3-D Software für einen Neubau

Diskutiere 3-D Software für einen Neubau im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Wenn ein Bauherr selber Grundrisse bastelt, stellt er diese wonach zusammen? Nach dem, was er aus Katalogen ... hat! dann würde ich mit dem...

  1. #121 EricNemo, 29.11.2007
    EricNemo

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    dann würde ich mit dem Katalog zu dir kommen.

    Erfahrungen aus erlebten Häusern fliessen selbstverständlich in die Wünsche mit ein, was sonst???

    wenn man hier stoppt kann's ja auch nix werden...

    Bauherr und Architekt an einem Tisch.
    Architekt: "Das da geht nicht. Aber so geht es... Wieso wollen Sie das eigentlich so und nicht eher so haben? Hat das besonderen Hintergrund, es erweist sich nämlich meist als großes Unding..."
    Bauherr: "Ach so - dachte das geht. Na denn, müssen wir es halt ändern, was wäre Ihr Vorschlag? Das dort drüben dachte ich mir so, weil blablabla und blubblubblbubb, ausserdem wollte ich hier meine Kloschüssel-Sammelvitrine hinstelle, die exakt diese Maße hat..."
    So stelle ich mir das vor!

    :boxing Er braucht den Architekten um seine vermeindlichen Wünsche richtig darzulegen und daher seinen vermeindlichen Wunschgrundriss eben anzupassen!

    reden? :lock

    hab kein Problem damit, für meine Fehler einzustehen, verstehe nicht wo ich den Fehler gemacht habe - ich hab ja leider nicht von Grund auf gebaut und somit nicht die Chance, einen Architekten mit einem eigenen Grundriss zu nerven^^
    Vorschlag: Ich schreib dir Eigenschaften, die mein Traumhaus haben soll und zeichne parallel einen Grundriss dazu (Arcon ist mir zu kompliziert und ich arbeite mich für den Spaß bestimmt nicht da ein, also auf gescannte Zeichnung bereit machen). Du skizzierst auch einen Grundriss und wir vergleichen und du zeigst mir meine Fehler!

    ihr 3 oder 4 hier im Forum

    so kommt es leider rüber

    hat niemand behauptet, dass die besser wären

    weil Ihr es aus eurem täglichen Leben so gewohnt seit und weil es letzendlich (Achtung Wiederholung) auch immer auf den Bauherren drauf ankommt, ob dieser bereit ist, an "seinem" Grundriss zu feilen... Ich gebe nur meine Meinung wieder, nicht die von den meisten deiner - anscheinden von sich sehr eingenommenen - Kunden.
     
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  3. Bauwahn

    Bauwahn

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    Christian: :)

    Ich mag's auch nicht, wenn meine Kolleg(inn)en auf eine gute Lösung kommen, ohne mich gefragt zu haben. Das kann ja gar nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

    A propos visualisieren: Leider bieten viele Archis den Kunden keine 3D an, weil sie nicht die Möglichkeiten oder das Know How haben. Ich komm auch mit Grundrissen und Schnitten gut zurecht, aber viele Menschen (z.B. meine Frau) haben da ein Problem mit der räumlichen Vorstellung.
    Da kenne ich Leute, die, nur um es sich vorstellen zu können, die Pläne des Arch in 3D nachmodelliert haben.

    Klar, ich bin auch der Meinung, mit SW werden die Entwürfe nicht besser, man kann nur mehr schlechte entwürfe in der gleichen Zeit malen, aber ab einem Punkt hilft sie dann doch ungemein. Spätestens bei der Haustechnikplanung ist es ohne fast nicht mehr zu schaffen. Ich hab meine nur auf Papier und ärgere mich jedesmal grün und blau, wenn ich was ändern muss.

    Gruß

    Thomas
     
  4. #123 Thomas B, 29.11.2007
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    Na...so ist's aber eben nicht...

    ...lieber Christian!

    Mal ganz ehrlich -glaub's oder glaub's nicht-: Wenn zu mir ein BH kommt, mit einem selber gemeißelten 1a-Entwurf (von mir aus auch mit Arcon:)!), dann wäre es schon rein wirtschaftlich (für den Archi!) doch das Tollste, wenn ich den Entwurf durchgehe, checke und dann umsetze. Einfacher und schneller kann ich als Archi mein Geld nicht verdienen! Prima.

    Leider ist es aber nicht so. Es ist eben so, wie es Ralf ausgeführt hat: Bauherr kommt -stolz wie harry- mit einem zusammengeschusterten Entwurf, den er -weil selber verbrochen- auch noch für gut hält und man darf dann mit viel Fingerspitzengefühl die Demontage des Entwurfes betreiben.

