Architektenwettbewerb möglich?

Diskutiere Architektenwettbewerb möglich? im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Baugemeinde, als leidgeprüfter Bauherr (mit meiner Vorplanung, der daraus erstellten Planung und dem Werk an sich bin ich...

  1. #1 olliwob, 3. Mai 2012
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    Hallo liebe Baugemeinde,

    als leidgeprüfter Bauherr (mit meiner Vorplanung, der daraus erstellten Planung und dem Werk an sich bin ich zufrieden, jedoch wirkt das schönste Haus nicht schön wenn nebenan ein "isdochegalbunker" in Eigenleistung bzw. ein 0815-Billighaus hingestellt wird) habe ich mich entschlossen noch einmal zu bauen. Da ich nicht wieder so nette Gebäude neben mir haben möchte und dank meiner Wahl in den Stadtrat auch über die entsprechenden Kontakte verfüge verfolge ich folgendes Ziel:

    In unserer Stadt (die Heimat des größten deutschen Autoherstellers) herrscht aktuell reichlich Wohnraumnotstand (die Vermietungsquote beträgt aktuell nach Analyse des Bestandes 99,3% - alle Neubaugebiete voll!). Die Stadt plant nun in den nächsten 3-4 Jahren ca. 2500 - 3000 neue Einheiten zu schaffen - von Geschosswohnungen, über Stadt- und Reihenhäuser bis Einfamilienhäuser (750-1500) - letzteres ist auch für mich interessant. Bei den abgeschlossenen Projekten waren die Bauvorschriften leider oftmals so, dass meist der niedersächsisch-rustikale Landhausstil mit rotem Dach und Klinkerfassade gebaut wurde - wenig spannend. Bei größeren stadtnahen Projekten kamen die örtlichen Wohnungsbaugesellschaften zum Zuge, die dann ganze Quartiere mit "hochwertigen Architektenhäusern" bebauten (1 x Stadtvilla gezeichnet - 8x in Rigips gebaut oder 1 x Doppelhaus und 25x gebaut --> noch viel weniger spannend. Ich möchte diesmal die Stadtbaurätin bzw. den OB überzeugen einen anderen Weg zu gehen, nämlich ein kleines Wohngebiet (18ha mit ca. 150 WE) als "Effizienzwohngebiet mit architektonisch wertvoller Bausubstanz zu entwickeln. Ich stelle mir vor, dass zum einen das Wohngebiet an sich zum Wettbewerb ausgeschrieben wird - vielleicht gibts auch hier bessere Möglichkeiten als die der stadteigenen (Ziel: je weiter vom Ortskern entfernt umso moderner und designorientierter) und dann diese Bauplätze mit der Verpflichtung an einem Architektenwettbewerb (LP1-2) teilzunehmen an Bauwillige veräußert. Der Bauwillige verpflichtet sich, einen der drei Preisträger für sein Grundstück mit der Planung (mind. bis LP5) zu beauftragen. Ich verspreche mir dadurch, dass ein modernes, designorientiertes Baugebiet entsteht, bei dem jedes Haus mit dem Nachbarhaus interagiert und letztlich die Bauwilligen günstiger wegkommen als beim 0815-Bauträger der auch für sein Projekt Planungskosten berechnet und die Baukosten ab 250k € aufwärts betragen. Bei Bauträgerprojekten z.B. 100k Grundstück + 250k Baukosten beträgt schließlich die Grunderwerbssteuer schon faste 16k - hier kriege ich beim Architekten schon die LP1-5 mit einer vll. günstigeren Gesamtplanung. Was haltet ihr davon, gibts da schon Erfahrungen? Ich bräuchte Beispielprojekte um unsere Verwaltung zu überzeugen. Ich überlege natürlich auch mich vll selber hier und da als Bauträger zu betätigen...
     
