der es gut mit den Bauherren meint, der plant gleich mehr Grundfläche für das EG ein, Dachgeschoss wird rechnerisch kleiner, hat aber Ausweichfläche in der Flöche unter dem Dach mit einem KS von 80-120cm, sodass man einen vernünftigen Dachboden generiert.
    Wer ein enges Budget nennt, der ist mit einem kompakten Haus ohne Erker besser dran, da man sich eine teure Dachkonstruktion spart.
    Das alles ist Anfangsgedanke bei einer Planung und geht dann in eine optimale Richtung. Wenn man für sich als Bauherr eine besondere Hausform denkt und wünscht, weil man sie einfach mag, der verabschiedet sich am besten von diesem Wunsch oder lebt mit Komfortnachteilen. So einfach ist es. Oder man hebt das Budget, dass weitere 20qm möglich sind. Man kann das auch nicht wegdiskutieren, wie der Weg zu einem optimalen Haus passt, was einem Grundstück und Budget vorgibt. Danach richtet man sich am besten und muss keine Pirouetten in der Planung aushalten. Denn diese Pirouetten erzeugen ja auch wieder einen Strom, der anderes wieder nachteilig macht.

    Weiter oben steht zb, dass Abstellflächen fehlen.
    Der richtige Weg ist nicht der, seine derzeitige Wohnform in einer Wohnung mit noch recht kleinen Kindern, die kaum Platz beanspruchen, auf das neue Haus zu projizieren, sondern denkt in Schritten über 10 und 20 Jahre nach. Bekleidung und Bettwäsche werden nicht weniger, Utensilien und Schuhe auch nicht, denn der Haushalt wächst. Wer einen Saugroboter hat, der hat meist noch einen leistungsstarken Handsauger und einen Besen. Wenn der Roboter noch wischt, dann hat man hier auch einen extra Reiniger neben dem Mop mit Eimer. Wer Wäsche wäscht und seine Bude selbst putzt, hat einen Schrank für Reinigungsmittel. Dann ist neben dem Allrounder noch das Mittel für matte Fliesen wie auch Glanzoberflächen, Holzputzmittel, usw. Es ist aber müßig, den Anspruch des Menschen allgemein hier noch zu erklären. Am besten, man macht sich selbst mal Gedanken. Im übrigen gehört dazu auch der Gebrauch der Räume. Wer mit der Grundfläche sparsam umgehen muss, der spart eher am Wohnzimmer als an Bewegungsfläche für vier Personen beim Leben und Tageswerk als beim Ruhen. Im Sommer ist man zudem eher draußen. Wozu der Abstellraum/Technik/HWR zusätzlich belastet wird, die seltenen Sachen sperrt man auf den Dachboden, findet man hier
    https://www.hausbau-forum.de/thread...bauherren-zu-interessieren-hat.x7s2c3/#q7a2q4

    Insofern ist der Entwurf sehr schlecht konstruktiv zu werten, weil hier an einer 4-köpfigen Familie vorbeigeplant wurde.
     
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  2. Cutty Sark

    Cutty Sark

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    Vielen Dank Kriminelle, für deinen aufschlussreichen Beitrag und die Verlinkung. Wir haben kürzlich eine ähnliche Liste an Kram, der sich derzeit in unserer knapp 120qm großen Doppelhaushälfte befindet, zu erstellen. Mir ist aufgefallen dass sich davon alles entweder im zugeordneten Raum wiederfindet, in einem Abstellraum unter der Treppe, im HWR (aktuell 8,21qm) oder auf dem Dachboden. Wobei dieser auch schätzungsweise 80% „Müll“ enthält. Also das Thema Dachboden ist für uns noch nicht vom Tisch, ob wir auf dem kriechen oder gehen müssen. Aktuell ist aufrecht gehen schon recht praktisch.

    Ich merke auch, wie ich unter den gegeben Umständen durch das rumgeschiebe von Räumen und Wänden an einer Stelle evtl. Gewinne aber dafür woanders wieder Platz verliere, was logisch ist. Aber keine der Ideen stimmt mich derzeit glücklich. Und es ist auch nicht so als ob ich aus Verzweiflung anfange Ideen zu skizzieren, sondern eher die Zwischenzeit von Entwurf zu Gespräch zum nachdenken nutze, was ich gut oder schlecht finde und wie man das evtl. lösen könnte. Ist vermutlich auch eine Art Berufskrankheit (Grafikdesign) dass ich gerne rumgestalte. Was auch gleichzeitig dazu führt, ein vor allem funktionales Haus nicht so wertzuschätzen wie ein Blender Haus, zumindest solange ich noch nicht darin wohne.

    Unser Budget bietet wirklich nicht mehr Spielraum nach oben, ohne Puffer aufzufressen. Von daher muss ich Kompromisse in Kauf nehmen, in die eine oder andere Richtung.
     
