Grundrissdiskussion - EFH auf dem Land

Diskutiere Grundrissdiskussion - EFH auf dem Land im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo liebes Forum, ich freue mich über jegliche Art von Feedback zu unserem Bauvorhaben! 1. Wir sind: 2 Erwachsene + 2 Kinder im...

  1. Markus038

    Markus038

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    Hallo liebes Forum,

    ich freue mich über jegliche Art von Feedback zu unserem Bauvorhaben!


    1. Wir sind:
    2 Erwachsene + 2 Kinder im Kindergartenalter.
    Eine spätere Aufteilung in EG und OG mit der Vermietung des OG ist nicht vorgesehen.



    2. Unser Raumprogramm:
    EG: Zentraler Ort soll die offene Küche mit Kochinsel und angrenzendem Essbereich (Tisch 220x100cm) werden. Von dort gelangt man in das Wohnzimmer, dieses sollte man bei Bedarf mit einer Schiebetür verschließen können. Weiterhin ein Arbeitszimmer für regelmäßiges Homeoffice (das auch gelegentlich als Gästezimmer genutzt werden kann) und ein WC mit Dusche.

    OG: Zwei Kinderzimmer Richtung Süden, ein Elternschlafzimmer mit einem kleinen funktionalen Ankleidebereich, ein Familienbad, und wenn es der Platz hergibt eine Ecke im Flur zum Spielen oder Arbeiten.

    Es ist kein Keller vorgesehen, daher ein HWR im EG. Dieser soll neben der Haustechnik auch Waschmaschine und Trockner sowie einen Spültisch beherbergen. Unter der Treppe ist eine Abstellkammer (und ggf. Speisekammer) vorgesehen.


    3. Welchen Hausstil bevorzugen wir?
    Das Haus soll in Norddeutschland in einer eher ländlichen Region gebaut werden. Ringsherum sind Bestandsbauten vorhanden, v.a. viele alte Klinkerbauten mit Satteldach, kleine Gauben und Sprossenfenstern. Das gefällt uns sehr gut, daher darf sich der Neubau da optisch einfügen - ein Bungalow oder ein Haus mit Flachdach kommt für uns an dieser Stelle beispielsweise nicht in Frage.



    4. Welche Zusatzwünsche/Features
    Wir wünschen uns eine überdachte Terrasse Richtung Osten, wir sind v.a. im Hochsommer keine Sonnenanbeter und suchen da eher schattigere Plätze auf. Das Haus sollte auch im Hochsommer gut bewohnbar sein (vorgesehen sind Rollläden an allen Fenstern bzw. Außen-Raffstores an der Südseite, weiterhin große Dachüberstände gewünscht)

    Im Norden soll ein Doppel-Carport mit angrenzendem Schuppen errichtet werden.

    Das Haus soll im Holzrahmenbau errichtet werden.

    Vorgesehen ist ein Kniestock von etwa 1m sowie eine Dachneigung von 45°



    5. Bebauungsplan/Einschränkungen
    Es gibt keinen Bebauungsplan.

    Das Grundstück ist ca. 30x30m groß und eben. Der Garten erstreckt sich hauptsächlich in Richtung Osten. Die Straße verläuft entlang der westlichen Grundstücksgrenze (verkehrsberuhigt, kein Durchgangsverkehr)

    In der näheren Umgebung stehen vorwiegend Einfamilienhäuser, diese haben 1,5 oder 2 Vollgeschosse, fast ausschließlich Satteldach oder Walmdach, Firstrichtung meistens parallel zur Straße


    6. weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf
    Große Fensterfronten nach Osten und Süden, dort befindet sich der große Garten mit alten Obstbäumen. Richtung Westen (Straße) gerne etwas verschlossener. Dennoch Wunsch nach viel Tageslicht in den Wohnräumen.


