Deckendurchbrüche / Vormauerungen

Diskutiere Deckendurchbrüche / Vormauerungen im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Unser Archi bearbeitet für uns momentan LPH 5. Da es uns wichtig ist, bereits im Werkplan alle sichtbaren Vormauerungen zu ersehen (könnte ja...

  1. Tommi

    Tommi

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    Unser Archi bearbeitet für uns momentan LPH 5.

    Da es uns wichtig ist, bereits im Werkplan alle sichtbaren Vormauerungen zu ersehen (könnte ja z.B. wegen Möbeln stören), sagte uns der Archi: "Deckendurchbrüche und Vormauerungen plane ich zwar ein, jedoch entscheiden später oft die Fachhandwerker (Heizung, Sanitär) vor Ort, wo sie Leitungen führen, daher keine 100%-Garantie, dass die Vormauerungen auch da sein werden, wo ich sie einzeichne.

    Ist diese 90-%-Planung üblich, oder woher müsste sich der Archi korrekte Infos holen?

    Danke.
     
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  3. Bruno

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    Nicht der Handwerker entscheidet "später vor Ort", sondern der Architekt entscheidet jetzt, außer Sie haben es anders gewollt. In der LPh 5 ist es Aufgabe des Architekten, die Beauftragung von Fachplanern für die Haustechnik zu empfehlen, deren Ergebnisse zu koordinieren und in die Werkplanung zu integrieren.
     
  4. Tommi

    Tommi

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    Danke für die Antwort, Bruno.

    Deine Aussage heißt aber für mich im Umkehrschluß:

    Ohne Einschaltung von Fachplanern kann der Archi die Haustechnik nicht 100-%ig korrekt im voraus planen.

    Von Fachplanern für Heizung und Sanitär hält unser Archi persönlich nicht viel:

    1. Es gebe keine "unabhängigen" Fachplaner, die im EFH(!)-Bereich damit Ihr "Geld verdienen" würden.
    (Unter welchem Stichwort schlage ich im Branchenverzeichnis/Internet dazu nach?)

    2. Ersatzweise könne man renommierte Handwerker (gegen Bezahlung selbstverständlich - habe ich kein Problem damit, auch gute Planung ist ihren Preis wert) beauftragen, doch wenn dieser Handwerker später nicht den Zuschlag erhalte, könne die Realisierung beim anderen Handwerker schon wieder anders ausfallen.

    Deine persönliche Meinung:
    Einschaltung eines Fachplaners bei einem "stino" EFH üblich/notwendig?
     
  5. Bruno

    Bruno

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    Bei meinem eigenen Haus habe ich die Haustechnik von einem Ingenieurbüro planen und ausschreiben lassen. Bei anderen Bauvorhaben lasse ich es meistens von Firmen planen, mit denen ich öfter arbeite und die nach meiner Einschätzung Ahnung haben. Als Architekt übernimmt man Fachplanungen aber nicht blind, sondern hinterfragt und koordiniert bis es passt. Geändert wird da später nichts mehr.

    Ein ganz anderer, aber mindestens so wichtiger Aspekt ist, dass man mit den Fachplanungen auch vergleichbare Angebote auf der Basis einheitlicher Leistungsverzeichnisse bekommt. Lässt man Haustechnikfirmen nach eigenem Gusto anbieten, vergleicht man später Äpfel mit Birnen. Außerdem bekommt man das angeboten, was die Firmen "immer schon so gemacht haben". Die paar Prozent, die eine gute Fachplanung kostet, gibt man so unbemerkt aus oder man erhält nicht das Optimum.
     
  6. bauworsch

    bauworsch Gast

    Bruno muss jetzt ja sagen

    Ich persönlich würde bei einem stino Eigenheim eine funktionelle Ausschreibung des Gewerkes durchführen und nach erfolgter Auswahl der ausführenden Firma zusammen mit dem Planer die restlichen Details abstimmen.
    Und bis dahin kann der Archi erstmal sicherlich aus der Erfahrung heraus einschätzen und einzeichnen, was im "worst case" erforderlich ist.
    Und wenn dann hinterher ein Loch in der Decke fehlt, wozu gibt es Kernbohrfirmen?
     
  7. Tommi

    Tommi

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    Danke. Eure Einschätzungen helfen mir in meiner Beurteilung weiter.

