Bewertet mal meinen Grundrissentwurf

Diskutiere Bewertet mal meinen Grundrissentwurf im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo Bauexperten, nachdem ich hier nun einige Zeit mitgelesen habe, habe ich mich mal angemeldet und möchte meinen selbstentworfenen Grundriss...

  1. #1 Markus100, 16. Juni 2013
    Markus100

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    Hallo Bauexperten,

    nachdem ich hier nun einige Zeit mitgelesen habe, habe ich mich mal angemeldet und möchte meinen selbstentworfenen Grundriss zur Debatte stellen. Dazu folgende Anmerkungen:

    1. Ich habe das selbst gezeichnet und noch mit keinem Architekten darüber gesprochen. Ich wollte mir zuerst meine eigenen Gedanken machen, bevor ich in so ein Gespräch gehe. Also in dem Entwurf steckt noch kein Fachwissen.

    2. Ich bin Single und habe bei dem Entwurf versucht Folgendes zu berücksichtigen:

    a) Das Haus soll nicht zu groß werden
    b) Es soll eine möglichst offene Architektur haben, damit ich mir nicht zu alleine in dem Haus vorkomme. Also ich möchte kein dunkles "Loch" haben.
    c) Für den Fall, dass da mal mehrere Personen drin wohnen müssen oder es verkauft werden muss, soll es möglichst viel Gestaltungsspielraum besitzen. Darum habe ich in hellgrau Wände eingezeichnet, die optional umgebaut werden können.

    Ihr findet in den Bildern mehrere Varianten für das Obergeschoss. Ich frage mich dabei, ob man z.B. Fußbodenheizungen so verlegen kann, dass man diese Wände nachträglich einziehen kann.

    Variante 4 würde ich für mich nehmen, wodurch ich oben ein offenes Arbeitszimmer mit Durchbruch nach unten habe. Den Durchbuch könnte man ggf. so konstruieren, dass man das nachträglich verschließen kann.

    Die Dachschräge beträgt 50°, wodurch sich oben noch ein Dachbereich ergibt, der in der Mitte noch 2,2m hoch ist.
    Ich habe keinen Hauswirtschaftsraum eingeplant, weil ich bislang noch von einem Keller ausgehe (bis mich die Kosten eines besseren belehren).

    Ansonsten möchte ich möglichst bodentiefe Fenster für ausreichend Licht haben. Im Bad im OG geht das nicht, weil ich da versucht habe Platz zu sparen. Da müsste dann noch zusätlich ein Dachfenster rein. Ggf. müssen auch an anderen Positionen noch Dachfenster rein. Im Bad im EG sollte auch nur ein normales Fenster rein.

    So, nun bin ich mal gespannt, ob ich in der Luft zerissen werden :e_smiley_brille02: !

    Vielen Dank für's Draufschauen und Gruß von

    Markus
     

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  3. likema33

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    Eine Küche von nur 9m² in einem Haus halte ich für zu klein. Insgesamt würde ich es so gestalten, dass entweder mal jemand mit einziehen kann (und dann auch an Kinder denken) oder dass das Haus sich im Notfall gut verkaufen lässt.
     
  4. #3 Gast036816, 16. Juni 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    die darstellung in der luft zu zerreissen kann man sich sparen, weil ein selbst geschneiderter entwurf mit erheblichen funktionalen mängeln vorliegt.
     
  5. GeraldZ

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    Hallo Markus,
    ich möchte Dir empfehlen vor dem Zeichnen der Pläne Dir genau darüber Gedanken zu machen welche Funktion jeder Raum erfüllen muss. Ein Haus dass die Funktionen erfüllt, die die Bewohner brauchen, ist ein "gemütliches" Haus in dem sich alle wohlfühlen.

    Beispiel Küche: Wenn Du Dein Essen nicht immer in einen anderen Raum (Esszimmer) tragen willst, sondern mal schnell in der Küche essen willst, brauchst Du einen Tisch in der Küche und 9 qm sind dann schnell zu klein.

    Vorzimmer: Was macht man da? Du musst Mäntel verstauen und Schuhe an und ausziehen.und eine Sitzgelegenheit wär da nicht schlecht. Das geht in einem schmalen "Schluf" natürlich nicht. Wenn man ständig über herumstehende Schuhe stolpert fühlt man sich nicht jedenfalls wohl.

    Stiegenhaus: da geht man nicht nur rauf und runter, sondern seine Funktion ist auch Transportweg für Möbel. Wenn Du dich im Obergeschoss nicht nur mit Billy Regalen einrichten willst, ist also eine Wendeltreppe keine gute Idee.