    7. angedachte Haustechnik
    Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, KfW40


    8. Hausentwurf
    Wir haben vorab unsere Gedanken zu Papier gebracht. Im Anschluss haben wir uns verschiedene Bauunternehmen rausgesucht, um dann mit einem Planer eines Bauunternehmens diesen Entwurf zu entwickeln. Da wir derzeit nur 3D-Visualisierungen zur Verfügung gestellt bekommen, habe ich auf dieser Grundlage den vorliegenden Grundriss abgeleitet.

    Uns ist die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Planung durch einen Architekten durchaus bewusst. Aber wir möchten schon vorab das Feedback zu diesem Planungsstadium durch das Forum einholen.


    9. Preisschätzung lt. Architekt/Planer
    Ca. 570-600k für das Haus in „fast fertig“ inkl. Baunebenkosten


    Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht?
    Was uns besonders gefällt: der großzügige Flur, der Durchgang vom Carport zum HWR, die Ausrichtung von Küche und Esszimmer Richtung Garten mit großen Fensterfronten

    Was uns nicht gefällt: Wir wissen nicht, ob das Familienbad im OG in dieser Größe so funktioniert. Außerdem haben wir nördlich des Grundstücks eine Nachbarbebauung und gleichzeitig im OG die Fenster der privaten Räume Schlafzimmer und Bad


    Auf welche Details/Ausbauten könntet Ihr verzichten?

    Auf die zusätzliche Arbeitsecke im OG sowie auf das Sitzfenster im Essbereich Richtung Süden


    Was ist die wichtigste Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
    Wo seht ihr Schwächen im Alltag mit zwei Kindern? Funktioniert das Familienbad auch mit zwei Teenagern?


    Lageplan.jpg EG.jpg OG.jpg
     
  2. 11ant

    11ant

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    Falsche Reihenfolge. Ich sehe aber auch keine Notwendigkeit für einen Individualentwurf. Spart Euch derlei Problempotentiale. Die Wand nahe der Firstpfette zwischen den Stockwerken zu versetzen, ist eine besondere Komplikation. Gut finde ich die Konzeption ersteinmal mit runden Maßen einschließlich zunächst pauschal durchgehend tragenden Wänden, die erst in der späteren Planung fallbezogen dimensioniert werden. Da hat wohl jemand manches von mir gelesen, leider den Hausbau-Fahrplan zu oberflächlich.

    Vor der Unterschrift gibt es also nur Appetithäppchen, und verwertbare Diskussionsgrundlagen erst gegen Bares. Seriös geht anders, aber auch gut: diesen GU könnt Ihr schon´mal aussortieren, der wird nach hinten raus nicht besser.
     
  3. nordanney

    nordanney

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    Ihr schaut gar nicht TV? Ansonsten macht euch Gedanken über die Möblierung im Wohnzimmer. Mit zwei Kindern ein größeres Kämmerchen als abgeschlossenes Wohnzimmer?
     
  4. hanse987

    hanse987

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    Von welcher Geschosshöhe bzw. Raumhöhe reden wir? Wenn ich nach der Treppe gehe dann sind dies 270cm Geschosshöhe was etwa 235cm Raumhöhe entspricht. Ich glaube die Durchgangshöhe am Beginn der Treppe ist sehr grenzwertig.
     
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  5. ToTi

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    Zu wenig Dachfenster! Treppenhaus wird immer dunkel sein. Die Zimmer nur durch die Giebelfenster zu erhellen wird auch nicht ausreichen.
    Nach meinem empfinden fehlen mind. 5 Dachfenster. Diese sollten dann so positionert werden, das diese z.B. über einem Arbeitsplatz, Kopfbereich am Bett (Kopffreiheit) oder an einem Schreibtisch befinden. Tageslicht an einem Arbeitsplatz ist tausendmal besser, als die Deckenlampe. Dem entsprechend die Verschattung/Hitzeschutz auch nicht vergessen. Im Idealfall plant man die Position der Dachfenster auch so, dass diese so wenig wie möglich mit einer PV-Anlage kollidiert. PV ist wichtig im Sommer, denn die Klimaanlage benötigt im Sommer viel Strom und eine Klimaanlage würde ich jedem Bauherren empfehlen!