    Ich habe gerade eine Baumaßnahme fertiggestellt, da kam der BH auch mit etwas entwurfartigen an (womit ich also meinen Beittrag vom Anfang des Threads etwas korrigieren muß....ich hatte doch schon BH mit eigenen Entwürfen. Gaaaaanz wenige. Gott sei Dank!). BH war glücklicherweise offen für radikale Änderungen und sah das auch ein. Es handelte sich dabei um Ausschnitte diverser Grundrisse aus GU-Prospekten, die ausgeschnitten und mit Pritt-Stift neu gruppiert worden waren. Grauenhaft. Unmöglich (Anmerkung: Ein GU hatte ihm schon signalisiert: "Klar...das taugt. Bauen wir Ihnen!").

    Fazit:

    Kommt ein BH mit einem guten Entwurf, kann man sich als Archi sicher nicht selbst verwirklichen (aber das ist auch nicht Sinn und Zweck unseres Handelns), man kann aber mit wenig Arbeit ein ordentliches Honorar einfahren.

    Kommt BH mit schlechtem Entwurf geht die Mühsal los. Übrig bleibt dann zumeist ein aufgepeppter, von den gröbsten Unsinnigkeiten bereinigter Entwurf, den man mit halbwegs schlechtem Gewissen beim Bauamt einreicht (ein paar entschuldigende Worte sind hier immer gut :lock)

    Kommt BH ohne Entwurf und "nur" mit Raumprogramm und Ideen, dann kann man gemeinsam das Beste daraus machen.

    Aber die Grtundsatzdiskussion wird sich weiter im Kreis drehen und wir Archis werden weiterhin nicht das Genie unserer BH erkennen, die das was wir mit Jahren des Studierens und den Jahren der Beruferfahrung uns erarbeitet haben, diese mal eben mit einem Malprogramm auch hinkriegen.

    Gruß

    Thomas
     
  5. Landbub

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    Ingo, das haben wir gemacht. Aber glaube mir, das ist nicht so einfach. Ich leg dir mal ein Buch über ITIL vor. Du kannst es lesen, aber du wirst sie nicht verstehen, was nicht daran liegt, dass sie englisch sind.

    Genauso gehts Menschen, denen der Hintergrund deines Fachgebietes fehlt. Man guckt sich Bilder an, denkt "toll". Und weiter? Es sind doch immer nur Details. Oder abgefahrene Hanghäuser. Da kann man 100 Grundrisse angucken oder schön gemachte Wohnzimmer, mehr als "Coole Fliesen" oder "schau mal, raumhohe Türen wären doch auch was" bleibt bei jemanden ohne background nicht hängen.

    Da helfen Architektouren noch mehr, weil man mit dem Führer reden kann. Aber auch da wurden nur Häuser gezeigt, die einfach schrecklich waren.

    Deine Aussage bestätigt mal wieder meine inzwischen oft belegte Meinung, dass ihr Bauprofis oft nicht mehr in der Lage seid, euch in die Rolle eures Kunden reinzudenken. Dies ist übrigens nicht nur ein Problem eures Berufs und ist nicht mir "Betriebsblindheit" zu verwechseln. Dennoch sorgt die für unnötigen Stress durch Missverständnisse und Fehlinterpretationen.
     
  6. #125 Christian St, 29.11.2007
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    Respekt!
    Sehe ich genauso.
    Sehe ich auch so.
    da wars wieder, : " Genie-Jahren der Beruferfahrung uns erarbeitet haben-
    mal eben mit einem Malprogramm auch hinkriegen.
    Ausnahmen von der Regel akzeptieren.
    Versuchen sie mal, eine Ehefrau von der eigenen Badplanung abzubringen.
    Ob Farbe oder Anordnung.
    da ist die Quote aber 50/50.
    nur meine Meinung.
    Gruss Christian
     
  7. Landbub

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    Ach so, vergessen. Zu den Büchern.
    Nimm dir mal eins aus dem Regal (hab leider grad keine da) und blättere mal. Wenn man an einem Bild hängen bleibt, dann deshalb, weil da was aussergewöhnliches ist. Guckt man dann, was es ist, findet man so absolut schwachsinnige Details wie ein Podest im Wohnzimmer. Eine Stufe, nur damits schöner aussieht?
    oder eine Treppe ohne Geländer.
    Oder eine Sichtbetonwand, die auf Fotos meist toll wirken, "in Echt" aber bestenfalls an eine Tiefgarage denken lassen.
    oder einen Luftraum. Die Kinderzimmer haben dann 10qm, aber man kann von unten immerhin deren Tür sehen.