  3. nordanney

    nordanney

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    Bin kein Grundrissdiskutant.
    Aber wenn du
    das als Prämisse hast, dann wirf den Entwurf schnell in die Tonne.
    Bau praktisch. Keine Erker, Schnörkel, Lufträume o.ä. Seit Jahrzehnten baut man daher dann rechteckig sachlich/funktional mit Satteldach (als Kellerersatz). Individualität dann durch Farbe, Möblierung, Garten o.ä.
     
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  4. Kriminelle

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    Das, was ich hier an Entwürfen sehe und in 3D gedanklich umsetze, ist weit entfernt von einem Blenderhaus.

    Mich wundert es etwas, wie ein Grafikdesigner so etwas von sich geben kann. Jegliche Werbung ist die beste, die schlicht ist. Denn die funktioniert. Auch an einer Naturschönheit sieht ein Kleid besser aus als an einer geschnittenen und geschminkten Frau.
    Schau Dir doch mal die virtuellen Rundgänge der so langweiligen Viebrock-Häuser an! Von diesen Häusern stehen bei uns mindestens das Maxime 300 3 x, andere ähnliche 2 von bei uns. Äußerlich sicherlich Geschmackssache, aber jedes Haus innen ein Unikat mit persönlicher Note und somit eine funktionierende Perle. Und wer es besonders möchte, der setze das Haus besonders auf das Grundstück. Kombiniert Klinker und Putz oder Holz und streicht seine Eingangstür passend zum Garagentor, und dann bitte nicht Anthrazit oder weiß.
    Ich bin jetzt seit knapp 14 Jahren in Bauforen - und jedes Jahr ist eine Handvoll User dabei, die ihren schlechten Hausentwurf als „besonders“ deklarieren, weil sie selbst so anders sein sollen. Statt zuzugeben, dass er einfach nur eine Aneinnderreihung von schlechten Ideen ist und sie selbst zu der großen Menge der Menschen gehören, die nicht aus ihrem Geld das Beste machen können und stattdessen alles schön reden (weil sie ja nicht so langweilig wie wir alle sind ;) )
     
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  5. driver55

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    Und schon wieder sind wir beim Schönreden/Gesundbeten…

    Das „Büdsche“ reicht genauso wenig wie der Platz…
     
  6. #46 11ant, 11.08.2026 um 15:38 Uhr
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.08.2026 um 18:04 Uhr
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    In Hausbau mit Architekt/GÜ ist die Rede von einem Budget von 570 bis 600 k, von einem Grundstückspreis von 130 k und von einem Hauspreis einschließlich Beilagensalat von 462 k für 147 qm EH40.

    570 minus 130 sind 440 k, also 146 qm. EH40 sind gesetzlich nicht gefordert und ich setze meine Ansicht als bekannt voraus, daß die Übererfüllung bereits gültiger Normen von Politikmathematikern darauf zugeschnitten ist, nur für Doppelverdiener oberhalb der Pflichtversicherungsgrenzen lohnend zu sein; Otto Normalwähler lasse folglich jegliche Hoffnung fahren, zu den Profiteuren solcher Programme gehören zu können. Falls das bislang noch nicht deutlich genug war: es ist von ganzen Horden von Prädikats-Steueranwälten doppelt genäht durchgerechnet, sich für Kassenpatienten nur in absoluten Einzelfällen zu lohnen. Es ist politisch ausdrücklich N-I-C-H-T dafür vorgesehen, eine Umverteilung des Volksvermögens zugunsten der Normalbürger zu bewirken !

    Bis hierhin steht also fest: es kann um maximal 146 qm GEG gehen, Spirenzchen gehen von dieser Größe ab. Auch Speckröllchenquadratmeter zwecks Nichtvollgeschossigkeitsermogelung zählen zu solchen Spirenzchen. Eine verbretterte Bunkerscheune wie im Avatarbild - das vermutlich illustrieren soll, was mit "modern skandinavisch" gemeint ist - mag budgetneutral herstellbar sein.

    Angaben zur Gebäudehöhe erinnere ich nicht bzw. müßte sie überlesen haben. Eine Dachneigung von 30 bis 48 Grad ist eine Range, die man durchaus auch asymmetrisch ausschöpfen kann, falls sich andernfalls zu viel Gebäudehöhe ergäbe. Ein Anderthalbgeschösser von 146 qm käme in 12,49 m Breite also beispielsweise auf eine Tiefe von 9,74 m und könnte folglich ohne Wiederkehr (Kapitänsgiebel) einen 6,49 m breiten h230-Streifen aufweisen. Bei einem symmetrischen SD sind das 1,625 m bis zur Traufe, die bei 30° DN eine mögliche Kniestockhöhe 136 ergeben. Ohne Ereigniskarte "als Geburtstagskind bist Du heute der Bestimmer" sind das also die Fakten, die den Rahmen unseres Wunschkonzertes bilden. Bei einem quadratischen Grundriß mit der Kantenlänge 11,03 m wäre der h230-Streifen 7,35 m breit, entsprechend einer Distanz zur Traufe von 1,84 m und einer möglichen Kniestockhöhe 123. Jede Reduktion der Haustiefe würde zwar einen höheren Kniestock ermöglichen, eine giebelparallele Treppe jedoch in gleicher Härte zerschießen. Soweit zum Thema Ponyhof-Potential in der Realität. Nach meiner fachlichen Einschätzung - meinen persönlichen Geschmack halte ich aus anderer Leute Häuser grundsätzlich heraus - sind solche vernünftig bemessenen Kniestockhöhen absolut praktikabel. In…… ich ausgeführt, welche Konsequenzen der Kniestock als Fensterscheide hat. Dort findet sich übrigens auch die Erläuterung, weshalb nur Frustrationssucher die Grundrißplanung im niederkomplexeren
     