    Zitat von Velux :
    Um sicherzustellen, dass Räume ausreichend mit Tageslicht versorgt werden, lässt sich aus der aktuellen TageslichtNorm DIN EN 17037 eine Faustregel ableiten: 20 – 25 % der Raumgrundfläche sollte als Fensterfläche geplant werden
     
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  6. Markus038

    Markus038

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    Erstmal danke für das Feedback.

    Ich bin mir nicht sicher ob ich dich da richtig verstehe, wieso siehst du keine Notwendigkeit für einen Individualentwurf?
    Und zum Thema Wand - du meinst die Differenz von 10cm der Wände parallel zum First? Das sollte ja ein lösbares Problem sein ..


    Nein, wir hatten die letzten 10 Jahre keinen Fernseher und sehen keine Notwendigkeit, diesen einzuplanen.
    In unserer Vorstellung wird die Schiebetür zwischen Wohnküche und Wohnzimmer fast immer geöffnet sein - geschlossen wird sie nur, wenn man sich mal zurückziehen möchte. Welche Größe würdest du uns denn für das Wohnzimmer empfehlen?


    Guter Hinweis, das passt so nicht - danke. Ich denke da fehlt noch eine Treppenstufe.
     
  7. nordanney

    nordanney

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    1. Du hast Kinder. Das berücksichtigst Du mit der Kombi Wohnen Essen leider gar nicht. Man kann natürlich ohne TV leben - dann nimmst Du Deinen Kindern eine Menge Freunde, die nicht mehr kommen, weil es keinen coolen Filmabend mit Pizza gibt (usw.).
    2. Größe ist nicht ausschlaggebend. Die Nutzbarkeit ist es. Du hast a) ein kleines abgeschlossenes WoZi und dann auch noch drei nicht nutzbare Wände (Fenster/Türen). Das ist ein Abstellraum für eine Couch.
     
  8. Kriminelle

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    Immer eine gute Idee. Und ich würde auch nie kritisieren, dass man selbst mal einen Grundriss probiert und rumplant. Aber dann sollte man auch, wenn die Planungsphase wärmer wird, die Hände von lassen.
    Und ja, auch ich sehe hier keine Notwendigkeit für einen Individualentwurf. Die Wünsche sind schlicht und möglich, und mit einem Typenhaus würde man sich sicherlich auch eine bewohnbare und möblierbare Freude machen.
    Welches Norddeutschland ist es denn? MV? SH? NDS? Oder HB?

    Der Grundriss ist also aus Deiner Feder gewachsen? Somit kann man jetzt gar nicht Feedback zu Fensterhöhen, Türbreiten, Brüstungen usw nehmen.
    Man könnte jetzt also nur augenscheinlich etwas sagen, zb dass der Wandschrank im Flur nicht Fisch noch Fleisch ist und entweder vergrößert oder weggelassen werden sollte.
    Aber was bringt das, wenn man nur mutmaßt?

    Es bleiben also Deine Gedanken und „grobe Details“ für eine Kritik oder ein Lob.

    Als erstes rate ich Dir, das Haus inklusive Garage und Bepflasterung in den Lageplan maßstabsgetreu einzuzeichnen.
    Wahrscheinlich gibt es auch Bepflanzung der Nachbarschaft, die einem helfen könnte, selbst einen Baum als Sichtschutz zu planen.
    So etwas plant man ebenso ein, also Sicht- und Windschutz, Sonnenschutz (nicht nur plump Rolläden) usw. Aber ich kann Dich beruhigen. Die meisten Einfamilienhausbesitzer besitzen weniger Nähe zum Nachbarn und behelfen sich mit einer Gardine.
    Als zweites sollten mögliche Möbel und Einrichtungen eingezeichnet werden. Dabei kann man prüfen, ob die ein oder andere Wand sich gut als Stellfläche eignet, genug Aktionsfläche vor Waschtisch, Sofa und Essplatz sowie Terrassentüren ist.