    @Bauworsch: Deine Antwort hat sich mit einer privaten Nachricht an Dich überschnitten!
     
  8. bauworsch

    bauworsch Gast

    Hab Dir trotzdem geantwortet

    War ja überfällig.
     
  9. Bruno

    Bruno

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    @Worsch: Funktionelle Ausschreibung des Gewerks Heizung kann ganz schön daneben gehen. Jeder rechnet z.B. andere Heizkörper aus und empfiehlt sein Fabrikat und seine Größe der Wärmeerzeugung und WW-Speicherung. Wer weiß, ob nicht der seriöse Anbieter billiger wäre, wenn er die selbe abgespeckte Variante des Billigheimers angeboten hätte. Bis mehrere total unterschiedliche Angebote bereinigt und durch Rückfragen auf eine einheitliche Schiene gebracht sind, ist auch ein ordentliches LV erstellt. Gut, ersteres ist Fleißaufgabe des Architekten wenn er sich darauf einlässt, das zweite kostet erst mal Geld. Ich betätige mich lieber nicht auf Fachgebieten anderer oder glaube, was der Billigste berechnet hat. Wenn die Bude später nicht warm wird, habe ich den schwarzen Peter, weil ich keine Fachplanung veranlasst habe.
     
  10. bauworsch

    bauworsch Gast

    @ Stubenrauch

    Hee bruno, kannst ruhig bauworsch oder Robert zu mir sagen, Worsch klingt so hart. ;) ;)
    Ich schrieb ja schon, dass Du " Ja " zur Sanitärplanung ( bzw. nein zu meinen Ausführungen ) schreiben musst. Theoretisch richtig, aber in meinen Augen im Eigenheimbereich an der Praxis vorbei. Heizkessel werden eh immer ( egal ob geplant oder nicht ) ein klein wenig zu groß dimensionert ( sei es aus Sicherheitsgründen auf planender Seite oder umsatztechnischen Gründen auf ausführender Seite )
    Und Du kennst Deine Pappenheimer genausogut wie ich. Da traut sich keiner wegen der paar Watt Leistung einen kleineren Heizkörper einzurechnen ( die Kosten sind wenige Euros ).
    Und wenn ich ne Eckwanne habe und zwei Duschen inkl. Gästebad, fang ich sicherlich nicht mit nem 120 Liter Speicher an.
    Und die paar Meter Leitung samt Bögen und Fittings, HT-Rohr mit allen Form und Verbindungsstücken und was weiß ich muss nun wahrlich kein Fachplaner einmalen und ausrechnen.
    O.K., kleine Einschränkung, Du und ich hoffe auch ich, wir wissen wovon wir reden und was wir wollen, der auf Alleingang eingestellte Bauherr vielleicht nicht und läuft dann Gefahr, in die falsche Richtung zu laufen.

    Jetzt mal ehrlich, bei wievielen Eigenheimen haste nen Fachplaner Heizung / Sanitär durchsetzen können?
     
  11. Lebski

    Lebski Gast

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  13. Bruno

    Bruno

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    Hallo Robert,

    ein Ingenieurbüro war bei mir nur selten = 2x tätig. Meistens läuft es so, dass man die Projektierung seiner "Stammfirma" überträgt, die dann auch ein ordentliches LV zur anschliessenden Ausschreibung erstellt, selbst anbietet und im Falle des Nichauftrags die Projektierung vergütet bekommt. Das funktioniert, wenn man selbst Ahnung hat und beim Festlegen des Leistungsumfangs mitreden kann. Ein Dreiergespräch Bauherr/Architekt/Projektant vor der Planung ist von Vorteil.

    Nicht zu verwechseln ist das mit dem Vorgehen von Bauherren, die ein Angebot einholen, dessen Qualität sie nicht beurteilen können, mit Tippex die Preise entfernen und das Ganze ungefragt der Konkurrenz zuschicken.
     
  14. bauworsch

    bauworsch Gast

    Alles klar Bruno

    So ist dann auch die Vergleichsmöglichkeit bei der Vergabe gegeben.
    Ich gehe im Vorfeld mit meinen Bauherren auch noch zum Sanitärgroßhandel in die Badausstellung, um den Sanitärstandart festzulegen.
     
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