  7. Cutty Sark

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    Die Größe der Kinderzimmer sind kein schönreden sondern fakt. Gerade haben wir 11-14qm und es passt wunderbar. Zum Grundriss: ich kann X-beliebige Grundrisse in der Größe nehmen und mir Dinge schön oder schlecht reden, Maxime 300 finde ich bspw. stellenweise auch nicht gut gelöst. Zeig mal einen her mit 140qm und dem Raumkonzept der deiner Meinung nach nicht schöngeredet gut ist.


    Budget kennt der Architekt, also muss es wohl passen
     
  8. nordanney

    nordanney

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    Hihi. Du hast noch nie gebaut oder warst beruflich in der Branche unterwegs.
    In unserer Bank - ich mache gewerbliche vermietete Objekte - sind eher 20% als zwingende Reserve (Cash oder als Finanzierung) zu berücksichtigen. Warum? Erfahrung…
    Mein Nachbar will auch bauen. Der Keller war nach der ersten Runde weg. 40qm nach der zweiten Runde. Wie sehr in Runde drei und vier abgespeckt wurde, sagt er schon nicht mehr. Bisher war den Archi immer bekannt. Und selbst mir als „Profi“ ist das im privaten (EFH Bau vor 10 Jahren) auch passiert.

    Also: Hihi, das ist kindlich naiv von dir. Nicht böse gemeint.
     
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  9. Kriminelle

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    Welchem?
    Grundsätzlich sind Räume im Verhältnis passend zur Wohnfläche und Schlafzimmer zu planen. Wenn man nur 100qm für vier Personen zur Verfügung hat, dann können es auf 11qm sein, wer 150qm für drei Personen plant, kann dem Jüngsten 20qm einräumen. Wer drei Kinder hat und mit 160qm plant, der hat nur 12-13qm für die Kinder zur Verfügung. So what, alles gut. @driver55 ich weiß nicht, warum man immer unsachlich sticheln muss, ohne überhaupt helfen zu wollen. Forum: Ratsuchende fragen, Wissende antworten. Und wenn sie nicht helfen können, dann gegebenenfalls einen konstruktiven Weg aufzeigen? Wie wäre es mal?


    Ja, mag sein. Natürlich passt ein 14qm großes Zimmer. Deine Kinder sind jetzt 1 und 4 Jahre alt. Noch kann das vierjährige Kind in 11qm tanzen. In 10 Jahren jammert es, weil kein Hobby ausgeführt werden kann.
    Ich bleibe bei meiner Meinung. Allerdings darfst DU NIcht immer nur im Hier und Jetzt denken.

    Es geht auch nicht um die perfekte Lösung. Aber diese Häuser sind Raumwunder. Der Blendereffekt geht nicht über den Grundriss. Die Grundrisse funktionieren aber im Alltag und fast jeder Lebenssituation. Da kann sich eine Familie und die einzelnen Persönlichkeiten sehr schön entfalten, ohne sich jeden Tag über fehlende Flächen zu ärgern. „Dein“ Grundriss, also der vom Architekten, ist deutlich, deutlich schlechter. Das Maxime hat viele Optionen. Und es geht auch nicht um die Firma Viebrock

    Ich sehe schon,@nordanney ist mir zuvor gekommen.
    Zum Preis gab es schon eine Diskussion mit Die, wo Du einiges nicht nachvollziehen konntest.
    Wer ein GUHaus bauen lässt, hat seine Aufpreise zum Festpreis zu zahlen, wer ein Architektenhaus bauen lässt, hat keinen Festpreis und muss mit 20% mehr als Kalkulation rechnen.

    Vieles steht in den Bauforen. Jede Woche gibt (oder gab) es zu Thema entweder einen Thread, wo es um solche Extrakosten geht, wie sie entstehen und worauf man achten muss. Es gibt aber auch alles drei Monate Threads von Bauherren, die diese Zusatzkosten nach dem Hausbau bestätigen können. Ich werde aber nicht mehr ständig die Bauherren warnen. Einmal gesagt, sollte ausreichen, dass der Bauherr sich mit den Kosten auseinandersetzt und selbst nachvollzieht, wie so etwas kommt, dass GU oder Leistungserbringer teurer sind als gedacht.
     
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