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  3. Taipan

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    Stadtrat, der in Entscheidungen eingebunden ist und gleichzeitig Bauträge auf diesen Gründen?
    Einem Grundstückseigentümer einen Architektenwettbewerb vorschreiben? Wer zahlt das?
    Wie stellt Ihr euch den Architektenwettbewerb vor? Soll ein Grundstückseigentümer/Bauherren einen Architekten binden, welcher von einer Jury gewählt wurde, die seine Wünsche nur unwesentlich beachtet? Oder soll der Bauherr alleinig entscheidend sein, welcher Entwurf gefällig ist? Denkt Ihr, da kommt großartig Anderes als das jetzt schon Gebaute dabei raus?
    Neu ausgewiesene Baugebiete brauchen einen Bebauungsplan. Was davon soll darin verankert werden? Das BauGB gibt da die Grenze vor.

    Das Vorhaben an sich klingt ja interessant, ich würde es jedoch mal von den Juristen abklopfen lassen. Da wird leider nicht mehr viel davon über bleiben.
     
  4. #3 Gast036816, 3. Mai 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    sicher ist das möglich. um einen wettbewerb auszuloben, brauchst du nicht nur den OB und die stadtbaurätin auf deiner seite, sondern auch jemanden, der die wettbewerbsbedingungen verbindlich ausarbeitet, der b-plan muss für diesen wettbewerb geeignet sein. du benötigst ein preisgericht und ein gremium für die vorprüfung.

    auskunft, beratung und hilfe erhältst du sicher von der architektenkammer niedersachsen.

    ein effizienzwohngebiet sollte nicht geschaffen werden, dieser begriff bringt nur verwirrung. nachhaltigkeit, ressourcenschonend, energiesparsam oder energieplus sollten bessere schlagworte sein.
     
  5. #4 olliwob, 4. Mai 2012
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    Im ersten Architektenwettbewerb für die Gestaltung des Wohngebietes soll natürlich auch ein Bebauungsplan mit einbezogen werden. Es soll dem Bauwilligen nicht vorgeschrieben werden mit wem er baut - er kann ja aus den drei ersten Plätzen wählen - und er gibt bestimmt im Vorfeld vor was sein Ziel sein soll (seine Wünsche und Ansprüche muss er schon äußern...genauso als ginge er zu einem Architekten - nur dass er mehrere Vorschläge für sein Haus erhält). Mit dem Vorschreiben des Architektenwettbewerbs bin ich mir ja nicht sicher - daher frage ich hier in die Runde. Die Stadt kann zwar mit Bauträgerbindung verkaufen - dann kann der Bauherr aber nur Haus A oder B wählen. Oder nix paßt zueinander - dies will ich ja hier vermeiden. Mir schwebt eine Gremium zur Entscheidung vor bei dem natürlich der Bauherr mitbestimmt welchen Preis wer bekommt - aber halt auch eine Fachjurie wie hier beschrieben:

    http://www.aknds.de/fileadmin/pdf/RPW/210-Anlage_1.9__RPW__Kompaktwettbewerb.pdf

    Mein Ziel ist natürlich kein Vorschreiben von Bauträger oder Architekt oder bevormunden des Bauherrn - der Bauherr soll die Chance bekommen für sein Geld ein wirklich gutes Objekt zu bekommen - sicherlich besser als Haus C von 0815-Bau GmbH. Ich möchte nur verhindert wissen, dass gute Häuser durch den fehlgeleiteten Geschmack eines einzelnen Bauherrn leiden. Außerdem ist mir wichtig einem Baugebiet einen höheren architektonischen Anspruch zu verleihen als es bei Häusern von der Stange der Fall ist und das kein Baugebiet erstellt wird, dass aussieht wie eine Kaserne weil eine Firma mit einem Plan alles baut! Ich sehe auch keinen Interessenkonflikt meinerseits, in dem ich einen transparenten offenen Wettbewerb initiiere, bei dem ich - sollte ich ein Grundstück für mein Haus bekommen - keinerlei Vorteile habe - außer einer möglicherweise schönen Nachbarschaft in einem idealerweise Null-Emissionswohngebiet.
     
