An alle Statiker: würde diese Unterfangung funktionieren?

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  1. #1 Frau am Bau, 09.11.2021
    Frau am Bau

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    Hallo liebes Bauexpertenforum,

    Wir bauen innerstädtisch ein MFH. Ja ich weiß, es gibt die DIN 4123, da ist alles geregelt. Unser Nachbar vom MFH nebendran ist auch super nett und hat schon zugestimmt. Der BA für das MFH das gebaut werden soll ist längst genehmigt. Leider besteht die Stadt nun auf einen separaten Bauantrag für die Unterfangung. Der Vorschlag unseres Architekten ist mit Anker. Könnte man aber nicht auch den Keller abschrägen? Siehe Bild.
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  2. #2 matschie, 11.11.2021
    matschie

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    Dann musst du nachweisen, dass das Nachbargebäude bei Abgrabung bis UK Fundament ausreichend Tragfähig ist.
    Dann kannst du als erste Schätzung bei der Abschrägung von 1:1,5 ausgehen, also hast du hinterher einen wunderbar schrägen Keller.

    Mach es wie der Architekt vorschlägt, das ist die sinnvollere Variante. Ob Anker tatsächlich nötig sind klärt die zugehörige Statik.
     
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  3. #3 Frau am Bau, 11.11.2021
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    Hallo Matschie, Danke für Deinen Beitrag. Der Keller wird ausreichend groß sein daher stören die Schrägen nicht allzu sehr. Bist Du ein Statiker oder jemand der Praxiserfahrung mit sowas hat. Wir warten noch auf die Kostenschätzung. Anker müssen wohl sein. Viele Grüße von der Frau am Bau
     
  4. #4 matschie, 11.11.2021
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    Sagt? Der Architekt?
    Keine Kostenschätzung ohne dass ein Statiker, der Erfahrung mit solchen Projekten hat sich das angesehen hat!
     
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  5. Mok

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    Die DIN 4123 kennst du ja bereits, da ist auch geregelt, was für Aushub an Bauwerken ohne Unterfangung und bei "normalen" Bodenverhältnissen ohne weiteren Nachweis einzuhalten ist. Stichwort Aushubgrenzen. Wenn du die einhältst, bleibt von deinem Keller nicht viel übrig.

    Die Alternative wäre der von Matschie angesprochene Nachweis. Bei üblichen Bodengutachten, die sich bei den Bodenkennwerten auf Erfahrungswerte stützen, wirst du dadurch aber wahrscheinlich nicht viel mehr an Raum rausholen können. Dafür sind die Bodenkennwerte zu konservativ. Versuchen kann man es aber allemal.

    Ist die Skizze vom Architekten? Dass eine Rückverankerung sein muss glaube ich nicht. Aber die Unterfangung muss sicherlich tiefer geführt werden, wenn du auf gleicher Höhe eine Bodenplatte haben willst, die nicht lamellenweise erstellt werden soll. Den Aushub bis an die Unterkante Fundament ohne verbleibende Einbindung wirst du eher nicht nachweisen können. Lass das mal von einem entsprechend erfahrenen Statiker prüfen.
     
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  6. #6 Hirsch1, 23.11.2021
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