    Ich halte ihn für zu klein. Zu klein, um Hzg, Speicher und weitere Technik wie auch Waschplatz für vier Personen komfortabel zu nutzen.
    Ich habe gerade einen lockeren Kubikmeter Einkaufstüten und -taschen weggeworfen, weil unser HWR aus den Nähten bricht. Getränkekisten ist schon schwierig neben den Putzzeugs, Werkzeug, Gefrierschrank und Männerschuhen. Man kann zwar auf dem Dachboden noch etwas unterbringen, aber nicht den Feudel oder Staubsauger. Im EG kann das Büro noch etwas Saisongarderobe und Taschen auffangen, aber im OG wären 4-5qm als AB sinnvoll.
    Und dann muss man lesen, dass der Technikraum kein Fenster bekommt, sondern eine Zwischentür zur Garage, sodass eigentlich gar keine Stellfläche übrig bleiben sollte, die man aber braucht.

    Thema Stellfläche kommt bei Euch gar nicht vor. Kein Schrank, kein Möbel… und wenn doch, dann geht es Slalom durch die Räume und man knackst sich die Zehen.
    ein zentraler Platz sollte auch Platz für die Bewohner vorweisen. Sehe ich nirgendwo. Es ist gerade mal der Stellplatz für den Esstisch mit Bestuhlung vorhanden. Mehr nicht! Die 6,20 an Raumbreite ist ein Maß , was man netto braucht, aber nicht brutto nutzen möchte.
    Die Maße von 4 Metern und die 3,60 für das WZ geben keinen Raum. Für das Büro dagegen eine Palastbreite.

    Sowas wie
    erklärt sich mir erst einmal nicht. Bzw. solltest Du diesen Gedankengang hinterfragen: wer soll da arbeiten? Warum nicht im Büro? Und wer soll im Flur mit seinen Bausteinen für Stolperschwellen sorgen?
    Ist in meinen Augen immer eine der besten Möglichkeiten - schön hell und sonnig… aber was ist, wenn die Kinder nach Euch kommen?
    Obwohl, so ganz versteht man Euren Hang oder Meidung des Lichts nicht so ganz.

    Kann man machen, muss man aber nicht. Sagst ja selbst, wird immer aufstehen. Eine Schiebetür kostet viel zu viel, um eventuell mal die Option zu haben. Und wer wirklich vor den Teenagern Ruhe haben will, der sollte besser das Sofa planen - eben nicht im Sitzbereich des Esstisches.
    Wohnzimmer erklärt sich mir ich nicht. Auch wenn ihr Gewohnheiten habt - die Kinder sind ja keine Klons von Euch. Es sollte sich jedes Familienmitglied in seinem Heim ausbreiten und entwickeln können. Das kann man auch mit geregeltem TV-Programm, und das sogar sehr gut. Ein Klavier, Zeichenbrett, TV… wer das alles nicht braucht, der sollte das WZ halbieren und mal an einen bequemen Sessel im Essbereich nachdenken, bevor man ein hartes Sitzfenster im Süden! einplant.

    Kind Richtung Süden, Terrasse Richtung Osten… ist das eine Erklärung der Zeichnung oder Euch Wille? Ich persönlich würde mich nicht so festlegen und das Korsett so eng zurren. Ich sehe übrigens eher die Giebel in Ost und West, dann eine überdachte Ostterrasse auf der Südseite und mit weiteren Änderungen hast Du von der Terrasse einen größeren Garten und eine Dachfläche für PV.

    Du fragtest nach dem Bad: Problem ist hier, dass die Maße von Dir anhand der 3D-Visualisierungen geraten sind. Insofern geht Bad auch besser.

    Ich frage mich - oder Dich -, welche Baufirma ohne Grundriss eine 3D-Visualisierung hat? Die Visualisierung entsteht aus einem Hausentwurf. Wo ist denn der? Und die Visualisierungen magst Du nicht einstellen?
     
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