  6. Taipan

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    Und genaus das bezweifele ich in einem Gebiet, indem eine sonst mit Bauträger bauende, weniger solvente Klientel baut. Dort kannst Du Ausrutscher nicht vermeiden. Leider korreliert immer noch zu oft die architektonische Qualität mit der Bausumme und damit mit der Höhe des Honorars. Erfahrungsgemäß sind solventere Bauherren auch jene mit höherer Bildung. Dort ist eher ein angemessenes (nicht an den Mindestsätzen der HOAI kratzendes) Honorar zu erwarten. Die Höhe des Honorars bestimmt dann auch den Willen des Architekten, sich gegen verunstaltende Wünsche des Bauherren zur Wehr zu setzen.

    Der hier jetzt besser nicht fertig ausgeführte Gedanke heisst: Entweder wird es ein Reichenviertel oder es gibt ausreichend Gestaltungsunfälle.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 4. Mai 2012
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    Au mann - wo hast Du das denn her?

    Für III min gibts keine gute Architektur? Arme haben alle keinen Geschmack, Reiche immer? Wss für ein verquastes Weltbild.
    Nichts davon stimmt auch nur im Ansatz.

    *****

    @ olliwob
    Deine Idee wird nicht funktionieren. Nehmen wir mal an, die Büros Meier, Müller und Schulze belegen die ersten drei Plätze.
    Jetzt Bauherr Villawillich, geht zu Müller und gibt dem einen Auftrag.
    1) Wer sagt Dir, dass Villawillich nicht bei Müller eine Toskana-Villa mit Kellenschlagputz im griechischen Stil in Auftrag gibt und Müller nur noch das schlimmste verhindern kann?
    2) Wer sagt Dir, dass Müller immer wieder so gute Architektur hinbekommt wie bei dem Wettbewerb. Wir alle haben bessere und schlechtere Tage. Wenn sich dann Villawillich in einen Entwurf der schlechteren Tage "verliebt", ist die Nummer durch.
    3) Wer sagt Dir, dass nicht alle im Forum tätigen Architekten, BU und GÜ bessere Entwürfe hinstellen würden als Meier, Müller und Schulze?
    4) Was ist mit An- und Umbauten nach ein paar Jahren? Willst Du da auch noch die drei Büros vorschreiben? Was ist, wenns einen der drei dann nimmer gibt?


    Ich denke, Du erliegst dem Irrglauben vieler Ortssatzungsverfasser, dass sich mit genug Regeln schlechte Architektur verhindern liesse. NEIN. Viele Regeln behindern nur gute Architektur.
    Ausserdem liegt Häßlichkeit wie auch Schönheit im Auge des Betrachters. Willst Du zum Geschmacksdiktator werden? Sollen alle nach DEINER Facón seelig werden?

    Wenn Du Augenkrebs als Folge nachbarlicher Bau"sünden" verhindern willst, dann weisst doch mal wieder Baugrundstücke > 600 m² zu niedrigen Preisen aus! Niedrige (Grundstücks)Preise lassen mehr Luft für Architektur und sind sozial verantwortungsbewusst.
    Grosse Grundstücke sind auch sozial verantwortungsbewusst (die Kinder können im Garten auch mal spielen) und schaffen Platz, Bausünden hinter Vegetation zu verbergen!

    Und schaff Dir selbst im Kopf Toleranz für den anderen Geschmack der anderen. Der ist nicht unbedingt schlechter, der ist nur anders.

    PS.: Wenn Du langfristig etwas gegen die Verschandelung der Baugebiete tun willst, dann sorg dafür, dass die Kinder kulturell und geschmacklich gebildet werden.
    Schaff bei denen ein Gespür für Schönes, dann hast Du mehr bewegt als mit 1.000 Architektenwettbewerben.
     
  8. Papi

    Papi

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    Typisch in unserer Region:

    Neubaugebiete werden entweder komplett von Bauträgern vermarktet oder die Grundstücke zu 50 - 75% von Bauträgern aufgekauft.

