Bodengutachten notwendig?

Diskutiere Bodengutachten notwendig? im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo! Ich habe eine etwas naive Frage, so denke ich. Wir sind an einem Grundstück interessiert, auf welchem noch ein altes unterkellertes...

  1. ReneLE77

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    Hallo!

    Ich habe eine etwas naive Frage, so denke ich.

    Wir sind an einem Grundstück interessiert, auf welchem noch ein altes unterkellertes Gebäude steht.
    Diese Gebäude wird allerdings vom jetzigen Besitzer noch weggeräumt und das Grundstück "sauber" übergeben.

    Nun habe ich erkennen können, dass der jetzige Keller scheinbar trocken ist.
    Sollte ich dennoch sicherheitshalber ein Bodengutachten erstellen lassen um zu wissen welche Kellerabdichtung notwendig ist?

    Kann ein Bodengutachten mir überhaupt die maximalen Grundwasserstände und die Riskiken aufzeigen?

    Die Kellerräume sollen mindestens als Hobby- und Wirtschaftsraum nutzbar sein.

    Welches Vorgehen würde ihr mir als an diesem Grundstück Interessiertem empfehlen?

    Danke!

    PS:
    Sollte ich außerdem die dadurch schon vorhandene Kellergrube erhalten und für den Neubau nutzen?
    Wie lange kann man diese Grube "offen" stehen lassen, da wir evtl. erst in 2-3 Jahren bauen wollen?
     
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  3. Robby

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    All das kann man mit Hilfe eines Ausführlichen Baugrundgutachtens incl. Hydrogeologie beantworten.
     
  4. #3 VolkerKugel (†), 1. September 2008
    VolkerKugel (†)

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    Ich stimme zu :konfusius

    ausnahmsweise :winken
     
  5. ReneLE77

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    Ihr seid ja schnell :)

    Was würde das kosten?

    Könnte ihr auch was zum meinen PS:-Fragen sagen?

    Danke!
     
  6. #5 VolkerKugel (†), 1. September 2008
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Ich kenne die Preise in Sachsen nicht ...

    ... hier in Hessen würde sowas um die 1.500 € kosten
    und die PS-Fragen mit beantworten (das geht nicht von hier).
     
  7. #6 Carden. Mark, 1. September 2008
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    Evtl. kann man die zum Teil beantworten, da hier ja auch die Frostschutztiefe zu beachten ist, muss die Grube wenigstens so weit verfüllt werden, dass dieses Gewährleistet ist.
     
  8. ReneLE77

    ReneLE77

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    interessanter Punkt.

    Allerdings weiß ich gerade nicht "was" ich vor Frost schützen sollte, wenn nur die Baugrube vorhanden ist und noch keine Medien angelegt sind.
    Dann ist doch "nur" Erde in der Grube, welche doch getrost mal gefrieren kann.
    Und solange die Grube nicht im Winter weiter ausgehoben werden soll, kann das doch egal sein.

    Oder sehe ich das falsch?
     
  9. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Mark geht es um die veränderung des jetzigen nicht gesicherten Baugrundes durch Frosteinwirkung.
     
  10. gast3

    gast3 Gast


    sofern der Boden nicht ausreichend frostsicher ist

    ansonsten ist Baugrubensicherung ein Thema (spielende Kinder etc.) und die beliebte Müllentsorgung der Nachbarschaft ...
     
  11. Stefan61

    Stefan61

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    Ein Offenhalten der Baugrube spart zumindest viel Geld. Denn andernfalls muß man die Grube zunächst verfüllen und später das Verfüllmaterial wieder wegfahren lassen. Bei unterkellerten Gebäuden kommen da so einige Lkw-Fahrten zusammen. Z. B. Haus 10x10 = Baugrube 13 m x 13 m x 2 m = 338 cbm = 676 to Aushub, das macht an die 30 kostenpflichtige Touren fürs Ankarren und weitere 30 fürs Wegfahren aus.
     
  12. ReneLE77

    ReneLE77

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    Hallo!

    Ja das mit den Kindern ist mir auch schon in den Sinn gekommen.

    Aber es macht schon irgendwie Sinn, das "sinnlose" Verfüllen der Baugrube zu vermeiden, wenn man sie später wieder ausheben muss.

    Vielleicht kann ich sogar noch eine Preisminderung rausholen, wenn der Verkäufer das Wiederauffüllen und Verdichten spart.
    Ich spare ja dann ebenso, da weniger bis gar kein Abraum entsteht.


    Wie kann ich nun also die Baugrube vor Kindern, Nachbarn und Frost schützen?
    Welche Schäden/Veränderungen können denn durch Frost entstehen?

    Macht es z.B. Sinn diese mit "leichtem" Material zu füllen bzw. kann man die Grube mit wenig Aufwand abdecken?

    Einen Zaun sollte ich dann sicherlich auch um das Grundstück ziehen, damit fremde Personen keinen leichten Zutritt haben.


    Es tut mir leid, dass ich so viele Fragen haben, aber die schießen mir so durch den Kopf und ich möchte ja keinen Fehler begehen.
     
