Baugrundgutachten

Diskutiere Baugrundgutachten im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Für ein Neubaugebiet wurde ein Baugrundgutachten erstellt. Rund um das für uns interessante Grundstück herum wurden 3 Bohrungen durchgeführt....

  1. MIC

    MIC Gast

    Für ein Neubaugebiet wurde ein Baugrundgutachten erstellt.
    Rund um das für uns interessante Grundstück herum wurden 3 Bohrungen durchgeführt.
    Die Bohrtiefen betrugen 3 mtr, 2 mtr und 3 mtr.
    Bei einer Bohrungen gab es ab 230 cm einen Kernverlust ab da war es sehr nass.

    In den Bohrkernen wurde ein Wassergehalt zwischen 16% und 23% gemessen.

    Die Schichten sind so aufgebaut:
    Ton,Schluff (weich-bis steif), braun bis 60 cm
    Ton,Schluff, sandig (weich-bis steif), braun, sehr nass bis 200cm
    Ton,Schluff, sandig braun, sehr nass bis 290cm
    SsT-Sücke, Ton, sehr nass bis 300cm.

    Nach der langen Einleitung hier nun noch die vielen Fragen:
    Ist der Baugrund problematisch?

    Ist der Wassergehalt/das Sickerwasser problematisch?

    Welche Kellerbauweise ist angebracht?

    Waren die Bohrungen ausreichend tief? Meines Erachtens ist das Gutachten erstellt worden um die Straßenbaumaßnahmen in dem Gebiet planen zu können.

    Wäre ein Gutachten nur für das Grundstück sinnvoll?

    Rings um das Neubaugebiet wurde eine Drainage angebracht, kann die wirklich helfen das Gebiet trockener zu machen?

    Im Moment sind wir sehr unsicher, ob wir hier vielleicht mit diesem Grundstück ein großes Risiko eingehen. Eure Meinungen sind da sicherlich hilfreich.

    Gruß MIC
     
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  3. #2 bauworsch, 27. Juli 2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Viele Fragen

    doch so richtig für Dich befriedigend wird hier keiner darauf antworten, denn wir würden nur rumrätseln.
    Scheiß Baugrund wie überall in Deutschland. Weiße Wanne als steifer Kasten ordentlich ausgeführt verhindert viele Probleme. Ob´s geht? Weiß nicht.
    Wenn Du mit Keller bauen willst, dann weißte auch,wie tief Du in den Boden rein willst. Hol Dir einen Baugrundgutachter und lass ihn eine Untersuchung Deines Baufeldes durchführen. Dann hast Du alle erforderlichen Angaben zu Gründungsmöglichkeiten, Bodenpressungen und Wasserhaltung. Damit gehst Du zu Deinem Statiker. Der sollte hoffentlich das richtige draus machen.
    Wenn das Baugebiet allerdings durch einen Bauträger vermarktet wird, der auch Dein Haus bauen will, wird´s schwierig, denn die Herren interessiert sowas meistens nicht. Aber dann sehen wir Dich, wenn´s schief gelaufen ist, bald nach Baubeginn unter einem anderen Namen hier wieder....
    Also Vorsicht ist die Mutter des Elefanten im Porzellanladen.
    Verrätst Du uns bitte noch, wo das Ganze ist?
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ja!

    ja!

    stahlbetonkellerschachtel als weisse wanne, grössere bauteildicken als üblich, berücksichtigung des zeitl. setzungsverhaltens.

    NEIN!

    ja! aber nur in abstimmung mit dem tragwerksplaner.

    anhand der nichtvorhandenen geol./hydr. untersuchungen nicht bewertbar.
    würde mich aber ernsthaft nachdenklich machen ..

    zur weiteren beschreibung der problematik:
    http://www.bau.de/forum/keller/464.htm
    http://www.bau.de/forum/neubau/2256.htm
    http://www.bau.de/forum/tiefbau/357.htm

    risiken kann man abwägen. wir haben gründungskörper für schlechten baugrund geplant - die häuser stehen immer noch ;)
    "Meinungen" vertrete ich hier nicht - was oben geschrieben steht, sind fakten. muss mal mit aller arroganz :) gesagt werden.
    aber bestimmt kommen noch meinungen, die von keinerlei kompetenz getrübt sind :D
     
  5. #4 bauworsch, 27. Juli 2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    @ mls

    Gut !! :D :D
     
  6. #5 Boeserwolf, 27. Juli 2003
    Boeserwolf

    Boeserwolf

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    Wie tief sollte es mind. sein?

    Wir haben von der Gemeinde auch ein Gutachten mit Bohrungen für die Erschliessung, eine ist quasi auf unserem Grunstück. Bohrtiefe 4m. Sehr sandig mit schluffigen Anteilen ab ca. 2m. Ab4 m Kies mit teilweise versteinerten Wasserundurchlässigen Schichten.

    Genügt das?
     
  7. #6 C. Schwarze, 27. Juli 2003
    C. Schwarze

    C. Schwarze

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  8. MIC

    MIC Gast

    Danke für die Antworten und noch Infos

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

    Das Grundstück liegt im Saarland nördlich Saarbrücken.

    Wir planen zur Zeit den Keller etwa 90 cm über GOK herausstehen zu lassen. Der Teil der dann in der Erde sitzt, wird sicherlich von der Schicht umschlossen, in der Sickerwasser vorgefunden wurde.

    Grüße MIC
     
  9. Lebski

    Lebski Gast

    Hinweis für nicht Saarländer:
    Saarbrücken ist die Stadt, wo regelmäßig die Aurobahngesperrt wird, weil man so schlecht durch den Fluß fahren kann!
     