    Typische Bebauung: Doppelhäuser auf je 300 - 350m² Grund, je ca. 110m² Wohnfläche, Satteldach, roter Klinker, Carport. Bebauungsplan (bewusst?) so aufgestellt, dass auch zur Bebauung mit EFH vorgesehene Grundstücke eigentumsrechtlich geteilt werden und ebenfalls mit DH´s bebaut werden.

    Ergebnis: Architektonische Langeweile, verdichtete Bebauung, fehlende Parkmöglichkeiten, etc.

    Da lobe ich mir jedes individuell geplante Haus das nicht Standard 08/15 ist. Lieber etwas polarisieren als diese Langeweile.

    Gruß
    Frank
     
  9. #8 olliwob, 4. Mai 2012
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    Moin...

    ich hab meine Gedanken mal in eine schnelle Präsi gefasst - nicht als endgültige Weisheit, sondern nur als Diskussionsgrundlage. Ich hab mir mal sagen lassen, dass es grundsätzlich nicht teurer sein muss mit einem Architekten zu bauen und dass viele diesen Beruf aus "Berufung" gewählt haben und nicht um das schnelle Geld zu machen in dem sie dem Bauherren ihren Standardentwurf einreden...

    Mir ist auch bewußt, dass diese Lösung keine 100%-ige Zufriedenstellung aller erbringt - jedoch erwarte ich grundsätzlich weniger Bausünden als bei anderen Lösungen. Und durch die Beteiligung von Architekten erwarte ich für den einzelnen Bauherren eine erhöhte Befriedung seiner Bedürfnisse als beim Haus von der Stange. Ich kann mir auch einen einigermaßen passenden teuren Anzug von der Stange kaufen oder mir fürs gleiche Geld einen Schneidern lassen (vll. auch ein paar Euronen mehr).

    Ich würde auch grds. niemandem Geschmack absprechen - wobei ich in einem Teilgebiet eines Wohngebietes z.B. das Motto vorschreiben würde (z.B. "Bauhaus-Typus). Wer Krüppelwalm bevorzugt kann ja woanders kaufen - die Wahl hat jeder. Man schreibt auch keinem Bauherren einen bestimmten Architekten vor - wer ohne Architekt bauen möchte kann ja woanders bauen (Vertragsfreiheit). Auch ein bestimmtes Motto eines Quartier gibt dem Architekten verschiedene Intepretationsmöglichkeiten - es muss (und soll) kein Haus wie das andere aussehen.

    Sicherlich beinhaltet die Teilnahme an einem Wettbewerb die Möglichkeit leer auszugehen, aber das ist "unternehmerisches Risiko" - und wer viel Arbeit reinsteckt und wenig Erfolg hat - der hat vll als Architekt einen schlechten Tag (oder mehrere) oder er hats einfach nicht drauf (am Wunsch des Bauherren oder Motto vorbei). Wer gut ist und sich reinhaut hat sicher bessere Chancen als ohne Wettbewerb. Wer auf Bauherren lauert und ihnen dann für den Höchstwert seinen Standardentwurf aufschwatzen will ist sicherlich auch verkehrt.

    Der Bedarf wurde nach aktuellen Untersuchungen liegt allerdings eher im höherwertigen Bereich bei Einkommensgruppen von 80T€ - 200T€ Jahresgehalt. Geld ist also grundsätzlich da. Allerdings wollen diese Bauwilligen nicht viel Geld für 0815 ausgeben (vom Bauträger) sondern für gutes Geld auch eine noch bessere Leistung bekommen.
    In meinem Beispiel (siehe Dateien) bin ich vom HOAI-Mittelwert und Durchschnittskosten lt. DIN276 KG 300+400 in Höhe von 1750 € ausgegangen (Durchschnitt D 2010/11 = 1460€) - ich gehe davon aus, dass man im Rahmen von 1500-2000€ je qm schon etwas vernünftiges bauen kann. Der Durchschnittswert der Grundstücke beträgt ca. 100€ inkl. kompletter Erschließung - die Größen der Grundstücke sind in der Regel von 400 - 800 qm. Die grundsätzliche Vorgehensweise inkl. Prämierung habe ich bei der AK Nds. erfragt.

