Bindiger Boden - Planum vor Nässe schützen - Warum genau?

Diskutiere Bindiger Boden - Planum vor Nässe schützen - Warum genau? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Thema hierher oder zum Tiefbau gehört. Falls ich hier falsch bin, bitte verschieben....

  1. Tauri

    Tauri

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    Hallo zusammen,

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Thema hierher oder zum Tiefbau gehört. Falls ich hier falsch bin, bitte verschieben. Danke!

    Zu meiner Frage: Aktuell bin ich dabei ein EFH mit Keller bauen zu lassen. Letzte Woche hat der Tiefbauer die Kellergrube ausgehoben und mit einer kapillarbrechenden Kiesschicht 10 cm aufgefüllt. Der Boden unter der Sauberkeitsschicht ist laut Bodengutachten "sehr schwach schluffiger Ton", welcher vor Nässe zu schützen ist.
    Die Bodenplatte wird in der ersten Märzwoche gegeossen werden und bis dahin soll es ein paar Tage regnen, weswegen ich mir jetzt natürlich Gedanken mache, wie ich den Boden vor Nässe schützen soll. Im Zweifel würde ich einen kleinen Pumpensumpf in die Ecke vom Arbeitsraum machen und dann das wenige (1-2 cm, wenn überhaupt) Wasser abpumpen.

    Dazu ist mir dann die Frage gekommen, warum genau der Boden vor Nässe geschützt werden soll? Klar, die Tragfähigkeit verringert sich deutlich, wenn die "Tonplättchen" durch das Wasser an Reibung verlieren, was sich aber wieder gibt wenn der Boden trocknet, korrekt?
    Ist mit dem Aufweichen des Planums der reine Wassereinfluss gemeint, oder eher das Aufweichen (oder besser Aufwühlen) des Bodens durch Baumaschienen und Arbeiter bei Regen? :confused:

    Wenn die Baugrube später wieder Verfüllt wird, läuft der Regen ja auch durch das Verfüllmaterial und sammelt sich an der Tonschicht.

    Sprich, reicht es, dass die Baugrube durch Abpumpen halbwegs trocken gehalten wird, da zum Einen keine Arbeiter oder Maschienen den Boden aufwühlen und zum Anderen die Kiesschicht zusätzlich den Boden vor mechanischen Einflüssen schützt?

    Vielen Dank!

    Viele Grüße
    Tauri
     
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  3. #2 Andybaut, 19.02.2017
    Andybaut

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    Das ist wohl ein allgemeiner Hinweis,
    der außer bei anstehendem Felsen immer zu beachten ist.

    Eine Baugrube sollte grundsätzlich möglichst schnell bebaut werden.
    So ein Gebäude sollte ja möglichst auf gewachsenem Boden erstellt werden,
    außer der ist zu schlecht und es bedarf Zusatzmaßnahmen.

    Wenn man nun die Baugrube dem Regen aussetzt oder Frost oder das ein Jahr stehen lässt und
    wartet bis die Blümchen wachsen, dann ist dieser Boden von den Gründungseigenschaften schlechter
    wie der ursprüngliche gewachsene Boden.

    Das man das ganze mit Schotter verfüllt und dann 2 Wochen stehen lässt, finde ich nicht so prickelnd.
    Die Absicht dahinter: was ich nicht sehe juckt mich nicht???
    Kommen da noch Streifenfundamente rein, die erst in 2 Wochen gegründet werden?
    Du schreibst auch nichts von der Entwässerung, die muss ja auch noch rein.
    Die 10cm sprechen aber eher dafür eine Fläche zu schaffen auf der man arbeiten kann.
    Wenn es darunter versumpft muss der ganze Dreck wieder raus.
     
  4. Tauri

    Tauri

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    Klar, je schneller man die Grube bebaut, deso besser ist es und umso unwahrscheinlicher ist eine Verschlechterung des Baugrundes.

    Der Tiefbauer sollte bis zum 22. Februar fertig sein, hat aber schon am Freitag seine Arbeit fertiggestellt. Am 23. kommt die Feineinmessung und am 02. März die Bodenplatte.

    Streifenfundamente kommen da keine rein. Nur XPS und dann 25 cm Bodenplatte.

    Dann hoffe ich mal, dass es nicht zu viel regnet und das Abpumpen klappt. Wie würde man die Eignung des Bodens bzw der Kiesschicht vor der Bodenplatte testen? Ein statischer Lastplattenversuch wird wahrscheinlich auf Grund der Kellergrube und mangels eines Gegengewichtes nicht klappen. Ich meine gelesen zu haben, dass ein dynamischer Lastplattenversuch bei einer Kiesschicht kaum aussagekräftig ist.

    Viele Grüße
    Tauri
     
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