Dynamische Belastung von Hohlkörperdecken

Diskutiere Dynamische Belastung von Hohlkörperdecken im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo, und frohes neues Jahr an alle. Nachdem ich bisher nur im stillen mitgelesen habe, brauche ich nun selbst Hilfe und hoffe, ich plaziere die...

  1. ManueI

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    Hallo, und frohes neues Jahr an alle.
    Nachdem ich bisher nur im stillen mitgelesen habe, brauche ich nun selbst Hilfe und hoffe, ich plaziere die Frage hier richtig.

    Ich Plane im Keller einen Hangelparcour zu erichten, sowie Griffleisten (Klettergriffe) und eine Klimzugstange an der Decke zu befestigen.
    Da ich nichts über die Beschaffenheit der Kellerdecke wusste, habe ich die Verkleidung entfernt und festgestellt, dass unsere Kellerdecke überwigend aus Hohlsteinen besteht.
    Das ein Holstein alleine die dynamische Belastung nicht verträgt, steht außer Frage.
    Meine Überlegungen daher: Eine Adapterplatte (30cmx15cm) anfertigen und mit 4 Schrauben (10er Dübel) auf min. zwei Hohlsteine verschrauben. Mittig in die Adapterplatte dann eine M12 Einschlagmutter.
    Anschließend alles mit Gipskartonplatten verkleiden und nur die M12 Gewindestangen aus der Decke rausragen lassen.
    Kann mir jemand etwas über die max. Belastung von Hohlkörperdecken sagen?
    Warum werden 12,5cm sowie 25cm breite Steine verwendet? Worin unterscheinden sich diese Steine (außer in der Breite)?

    Mit freundlichen Grüßen
    Manuel
     

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  2. #2 matschie, 05.01.2021
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    Ich bin zwar kein Profil was Hohlsteindecken angeht und lasse mich gerne eines besseren belehren, aber mein Rat lautet: Finger weg!

    Übliche Decken im Wohnungsbau werden mit 150kg/m² gerechnet. Wenn der 100kg-Crossfitter oben drauf steht, sind das 100kg die dann über Aufstandsfläche, Bodenbelag, Estrich etc. verteilt wirken, was die Decke gut tragen kann. Selbst wenn er Seilchen springt können die Lasten, da sie auf eine sehr große Fläche verteilt werden, aufgneommen werden.

    Wenn du das jetzt von unten dran hängst, hängt es nur am unteren Steg der Hohlsteine, der dafür nicht ausgelegt ist. Zusätzlich wirkt die Last punktuell (auch wenn du sie auf mehrere Punkte verteilst. Du müsstest also mindestens die Last durch die Decke bis auf die Oberseite bringen und dort die Lastverteilplatte anbringen, sodass die Last auf der Oberseite eingeleitet wird.

    Eventuell kann man sie direkt in die Träger einleiten, aber ohne die Statik der Träger zu kennen kann man auch das nicht sicher beantworten.
     
  3. #3 petra345, 05.01.2021
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    In die breiten Hohlkörper kann man nichts einleiten was über eine einfache Deckenlampe hinausgeht.
    Die schmalen Bimssteine sind nur etwa 6 cm hoch und massiv. Darüber befindet sich Beton und in der Regel auch Bewehrungseisen.
    Hier kann man etwas in dem darüber befindlichen Beton verankern aber nicht in den Bimssteinen.
    Man sollte allerdings nicht den Bewehrungsstahl treffen.

    Die Träger aus hochfestem Beton und konzentrierter Bewehrung darf man nicht anbohren.
    Dicht neben den Trägern findet man oberhalb von etwa 6 cm Bims ebenfalls Beton.
    Im Beton kann man Dübel bohren und einsetzen.

    Für eine dynamische Belastung sind diese Decken nicht vorgesehen!
     
  4. ManueI

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    Vielen Danke für eure Rückmeldungen @matschie / @petra345

    Das ich das Vorhaben in dieser Weise nicht ausführen kann, ist mir jetzt klar. Hatte ich auch schon befürchtet, seit ich gesehen habe um welche Art von Decke es sich handelt. Die Lösung mit Adapterplatte war ein letzte Versuch, bei dem ich aber ebenfalls schon Zweifel hatte. :mauer
     
  5. #5 Maape838, 05.01.2021
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    Für deine Kinder?
    Ich hatte auch mal sowas gebaut. Holzbalken unter die Decke und dann an den Wänden abgeleitet. Ab und an mal eine Stütze die ich mit ins Spiel eingebunden hatte.
    Da an meine Decke auch nichts durfte.
    Vielleicht als Idee
     
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  6. ManueI

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    @Maape838
    Danke für den Vorschlag.
    Eine meiner Überlegungen war auch schon, großflächig OSB Platten zu verschrauben und daran dann die Lastpunkte zu verteilen. Da der Parcours aber in erster Linie für mich gedacht ist 85kg bzw. 95kg (mit Gewichtsweste) ist mir das zu heikel. Ruck zuck bricht ein oder mehrer Steine und ich hab den Schlamassel.

    Gruß Manuel
     
  7. 11ant

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    Ein Bringstein ebensowenig ;-)
    Weshalb brätst Du die Aufnahmen nicht lieber an die Stahlträger ?
     
  8. #8 simon84, 08.01.2021
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    sollte man eigentlich auch nicht... aber definitiv das geringere übel.

    ich könnte mir auch vorstellen dass man eine Konstruktion mit ausreichend dimensionierten Holz stützen und Balken bauen kann, die die Last locker, sicher und ohne Gefahr für das Gebäude aufnehmen kann und zudem noch optisch schön in Szene gesetzt werden könnte
     
  9. #9 matschie, 08.01.2021
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    Was für Stahlträger? Ich sehe da keine..
     
  10. #10 petra345, 08.01.2021
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    Wo gibt es Bringsteine?
     
  11. #11 simon84, 08.01.2021
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    na da wo es eine holsteindecke gibt !

    die heißt aber eigentlich hohlsteindecke weil die Steine hohl sind, und nicht etwa weil sie in SH erfunden wurde :)
    Ist aber auch fies, eine Holsteiner Schaufel gibt es ja schließlich auch...
     
  12. 11ant

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    Aber es ist keine Schaufel zum Steine holen, sondern für den Steineholer zum Sandschippen. Hundekuchen ist ja auch FÜR den Hund und keine chinesische Spezialität.
     
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  13. #13 simon84, 08.01.2021
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    Für den Holsteiner Steineholer selbstverständlich, für den Frankfurter gibts wieder die Frankfurter Schaufel zum Garten bearbeiten :)
     
  14. ManueI

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    Stahlträger sind keine Vorhanden. Nur die Stahlbetonträger auf denen die Hohlsteine aufliegen. Diese möchte ich jedoch ungern mehrmals anbohren wobei man nur mit Dübel + Schraube arbeiten dürfte, da die Breite der Träger für Stahlankger (Schwerlastanker) zu schmal ist.
     
  15. ManueI

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    Mit einem ähnlichem Gedanken habe ich auch schon gespielt.
     
  16. #16 matschie, 11.01.2021
    matschie

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    Nein, auf keinen Fall in die Betonträger bohren! @petra345 hat da nicht unrecht - hier ist auf wenig Raum i.d.R. viel konzentrierte Bewehrung, die nicht beschädigt werden sollte.
     
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