  10. MB

    MB Gast

    Hä?

    Saarbücken hat ne Autobahn? Das ganze Saarland ist doch gar nicht groß genug, um mehr als drei Spuren unterzubringen :)

    Um zur Frage zurückzukommen: was hat das jetzt an den Feststellungen von mls geändert?
     
  11. Lebski

    Lebski Gast

    Nix. Zum miesen Untergrund kommt noch die Gefahr von Grundwasser.
    Tatsächlich haben die nicht nur mehr als 3 Spuren, sondern auch mehr als 3 Autobahnen im Saarland. OK im Ruhrgebiet habt ihr mehr als 3 Autobahnen in einer Stadt, aber wer will das schon?
     
  12. MIC

    MIC Gast

    im Vergleich zum "stinknormalen" Keller

    was wäre in diesem Fall zusätzlich zu tun. Wir möchten gern abschätzen, was da auf uns zu kommen könnte.

    Also weiße Wanne wird wohl notwendig. Was noch?
    Boden austauschen?
    Spezieller Grundwasserschutz?
    Muss das Wasser immer abgepumpt werden?

    Das Grundstück liegt in einer Senke. Aber noch nicht an der tiefsten Stelle, die noch ca. 1-2 mtr tiefer liegt.

    Übrigens unsere Familie besteht zur Hälfte aus Nicht-Saarländern.

    Gruß,

    MIC
     
  13. MB

    MB Gast

    Einfach

    Zunächst mal ein richtiges Bodengutachten. Damit zum Statiker. Der entscheidet dann, ob Bodenaustausch erforderlich ist. 15 cm kapillarbrechende Schicht sind ohnehin notwendig (bei Wohnkeller).

    Ob noch mehr dazu kommt: Statiker.
     
  14. Lebski

    Lebski Gast

    Erst mal Glückwunsch zur Familie.

    MIC wie soll man das von hier aus sagen? Wenns dumm läuft, werden alle vier Maßnahmen nötig. Ohne spezielles Gutachten für das Grundstück, mit Gründungsempfehlung, kann man das nicht beantworten.
     
  15. MIC

    MIC Gast

    So richtig abraten

    von dem Grundstück tut uns jawohl keiner von euch. Von der Lage her ist es echt top. So dass wir ungern was neues suchen möchten.

    Gruß,

    MIC
     
  16. MB

    MB Gast

    Frage des Preises

    Man kann auf jedem Grundstück bauen. Sogar unter Wasser :)

    Aber es ist eben eine Frage des Preises. Und daher eben zunächst richtiges Bodengutachten, Statiker, Lösung, Kostenschätzung.
     
  17. Lebski

    Lebski Gast

    ?
    Wie kämen wir dazu?
    Vom Grundstück ist ja noch weniger bekannt! Grösse, Preiss, Lage, Erschliessungskosten, Baulasten...
    Persönlich würde ich nachfragen, ob ein Baugrundgutachten vor Kauf gemacht werden darf. Und es dann machen. So viel Geld kostet das auch nicht. Besser als auf die Nase fallen.
     
  18. MIC

    MIC Gast

    Neue Informationen

    Wir haben noch einmal mit der Gesellschaft gesprochen, die das Gelände erschlossen hat.
    Info war: Die Drainage ist als Kanalsystem ausgeführt, die die wasserführenden Schichten unterbrochen hat und das Wasser abführt.

    Was ist denn jetzt davon zu halten?

    MIC
     
  19. Lebski

    Lebski Gast

    Das gleiche wir vorher.
    Versuch das von der Gesellschaft schriftlich zu kriegen: Was und warum gemacht wurde. Such dann einen Baugrundgutachter.
    Und alles schriftlich geben lassen! Kosten vorher angeben lassen!
     
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  21. MIC

    MIC Gast

    Sorry nicht gesehen!

    Dein Beitrag von gestern 23:40 haben wir nicht gesehen. Sorry, wir sind mit dem Forum noch nicht so vertraut. Haben gedacht alles ist auf einer Seite.
    :sleeping

    An dem Bodengutachten vor dem Kauf sind wir nun dran.

    Aber wenn wir von einer Gesellschaft bezüglich der Kanalarbeiten etwas schriftlich haben wollen, müssen wir uns überlegen von wem. Jetzt wird es nämlich juristisch.

    Der Baugrund gehörte der Stadt, den diese an eine örtliche Bank abgetreten hat. Diese wiederum hat ein Unternehmen, nennen wir es EV, mit der Erschliessung und Vermarktung beauftragt. Die Erschliessung selbst wurde dann von verschiedenen Bauunternehmen durchgeführt.

    Es ist die Frage wer hier Garantien abgeben kann.
    Das Grundstück kaufen wir von der Bank. Wär vielleicht interessant, welche Garantieen die von EV bekommen hat.

    EV hat sich von den Bauunternehmen 5-Jahres Garantien auf deren Leistungen geben lassen. Das betrifft aber nur deren handwerkliche Leistung und nicht ob die Maßnahmen (Kanalbau zur Entwässerung) überhaupt Sinn machen.

    Aber wir fragen EV erstmal ob er
    schriftlich hat, dass der Kanalbau zur Entwässerung des Geländes dient. Könnte sein, dass die Maßnahmen nur im direkten Straßenbereich wirken.

    MIC

    Tolles Forum hier. Gut dass wir es gefunden haben.
     
  22. pepe

    pepe

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    Statiker
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    Innsbruck
    bevor Du ein Bodengutachen machen läßt, würde ich auch schauen, ob irgendwo in der Nähe ein Gebäude schon errichtet wurde, bei dem möglicherweise selbe Randbedingungen vorlagen
     
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