    Such mal in den Büchern ein Haus, dass ohne diesen praxisfremden Kram auskommt und noch dazu ein vollwertiges OG + DG hat (also min. 10m hoch ist).

    Sowas findet man ganz selten in Büchern beschrieben, in der freien Natur läuft sowas aber oft rum.
     
  8. #127 Thomas B, 29.11.2007
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    Noch ein Gedanke...

    ..zum Thema "das plant der BH selbst"!

    Unabhängig von teilweise wirklich grottenschlechten Grundrissen mit vielen unnützen Ecken und Kanten, geht die Laien-Planung zumeist auch an der Realität vorbei: Da wird ein Grundriß nach dem anderen gewienert und hinterher -wenn dann doch der Archi/Bauing. zu Rate gezogen wird- kann der dann nur noch sagen "...ach Sie haben den Lotto-Jackpot geknackt...na dann...".

    Ein guter Planer wird nicht nur hübsche Grundrisse pinseln, sondern sich bei der Planung auch nach den finanziellen Möglichkeiten des BH richten. Wie soll das der Laie????

    Da kommt dann eben eine Wohnzimmer mit 60 m² und freispannenden Decken heraus, auf denen der Dachstuhl und tragende Wände lasten usw. usf.

    Daher: Lieber gleich richtig planen.

    Andererseits: Wer gerne mit Arcon spielen möchte, darf dies natürlich tun, doch bitte, bitte laßt diese Ergüsse, wenn es dann zum Archi geht zu Hause.

    Thomas
     
  9. R.B.

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    Zoom 2:1, schon wird´s billiger...:D:D:D

    Aber im Ernst, je mehr Beiträge ich hier lese, um so mehr Parallelen entdecke ich zu der Diskussion um Cadsoft, die ich oben schon erwähnt hatte.

    Jetzt spinne ich den Faden mal weiter. :bounce:

    Irgendwann gibt´s im I-Net einen Arcon Pool, dort lade ich mir für 9,99 € einen Plan aus Tausenden, verschiebe die Wände ein wenig hin und her, schicke das file inkl. Kurzbeschreibung an einen 3..2..1..hammer Dienstleister, der passt die Kiste an und generiert die Statikfiles, das Ganze geht dann per eMail an das Bauamt. Pauschale xxxx,- €.

    Die Kopien gebe ich dann an den BU der die Hütte hinstellen darf.:deal

    Gruß
    Ralf
     
  10. #129 EricNemo, 29.11.2007
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    ihr spielt immer auf den unvernünftigen, uneinsichtigen und unrealistisch denkenden Bauherren an. Klar, dessen Wünsche und Grundrisse sind nicht zu verwirklichen...

    Ich geb auch zu: Man lässt sich als Bauherr von Gewohnheiten lenken und ein unabhängiger Architekt kommt bestimmt auf Ideen, die man selbst vielleicht nicht hätte. Wenn diese Ideen toll sind, wäre ich der letzte der entsprechende Änderungen am eigene Grundriss oder einen komplettem Verwerfen des eigenen Grundrisses nicht bei einem ruhigem Gespräch zustimmen würde. Mich stört die allgemeine Ablehnung die hier deutlich zu erkennen ist - zudem, dass anscheinend niemand beachtet, wie unterschiedlich Bauherrund Architekt das Bauvorhaben bewerten: Der Achitekt baut oft, der Bauherr meist genau einmal (mit deutlich höherer Priorität).
     
  11. #130 Thomas B, 29.11.2007
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    Ich hätte gut Lust....

    ...mal den Grundriß des BH einzustellen. Damit Ihr mal seht, mit was man sich später rumärgern darf......

    TB
     
  12. JoSeb

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    Wusst ichs doch................!
     
  13. #132 Thomas B, 29.11.2007
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    Ertappt...

    ...JoSeb:cry

    Dennoch 7 von 8 BH kommen ohne Grundrisse (aktuelle Hochrechnung!).

    Thomas
     
  14. Uli R.

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    Gegen Vorabüberweisung und wenn er's nicht richtig macht gibt's ne schlechte Bewertung, wir haben ihn doch locker in der Hand :D
     
  15. JoSeb

    JoSeb

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    Freut mich für Dich, bei 7 bis 8 aktuellen Bauherren hast Du ja ganz schön zu tun und kannst die Finger kreisen lassen!
     
