Bodengutachten empfehlenswert?

Diskutiere Bodengutachten empfehlenswert? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo und guten Abend. Wir, meine Freundin und ich, wollen nächstes Frühjahr mit dem Bauen beginnen. Das Grundstück ist bereits unser Eigentum...

  1. #1 Matze118d, 2. Juni 2008
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    Hallo und guten Abend.

    Wir, meine Freundin und ich, wollen nächstes Frühjahr mit dem Bauen beginnen. Das Grundstück ist bereits unser Eigentum und steht auch schon als Baugrund fest.

    Bei dem Bauplatz handelt es sich um ein Hanggrundstück, welches wir mit einem Haus mit Einliegerwohnung (150 m² / 60 m² Wohnfläche) und Doppelgarage bebauen wollen. Die Einliegerwohnung wird sich im "Keller" befinden.

    Vom Hang her haben wir einen "Bachlauf", welcher durch das Grundstück läuft. (jedoch keine Quelle auf dem Grundstück)

    Meine Frage währe jetzt, welchen "Nutzen" habe ich von einem Bodengutachten, wenn wir ja sowieso auf diesem Grundstück bauen wollen?

    Danke für die Antworten
     
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  3. #2 Manfred Abt, 2. Juni 2008
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    Der Nutzen ist ganz einfach: das Bodengutachten ist zum Bauen wichtig, es definiert nämlich die technischen Möglichkeiten und die Bemessung zur Gründung des Hauses.
     
  4. #3 Matze118d, 2. Juni 2008
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    Ok Danke, das leuchtet ein..

    Ich hab bis jetzt zwei Angebote vorliegen. Jedoch unterscheiden diese sich um stolze 250 EUR.

    Was muss ein solches Gutachten beinhalten, damit es auch "vollständig" ist?
     
  5. #4 VolkerKugel (†), 2. Juni 2008
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    Am wichtigsten ...

    ... sind:
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    - Abdichtungsempfehlung(en) der erdberührten Bauteile.

    Aber das sollte eigentlich Ihr Architekt definieren :konfusius .
     
  6. #5 Manfred Abt, 2. Juni 2008
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  7. mls

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    250 euro .. bei welcher gesamtsumme?

    nach meiner erfahrung ist nicht das gutachten entscheidend, sondern der gutachter ;)
    soll bedeuten: baugrundgutachten sind formal nahezu ident - spannend
    ist, was der gutachter auf nachfrage rausrücken mag oder rausrücken kann ..

    nebenbei, hang und bachlauf klingt für mich nach stark heterogenen
    gründungsbedingungen - da würde ich die entscheidung auch nicht
    dem preis überlassen, sondern den hoffentlich fähigen twp nach dem
    bgga befragen, der muss sich nämlich mit dem bgga auseinandersetzen ..
     
  8. #7 Matze118d, 3. Juni 2008
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    Ich hatte im Internet nach Bodengutachten gesucht und ein Portal gefunden, in welchem ich eine Anfrage gesendet hatte.

    Jetzt hab ich mittlerweile 6 Angebote vorliegen und einige Telefonate geführt. Die Angebote liegen zwischen ca. 700 EUR und 970 EUR.

    Nur schade dass auf den Angeboten nicht steht: Ich bin der BESTE und Kompetenteste :lock

    Die Vergabe des Auftrags werde ich mit meinem Architekten besprechen.
     
  9. #8 Manfred Abt, 3. Juni 2008
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    bzgl. der Qualität eines Bodengutachens - die entscheidend sein kann - ist von erheblicher Bedeutung, dass er sich in der Örtlichkeit auskennt. Insofern ist ein Weg über ein Internetportal sicherlich nicht gerade zielfördernd. (Auch) hier gilt: persönliche Erfahrung/Empfehlung.
     
  10. #9 VolkerKugel (†), 3. Juni 2008
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    Ohne zu wissen was draufkommt, macht ein Bodengutachten keinen Sinn.
    Die richtigen Fragen für den Bodengutachter können nur Architekt und/oder Tragwerksplaner formulieren.
     