    Also bitte Feedback ...
     
  10. #9 olliwob, 4. Mai 2012
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    hm.. das mit den Dateien hat wohl nicht geklappt....
     
  11. #10 Gast23627, 4. Mai 2012
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    Na, was haben wir den da für ein korruptes Früchtchen in Wolfsburg?

    Ein "Früchtchen" welches mittels offenbar korumpierbarer Mitmenschen bereit ist so einiges zum Eigenwohl zu unternehmen oder oder zuzulassen.

    Toll!

    Ein Schelm wer böses dabei denkt...

    Oder besser, Deutschland auf dem Weg in eine Bananenrepublick, oder besser wir leben Mittendrinn!

    Liebe Wolfsburger die ihr hier mitlest, jagt das "Früchtchen" zum Teufel...
     
  12. #11 D3esperator, 4. Mai 2012
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    wenn ich das hier so lese, kann ich jsch nur zustimmen. an egoismus eig. nicht zu überbieten. und sowas sitzt auch noch im stadtrat!
    das müsste man doch glatt der wolfsburger klatschpresse übergeben, damit sie recherchieren, wer dahinter steckt.

    man will sich ja vom gemeinen volk mit den 0815 bauten abgrenzen!
     
  13. H.PF

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    Kann man so und so sehen...

    Man könnte auch sagen: Endlich macht einer bei der Politik mit und gestaltet seine Stadt mit und sitzt nicht nur faul rum...

    Wie sollen Städte denn sonst gestaltet werden wenn nicht nach dem Bürgerwillen? Und wenn man was bewegen will muß man halt in die Politik gehen, dann kann man das...

    Und so was ist sogar legal, nennt man Demokratie...
     
  14. H.PF

    H.PF

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  15. #14 D3esperator, 4. Mai 2012
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    ich lass mich auch gerne wählen, damit ich meine interessen verfolge...
    so ein elitäres gebiet mit nur reichen leuten und auch noch hütten, die "mir"
    gefallen finde ich auch nett.

    nuja man kann das schon so oder so sehen. letzendlich ist poltik ja auch eine kunst, den letzten michel von
    seinen ideen zu überzeugen :)

    das hat der kollege bei mir nicht geschafft, vorallem nicht mit seinem eröffnungs-posting.
     
  16. #15 Gast23627, 4. Mai 2012
    Gast23627

    Gast23627 Gast

    Kann man/frau nicht !

    Genau so ein Haltungsschema ist der Nährboden auf dem Korruption und Eigennutz aufblühen.

    Es gibt -noch- hier und da ein paar aufrechte Menschen in der Politik. Besonders die Ehremamtlichen in den Dörfern und Städten.

    Noch!

    Lieber H.PF "lieber auf diese Art (zum eigenen Wohle) mitgestalten statt dumm rumsitzen "ein Interessantes "Verständnis" von Demokratie und der Nährboden für solche Figuren...