  16. #135 Thomas B, 29.11.2007
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    Mißverständnis....

    ...ich habe natürlich "aktuell" keine 8 Projekte. Schön wär's!!!!

    Aber von den letzten 8 Projekten hat nur einer einen "Entwurf" mit angeschleppt, während die anderen 7 dies eben nicht taten.

    Thomas
     
  17. #136 Torsten Stodenb, 29.11.2007
    Zuletzt bearbeitet: 29.11.2007
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    Das stimmt überhaupt! Bis eben war mir das noch gar nicht bewusst. Ich habe dann mal recherchiert. Wieso fällt die Mehrzahl, die ohne Zeichnung kommt, gar nicht auf?

    Weil die mit den Zeichnungen eben doch die schwierigeren Fälle sind, an die man sich erinnert. Es geht fast immer weniger darum, einen Entwurf auszuarbeiten, sondern darum, die Menschen, die einem hoffnungsfroh ihre Blätter auf den Tisch legen, erst einmal verstehen zu lernen und sie gleichzeitig Schritt für Schritt an den Gegenstand heranzuführen.

    Die Bauherren, die eine Skizze oder gar Zeichnung mitbringen, sind die anspruchsvolleren Kunden. Und das ist zunächst unbequem, aber wenn man sich auf eine gemeinsame Sprache verständigen kann, dann bietet ein solcher Auftrag die Chance, ein Haus zu bauen, dass man als Planer nicht nach Schema F, sondern als optimale Anpassung an alle sowohl fachlichen als auch subjektiv bauherrenbezogenen Kriterien erschafft. Auf dass man als Planer stolz ist und das man auch noch nach Jahren gerne herzeigt. Und das die Bewohner glücklicher macht als ein Haus, bei dessen Planung nicht alle ihre, auch unbewussten, Bedürfnisse berücksichtigt wurden, weil sie nicht in ausführlichen Gesprächen herausgearbeitet wurden.

    Welcher Architekt hat im Studium Sozialkompetenz erworben oder wenigstens etwas darüber gehört? Wer hat gelernt, wie man im Gespräch auch tieferliegende Wünsche oder z.B. Konfliktpotentiale in der Bauherrenfamilie herausarbeitet? Wer hat gelernt, wie man die Gesprächspartner führen kann, so dass sie Lernprozesse durchlaufen und sie auf die wichtigen Aspekte am besten selbst kommen oder sie wenigstens verstehen lernen? Ist Euch Architekten eigentlich nicht klar, dass Ihr mal durchaus der weltläufige Kreative sein dürft, aber weit häufiger Fähigkeiten folgender Berufsbilder benötigt: "Baumeister" (handfest handwerklich gemeint), Gesprächstherapeut, Lehrer (allgemein), Sonderpädagoge mit den Schwerpunkten LB und E (mehr schreib ich hier nicht), Verkäufer? Geschockt?

    Man kann nicht ein Haus bauen, dass optimal auf die Bauherrenfamilie zugeschnitten ist, wenn man sich nicht ausführlich und professionell (!) mit dieser auseinandergesetzt hat. Und da ist eine Bauherrenwunschzeichnung ein geradezu optimaler Anfang. Nicht ohne Grund lassen auch Psychologen ihre Klienten oder Patienten gern zeichnen und malen!

    Zu fordern, die Bauherren mögen auf ihre Zeichnungen verzichten, ist sinnlos. Sie werden, sie sollten es auch nicht tun, weil man als Planer diesem Bauherrentypus nicht gerecht werden würde, wenn man sich allein auf die Erfassungsmethode des Gesprächs beschränken würde. Wer sich mit solchen Leuten nicht belasten will, der sollte sie einfach eine Tür weiterschicken. Bestimmt gibt es Kollegen, die gern mit Menschen umgehen und am liebsten in etwas rauher See schwimmen. Weil man sich damit auch schult und man sicherer wird. Der wahre Profi wickelt schwierige Menschen nur so um den Finger. Es macht ihm richtig Spaß! Na ja, das war vielleicht etwas dick aufgetragen, hat aber einen wahren Kern. Es gibt übrigens wirklich solche Profis! Leider in erster Linie unter Spitzenverkäufern. Die werden auch entsprechend geschult. Herauszufinden, was der Kunde will und was ihm nützen würde, ist seine erste Aufgabe. Der Rest ist reines Können. Und genau diese sozial orientierte Grundhaltung fehlt insbesondere Angehörigen technischer Berufe. Aber so wie sich das Berufsverständnis des Arztes heute auch wieder mehr an seinen antiken Ursprüngen orientiert als nur an naturwissenschaftlich-technisch orientierten Maßstäben, so muss auch gerade der Architekt, durchaus im Unterschied z.B. zum Maschinenbauer, sich ganzheitlich am konkreten Menschen orientieren. Das ist anspruchsvoller als das reduzierte Berufsverständnis, wie es hier oft durchscheint. Aber die Honorarordnung ist einem solchen Anspruch angemessen - oder umgekehrt?
     