  13. flashbyte

    flashbyte

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    in Sachsen ist es etwas günstiger... zumindest hab ich für mein Bodengutachten um die 800€ bezahlt - die Fa. war aus Chemnitz, bei Bedarf schau ich nochmal genauer nach
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    natürlich macht verfüllen / ausheben nicht so den ganz schlanken Fuß...

    ich würde die Böschungen der "Abrissgrube" möglichst flach abböschen (auf jeden Fall << 45°, je nach Boden - z.B. gleichförmiger Sand - auch flacher)

    und was den Frost angeht - bindige ("lehmige") Böden verlieren vereinfacht ihre Tragfähigkeit, Sand/Kies ist da nicht so pingellig.

    Wenn du die Grube aber wirklich 2 - 3 Jahre offen liegen lassen willst, werden Wind und Wasser ihren Teil zu deiner Grube "beitragen", d.h. Ausushub kannst du dennoch haben und vielleicht sogar zwischentzeitliche Nacharbeiten in Hinblick auf die Sicherung durchführen müssen.

    Aber davon abgesehen: ein Baugrundgutachten macht immer Sinn und bei dir sowieso (Vorbebauung, offene Baugrube etc.)
     
  15. ReneLE77

    ReneLE77

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    Bei uns ist der Boden im allgemeinen sehr lehmig. Wäre also wirklich ein Thema wegen der Tragfähigkeit.
    Vielleicht kann man ja wirklich da Ränder abböschen, wie Du sagst und zusätzlich den Grubenboden mit 20-30 cm Sand/Kies bedecken?

    Diesen kann man vielleicht später als Grundlage für Einfahrt und Wege nehmen?
     
  16. gast3

    gast3 Gast


    der wird so verschlammen, dass du den unter befestigten Flächen nciht brauchen kannst - aber besser 20 - 30 cm (lokale Frosteindringtiefe beachten) entsorgen oder im Garten einbauen, als die ganze Grube verfüllen / ausheben.
     
  17. ReneLE77

    ReneLE77

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    Wenn mir Wind und Wetter eh die Grubenböschungen "abrundet", brauche ich diese doch nicht mit Sand abflachen, oder?
    Den müsste ich doch dann eh wieder rausholen (lassen).
    Oder geht es darum, dass die Grubenwände nicht ungewollt/unkontrolliert einstürzen und ein Gegengewicht die 2 Jahre existiert?
     
  18. gast3

    gast3 Gast


    du solltest die Baugrubenwände nicht mit Sand abflachen, es sollte nur ein Beispiel sein, dass man z.B. gleichförmige Sande eben noch flacher abböschen muss / müsste.

    Punkt ist, dass bei 2 jahren Standzeit, u.a. durch Wind und Regen - Boden ausgespült / abgetragen wird und somit auch Rutschungen etc. möglich sind.

    Also wenn du die Böschungen abflachst (so dass keine Gefährdung davon ausgeht), heißt es aber nicht, dass es auch auf "Dauer" so bleibt.
     
  19. ReneLE77

    ReneLE77

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    Gedanken

    Hallo!

    Habe mir die genannten Punkte durch den Kopf gehen lassen und komme zu folgendem Schluss:

    Es stellt sich langsam die Frage ob die ganzen Maßnahmen (Sicherung vor Wetter/Klima, Baustellenschutz, teilweises Aufschütten und wieder Ausheben) nicht genauso teuer kommen, als wenn die Abrissgrube zugeschüttet und verdichtet wird und danach wieder die gewünschte Baugrube neu erstellt wird.

    Erstens lässt sich das Grundstück im Falle des Nichtbauens besser wiederverkaufen und zweitens stellt sich auch das "Problem", dass die Abrissgrube wohl eh doppelt so groß ist, wie die zu planende Baugrube.

    Das bedeute dann wieder ein teilweises Verdichten der nicht benötigten Fläche, was dann mir aufgebürdet wird.

    Wahrscheinlich lohnt sich der Aufwand des Erhaltens einer Abrissgrube nicht, wenn man 2 Jahre später die Hälfte davon benötigt.

    Was denkt ihr?
     
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  21. Kehrblech

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    Ich bin wahrlich kein Experte, aber wenn man ein Haus auf nicht gewachsenen Boden stellt (wenn man z.B. das Loch wieder zukippt und dann wieder einen Teils rausgräbt) gibt es statisch wohl einiges zu bedenken - das müsste wohl mal ein Fachmann beantwort.

    Zu deiner Frage mit dem Bodengutachten: Wir haben für unseres auch ~800EUR bezahlt. Eine gute Investition, wenn man sich die aktuellen Stahl-Preise anschaut. Hast du kein Bodengutachten plant der Statiker sehr viel Stahl für die Bewehrungen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Hat er ein verlässliches Gutachten, so kann er i.d.R. mit deutlich weniger rechnen => spart Geld.
     
  22. Robby

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    Nö, warum soll angefüllter und fachgerecht verdichteter Boden ein Problem sein? Es gibt mitunter sogar Forderungen nach zusätzlichen nachträglichen Gründungspolstern zur Verbesserung der Bettung :D
     
Thema:

Bodengutachten notwendig?

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