    Gruß
     
  17. olliwob

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    Also lieber "Oberlehrer" Josef. Dieter Nuhr sagte mal: Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die ... halten. Weder habe ich irgendwas von Plänen geschrieben, dass ich mir heimlich und undurchsichtig Grundstücke unter den Nagel reissen will oder jemandem meinen Geschmack aufdrängen will oder sonstwelche illegale Machenschaften plane. Also bitte keine voreilige Steinigung oder sonstwelche üble Nachreden oder Unterstellungen.
    Nochmal für "Holzwürmer": Der Plan ist, dass ich mich für ein "Musterwohngebiet" einsetzen will, bei dem in einem transparenten und nachvollziehbaren Verfahren mündige Bauherren mit fähigen Architekten zusammengebracht werden sollen um ein städtebaulich gelungenes Wohngebiet zu entwickeln, in dem Häuser stehen - die für ihre Bewohner geplant wurden und in dem die Bauleihen durch Bauexperten begleitet werden. Dieses Musterquartier steht unter einem bestimmten Motto - wo sich Bauherren einfinden können die eben nach diesem Motto bauen wollen - NICHTS SONST!!! Sollte so etwas Anklang finden - könnte man sich weitere Wohngebiete unter anderen Motto vorstellen. Wenn mir ein Motto gefällt werde ich mich ggf. um einen Bauplatz bewerben - falls ich mir das leisten kann und Glück bei der Vergabe habe!
    Wer des Lesens mächtig ist, konnte bereits erfahren - dass es für den Bauherren darum geht - nicht mehr Geld auszugeben - sondern für das gleiche Geld eine bessere Leistung zu bekommen. Wer das Missverstehen will - bitte... Es geht auch in keinster Weise um ein "Reichenghetto" - die Baukosten bestimmt schließlich jeder mit seinem Architekten selber - Geschmack hat nämlich nix mit dem Geldbeutel zu tun - und die Grundstückspreise sind seitens des Veräußeres eh moderat! Ich bekomme hier leider langsam en Eindruck, dass hier vornehmlich Leute aktiv sind - die sich zum Ziel setzen Bauleihen auszuquetschen wie eine reife Tomate und dafür möglichst wenig Leistung bringen wollen. Jemand wie ich der Möglichkeiten sucht um dem Bauherren zu einer besseren Gesamtleistung zu verhelfen stört solche Leute offenbar. Den müssen wir mal schnell als Kriminellen denunzieren - super Einstellung!

    Meine Frage lautet einzig ob jemandem eine Stadt oder Bauherrengemeinschaft bekannt ist, wo sowas mal gemacht wurde - weil mich deren Erfahrungen interessieren!
     
  18. olliwob

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    achja... ein paar Gedanken zum Verfahren sind im Fotoalbum
     
  19. #18 Ralf Dühlmeyer, 5. Mai 2012
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    Ah ja - und was ist mit all denen, deren Geschmack IHR Bauquartier grad nicht trifft. Wann haben die ne Chance, ihren Geschmack in einem entsprechenden Baugebiet ausleben zu können?

    Ich verweise mal auf Artikel 3, Absatz 3 des Deutschen Grundgesetzes
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html
    und ergänze, das auch niemand wg. seines Geschmacks benachteiligt werden darf!!!

    Mein Gott, was für ein Demokratieverständnis haben Sie eigentlich. Die einen bevormunden und die anderen, die nicht mit Ihnen sind, gleich als Abzocker, Ausbeuter und Betrüger beschimpfen und beleidigen!
    Bin ich froh, dass ich nicht in WOB wohne!
     
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  21. #19 Gast036816, 5. Mai 2012
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    Gast036816 Gast

    jetzt schimpft mal nicht alle auf olli aus wob rum. die idee gab es schon mal. in den 20-ern, unter dem oberbegriff genossenschaften. z. b. dammerstock in karlsruhe-rueppur. die idee, dies wieder aufleben zu lassen, ist nicht schlecht, olliwob muss das nur anders und besser verpacken zum praesentieren. in den 20-ern sind tolle sachen bei rausgekommen, die heute noch gestalterisch und funktional sehr gut sind.
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 5. Mai 2012
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    Rolf - Dammerstock ist wie viele andere Beispiele (z.B. Onkel Toms Hütte) aus der Zeit aber ein anderes Grundmodell!

    Architektenrealisierungswettbewerb mit baulicher Umsetzung durch einen/mehrere Bauträger oder Genossenschaften! Mit dem Hintergedanken, sozial schwache Bewohner in gesunde Wohnverhältnisse zu bringen.
    Die gute Architektur war vielleicht kein Nebeneffekt, aber nicht DAS Ziel. DAS Ziel war die Verbesserung der Wohnverhältnisse nicht reicher Bevölkerungsschichten.


    Das gibts auch heute noch immer mal wieder. Ganz manchmal sogar noch mit dem sozialen Anspruch der 20er Jahre. Der allerdings ebenso häufig wie damals in die eine oder andere Richtung scheitert.
     
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