  11. Matze118d

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    Hallo.

    Nach langer Zeit hole ich meinen alten Beitrag nochmals raus. An dieser Stelle kann ich mittlerweile das o.g. Zitat nur bestätigen.

    Nur mal ein kurzer Abriss zu unseren Erfahrungen: Wir haben uns für einen lokalen Bodengutachter entschieden. Dieser war mit 1500 EUR dann auch der teuerste. Um es kurz zu fassen, von diesem wurde eine Brunnengründung wegen dem schlechten Baugrund empfohlen. Nach Einigen Angeboten und sogar der sehr dicken Berechnung der Statik sollten wir ca. 30000,00 EUR zusätzlich für die Gründung ausgeben!!

    Nach längerer Überlegung sind wir zum dem Ergebnis gekommen, dass wir bei dieser Summe ein zweites Gutachten einholen wollten. Über ein Internetangebot bin ich dann zu einem Gutachter gekommen, welcher zum einen einen sehr guten Eindruck machte und zum anderen "nur" 750 EUR verlangte. (Leistungen waren zu o.g. Gutachten Identisch)

    Das Ergebnis des zweiten Gutachten war bedeutend besser als das vom ersten Gutachten! Der Boden sei jedoch nicht perfekt, aber mit einer 40 cm zusätzlichen, verdichteten Schotterschicht und diversen anderen Maßnahmen würde eine Gründung ohne Probleme möglich sein.

    Also wieder Angebote eingeholt - Ergebnis: 13000,00 EUR inkl. einer Abdichtung gegen drückendes Wasser.

    Letzte Woche wurde dann endlich mit den Erdarbeiten angefangen. Um alles abzukürzen:
    Nach einem Tragplattenversuch (oder wie sich das genau nennt) ein 100%iges Ergebnis. Nachdem ich den Bauleiter auf die Brunnengründung angesprochen hatte, schüttelte er nur ungläubig mit dem Kopf und meinte, da war der erste Gutachter aber etwas zu vorsichtig.

    Hätten wir auf den ersten Gutachter gehört, hätten wir mehr als das Doppelte für die Gründung ausgegeben!!!

    Die Erfahrung zeigt mir jetzt, dass es wirklich nicht auf den Preis ankommt ein verlässliches Gutachten zu bekommen.
     
  12. Hendrik42

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    Tja, und in ca. 20 Jahren wissen wir dann ob der lokale Gutachter recht hatte oder ob er nur die lokale "Gründungsindustrie" fördern wollte...

    Aus Neugierde: so ein "Tragplattenversuch" wird an wievielen Stellen auf dem Grundstück durchgeführt? Und was kostet sowas?

    Gruß, Hendrik
     
  13. DerSuchende

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  14. mls

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    wieviele und wie tiefe bohrungen/sondierungen haben die beiden bgga jeweils
    gemacht?
    kannst du was zum baugrund und den wasserständen sagen?
     
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  16. Matze118d

    Matze118d

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    Klar, hab ja beide Gutachten zu Hause.

    Beide Gutachten machten je 3 Bohrungen und je 3 Rammsondierungen.

    Diese wurden an den hinteren beiden "Ecken" des Wohnhauses und einer im vorderen mittleren Teil des Hauses durchgeführt.

    Punkt vorne mitte: 4,00 Meter - hinten links 6,40 Meter - hinten rechts 5,50 Meter

    Baugrund: toniger Schluff (Bodengruppe UM) weicher bis steifer Konsistenz

    Gründung: elastisch gebettete Bodenplatte - Bodenaustausch > 0,40m - Bettungsmodul ks< 8500 kN/m³

    Wasser: Hang-/Schichtwasser angetroffen

    Abdichtung: gem DIN 18195-6 (Abschnitt 8 aus DIN 18195-6:2000-08)


    Schöne Grüße
     
  17. PeMu

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    da hätte der Tragwerksplaner korrigierend eingegreifen müssen.
    Da hängts eher.
    Mit dem Bodenaustausch hätte man noch verhandeln, vs. in der Konstruktion reagieren können.
     
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