  18. Landbub

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  19. #138 Torsten Stodenb, 29.11.2007
    Zuletzt bearbeitet: 29.11.2007
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  21. #139 Thomas B, 29.11.2007
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    Prosa...

    endlich Prosa...:biggthumpup:

    Eben. Und wenn der Entwurf dann grottenschlecht ist, wird's schwierig.
    Nichts dagegen einzuwenden, wenn ein BH mit Strichskizzen kommt um seinen Bedürfnissen graphisch ein Gesicht zu geben, wirre Linien, die Zusammenhänge aufzeigen sollen usw. Schwierig wird es halt, wenn der BH mit seinem "fertigen Entwurf" ankommt, den Archi anstrahlt ob seiner Kunst um dann von höchstselbem hören zu wollen, wie gelungen sein Werk doch sei.

    Das stelle ich mal in Frage. Kann im Einzelfall sein, ist es aber in der Reel wohl eher nicht. Für anspruchsvoll halte ich eher denjenigen, der sich entspannt zurücklehnt und sagt "So Herr Architekt. Jetzt zeigen sie mal was sie drauf haben. Ich habe Ihnen alle Infos gegeben. Setzen Sie das mal in was Brauchbares um."

    Antwort: Keiner! Und -Achtung: Nestbeschmutzung!- es gibt leider auch immernoch Archis, denen Kundenwünsche am A. vorbeigehen, solange sie ein BV realisieren können, das ihrem Gestaltungsverständnis entspricht. So was nennt man dann Arroganz. Ist eigentlich nicht schlimm, wenn nicht ein anderer (Bauherr) hierfür die Kohle auf den Tisch blättern müßte. Aber: Ich denke das ist die Minderheit.

    Das stimmt wohl. Leider! Nochmal zum Mitschreiben: Niemand verlangt Selbstbeschränkung der BH. Es macht halt in sehr vielen Fällen die Sache nicht leichter, wenn ein BH monatelang an einem Entwurf gefeilt hat, der nun leider völliger Bullshit ist. Letztendlich für beide Parteien unerquicklich: Der Archi betreibt die Demontage des tollen Gedankenkonstruktes und der BH muß miterleben, daß seine lange, mühevolle Arbeit für den Mülleimer war.

    Und: Um demBH dabei nicht zu sehr wehtun zu wollen (und evtl. zu riskieren, daß der BH nicht mit einem baut!) hangelt man sich dann häufig an dem schlechhten Entwurf entlang und versucht irgendwie Versatzstücke des REntwurfes mit einzubauen -wohlwissend, daß das nicht gut ist, aber der Seele des BH guttut.

    Thomas
     
  22. #140 Torsten Stodenb, 29.11.2007
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    Ja, darauf läuft es wohl leider oft in solchen Fällen hinaus. Davon spreche auch ich mich nicht frei. Aber ich kämpfe vorher! Das macht mein lästiges missionarisches Bewusstsein. Einige hier kennen mich ja schon insoweit. Gottseidank sind doch solche Extremfälle, in denen der Bauherr wirklich lange und zäh, aber ohne Können und uneinsichtig "sein Lebenswerk" erschaffen zu haben glaubt, aber selten, oder? Oder ich kriege nur selten davon etwas mit, weil mir solche Kandidaten immer rechtzeitig davonlaufen. Ich bin nämlich Schwede. Und die haben eine seltsame Eigenschaft in ihrem Nationalcharakter: Wenn ihnen etwas nicht passt und gegen den Strich geht, dann verzichten sie generös auf ein Geschäft, da geht's dann um's Prinzip - Tatsache!

    Ja, o.k., mit "anspruchsvoll" meinte ich auch eher das intellektuelle Niveau. Ich denke tendenziell mehr leistungs- als konsumptionsorientiert. Wenn einer mit den Scheinen wedelt und von Anspruch oder Niveau labert, dann imponiert mir dies weniger als Null.
     
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