    Flexibilität: Auch an Elektroinstallationen denken. Sonst ist der Lichtschalter plötzlich im Nebenraum.... FBH und Elektro muss alles sternförmig zum Verteiler geführt werden. Nur dann ists wirklich flexibel. Wasser und Abwasserrohre in weitere Räume zu legen kostet in der Bauphase fast nichts, nachträglich ists teuer.

    Gerald

    P.S.:

    Ich kann allen die ein neues Haus planen, die Bücher von Christopher Alexander http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Alexander#Wissenschaft empfehlen. Insbesondere "The Timeless Way of Building" ist gut zu lesen mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Praxis.

    Da lernt man zum Beispiel, dass eine wichtige Funktion auch Stauraum/Abstellraum ist und man daher man mindestens 20% der Wohnfläche dafür einplanen sollte. Hat man den nicht eingeplant, dann verteilt sich das Gerümpel halt gleichmäßig im Wohnbereicht. Geht zwar, ist aber lang nicht so gemütlich ...

    Einige seiner Bücher gibts auch auf Deutsch.
     
  6. Einmal

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    Für einen selbstgezeichneten Entwurf finde ich den Entwurf gut. Entwässerung, tragende Wände etc. sieht alles machbar aus.

    Fragen und Hinweise:
    - Für das OG unbedingt die 2m Linie und Drempel einzeichnen, das Fenster im Bad wird nicht funktionieren. Ebenso die Toilette.

    - Du schreibst nicht, ob Du schon ein Grundstück hast und welche Auswirkungen sich aus diesem ergeben (Größe, Ausrichtung, Erschließungsrichtung, Abstände zu Nachbarn etc.).

    - Mir gefallen die zwei Traufgiebel auch, Dir ist aber klar, dass Du damit die Kosten hochtreibst? Hast Du ein Budget, d.h. einen Gesamtkostenrahmen, dann klärt sich auch schnell die Kellerfrage.

    - Was sind das für Kreise? Schornsteine? Fehlen dann in der Ansicht und zumindest ein Kamin im Grundriss EG.

    - Irgendwie hast Du bei allen Entwürfen oben zuviel Platz, klar als Einzelperson brauchst Du nur ein Schlafzimmer und Bad. Das sieht irgendwie unmotiviert aus. Du schreibst nicht über zukünftige Pläne, aber wenn Du davon ausgehst, dass es ein Singlehaus bleibt, warum dann nicht gleich einen Bungalow?

    - Das ganze Haus ist schön symetrisch, allerdings "zerstörst" Du das in der Ansicht durch die Eingangstür. Falls Dir das wichtig ist, überleg ob Du die Türe auch in die Mitte setzt. Dann verschiebt sich auch der Rest klar.
     
  7. #6 Markus100, 17. Juni 2013
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    Hallo,

    erst mal vielen Dank für die Kommentare. Ich gehe mal auf einige davon ein:

    Küche: Sicherlich ist ein Esstisch darin gut, aber mein Esstisch würde gleich nebenan stehen. Und evtl. würde ich die hellgrau eingezeichnete Wand gar nicht einbauen, sondern vielleicht so ein Küchentheke.

    Vorzimmer: Ist richtig, dass ich da die Größe noch mal prüfen muss. Evtl. ist das wirklich da zu eng.

    Treppe: Ich hatte die einfach rund eingezeichnet, war aber zwischendurch selbst schon mal drauf gekommen, dass ich da Fläche verschenke. Also das würde dann eckig werden.

    Elektro: Das geht schon zu weit ins Detail. Da kann ich mir Gedanken machen, wenn der Plan soweit steht.

    Abstellraum: Dieser Entwurf sieht einen Keller vor. Über einen Kleinen Abstellraum im EG könnte man trotzdem nachdenken.

    2m-Linie: Ist eingezeichnet, aber vielleicht nicht so sichtbar. Direkt daneben ist noch eine Linie für die volle Deckenhöhe.

    Fenster Bad: Da hatte ich nur so ein kleines rundes Fenster vorgesehen. Wie gesagt muss da noch mindestens ein Dachfenster rein, damit Licht rein kommt und gelüftet werden kann.
    Ich hattebeim Bad extra Fläche eingespart, damit nebenan ein Schlafzimmer mit Doppelbett Platz findet. Sollte ich die Wand evtl. doch etwas verschieben, damit das Bad größer wird?

    Grundstück: Ic habe noch kein Grundstück. Es handelt sich wie gesagt nur um ein Diskussionsgrundlage, falls ich mal zu einem Architekten gehe. Ich komme eben gerne Vorbereitet in Gespräche. Das Ganze dient auch eher der Bestimmung eines Richtpreises, mit dem ich zu rechnen hätte. Vielleicht wird dann alles umgeworfen.

