Baugrunduntersuchung: Bodenaustausch notwendig?

Diskutiere Baugrunduntersuchung: Bodenaustausch notwendig? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe die Möglichkeit in einem Neubaugebiet ein Grundstück zu erwerben, und überlegen nun, ob ich es kaufen sollen. Beim...

  1. #1 milliman, 03.01.2022
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    Hallo zusammen,

    ich habe die Möglichkeit in einem Neubaugebiet ein Grundstück zu erwerben, und überlegen nun, ob ich es kaufen sollen. Beim Durchlesen der Baugrunduntersuchung (siehe Bilder) habe ich aber den Eindruck, dass die Bodenbeschaffenheit eher schlecht ist, und weitere bodenverbessernde Maßnahmen notwendig sind.

    Daher würden mich Eure Einschätzungen zu dem Gutachten interessieren. Insbesondere, mit welchen Mehrkosten bei der Gründung im Vergleich zu einem “unproblematischen” Boden zu rechnen ist.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Jochen


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  2. #2 Gast85808, 03.01.2022
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    Kommt drauf an, was Du da raufbauen willst...
     
  3. #3 milliman, 03.01.2022
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    Geplant ist ein EFH ca. 12m x 10m. Aufgrund des anliegenden Wassers, ohne Keller.

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  4. Mok

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    Ob der Boden problematisch ist, lässt sich aus den Ausschnitten hier nicht ableiten. Das wird wahrscheinlich aus einem Gutachten stammen, das für das gesamte Baugebiet aufgestellt wurde? Mal angenommen der Baugrundaufbau bei deinem Grundstück entspricht dem hier dargestellten Bohrprofil:

    Ton ist recht empfindlich, aber bei EFH unproblematisch, wenn die Konsistenz stimmt und die ausführende Firma ordentlich arbeitet. Und diese bei bindigen Böden bautechnisch wichtigste Eigenschaft ist hier nicht angegeben. Ohne nähere Beschreibung des Bodens kann nicht mal eine Tendenz zur Gründung angegeben werden.

    Die Gründungsempfehlung des Gutachters ist etwas unbefriedigend. Die Formulierung zur Gründung liest sich für mich so, dass der Gutachter von einem unterkellerten EFH ausgegangen ist, und nicht unbedingt so, dass der darüber liegende Boden zu schlecht für eine Gründung wäre. Aber mir ist der Gutachten-Ausschnitt eh etwas suspekt. Bodenverbessernde Maßnahmen sieht der Gutachter zur "Abfangen von Querkräften" vor. Was für Querkräfte? Und wieso bei Schichtmächtigkeiten beim Kies von < 30 cm? Dann kann zuerst auf eine Spundung u.U. verzichtet werden, weiter unten ist sie dann "unumgänglich" ...
     
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  5. #5 simon84, 03.01.2022
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    Ein Baugrundgutachten für das konkrete Grundstück und unter Berücksichtigung des konkreten, geplanten Baukörpers (Maße und Bauweise) sind da meiner Meinung nach nötig.

    Das allgemeine Gutachten für das Baugebiet besagt ja eigentlich nur "schwierig".

    Ob ein Keller sinnvoll ist oder nicht, musst du selber entscheiden, es gibt ja auch Keller mit druckwasserdichten Fenstern oder ganz ohne.

    Jedenfalls wirst du vermutlich - je nach gewählter Gründungsart - ziemlich viel ausbaggern müssen, so dass der halbe Aufwand für den Keller schon drin ist.

    Alleine durch die Wasserhaltung und Gründung usw. sehe ich da Mehrkosten die locker mal 50.000 oder mehr ausmachen können.

    Ich würde ehrlich gesagt lieber woanders bauen. Natur holt sich Natur zurück.
    Kriegst du überhaupt eine Elementar/Wasser Versicherung in dem Bereich ? Würde ich erstmal prüfen.
    Wenn nicht oder nur zu horrenden Beträgen versicherbar ist das schon ein gutes Anzeichen, dass man da wohl eher nicht bauen sollte.
     
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  6. #6 milliman, 05.01.2022
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    Danke euch.
     
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