    Traufgiebel: Wo ich schon mal bei den Kosten bin. Kann man prozentual schätzen, was so ein Giebel für Mehrkosten produziert?

    Kreise: Die sind für Heizung im Keller und dann hätte ich gerne einen Schacht für Kabel und was man sonst noch so später mal alles von oben nach unten verlegen will.

    Eingangstür: Dass die Symmetrie auf der Vorderseite dadurch etwas "zerstört" wird, ist mir nicht so wichtig. Wenn ich die Treppe aus der Mitte verschiebe, dann werden die Räume oben immer irgendwie blöd. Aber da kann vielleicht mal irgendwann ein Archi drüber nachdenken.

    Ansonsten ist mir auch klar, dass z.B. unten sehr wenig Wand für die Deckenunterstützung steht. Und oben, durch die verschiebbaren Wände, wird es sicherlich auch irgendwo einen Träger geben müssen, damit das Dach nicht zusammenkracht. Ist eben alles noch nicht bis zu Ende gedacht.

    Und zu rolf a b i: Dein Beitrag hat keinen Informationsgehalt. Dass ich das selbst geschneidert habe, hatte ich eingangs bereits selbst erwähnt. Sachen gibt's...

    Gruß
    Markus
     
  8. milkie

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    Hallo,

    ich bin nur Laie - wir bauen momentan selbst bzw. sind mit unserem Architekten noch in der Planungsphase.
    Mir persönlich gefällt der Grundriss im EG gut. Einzig die kleine Diele würde ich ändern und ggf. eine Abstell- oder Speisekammer wäre gut und definitiv von Vorteil. Flexibler auch wenn da mal mehr als 1-2 Personen drinnen wohnen.

    Den Küchenbereich würde ich persönlich offen gestalten und eine Kochinsel oder Theke hinsetzen. Bei letzterem könnte man auf einem Barhocker dann auch ein schnelles Frühstück zu sich nehmen. Das Tischdecken und Abräumen kann sonst morgens ziemlich lästig werden.
    Wir planen so etwas zwar für uns nicht aber für 5 Personen ist das auch nicht so sinnvoll. Wir werden eine Kochinsel zum Essbereich haben (offen natürlich). Alleine oder als Paar hingegen denke ich dass es doch Alltagsgebräuchlicher ist wenn man einen Essplatz an der Küche hat. Und es ist doch auch nett wenn Freunde zum Essen kommen und diese können dann an der Theke Platz nehmen solange du in der Küche arbeitest.

    Im OG gefällt mir der letzte Grundriss mit der Galerie am Besten. Ich würde das Bad zwar ein kleines bisschen größer machen (bin ein Freund von großen Bädern ;) ). Der letzte Grundriss wäre aktuell dann für 1-2 Personen ideal, lässt aber doch die Option offen nachher bis zu 3 Zimmer im OG zu haben. Entweder für die eigene Zukunft oder falls man das Haus verkauft.
    Evtl. kannst du auch schon 3 Räume erstellen. Eine Galerie/Büro, ein Schlafzimmer und das 3. aktuell als Ankleide (später als Kinderzimmer?!) Dann muss man später nicht mehr so viele Änderungen im Haus vornehmen. Denn wir haben es bemerkt als wir uns Häuser angesehen haben die zum Verkauf stehen. Wenn der Grundriss nicht passt, aber Ausbaureserve da ist, dann drückt das natürlich den Verkaufspreis. Schließlich braucht man noch Geld für den Ausbau.

    Viel Erfolg noch weiterhin.
    Wenn dir der Grundriss so grob gefällt dann such dir doch einen Architekt des Vertrauens (gar nicht so einfach wie wir feststellen mussten). Wenn du den richtigen gefunden hast, dann wird er dir bei den Feinheiten schon helfen :)

    VG
    milkie
     
  9. Einmal

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    ... im Leben
    Einfach ist das nicht, stimmt. Ich würde den Entwurf aber jetzt einfach mal beiseite legen, Deine wesentlichen Ideen sind ja drin und mir ein passendes Grundstück suchen, da kann sich dann nämlich alles noch mal ändern:
    - Ausrichtung / wo ist Süden
    - Wie groß, was steht im N/S/O/W
    - Hanglage oder eben
    - ...

    BTW: Je nach Gegend ist das genauso schwer zu finden.
     
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  11. #9 Gast036816, 17. Juni 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    na dann versuch dich doch einmal an deinen funtionalen mängeln und schaff sie aus der welt!
     
  12. markus s

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    Welchen Sinn hat der Traufgiebel, auf der Nordseite? Nachdem der Grundriss darauf keine Rücksicht nimmt, treibt er nur die Kosten nach oben und zerstückelt die Wandflächen der Räume.
     
Thema:

Bewertet mal meinen Grundrissentwurf

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